Im Restaurant "Die Jungen Wilden Oldenburger" nimmt Besitzer Arnob seinen Mund heute ganz schön voll! Mit seiner Kampfansage ist er sich sicher; er wird gewinnen! Doch von der Konkurrenz scheint ihn mehr Kritik zu erwarten, als ihm lieb ist: "Fachlich nicht richtig..."
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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In Oldenburg nimmt der Gastgeber den Mund heute ganz schön voll.
Die werden mal so richtig gegrillt heute und konnten ihre Profi-Meinung mal äußern, aber die werden minimal was finden.
Allerdings schauen seine Mitstreiter genauer hin, als er sich das vielleicht gedacht hat.
Thunfisch haben wir ja bei dir im Kühlschrank gesehen, da stand ein Datum drauf und das war schon über der Zeit.
Verdorbene Ware auf den Tellern? Der Hausherr wehrt sich.
Die fachliche Meinung von mir ist, der Fisch darf dieses Datum haben, das ist ein Produktionsdatum.
Für mich ist es aber nach zwei Tagen tabu, ich würde ihn nicht mehr servieren.
Oldenburg ist eine gemütliche Unistadt hoch im Norden und da gibt's lecker Essen.
Bei Engin im Caruso gab es gestern mediterrane Küche mit einem Hauch von Orient.
Steffen hingegen kombiniert morgen im Prosecco mediterranes und regionales.
Wiebke macht am Donnerstag mit neuer deutscher Küche im Selig glücklich.
Und Simon vereint am Freitag deutsche, italienische und französische Küche.
Ordentliche 28 Punkte hat Engin mit seiner Begegnung zwischen Orient und Oktzident eingefahren.
Da müssen die anderen Gas geben, wenn's das toppen wollen.
Kein Problem für unseren heutigen Gastgeber, sein Laden liegt mitten in der Stadt und er gibt sich richtig wild.
Hi, ich bin Arnob, bin 30 Jahre jung. Willkommen in Oldenburg und ich zeige euch heute meinen Laden, die jungen wilden Oldenburger. Kommt rein.
Die Einrichtung ist aber erstmal alles andere als wild. Ganz schön stylisch, Arnob. Deine Handschrift?
Das Restaurant gehörte früher meiner Mutter. Wir waren vorher ein rein indisches Lokal, so wie meine Herkunft ja auch.
Und ich hab sie einfach in den Urlaub geschickt und nach dem Urlaub hab ich den kompletten Laden geändert.
Und den Namen gleich mit. Erzähl mal, wie du da drauf gekommen bist?
Wir sind halt noch jung, wir sind noch wild, wir wollen so ein bisschen was wissen und wir wollen auch keine konservative Gastronomie machen.
Zumindest ich möchte keine konservative Gastronomie machen.
Und da kam dann immer schon in meinem Kopf drin vor, jung und wild, irgendwie sowas umzusetzen.
Und was liegt da näher dran, als zu sagen, okay, wir sind die jungen wilden.
Wo sind wir? Wir sind in Oldenburg, also nennen wir uns die jungen wilden Oldenburger.
Naheliegend für ihn, aber seine Mitstreiter sind sich nicht so sicher, was sie gleich erwartet.
Ich glaub nicht, dass der indisch kocht, ne? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Mich würde jetzt überraschen, wenn es da irgendwie so komische Sachen zu essen gibt, wie irgendwie Burger.
Kein Witz, Wiebke ist der Wahrheit erstaunlich nah gekommen.
Also bei uns als Küche gibt es Fusionsküche. Wir verbinden tatsächlich alle Länder miteinander auf einem Gericht.
Das ist nicht immer der Fall, aber wir versuchen es so oft wie möglich, wir versuchen so ein bisschen Crossover zu sein einfach.
Die anderen kennen Arnobs Steckenpferd.
Auf jeden Fall Fleisch. Da hat er sich gut ausgekannt, das fand ich super und das denke ich, damit hat er zu tun.
Wir erinnern uns, bei Fleischspezialist Engin hat sich Arnob gestern ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt.
Das Fleisch hat entweder nicht geruht bei dir, das heißt so ist es von der Pfanne vom Grill direkt auf den Teller.
Oder wir haben heute Abend echt tatsächlich ein schlechtes, schlechteres Stück.
Ob er es in seiner eigenen Küche besser macht?
Wir zeigen euch jetzt mal, wie wir unseren Black Angus machen. Das ist unser absolutes Dauerbrenner.
Den verändern wir als einziges Produkt bei uns nicht auf der Karte, den werdet ihr immer bei uns finden.
Wir haben hier Jimmy, unseren Koch. Jimmy zeigt uns jetzt gemeinsam, wie wir den Black Angus zubereiten für euch.
Und wir legen einfach mal los.
Wenn Jimmy der Koch ist, was ist denn dann deine Position hier im Laden?
Ich bin hier so ein bisschen das Mädchen für alles, mache hier die Betriebsleitung, die Geschäftsführung.
Also wir haben hier unser IBP, US Prime Beef für euch. Hat einen Fettanteil von 25 Prozent.
Was ganz wichtig dabei ist, das ist ein Black Angus Beef. Das ist ein großgewachsenes Rind mit einer schönen Muskulatur, schönen Fasern.
Es ist ein frisches Patty, was wir dann quasi so auch frisch im frischen Zustand auf den Grill legen.
Es ist ungewürzt. Bei uns wird das Patty erst hinterher gewürzt.
Die Temperatur kann so immer so ein bisschen variieren zwischen 200 Grad und 180 Grad.
Auf jeden Fall so, dass das Ding wirklich gut brutzelt.
Und woher weißt du, dass es gut brutzelt?
Wir machen einfach mal den Hörtest, ob es auch brutzelt. Oha, es brutzelt.
Wie man hier sehr schön auch sieht, so langsam kommt der ganze Saft auch hoch.
Das heißt, jetzt ist eigentlich der beste Zeitpunkt gekommen, das ganze Ding auch mal zu drehen.
Allerdings verdampft der Fleischsaft dann auf dem Grill.
Schärfe anbraten und früher wenden und der Saft bliebe drin.
Aber vielleicht hat Arnob ja andere Tipps für den saftigen Genuss.
Ich finde, der Serranoschinken gibt nochmal einen geileren Geschmack als so Crosser Bacon.
Außerdem Crosser Bacon ist total ausgelutscht. Das macht jeder.
Wir haben hier so ein bisschen vorgegrilltes Gemüse, Aubergine und Zucchini hauptsächlich.
Das Ganze würzen wir vorher ab für euch.
Fehlt noch die Burgersoße. Habt ihr da irgendein Geheimrezept?
Also bei uns in der Barbecue ist auf jeden Fall Whisky drin, wie ihr probieren könnt.
Nicht zu viel, nicht, dass du gleich noch betrunken bist.
Da reichen aber schon zwei Löffel für einen Vollrausch, oder?
Nach zwei Löffeln nach einem Löffel, das ist ja auch Sinn und Zweck.
Was glaubst du, warum unser Burger so geil ist?
So spart man sich die Getränkebestellung.
Denn mit seiner Whiskysoße ist Arnob richtig spendabel und auch die anderen Zutaten wollen hoch hinaus.
Und dann wisst ihr auch ganz genau, warum wir bei uns Foodporn herstellen.
Geile Scheiße.
Liebe Gastekollegen, zeigt, was ihr könnt, genauso wie wir auch.
Bewirbt euch bei MeinLokalDeinLokal auf Kabel1.de und zeigt, was ihr drauf habt.
Arnob stammt aus einer Gastro-Familie und hat schon als Jugendlicher bei den Eltern ausgeholfen.
Aber die Mitstreiter sind auch Profis und schauen sich heute alles ganz genau an.
Hi. Hi, hi, hi. Wir fangen bei dir an.
Grüß dich Whisky, hi.
Ja, schön, dass ihr da seid heute.
Ihr seid bei den jungen Wilden, es wird verrückt werden.
Kommt herein, nimmt meine Bude auseinander, baut sie aber auch wieder zusammen.
Attacke rein mit euch, viel Spaß.
Das machen wir, danke.
Die Jungs und Mädels können sich definitiv warm anziehen.
Die werden mal so richtig gegrillt heute und konnten ihre Profi-Meinung mal äußern, aber die werden minimal was finden.
Erste Station, der Gastraum.
Fühlt man sich hier wohl? Wie ist der spontane Eindruck?
Puh, schön.
Und warum? Was macht das Ambiente aus?
Der Style passt auf jeden Fall zum Namen.
Der Laden ist sehr kuschelig, gemütlich. Also ich finde den Laden ganz einladend.
Mir würde jetzt spontan einfallen, zu den jungen Wilden Oldenburger, da geht es richtig zur Sache.
Da fliegen die Pfannen, die Töpfe, da sind die Kreationen keine Grenzen gesetzt.
Die können machen, was sie wollen, die Jungs in der Küche.
Na dann mal rein in die Höhle der Wilden.
Lass mal ein bisschen umschauen. Genau, dann lass doch mal gucken, was er hier so hat.
Was haben wir denn hier so Schönes?
Es ist gemütlich, es ist eine kleine Küche, es sind die meisten Gerätschaften gegeben.
Von Kühlung her, von Grill her, man hat eine Fritteuse, man hat einen Kombidämpfer.
Man hat vier Platten, genau, wo man wild sein kann.
Genau, alles das, was man braucht, hat man hier.
Top-Geräte. Und die Zutaten?
Das ist noch mal das Tomatenmark, muss ich sagen.
Das ist die Basis für die Pasta wahrscheinlich.
Genau.
Eins ist es jedenfalls nicht, frisch.
Das sieht aber gefährlich aus.
Die Soße dümpelt wohl schon was länger in diesem Behälter.
Und was ist das überhaupt?
Auf jeden Fall eine ganz feste Struktur.
Irgendwie nussig, ne?
Das ist schon festgetrocknet, ne?
Da kann ich ja so rüber zum Beispiel.
Obendrauf hat das ja auch schon so eine leichte dunkle Schicht gekriegt.
Da oben, weil es auch ein bisschen feucht wird jetzt langsam,
dass es schon ein bisschen länger nicht benutzt worden ist.
Ja, auf jeden Fall macht mir das Sorge, wenn ich die Soßen so gelagert sehe,
weil das gehört sich nicht.
Das ist für eine Gastronomie, auch für die jungen Wilden, ist das nicht gut.
So, was haben wir da drunter?
Oh.
Thunfischfilet.
Mir fällt hierbei auf, dass der, glaube ich, abgelaufen ist schon.
Oh, das wäre ein No-Go.
Aber stimmt das auch?
Wiebke ist sich nicht ganz sicher.
Ist es ein Mindesthaltbarkeitsdatum?
Ist es das Abpackdatum?
Das müssen wir noch mal erfragen.
Aber wenn wir auf das Datum zurückblicken,
ist das schon, auch das Produkt an sich, schon fünf Tage draußen und noch nicht verkauft.
Es sieht aus, als wäre es verpackt, aber bei Fisch ist das immer so eine Sache.
Fünf Tage Fisch draußen.
Ist zu lange, der sollte schneller verarbeitet werden oder nicht mehr in der Kühlung liegen.
Also den würde ich nicht mehr verkaufen.
Den würde ich mir auch heute nicht bestellen.
Darauf sprechen wir Arnob an, wenn er wiederkommt.
Bis dahin schauen wir uns noch ein bisschen um.
Zwischen Leber und Milch passt immer ein.
Champignon. Hey, da musst du ja weit denken bei sowas.
Also ich finde, wenn ich vor den Büchern stehe, dann ist es lustig und unterhaltsam.
Wenn ich drunter sitze und esse, muss ich davon ausgehen,
dass andere Gäste sich an meinen Tisch stellen, weil sie die Bücher anschauen wollen.
Und das ist natürlich völlig total lästig, da habe ich gar keinen Bock zu.
Deshalb würde ich mir in diesem Restaurant nicht den Platz suchen unter diesen Büchern.
Dann bin ich lieber einer, der andere Gäste stört und sich die Bücher anguckt,
aber ich möchte nicht gestört werden. Danke.
Rund 100 Sitzplätze hat es hier insgesamt, da kann man den Büchern aus dem Weg gehen.
Die Aufmachung ist ein bisschen wie, naja, ich ging ja mal zur Schule.
So ähnlich ist es gemacht.
War das nie so ordentlich geschrieben.
Man könnte in der nächsten Minute sofort mit einem Druck an eine neue Speisekarte machen
und einheften da in der Klemme, das ist nicht schlecht.
Passt zum Konzept auf jeden Fall.
Tut es das? Was ist denn daran fehlt?
Weißt du, was mir fehlt hier vorne?
Vielleicht nochmal so ein bisschen was Erklärendes, was er überhaupt macht, was er isst, wofür er steht.
Warum die Jungen bilden junge Bilder.
Das ist das, was mir hier noch so ein bisschen fehlt.
Aber sonst ist es ganz einfach, ganz puristisch gemacht.
Grün gekennzeichnet sind vegane Gerichte.
Kann man auf einen Blick erkennen, auch das ist trendy, das ist neu, das ist wild.
Und da probiert er sicherlich auch viel aus.
Schauen wir doch mal, wo Arnob so herumwildert, auch an der Bar?
Die Bar ist natürlich sehr klein, überschaubar, aber man muss echt sagen, die ist picobello sauber.
Wir haben alle Schubladen durchstöbert, Getränke angehoben und keinen Stock gefunden.
Steffen und Simon schauen richtig tief ins Glas, und das ohne zu trinken.
Kein einziger Tapsi drauf.
Ich würde im Müll gucken, ob ich die Kartons davon finde.
Die sind nagelneu oder total durchpoliert, also das ist der Hammer.
Das ist einfach der Hammer.
In der Küche hat Engin mittlerweile Fleischvorräte entdeckt, da ist er in seinem Element.
Fleisch ist absolut mein Thema, da bin ich voll drinne.
Schon Engins Großvater war Schlachter.
Er ist Koch und Schlachter, und Hotel und Restaurantfachmann.
Was ist der Junge eigentlich nicht?
Tausenderfachmann.
Und deshalb legt der 30-Jährige jetzt auch gleich mal Hand an.
Mehrere Stücke von Rindfleisch auf jeden Fall, vereint ineinander, wir wussten nicht genau, was was ist.
Dass das hier jetzt eine etwas dunklere Farbe hat im Gegensatz zu dem, das ist überhaupt nicht schlimm.
Es ist sogar vom Vorteil auch beim Fleisch.
Warum?
Weil hier erkennt man zum Beispiel, dass dieses Fleisch schon mindestens 2-3 Tage geruht ist auch.
Also aus dem Vakuum gezogen und das schon hier drinne, das ist eigentlich nur positiv.
Sprich reift es?
Sprich das reift auf jeden Fall, aber dass das Fleisch zusammen, also das rosige und das dunkle Fleisch zusammen in einem Behälter ist, ist nicht so gut.
Wenn wir zum Beispiel das dunkle Fleisch haben, was schon eine Woche draußen ist, das ist nicht schlimm, das liegt da drinne in dem Behälter.
Und jetzt kommt aber ein Stück, was ich heute aufmache und da reintue.
Dann kann das sein, dass dieses Fleisch, was dunkel ist, vielleicht nur noch eine Woche oder 3-4 Tage noch haltbar ist.
Aber das rote Fleisch hätte noch eine Woche oder 10 Tage gehalten.
Das heißt, in diesen 3 Tagen kann das so passieren, dass alles kaputt geht.
Vielleicht braucht der Koch es aber auch vorher auf, dann wäre es ja eigentlich egal.
Das ist kein Rinderfilet, sagst du?
Also das Stück nicht, aber ich habe gerade Rinderfilet entdeckt.
Ja, weil er hat Rinderfilet.
Wilde Harmonie, servente Rinderfilet, bluh gebratener Thunfisch und Riesengarnele auf einem Kartoffelpüree mit Jus und Safranschaum.
Okay, das hört sich interessant an.
Für 28,80?
Ja, auf jeden Fall, also Preis ist hundertprozentig.
Natürlich, Rinderfilet ist immer sehr teuer, das ist logisch, Thunfisch ist sehr teuer.
Und die Riesengarnele auch.
Also da ist das noch ein bisschen günstig angesetzt, muss ich ehrlich sagen, 28,80 mit Beilagen und so.
Ich würde sagen, im normalen Verhältnis würde es 10 Euro mehr kosten eigentlich.
Also als Fazit kann man wirklich sagen, das Fleisch sieht gut aus, wir sind sehr gespannt auf die Steaks heute Abend.
Und perfekt sortiert ist es dank Engin jetzt auch.
Dann steht ja einem Fest mal nichts mehr im Wege. Was meint Arnob?
Wenn ich heute verkacke, dann haben wir verkackt. Ganz einfach, simpel.
Verkacken ist nichts Schlimmes.
Verkacken ist wie so ein Stehaufmännchen.
Wir stehen wieder auf und wir machen es morgen einfach anders, besser, geiler, neuer.
Wir sind lernfähig.
Hallo, herzlich willkommen bei uns.
Hi, einen wunderschönen guten Abend heute.
Das ist Miriam, meine Ehefrau.
Und sie wird mich heute Abend wie so oft hier bei uns durch den Abend begleiten mit euch gemeinsam.
Zwei Kinder haben die beiden und ein Baby ihr Restaurant.
Engin beeindruckt?
Ich bin überrascht. Ich sehe Arnob gerade mit einer Kochjacke.
Aber er ist gar kein Koch, oder?
Er ist gar kein Koch.
Das ist schon auf dicke Hose, oder?
Dicke Hose würde ich nicht sagen. Ich glaube, der wird uns heute richtig schocken noch.
Irgendwas wird er noch bringen heute.
Hohe Erwartungen an den Gastgeber, deshalb muss Engin jetzt auch seine Frage von vorhin loswerden.
Die wilde Harmonie von Surf & Turf, das hört sich sehr gut an.
Ist auch gut, lass dich überraschen.
Ich würde dich gerne was fragen. Wir waren ja bei dir in der Küche.
Das hindert mich so ein bisschen. Ich habe ein bisschen Angst, dieses Gericht zu bestellen.
Ja, warum? Frag mich, gerne.
Da war ein Thunfisch, haben wir ja bei dir im Kühlschrank gesehen.
Da stand ein Datum drauf und das war schon über der Zeit.
Hat Arnob etwa verdorbene Ware im Angebot?
Das hat mich ja komplett überrumpelt. Ich wusste ja nicht, dass er das bei uns in der Küche gesehen hat.
Der Thunfisch, den wir in der Kühlung haben, der ist verpackt, der ist vakuumverpackt quasi.
Das ist heute angeliefert worden. Das maximalste meiner Gefühle dürfte ein gestriges Datum gewesen sein.
Der Fisch ist heute frisch gekommen.
Okay, also laut Datum, was wir gesehen haben oder was ich gesehen konnte, ist der Fisch schon fünf Tage alt und das im rohen Zustand.
Du kannst ihn dir gleich anschauen. Das ist doch das Beste.
Bei Fleisch und Fisch gilt das Verbrauchsdatum, bis zu dem die Ware nur verwendet werden darf.
Ist das in diesem Fall bereits überschritten?
Lieferschein ist von heute. Heute ist der 24., gebt ihr mir recht.
Wir blättern mal hier auf die zweite Seite. Da kannst du ganz genau sehen, Thunfischfilet OH im Leintuch.
Wenn wir das mal vergleichen, wiederum mit hier, schau mal her, hier hast du Thunfischfilet OH im Leintuch.
Ca. 7 Uhr wurden wir beliefert und da wir gestern so lange bei dir waren, habe ich mir das gegönnt,
heute ein wenig länger zu schlafen und habe Jimmy das doch überlassen.
Die Lieferung ist frisch, aber die Ware schon älter.
Arno hätte sich beim Lieferanten beschweren sollen bzw. die Lieferung selber heute Morgen annehmen können oder annehmen sollen.
Dann hätte er auch geguckt und gesehen, dass das fachlich überhaupt nicht richtig ist.
Engen sucht glaube ich so ein bisschen das Haar in der Suppe, was einfach nicht vorhanden ist.
Die fachliche Meinung ganz klar von mir ist, der Fisch darf dieses Datum haben, das ist ein Produktionsdatum.
Diesen Begriff gibt es in den offiziellen Verordnungen nicht.
Dafür aber das Verbrauchsdatum, bis zu dem der Fisch verzehrt werden muss oder bei Tiefkühlware das Einfrierdatum.
Ja und ich sehe schon im ersten Blick direkt, also ich hatte ja vorhin zu dir gesagt, Engen, wenn ich mir selber unsicher bin,
dass ich ihn nicht essen würde, dann würde ich ihn dir nicht anbieten, ich würde ihn essen.
Hundertprozentig, das ist genau so wie er sein sollte.
Engen, was hat deine Sichtprüfung ergeben?
Ich habe den gerochen, der war okay, ich habe den gefüllt, der Fülltest war auch in Ordnung, die Farbe war sehr gut.
Für mich ist es aber nach zwei Tagen tabu, ich würde ihn nicht mehr servieren.
Also der Fisch sieht gut aus, auf jeden Fall sieht frisch aus, mich hat das Datum ein bisschen stutzig gemacht.
Ich nehme das Surf and Turf so wie es ist, mache mir da ein anderes Stückchen Fisch dazu und dann bin ich glücklich, okay?
Wir machen dir einen anderen Fisch.
Engen bleibt skeptisch, Arnold versteht es nicht.
Meiner Meinung nach, der Fisch ist von einer Bombenqualität.
Ich würde ihn selber essen, ich würde ihn jederzeit bedenkenlos jedem Gast servieren können.
Und wer was anderes behauptet, meiner Meinung nach, der sucht explizit nach diesen berühmten Haaren der Suppe.
Aber frische allein sorgt ja noch nicht für den guten Geschmack.
Die Zubereitung ist mindestens genauso wichtig und darum kümmert sich Koch Jimmy.
Das mache ich jetzt ein bisschen, also ein bisschen so Zitronensaft dazu, ein bisschen vom Süßen, ein bisschen vom Salzig und das ist also ganz ein kleiner Touch vom Zitronen.
Und dann planscht das gute Stück noch ein bisschen in Knoblauchöl, bevor es auf den Grill wandert.
Weiter mit den Zutaten, was kommt noch auf den Teller?
Das ist Chutney mit Mango und Ananas gedünstet mit braunem Zucker, Sterneis dabei, bei dem Geschmack, bisschen Koriander auch rein und ein Touch Zitronen dazu.
Also für fast eineinhalb Stunden, bis das also richtig gar ist.
Du gibst dir ja richtig Mühe mit der Deko, etwa nur heute für uns oder machst du das immer so?
Ich mag das gerne, also als Koch zu sein, das ist ein ganz gutes Beruf, muss alles mit Liebe sein, ein bisschen Zeit auch geben zum Teller und das bleibt alles dran, der Gast merkt das immer.
Das Gegenteil von wild, Jimmy kocht mit Liebe und Geduld, auch beim Fisch legt er nochmal Hand an.
Dann legen wir den Thunfisch da rein in den Sesam, ganz, ganz leicht und nochmal da und legen mal das so.
Und dann als letztes Touch, ich habe hier ein bisschen etwas orientalisch, sag mal, das ist Linsenbrot, passt auch sehr gut mit dem Thunfisch.
Die ist knackig und dann lege ich es so, als ein Schiff und die Säge.
Schiff ahoy, an Deck ist richtig was los, wer hier essen will, muss reservieren. Respekt bei 100 Plätzen.