Im "Andronaco" kann man nicht nur traditionelle italienische Gerichte probieren, sondern auch originale Zutaten dafür kaufen! Das Konzept findet Mike super. Er testet "Maccheroni al ferretto con Salsiccia e Guanciale". Doch was bereitet dem Profi Sorgen?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Das sind Alex, Michaela, Daniel, Martino und Felix.
Wer bringt im Münsterland das leckerste Essen auf den Tisch?
Wir sind ein etwas besserer Italiener.
Ui, ui, ui, ui, ui, ui.
Was hast du empfunden, als du das gegessen hast?
Ich hab's als muffig empfunden.
Erzählst nicht so ein Bullshit, Leute.
Ich mag keine rohen Zwiebeln und da sind jede Menge rohe Zwiebeln drauf.
Würde ich auch niemals so machen.
Heute stellt sich Alessandro vom Andronaco Münster der Konkurrenz.
Wir sind Italien, ich bin Italien und heute zeig ich euch Italien pur.
Bis gleich.
So pur dann vielleicht doch nicht.
Also Vitello hätte tatsächlich etwas rosaner sein können.
Ist ein bisschen zu weit gegart.
Wenn das da eine Stunde steht, dann zieht das ja auch nach.
Das ist fachlich nicht korrekt, wie er es macht.
Diese Woche tafeln wir in Münster und Umgebung.
? Take a second look. ?
Alessandro, Rufname Alex,
gibt im Andronaco die leckersten Italo-Hits zum Besten.
An Tag zwei serviert Michaela in der Brasserie im Jägerhof
Gehobenes aus der Region.
Das Krone bei Daniel hat sich der Küche des Mittelmeers verschrieben.
Nur das Nobelste aus Italien
kommt in Martinus' Villa Medici auf den Teller.
Und im La Costanera hält Felix die Fahne
für die peruanische Küche hoch.
Die Woche beginnt im Münsteraner Industriegebiet,
wo Italien ganz nah ist.
So, seid ihr schon richtig, wir gehen jetzt ins Andronaco.
Eine neue Woche startet bei meinLokal, deinLokal.
Und wir sind eigentlich fast immer in Münster,
dreimal und zweimal ein bisschen außenrum.
Da ist der Alessandro im Andronaco, A und A, zweimal A, ist ja witzig.
Das kenne ich. Das ist ein Großmarkt eigentlich,
wo es um italienisches Lebensgefühl geht.
Das heißt Lebensmittel,
die nur ein Italiener eigentlich in seiner Küche verwendet.
Und dazu gibt es was, ein Bistro Italiano.
Ja, das ist doch mal cool. Neues Konzept, gut für unsere Sendung.
War auch gut genug für die Konkurrenz? Schauen wir mal.
Andronaco ist ein italienischer Supermarkt
mit über 8000 Artikeln hier drin, ausschließlich italienisch.
Und das ganze Konzept ist mit dem Bistro zusätzlich.
Also, wir sind ein italienisches Bistro.
Und das bedeutet, Bistro in der Art,
dass man bei uns nicht ein Gesetzesrestaurant hat,
wo ein Kellner bedient wird.
Das heißt, die Leute kommen hier rein, gehen da vorne, bestellen die.
Und einmal, wo die bezahlt haben, können sie sich natürlich was aussuchen.
Und ja, das ist unser Konzept.
Ganz einfach gesprochen ist das ein Selbstbedienungsrestaurant.
Das hört sich aber so langweilig an.
Aber ich verstehe es und ich finde, es passt in das System.
Einkaufen, schnelle Mahlzeit, aber vielleicht nicht für abends ausreichend.
Ist der Kapo vom Fach?
Gelernt habe ich das nicht.
Das heißt, ich bin nicht zur Schule gegangen
und Hotelfachmann oder Hotelfachfrau zum Lernen.
Also, ich habe mir alles selbst beigebracht.
Wir müssen was tun, um zu leben.
Und war mein Ziel, auch mal, wenn ich älter bin,
selbstständig zu machen. Und das habe ich erreicht.
Wenn es die Sonne scheint, wenn die Sonne scheint.
Buongiorno.
Buongiorno, signore.
Buongiorno.
Das ist alles.
Das hat aber ein fescher Italiener.
Hallo, hallo.
Die haben gewartet.
Hallo, noch einer.
Ihr steht aber hier genau richtig. Komm her, schnell.
Also, das ist ja mal geil. Darf ich da reinkommen?
Natürlich, sehr gerne.
Ich schaue hier mal ein bisschen rein.
Aber das ist... Was für ein cooles Konzept.
Ich sage es dir mal ganz ehrlich, ich habe nichts gegen die Großmärkte.
Aber wenn die dann immer so aufgebaut wären wie das hier.
Schau mal, die Fleischtheke.
Das ist aber, ich sage mal, hier alles.
Da kannst du gleich mal Fleisch, Käse, italienisch einkaufen.
Das ganze italienische Lebensgefühl als Supermarkt.
Mir gefällt das Konzept,
weil ich natürlich Großmärkte in- und auswendig kenne.
Und die sind sehr oft sehr steril.
Und das ist wirklich gemütlich, das ist nett gemacht.
Das ist groß, aber nicht zu groß.
Du hast hier nicht so eine typische Kantine.
Du siehst hier immer noch ein bisschen Holz.
Du bist ein bisschen Italien auf den Tischen.
Aber eher ganz einfach gemacht.
Von daher finde ich das Konzept gut.
Darauf einen Prosecco.
Hoi!
Oh!
Wir sind hier bereit.
Das ist italienisches Lebensgefühl.
Ohne das hier können wir gar nicht starten.
Deswegen hier.
Du musst uns jetzt mal hier einen Prosecco hier zum Anstoßen.
Das finde ich gut.
Ja, das hier.
Dankeschön.
Den Italien.
Ah, hier.
Salute.
Das freut mich sehr.
Das ist es.
Augen auf bei der Berufswahl.
Mh.
Perfekt.
Ohne das hätte ich gar nicht hier beginnen können.
Jetzt musst du mir noch ein Gefallen tun.
Erzähl.
Das Gericht, was die Zuschauer gleich sehen werden
und ich schmecken darf, wie heißt das?
Maccheroni al ferro.
Al ferro.
Al ferro con guanciale pecorino.
Guanciale ist von der Schweinebacke.
Maccheroni.
Brauche ich, glaube ich, nicht viel zu sagen, oder?
Und was hat er noch gesagt?
Da hört mein Italienisch schon wieder auf.
Habe ich vergessen.
Also, auf geht's.
Also, ich denke, wir brauchen ein bisschen Zwiebelchen.
Ein bisschen Zwiebel.
Ich würde jetzt die Zwiebel erst mal in kleine Scheiben schneiden.
Wir brauchen dann Tomaten und Knoblauch.
Tomaten und Knoblauch.
Äh, beziehungsweise Knoblauch ganz wenig.
Also, ich würde fast eine Zehe schneiden.
Okay.
So, was wir noch brauchen, ist jetzt hier die Guanciale.
Die Guanciale haben wir hier.
Und das sind dann auch alles Produkte,
die ihr dann aus Italien importiert?
Aus Italien importiert und bei uns in den Supermärkten zu kaufen sind.
Okay.
Das heißt, zum 99 Prozent haben wir alles bei uns in den Supermärkten drin.
Also, kann man bei uns direkt kaufen und zu Hause kochen.
Doch ein cooles Konzept eigentlich, oder?
Finde ich.
Also, wenn die jetzt dann in dieser Pasta-Buffet-Form
wirklich regelmäßig kleine Portionen nachmachen und nachfüllen,
dann kann ich mit dem sehr gut.
Okay, wir haben Knoblauch.
Knoblauch, Zwiebeln.
Das haben wir auf der Seite, oder?
Dann haben wir jetzt hier Guanciale.
Für zwei Portionen reichen eigentlich 50 Gramm.
Nehmen wir euch.
Also, nicht zu viel, weil es sehr salzig ist.
Das ist ja die Guanciale, viele Deutsche wissen das vielleicht gar nicht.
Das ist original für die Carbonara.
Natürlich.
Wenn man merkt, dass das Messer nicht durch den Schinken geht,
vielleicht darauf achten, ob noch Schwarte dran ist?
Hast du denn da noch Haut dran oder ein bisschen Schwarte?
Ja, genau, ich habe ein bisschen Haut da drauf.
Ist das richtig, Schwarte noch? Das bleibt aber drauf.
Ja, aber drauf so.
Das wird nicht gut sein, da werde ich drauf rumkauen,
das weiß ich jetzt schon.
Und dann nehmen wir das Salciccia hier.
Willst du die wieder kalt stellen? Dann haben wir das auch wieder weg.
Genau.
So, und wir nehmen das Salciccia hier.
Das Salciccia produziert auch eine Hersteller für uns,
für Andronaco, das heißt, kann man auch bei uns kaufen.
Das ist jetzt eine Fenchel-Salciccia.
Eigentlich der Klassiker.
In meiner Welt, oder?
In meiner Welt ist es der Klassiker.
Eine Salciccia ist ein Muss in Italien.
Was dem Deutschen die Bratwurst ist, ist die Salciccia in Italien.
Und es ist im Grunde genommen eine grobe Bratwurst.
Die Salciccia wird portioniert,
der Guanciale mit Zwiebeln und Knofi in Olivenöl angebraten.
Dazu kommen in Öl eingelegte Chili.
Lino, du kannst die Pasta schon mal rausnehmen.
Ja, gerne.
Die sind da oben, genau, super.
Das ist aber auch schön.
Genau, das ist jetzt die Pasta hier.
Das kann man auch bei uns im Supermarkt finden von Andronaco.
Produzieren wir selber, spitzenmäßig.
Da reden wir immer von meiner Mama,
weil da haben wir immer am Sonntag zu Hause diese Nudeln gegessen.
Die hat sie immer morgens gemacht.
Nach dem Frühstück sofort, nach dem Cappuccino,
hat sie angefangen, die Nudeln zu drehen.
Ob es brennt schon, das muss man auch faszinieren.
Ja, auf jeden Fall.
So, jetzt müssen wir die Salciccia reintun.
Ein bisschen Tomaten drehen.
Das ist ja das Faszinierende an der italienischen Küche.
Salz und Pfeffer würde ich jetzt mal nicht reintun,
weil die Salciccia schon sehr würzig und so.
Da haben wir den Guanciale drin,
dass er sehr viel Salz rausbringt.
Und deswegen.
Hat er ja nicht unrecht, das könnte ja ganz schnell für Salze sein.
Abgelöscht wird mit Weißwein und Tomatensauce.
So, jetzt können wir kochen.
Wir haben jetzt 500 Gramm, da haben wir jetzt die Hälfte rein.
Eigentlich braucht ihr fünf Minuten, aber wir machen drei Minuten,
weil die letzten zwei Minuten lassen wir uns direkt in der Pfanne schwemmen
und kochen und so, oder wie das heißt.
Du kannst noch mal einen Schluck hier trinken.
Ich suche mir einen schönen Platz, und ich würde mich freuen,
wenn ihr beide an den Tisch kommt, und heute ohne Service.
Ohne Service, oder? Super. Bis gleich.
Bis gleich, danke. Lino, danke.
Gerne.
Prego, einmal Macaroni al Ferretto.
Das finde ich schon wieder richtig cool, weil es so simpel ist.
Was willst du da jetzt machen?
Natürlich könnte es ein schönerer Teller sein, natürlich was mit Farbe.
Aber wo sind wir?
Und dafür muss ich sagen, alles in Ordnung.
Ziemlich in Ordnung, wie in Italien, kannst du oft servieren.
Nimmt ein Italiener automatisch Öl, oder nein?
Ich würde es mal so probieren, was ich gerne dabei hätte,
so ein bisschen Pfeffer vielleicht.
Lino, kannst du mir eine Pfeffermühle geben?
Und sonst kannst du starten, aber probieren wir erst mal.
Der Herr an Mikes Seite ist übrigens Alex' Papa, Carmelo.
Jetzt kommt der Italiener.
Was sagst du?
Also, die Nudeln sind al dente, das ist eigentlich, was du sagen wolltest.
Obwohl es eine frische Nudel ist, für mich ist das ...
Also, keine Einbildung, es ist bloß ein bisschen.
Mega auf den Punkt gebracht.
Also, das heißt, unser neuer Host, der Moderator der Sendung,
sagt, Nudeln sind okay.
Und er hat recht.
Ich habe einen zweiten Eindruck, wir wechseln uns jetzt ab.
Was hältst du davon? Kein Problem.
Mein zweiter guter Eindruck ist,
eine schöne Fruchtigkeit von der Tomate, die sehr präsent ist.
Das ist auch so, und ich habe jetzt die Salsiccia noch nicht probiert.
Ich auch nicht. Dann darfst du über die Salsiccia was sagen.
Die Salsiccia ist ...
Also, die ist nicht zu salzig, nicht zu pikant.
Die Fenchel ist genau auf dem Punkt.
Man muss schon sagen, das merkt man in der frischen Wurst.
So eine italienische Art.
Kann ich tatsächlich nicht anders sagen.
Jetzt suche ich mir mal Guanciale. Da haben wir da was.
Da hatte ich ein bisschen Sorge.
Weil ... ich würde trotzdem ...
Darf ich einen Tipp geben?
Ja, klar.
Ich würde die Schwarte ein bisschen abschneiden.
Ein bisschen gefährlich.
Die gehört einfach weggeschnitten.
Das ist fachlich nicht korrekt, wie er es macht.
Probier mal, wenn du da den falschen erwischst
und den falschen Gast erwischst.
Könnte so ein bisschen bitter sein.
Gar nicht mal bitter, aber kauig.
Ja, hast du recht.
Aber ich könnte mir vorstellen, dass das auch wirklich Geschmack gibt.
Da den frischen Basilikum.
So zwei, drei Blätter noch mal.
Ich glaube, wenn du dann so da raufbeißt,
dann könnte es noch einen Kick geben.
Aber mehr gibt es auch nicht.
Das ist eine gute Pasta.
Wenn du das in der Buffetform auch mit einem Biss so hinbekommst,
bist du aber ein König hier.
Und dann würde ich sagen, Salute, meine Herren.
Ich hab mich eingeschickt.
Danke, ich hab mich zum Kippen von den Garasi, wo ich da war.
Ich fand das gut. Es ist gut gegangen.
Der fand das wirklich gut. Er war herrlich und so.
Bin jetzt gespannt.
Also alles Taco im Antronaco?
Arrivederci.
Nein, ich sag dir was.
Ich mag solche Konzepte.
Ich sag es euch ganz ehrlich, ich mag das.
Der Wettbewerb, mein Lokal, dein Lokal.
Sieht verschiedenartige Gastronomien.
Ja, Konzepte.
Vorsicht, und will das haben im Wettbewerb?
Heißt aber nicht automatisch,
dass der gastronomische Kollege alles versteht.
Da wünsche ich mir ein bisschen so eine breit aufgestellte Meinung,
dass sie alle mitkommen, was da passiert.