Alex und Felix kosten "Gambas in Chili Sud" zur Vorspeise. Die Garnelen wurden gut geputzt und perfekt gebraten, allerdings schwimmen sie in viel zu viel Knoblauch... Wird das in der Punktetendenz spürbar?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Eine Woche später fallen Michaela, Alex, Martino und Felix
in Nordwalde ein.
Ist Daniels Konzept die Krone der gastronomischen Schöpfung?
Hallo schön, ihr Lieben.
Was ist mit euch hier?
Aber es passt von der Zeit an.
Zu langsam gefallen.
Das ist die Zeit immer, ne, Martino?
Setzt euch schnell.
Nehmt euch Platz hier.
Wie siehts aus hier?
Habt ihr euch schon mal einen Eindruck gemacht?
Wie gefällts euch?
Der 400 qm große Gästebereich bietet Platz für bis zu 300 Personen.
In jeder Ecke haben wir einen Wagen mit alkoholischen Getränken.
Also Spiritose, Cognac und Whisky.
Man merkt, dass hier Daniel in Portugiese ist, weil...
Die Saufen, meinst du?
Nein, die Weine, alles hier, Enduro und Wiener Werden und so.
Ich glaube, hier kann man sich richtig toll trinken.
Weinen hat er genug, glaube ich.
Da hat einer ein Auge auf die Spiritosen geworfen.
Lokal interessant, schön eingerichtet.
Richtig schön Holz.
Es ist rustikal, aber auch gediegen.
Gemütlich.
Da seid ihr endlich.
Ein Doppelpack hier, Hallöchen.
Das ist einmal Nina, meine bessere Hälfte.
Die wird euch heute über den ganzen Abend begleiten.
Das ist unsere Speisekarte.
Daraus könnt ihr heute die Speisen aussuchen.
Stöbert mal ein bisschen.
Ich geh in die Küche, bereite schon alles vor.
Nina steht euch mit Rat und Tat zur Seite.
Heute zeige ich denen, dass man auch auf dem Dorf lecker essen kann.
Es ist tatsächlich sehr Fleisch- und Fischlastig.
Diese Tafel ist schön gemacht, ganz süß gemacht.
Aber entweder wäre man ganz groß gewesen oder ganz klein.
Weil irgendwie so 4°, die muss so ein bisschen nach vorne beugeln.
Ich finde das furchtbar.
Weil bei uns, glaube ich, mit 4 Leuten,
sehr unbequem, das Ganze zu bestellen.
Ich hatte auch gedacht, dadurch, dass es gediegen wirkt,
hätte ich mir eine Speisenkarte gewünscht.
Mich würde es nicht so krank stören, wenn ich mal schräg schaue.
Aber dafür ist man jetzt auch in einem Wettbewerb.
Da muss man auch was sagen dürfen, das ist für mich total okay.
Hallo noch mal. Habt ihr euch was ausgesucht?
Komm bei mir.
Entschuldigung, ich muss einmal kurz was fragen.
Ich hatte vergessen zu fragen,
wie das T-Bone-Steak gebraten werden soll.
Medium ist in Ordnung.
Sehr schön, danke.
Sie war natürlich sichtlich nervös, weil sie vergessen hatte,
den Garpunkt abzufragen.
Kann passieren, sollte nicht passieren.
Ist aber passiert und hat sie wieder ausgebügelt.
Das kann total passieren, jeden von uns.
Total menschlich, da brauchst du auch gar nicht so schüchtern sein.
Alles rechtzeitig.
Und jetzt kopfüber rein ins Mittelmeer.
So, Daniel, wo bist du denn? Hi.
Alex.
Wie ist das hier? Was machst du jetzt für uns?
Wir machen eine Iberico-Schorizzo-Terrine.
Die sehen wir jetzt. Find ich gut. Machen wir was anderes.
Genau, Iberico ist eine Schweine-Urrasse.
Kommt aus Spanien oder wird meistens in Spanien.
Das sind diese Schweine, die frei rumlaufen und die Eicheln essen.
Und mit Schorizzo? Schorizzo ist jetzt...
Auch eine spanische Wurst.
Paprika, Knoblauch, genau.
Iberico-Schwein sagt mir was, hab ich auch schon gegessen.
Und die Kombination mit dem Schorizzo, bin ich sehr gespannt.
Ich finde die Idee nur vom Lesen und vom Hören.
Find ich sie gut, find ich sie spannend.
Und hau mal was anderes, ne?
Jeweils 200 g Fleisch und Schorizzo
werden mit Paprika und Knoblauch gewürzt.
Das Gewicht, was du an Fleisch hast und Gewürzen,
wird mit Sahne 1 zu 1 aufgefüllt.
Einfach frische Sahne?
Einfach frische Sahne, ich nehm diese 33-prozentige,
dass du noch mehr Fett hast und noch mehr Geschmack ergibt.
Das ist schon gut, Jimmy, würd ich fast sagen.
Das geht in den Gefrierschrank, wird eingefroren.
Sonst, wenn du das mit nem Pürierstab fein machen würdest,
wird das Eiweiß im Fleisch gerinnen und es wird Plümpchen bilden.
Ich komm mir nicht so blöd vor,
weil so was hab ich diese Präsentation noch nie gesehen.
Bin gespannt, was jetzt hier passiert.
Eieiei, da brauchst du dir nicht blöd vorkommen.
Es ist ein Gerät, was immer noch viele Köche nicht haben.
Im Großen und Ganzen musst du dir vorstellen,
hochmotorischer Mixer macht aus diesem Fleisch und aus dem Chorizo
eine Farce, ein Fleischbrät.
Ich hab da schon mal was vorbereitet.
Das ist ein Becher, den hab ich schon mal durchgelassen.
Ich percussier das 2-mal, damit das relativ fein wird.
Das lassen wir noch mal durch.
Das wird hier reingehakt.
Spitzt hier alles?
Nein, da spitzt nix.
Die Masse, die wir gesehen haben im Fleisch, die wird versetzt,
die wird eingefroren.
Wenn sie 24 h bei mindestens 24° durchgefroren ist,
dann schabt man sie 2-mal auf.
Dann hast du diese cremige Masse.
Dann nehmen wir so ne Tränenform.
Ich pack da gerne Klarsichtfolie drunter,
damit der Schinken nicht klebt.
Das wird mit Schinken ummantelt.
Dann pack ich da gerne Klarsichtfolie,
damit das nicht anklebt.
Also eine Schicht Folie, eine Schicht Schinken
und dann die Fleischmasse.
Krass, der ist so cremig geworden, hab ich nicht gedacht.
Das Ganzfleisch und der Chorizo, Wahnsinn.
Ist alles miteinander involviert.
Es sieht wie eine Hummus aus, ohne zu probieren.
Von der Farbe her...
Von der Farbe her, unfassbar.
Stimmt, wie so ein Dip oder irgendwie so was.
Jetzt wird das Ganze zusammengerollt
und auf 78° Kerntemperatur gebacken.
Ich werde gleich am Tisch probieren,
wenn du direkt uns servierst, denke ich mal.
Dann bereite ich die Vorspeisen vor.
Und wir sehen uns gleich.
Danke, ciao.
Die Eckdaten finde ich klasse.
Jetzt kommt es drauf an, wie wird das noch angerichtet?
Was kommt dazu? Wie wird serviert?
Mal sehen, ob Daniel in Sachen Tellersprache nachgebessert hat.
Wir wünschen euch guten Appetit.
Danke schön.
Hier kommt Vorspeise Nr. 1.
Martinus Iberico Chorizo Terrine auf Kartoffelschaum.
Schaut doch nett aus.
Es ist sehr fleischlastig, ist eine Fleischterrine,
die noch mal mit einem Speckmantel überzogen ist.
Es ist nicht fettig, aber ich hätte mir was noch gewünscht.
Irgendein Gemüse.
Ein schöner, geflämmter Lauch oder so würde dazu passen.
Ich persönlich hätte unten drunter
irgendeinen Kartoffelpuffer, irgendwas getan.
Und hätte dann quasi das Fleischstück halbiert.
Wie ist dein Kartoffelschaum?
Der Schaum ist echt gut, ist wahrscheinlich aus der Espuma-Flasche.
Der Kartoffelschaum hat den Fleischgeschmack aufgehoben.
Das fand ich gut.
Ich würde das nicht noch mal bestellen.
Aber das ist mein eigenes Empfinden.
Gerade auf dem Land ist man begeistert, Fleischliebhaber.
Dann gibt es die alten Leute, die das mögen.
Die würden das essen und auch wieder bestellen.
Es ist viel Handarbeit, und die hat er gut gemacht.
Dass sich das den Serrano-Schinken vorn der Terrine nicht gelöst hat.
Es war alles kompakt, das war 100%ig gut, 100%ig fein gemacht.
Das finde ich auch, es ist stabil, es ist nicht geronnen.
Ganz klares Schnittbild, also fachlich gut gemacht.
Vielleicht tatsächlich ein Ticken kleiner halbiert.
Aber sonst hat er ja nicht wirklich was Schlimmes.
Alex und Felix kosten beide die Gambas im Chilisud.
Mag Felix vielleicht als Erstes?
Ja, die Gambas schmecken so, wie ich mir vorgestellt habe.
Ich habe sie hier auch bekommen, wie ich sie bestellt habe.
Kann man auf jeden Fall ganz schön holen.
Die sind schon sauber, man sieht das hier.
Die sind eine Superqualität, gut gebraten.
Perfekte, richtige Schärfe, also eigentlich soweit in Ordnung.
Man merkt mal, der hat den Kopf weggemacht,
den Darm rausgenommen, und die waren auf dem Punkt und so.
Nur, dass mich ein bisschen gestört hat,
dass das viel Knoblauch ist.
Das ist schon sehr viel Knoblauch.
Ich esse auch gerne Knoblauch,
aber das könnte schon unangenehm werden.
Ist das echt alles Knoblauch?
Ohne das Gericht jetzt schlecht zu machen,
aber das ist leider für mich nicht mehr appetitlich.
Guck mal.
Und?
Schon.
Ja, aber das riecht nach Knoblauch.
Das ist schon sehr knoblauchlastig.
Ist sauber, klar, dass es nach Knoblauch riecht.
Ich habe auch nicht viel gegessen, aber das war sehr oberwichtig.
Also, dann ist es wohl wahr.
Beide haben das Knoblauch-Niveau quasi gehoben.
Ich würde auf jeden Fall noch mehr bestellen.
Das sind 1,90 Euro passend mit dem Preis.
Und natürlich, ich weiß, nächstes Mal,
dass so viele kommen, dann mache ich viel weniger Knoblauch.
Michaela bekommt den bzw. die gemischten Vorspeisenteller
zum Kampfpreis von 8,90 Euro.
3 Teller, 1 Etagere, oder?
Ist alles das für Sie, wow, für das Geld?
Wir hatten jetzt hier unten eine Tomate,
die ist lauwarm mit Frischkäse, hat sehr gut geschmeckt.
Ich habe noch Oliven, die einen Kern haben.
Letztendlich, man kann sie so und so essen.
Hier hätte ich es mir gewünscht, dass sie ohne Kern sind.
Weil es einfach, man kommt rein, man hat eben das Ambiente.
Und ich hätte es mir gewünscht.
Ausgedrückter Kern ist für mich immer so ein bisschen schon,
weiß ich, so ein Eindringen in die Qualität.
Das ist doch auch eine gewisse Reife am Kern.
Es ist doch immer schöner, wenn was am Kern ist.
Das gehört für mich ins Mediterrane.
Da muss man... Und Kern weg, also in meiner Welt.
Cerano schmeckt auch sehr gut.
Bei dir war er hauchdünn, das war ganz fein.
Das ist jetzt hier ein bisschen dicker.
Mir persönlich schmeckt es besser, wenn es so ganz fein ist.
Letztendlich, das ist sehr viel Auswahl.
Es ist farblich sehr schön.
Es passt so.
Mehr dürfte es, glaube ich, für mich auch nicht sein.
Ich zahle, glaube ich, 8,90 Euro, wenn ich es richtig im Kopf habe.
Und das ist passend.
8,90 Euro für den ganzen Turm.
Das ist supergünstig.
Daniel will Klartext.
Wie ordnen die Mitstreiter seine Vorspeisen ein?
Es ist mir wichtig, dass wir eine gute Tendenz haben.
Eine 8 würde ich mir von jedem wünschen.
Dass wir einen guten Start haben,
mit einem guten Gefühl in den Hauptgang gehen.
Wir lassen uns überraschen.
Ich hoffe, dass die eine oder andere 8 schon fällt,
obwohl wir hier 2-mal eine Knoblauchfalle hatten.
Und einmal die Terrine, die er fachlich einordnen kann,
aber nicht noch mal bestellen würde.
Ich hoffe auf eine 8.
Vielleicht fällt aber auch eine 7.
So, meine Freunde, wie hat es euch geschmeckt?
So liegt gerade bei mir bei 7.
Danke.
Die 1. 7.
Meine Tendenz ist gerade bei 7.
2. 7. Pass auf, jetzt kommt die 3. auch und die 4.
Meine Tendenz wäre bei 8.
Ach, doch eine 8. Na schau.
Daniel, meine Tendenz liegt jetzt bei 9.
Danke schön.
Bei 9, dann fand er es auch nicht so schlecht mit dem Knoblauch.
Mit diesen Punkten muss erst mal klarkommen,
dass man diese Reaktion habe.
Gehe ich auch von aus.
Er kommt sehr selbstsicher rüber.
Ich glaube, dass er sich mehr erhofft hat.
31 Punkte, da geht bestimmt noch was.
Der Hauptgang wird bestimmt besser. Wir schauen mal.
Er klingt nicht direkt enttäuscht, 31 Punkte.
Aber begeistert ist er auch nicht.
Das wurmt ihn schon ein bisschen, würde ich sagen.
Ich sehs ein bisschen.
Keine Zeit zum Schmollen.
Beim Hauptgang muss jetzt alles perfekt sitzen.
Hallo Daniel.
Martino, Felix.
Grüß dich.
Alles gut? Wie gehts?
Mein Lieber.
Alles gut? Ja, natürlich.
Zeig mal, was machst du gerade?
Ich bereite gerade das Kartoffel-Chorizo-Püree
für deinen T-Bone-Steak vor.
T-Bone-Steak ist ein Teil vom Rücken.
Du hast hier einen Filet-Anteil und einen Rostbeef-Anteil.
Du hast den Knochen in der Mitte, der das Filet schützt.
Daher kommt der Name T-Bone-Steak, weil das wie ein T aussieht.
Das Fleisch für einen Dry-Ager beziehen wir von einem Freund von mir.
Der schlachtet 4, 5 Kühe im Jahr.
Dann nehm ich ihnen immer die ganzen Rücken ab.
Der Dry-Age ist auf einer gewissen Temperatur 1,9 bis 2,3°.
Mit einer speziellen Lüftung wird das Fleisch getrocknet,
das Fleischsaft verliert.
Man muss sich das vorstellen, dass man ein Stück Fleisch hat
mit weniger Masse und dadurch einen besseren Ergebnis,
einen besseren Geschmack, weil das Wasser weg ist.
Klar verliert das Fleisch an Gewicht, weil es verdampft.
Und reifen heißt ja immer wie ein Käse, beim Käse weiß das jeder.
Ein Fleisch kann auch reifen und wird intensiver.
Das Fleisch wird nur gegrillt, das ist nichts Spannendes.
Ich würde euch lieber zeigen, wie ich das Püree mache.
Ich hab hier Chorizo, die wird angebraten.
Aber er arbeitet schon gern mit der Chorizo.
Im Vorspeisenbereich mit dieser Terrine jetzt wieder.
Ganz kann er seine Wurzeln doch nicht abstreifen.
Die Chorizo wird in geschmolzener Butter, Tomatenmark,
Knofi und Paprikapulver angebraten.
Das Ganze gießen wir jetzt mal mit ein bisschen Milch auf.
In den Anfängen haben wir Sahne reingemacht.
Muss ich persönlich sagen, wird mir zu schwer, wird zu kompakt.
Finde ich mit Milch schöner.
In der Zwischenzeit, wenn das aufkocht,
der ganze Geschmack entzieht, können wir die Kartoffel pressen.
Da gehen wir einmal rüber.
So, perfekt, danke dir.
Der Affe.
Das kommt jetzt alles in den Mixer, damit das alles verbunden wird,
damit du eine Masse hast und keine Chorizo-Stückchen mehr hast.
Dafür wird das Ganze für 30 sek auf höchster Stufe gemixt.
Das sieht auch gut aus, was eine Masse hast, keine Stückchen mehr.
Das Ganze heben wir jetzt nach und nach unter das Kartoffelpüree.
Das Püree, sagen wir mal, ist ein deutsches Gericht.
Du tust deine eigene Note
mit deiner portugiesischen Küche mit dem Chorizo rein.
Das finde ich gut, das finde ich toll.
Ich mag auch sehr den Geschmack von der Chorizo.
Du hast, wie gesagt, alles abgedeckt.
Du hast Salzigkeit, Raucharomen, ein bisschen Schärfe.
Das ist schon in Ordnung.
Jetzt kommt es drauf an, wie das mit dem Püree zusammen...
Mit was wird es angerichtet, wie kommt es rüber?
Aber dass es zusammenpasst, klar.
Ich würde mich um das Fleisch kümmern und um alles andere.
Ich möchte dir nicht deine Überraschung vorwegnehmen.
Oder dein schönes T-Bone-Steak.
Du sollst dich am Tisch überraschen lassen.
Ich würde euch jetzt einmal groß bitten.
Danke schön.
Danke dir.
Bis später.
Ciao, ciao.
So, jetzt mal los.
Das Ganze mit dem T-Bone-Steak, ich bin gespannt,
wie das so angerichtet ausschaut.
Können Daniels Hauptspeisen die Kollegen der Zunft überzeugen?
Michaela wählt das medium gebratene Filet-Steak
mit Kräuterkartoffeln und Gemüse.
Mir schmeckt es gut.
Garpunkt ist passend.
Es ist nicht durch, es ist noch weich.
Schön finde ich, dass es gegrillt wurde,
also angegrillt.
Generell ist es schon eine Kunst, das Fleisch auf den Punkt zu garen.
Das muss man können.
Es ist nicht einfach, aber ich hab es medium bestellt
und hab es bekommen.
Das stimmt wirklich.
Es hätte noch ganz kurz auf Seite ein bisschen rasten können,
dann tritt das Wasser nicht aus.
Oder Fleischsaft.
Das Gemüse ist knackig, sind ein paar Komponenten.
Farblich passt das 32,90.
Ist vielleicht im 1. Moment viel,
aber es ist ein Rinderfilet, Preis-Leistung ist völlig in Ordnung.
Filet-Steak ist das Edelteil Nr. 1 bei jedem Tier.
D.h. das ist eines der teuersten Fleischteile, die wir verkaufen.
Da ist 32 Euro mit der Zubereitung für 200, 220 g total in Ordnung.
Alex vergnügt sich mit dem Lammfilet, Kartoffelgratin und Gemüse.
Lammfilet, Kartoffelgratin.
Ich liebe Kartoffelgratin, haben wir früher gesagt, Gratin.
Den Filet, ich habe schon 2 Stück gegessen.
Ist er von außen schon gebraten und auf dem Punkt medium gemacht.
Ich weiß nicht, ob er Glück gehabt hat oder immer so macht.
Aber wenn er immer so macht, ist das gut.
Ich habe nie zu meckern, das war einfach top.
Weil dieser Gratin hat diese Tümpel gemacht hier.
Der hat sehr viel Mühe gegeben.
Ich hoffe, dass das jeder Gast auch so kriegt.
Schön gemacht, schon dekoriert.
Auch die Brokkoli und die Möhren, perfekt.
Die einzige, was mich stört, ist der Teller an sich.
Es kam wieder der Lamm hier, alles schön und so.
Dann sag ich, was soll der andere Platz hier, was soll ich damit machen?
Das habe ich nicht verstanden.
Das sind Geschmackssachen, jeder Gastronom macht anders.
Der eine kann gefallen, der andere nicht.
Dementsprechend alles gut.
Genau, und dabei belassen wir es auch heute mal.
Wie fülle ich meinen Teller am besten aus?
Mit Nudeln, die kann man nicht über die Mitte klatschen lassen.
Daniel möchte jetzt wissen, ob sein T-Bone-Steak
mit Kartoffel-Chorizo-Püree und Salat bei Martino ins Schwarze trifft.
Jetzt kommt das T-Bone-Steak, auf gehts mit Püree und Salat.
Ta-ta-ta-ta.
Außen war es mir ein bisschen zu trocken.
Aber umso näher ich am Knochen gekommen bin,
umso saftiger wurde das, fand ich sehr gut.
Es ist ein bisschen schwierig, wir grillen das Fleisch,
wir braten es nicht, es ist schwierig mit der Hitze.
Es ist schon schwer, 100%ig das Außen genauso hinzukriegen wie Innen.
Man kann echt nichts sagen.
Das Ding ist ja innen auf dem Punkt gegart.
Und außen ist es vom Grill etwas...
Das ist nicht trocken, es ist nur nicht in der Pfanne geschmeckt
mit Butterflocke.
Hallo, toll gemacht.
Das Chorizo-Püree war gut, das hat mir richtig gut gefallen.
Man merkt die Schärfe raus, man merkt den Fleischgehalt.
Ich hab mir am Anfang gedacht, Fleisch und Fleisch.
Hab mich dann umso mehr noch gefreut, dass ich einen Salat bekommen habe.
Dann war das in Ordnung.
Das war ein großer Punkt, weil nur das Püree mit dem Fleisch
wäre mir zu wenig gewesen.
Und dazu muss man sagen, dass ja der Martino schon in der Vorspeise
derjenige ist, der auch schon die Chorizo hatte.
Und jetzt hat es ihn voll abgeholt, cool.
Den Salat fand ich super, die Vinaigrette auch mit Essig und Öl.
Schön. Super.
Das klingt doch jetzt nach einem sehr positiven Feedback.
Dieses neckische Farbspiel gehört zu Felix' Seeteufel
mit Kartoffelsalat und Zuckerschoten.
Schau, wie er das nett an der Seite noch gemacht hat.
Mit dem Kartoffelsalat und dem...
Also, hallo.
Bravo.
Bei Maiks Gericht hab ich mir die Tipps angenommen,
hab Filetgrana angerichtet,
hab ein bisschen Kräuter unter den Kartoffelsalat.
Tipp war ja noch, dass man Gurke dazu tun kann, hab ich umgesetzt.
Ich hoffe, es schmeckt denen.
Das hoffe ich auch. Es schaut auf jeden Fall schön aus.
Mein Seeteufel, meine Frage wäre, wie hast du den gemacht?
Ich hab den scharf angebraten in der Pfanne.
Von allen Seiten.
Hab den mit Butter, Zitronenthymian,
ein bisschen Knoblauch und Salamander gar ziehen lassen.
Wie das gemacht wurde, ist mir ein bisschen zu trocken,
aber hat auf jeden Fall geschmeckt.
Das war vollkommen in Ordnung.
Ich kenn den Seeteufelfilet, ich mach den auf dem Grill,
und das schmeckt tatsächlich besser, als das, was ich heute gegessen hab.
Das heißt nicht, dass das Fisch nicht mehr Schmeck hat,
das hat mir geschmeckt.
Du kommst aus einem Land, wo wirklich sehr viel auf dem Grill passiert.
Das kann ich nachvollziehen.
Grillgeschmack immer geil, klar.
Aber das ist ein Gericht, was nicht vom Grill kommt,
sondern aus der Pfanne oder von der Plansche oder wie auch immer.
Was ich mir persönlich wünsche, wenn ich Fisch esse,
ist, dass auf dem Teller noch immer so eine Zitrone ist,
damit die Zitrone immer, auch wenn Fisch vielleicht kommt.
Ja, haben wir früher auch gemacht.
Ich weiß nicht, ob du es rausgeschmeckt hast auf deinen Fisch.
Wir reiben ganz fein rundenbehandelte Zitronen.
Die Zitronennote war auf jeden Fall da.
Auch bei der Kartoffelsalat, ganz lecker,
zusammen mit den Eherian, mit den Salsa-Werden, passte perfekt.
Die Zitronennote war da, aber ich hätte mir gewünscht,
so eine Zitrone, wo ich das pressen kann.
Okay.
Schöne persönliche Antwort.
Thema Zitrone ist richtig oldschool.
Klar, wenn ein Gast sich das wünscht,
reichen wir an der Zitronenspalte nach.
Aber ansonsten machen wir das.
Bisschen oldschool ist das schon,
gerade wenn man so ein ausgeklügeltes, tolles Gericht
da auf den Tisch bringt.
Und ich finde das jetzt wirklich optisch,
das war jetzt wirklich ein Quantensprung zu meinem Teller.
Also, es ging eben nur um Grill, ja oder nein, und der Zitrone.
Das andere hat hier für mich auch Vorrang.
Da ist doch genügend Wumms drin, und Geschmack hat er.
Das habe ich selber gespürt.
Jetzt zeigt uns Daniel, was es zum Nachtisch gibt.
Michaela.
Daniel.
So, das Dessert ist dran.
Es gibt heute Creme catalana.
Die kleine Schwester oder der Bruder zum Creme brûlée.
Die wird übrigens trocken gebacken,
und die andere wird eben feucht gebacken.
Die Dariol- oder Timberl-Form wird in ein Wasserbad gestellt.
Und die Creme catalana eben nicht.
Ansonsten ist es ja schon ziemlich ähnlich.
Ich habe hier schon ein paar Eier getrennt.
Du warst schon fleißig?
Genau, warst schon fleißig.
Dann gehen wir hier ein bisschen was ab.
3 Eigelb und 25 g Zucker.
Das wird jetzt aufgeschlagen.
Die Maschine hat ein Induktionsfeld, d.h. kommt Hitze rein.
Es wird von unten gewärmt, schlägt auf.
Ist genau das Gleiche, wie wenn du es über ein Wasserbad machen würdest.
Also 2 Hände, die einfach alleine arbeiten.
Für Daniel ist das natürlich super.
Er hat gesagt, dass er ja fast alleine in der Küche steht.
Das ist eine super Unterstützung.
Die Maschine sehen wir auch nicht so oft, aber auch ein tolles Ding.
Jetzt wird Orangen- und Zitronenabrieb
sowie frische Vanille in Milch aufgekocht.
Was passiert jetzt?
Ich habe hier ein bisschen Speisestärke.
Das wird mit Milch, damit die Speisestärke keine Klümpchen
sich bilden, wird...
...verrührt.
Wofür brauchst du die Speisestärke?
Die Speisestärke brauche ich, damit die Bindung,
damit die Konsistenz entsteht.
Sonst würde die Bindung nicht zustande kommen.
Bei der Creme Catalana kann man tatsächlich
auch mit Speisestärke arbeiten.
Nicht ausschließlich nur die Bindung über ein Ei bekommen,
sondern auch über Speisestärke.
Genauso wie man auch bei einer Creme Catalana
mit Milch arbeiten darf.
Bei einer Creme Brûlée muss es Sahne sein.
Die Speisestärke-Mischung wird nun ebenfalls mit aufgekocht,
dann kommt alles in den Mixer.
Man hat schon die perfekte Konsistenz erreicht,
dann können wir das Ganze umfüllen.
Perfekt, super.
Du bereitest weiter vor, ich gehe zu den Kollegen.
Ich freue mich. Bis später, tschüs.
Daniel und Nina präsentieren die Desserts.
Alex entscheidet sich für Tublerone-Parfait auf Mangoschaum.
Mein Tublerone-Parfait schmeckt sehr gut.
Die Präsentierung ist sehr schön hier.
Es klebt so ein bisschen.
Ich weiß nicht, ob die Tublerone liegt oder so sein muss.
Der klebt an der Zunge und finde ich schon sehr mächtig.
Für mich ein Parfait muss etwas hartiger,
etwas halbgefroren, so ein Semi-Eis.
Das ist richtig, und das war es nicht.
Die Früchte, die Imbeer, die Erdbeer finde ich sehr lecker.
Auch diese Orangekruste und so mit der Minze, perfekt.
Diese Mangoschaum, die hat mich nicht überzeugt.
Ich schmeße das Mango raus, aber es ist mir zu schaumig.
Die Konsistenz und so ist mir unangenehm.
Da stand Mangoschaum, habe ich anders erwartet.
Aber wenn ich gar nicht dabei gewesen wäre, wäre das besser gewesen.
Ich finde, dass das Dessert nicht unbedingt in so einem Hotel
serviert werden muss, weil zum Krone hier, Hotel, Gasthaus,
wir haben es schwer gegessen und so.
Es hätte auch was anderes gereicht.
Aber das ist nur meine Meinung, ne?
Dass es dann nicht so ganz eisig genug war, das war schade.
Aber ich finde, grundsätzlich kann man nicht sagen,
dass es nicht dahin gehört, sondern das kann man absolut machen.
Als Nächstes widmen wir uns Michaelas Crema Catalana mit Apfelsorbet.
Ich habe Crema Catalana karamellisiert.
Wir haben eben schon kurz geklopft in Konsistenz.
Das passt, ist alles gut, schmeckt auch sehr gut.
Die ist aber schön stichfest, die ist aber gut geworden.
Ich habe jetzt noch ein Apfelsorbet.
Kombination ist gut, das eine ist erfrischend,
das andere ist ein bisschen schwerer.
Das Apfelsorbet passte gut zu dem cremigen.
Ist einfach noch mal ein bisschen aufgefrischt geschmacklich.
Ich bin ein bisschen überrascht, dass ich so viel auf dem Teller habe.
Mir waren auf dem Teller zu viele Komponenten.
Es war Apfelsorbet, es war das Crema Catalana, Kakao so ein bisschen,
noch eine kleine Füsalis, noch ein bisschen Erdbeere.
Ich habe gar nicht so viel Platz gehabt, so viel.
Weniger ist mehr, ist auch meins, ob das Tischdeko ist.
Im ganzen Hauptgang war auch, war ein Stück Fleisch,
war nett angerichtet, dass mir zu viel auf dem Teller war.
Mein Gott, ein, zwei Früchtchen drauf vertritt doch jeder.
Martinos Dessert-Variation enthält die Crema Catalana,
ein Pastel de Nata und eine Kugel Vanilleeis.
Die Crema Catalana, die war schön knackig.
Sie war noch sehr warm also drin, meine war richtig heiß noch.
Fand ich ganz gut.
Die Konsistenz war schön, die Vanille schmeckt man raus.
Das ist alles vollkommen in Ordnung.
Also ich fand das echt gut.
Die Pastel de Nata.
Das ist ein Pudding-Törtchen.
Mhm, aus Portugal.
Ich glaub, die hat er sogar selber gemacht.
Das ist so eine Vanillecreme in so einem Blätterteig.
Das backst du dann, und dadurch entfaltet oder kommt diese Kruste.
Fand ich sehr lecker, war heiß, war frisch gemacht.
Ich kann nix aussetzen daran.
Ich find das schön, dass ich was Gebackenes hatte.
Wenn ich eine Creme hatte und ein Eis als Komponente.
Das Eis auch selbst gemacht.
Man kann nichts sagen, es ist alles frisch, es ist lecker.
Hat er gut gemacht.
Meinem Dessert war ich zufrieden, ja, das war sehr gut.
Du scheinst aber ein bisschen müde zu sein.
Jetzt kann er nicht mehr das ganze Essen.
Es schmeckt aber anscheinend.
Ich fand auch, dass das super in Ordnung war.
Felix mag es würzig, da ist die Käseplatte genau die richtige Wahl.
Oder?
Ja, ich hab schon eine ganz schöne Käseplatte bekommen
mit 4 verschiedenen Käsesorten.
Ich hab von rechts nach links angefangen.
Scheinbar rechts ein milderer Brie.
Scheinbar links ein gut gereifter Gouda.
Da gibts auch paar echt gute.
Ja, dann ist das wohl in Ordnung.
Ich esse auch gern von mild zu intensiv.
Das war ein Brie, da hab ich ganz gut mit dem feigen Senf gegessen.
Dann das Weiße war so ein Ziegenkäse, das war total lecker.
Das war mein Favorit auf jeden Fall.
Ziege war sein Favorit, ne?
Ein Schimmelkäse, das schmeckte ganz gut.
Wie das schmecken soll, ne?
Ich hatte leider nur vermisst, ich hatte 2 kleine Plätzchen bekommen.
Ich hab kein Scheibenbrot mehr bekommen.
Ich glaube, bei mir haben, denke ich, das Brot vergessen.
Wenn das nicht vergessen kann, empfehle ich auf jeden Fall Daniel,
dass sie auf jeden Fall ein kleines Korbbrot, muss nicht viel sein.
Vielleicht 2 Scheibenbrote.
Das nächste Mal bitte einfach aufzeigen und dann gerne was sagen.
Wie viel müssen die Mitstreiter für ihren Besuch
im Krone bei Daniel hinblättern?
284,50 Euro.
Was immer, bei 90, 85, 90 Euro pro Person für 3 Gänge trinken und essen.
Es ist vollkommen okay.
Ich hab über die 300 Euro geredet, mehr oder weniger passt.
Da hab ich genau nachgeschaut.
Ich hoffe nie, dass es an der Preise Gemügel hat.
Aber das kam mir ein bisschen günstiger vor,
für was wir genommen haben.
Er hat nicht ganz Unrecht.
Da waren schon Dinge dabei,
die gehen normal ein bisschen intensiver in die Geldböse.
Also von daher, beruhigt euch und freut euch.
Jetzt erfährt Daniel seine Punktzahl.
Ich glaube, die Messlatte war bei mir schon hoch.
Da ich gestern ein paar Punkte kritisiert habe.
Ich glaube nicht, dass wir eine harte Nuss an den Tisch haben.
Die waren alle gut drauf, haben sich wohlgefühlt.
So sahen sie zumindest dann aus.
31 war die Tendenz.
Ich nehme an, die hat er auf jeden Fall gehalten, oder?
So, mein Schatz, fangen wir an?
Ja.
8 Punkte.
Was meinst du, von wem sind die?
Michaela.
8 Punkte.
8, na ja, sag ich ja.
Genau.
7 Punkte.
Daniel bekommt von mir heute 7 Punkte.
Michaela war es mit 7.
7 Punkte.
Oh, 2. 7.
Alessandro.
9 Punkte.
Daniel, du bekommst für deine Leistung von mir 9 Punkte.
Das ist das, was er immer rausbringt.
Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, wie die Gäste mich bewertet haben.
Na ja, wie bei der Tendenz, 31 Punkte.
Es gab keinen Verlust, aber auch keine Steigerung.
Trotzdem, voll dabei.
Und sie werfen nicht gerade mit Punkten rum die Woche.
Das Krone bei Daniel überholt die Brasserie im Jägerhof
und reiht sich hinter dem Andronaco Münster auf Platz 2 ein.
Es gibt solche und solche Italiener.
Und es gibt Martino.
Wir sind ein etwas besserer Italiener.
Ui, ui, ui.
Der Reh gibts einfach obendrauf, genau.
Top gegart, man sieht das.
Hier, leicht rosa.
Zu al dente?
Zu hart?
Das Risotto verkochst du ja.
Ich machs nicht al dente, ich machs weich.
Bitte, bitte.