In diesem Video "Es ist absurd! | "Wir befinden uns im Krieg" | Daniele Ganser zu NATO, Russland, Medien" erklärt der Friedensforscher Daniele Ganser, wie Deutschland Krieg im Schatten der NATO führt. Er geht auch darauf ein, wie die Medien die Wahrnehmung verzerren. Finde heraus, was er zu sagen hat!
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Und jetzt sind wir im Jahr 2024 in der fünften Verirrung, von nie wieder Krieg zu ein bisschen Krieg, oder?
Bosnien, Serbien, Afghanistan, Syrien, und jetzt ist Ukraine.
Und da möchte ich wirklich nochmal, wenn du erleibst, mit Nachdruck warnen.
Ich möchte wirklich sagen, Bosnien war viel zu klein, um sich zu wehren.
Also, natürlich kann man Bosnien bombardieren, was sollen die denn machen?
Die stecken einfach ein.
Serbien, die konnten nichts machen, die hatten keine Chance.
Afghanistan, die hatten keine Chance, die konnten maximal Flüchtlinge nach Deutschland schicken,
aber die konnten nicht mit dem Panzer nach Berlin rollen.
Syrien hatte keine Chance, das sind alles schwache Gegner.
In der Ukraine stellt sich Olaf Scholz an die Seite von Zelensky und Zelensky kämpft gegen Putin.
Das heisst, Deutschland ist jetzt, meiner Analyse nach, im Krieg mit Russland,
weil man bildet ukrainische Soldaten in Bayern aus, zum Beispiel in Grafenwöhr,
aber auch in anderen Orten von Deutschland, man schickt Panzer an die Ukraine
und gleichzeitig sagt man, nein, wir sind aber nicht Kriegspartei.
Herr Putin, nicht missverstehen, wir bilden, ja klar, wir bilden ukrainische Soldaten in Deutschland aus,
ja klar, wir trainieren den nächsten Angriff auf russische Truppen,
ja, wir schicken deutsche Panzer, die Russen töten, aber hallo, wir sind nicht im Krieg.
Und da spielt man, die Luftwaffenoffiziere besprechen, wie man mit Taurus-Raketen
die Krimbrücke, das russische Territorium, zerstören kann.
Und die Amerikaner haben 36.000 Soldaten in Deutschland stationiert
und über Rammstein werden die ukrainischen Truppen beliefert.
Kurzum, ich kenne das sehr, sehr gut, was hier läuft,
aber ich sage einfach, jetzt, indem man den Ukraine-Krieg kämpft,
ist Deutschland eigentlich in der Gefahr, in einen Krieg mit Russland zu geraten.
Und das möchte ich einfach sagen, all diejenigen, die denken,
Bosnien hat ja gut funktioniert, hier in Frankfurt oder hier in Berlin ist nichts passiert,
und Serbien hat ja danach keine Raketen auf Hamburg geschossen,
und Kapul ist zwar in Schutt und Asche, aber mit Bremerhaven ist nichts passiert.
Und weißt du, immer diese Überlegung, Krieg bedeutet, irgendwo macht die Bundeswehr etwas,
aber die sind auch bezahlt dafür und ARD verteidigt es und mich juckt es nicht,
weil ich schaue gerade Germany's Next Topmodel.
Das kann man schon so sehen, aber eigentlich hast du völlig recht.
Es könnte gefährlich werden.
Ja, und da müsste man zu den Großvätern zurück.
Darum finde ich das so berührend, was du gesagt hast.
Die haben erlebt, wie deutsche Städte zerstört wurden.
Die haben erlebt, wie deutsche Frauen vergewaltigt wurden.
Die haben erlebt...
Der andere Großvater fast sechs Jahre Gefangenschaft in Russland.
Genau, und diese Überlegung müsste zur Einsicht führen,
sofort den Ukraine-Krieg mit Frieden verhandeln zu werden.
Also keine Waffenlieferungen mehr und dann Friedensgespräch.
Ich bin mir hundertprozentig sicher, alle drei, also die beiden Großväter und der Urgroßvater,
wenn sie jetzt noch leben würden, die würden alle drei sagen,
sagen wir, seid ihr völlig verrückt?
Genau.
Wir waren da überall, wir waren in Russland.
Genau.
Wir wissen, wie es da ist und wir wissen, was das für ein großes Land ist.
Und mein Urgroßvater, der war Metzgermeister aus Böhmen und der hat damals schon ganz früh gesagt,
bevor noch dann dieses Unternehmen Barbarossa gestartet ist,
also der Angriff auf die Sowjetunion durch die Wehrmacht,
der hat schon ein Jahr vorher hat sich schon angedeutet, dass da was im Busch ist,
sag ich mal, dass das Vorhaben da ist.
Ich meine, die haben ja keinen Held rausgemacht, was das Vorhaben war.
Und der hat damals gesagt und hat dann eine Diskussion,
das weiß ich noch, weil das meine Großtante mir erzählt hat,
hat dann die Karte auf den Tisch geknallt und hat gesagt,
warte mal, das ist Deutschland, das ist Russland und das gehört alles da noch dazu.
Das ist der Wahnsinn, wenn wir das machen, verlieren wir das,
verlieren wir alles, dann verlieren wir alles.
Das war als Metzgermeister mit einem Herz am richtigen Fleck, sag ich mal, normal eingestellt.
Genau, man hat Recht behalten.
Man hat Recht behalten.
Wo sind diese Leute, die da aus der Geschichte vernünftig noch warnen können?
Einer, den ich gesehen habe, ist Harald Kujat.
Das ist ein sehr hochrangiger General, ein ganz guter Mann.
Dann Eric Frath, Oscar Lafontaine.
Ja, warum nicht?
Genau, der war bei dir ja auch schon zweimal, glaube ich, oder?
Eugen Trevermann, Paul Schreier, Sarah Wagenknecht.
Ja, das ist jetzt die jüngere Generation.
Es gibt sie.
Es gibt sie, die sagen ganz klar, die kommen aus ganz verschiedenen,
Willi Wimmer, die kommen aus Ken Jebsen, also es gibt ganz verschiedene,
die kommen aus ganz verschiedenen Ecken und sagen, der Markus Hoffmann auch.
Alle, die wieder dann diffamiert werden.
Nie wieder Krieg ist jetzt schon eine rechtsradikale Parole, wenn wir so weitermachen.
Das ist seit Neuestem sicher eine Parole, die verboten wird,
aber ich lasse mich da nicht einschüchtern.
Nö, ich auch nicht.
Nö, also nie wieder Krieg ist sicher die richtige Haltung.
Absolut.
Und ich möchte den Leuten auch Mut machen, dass es eigentlich viel besser ist,
ein bisschen Diffamierung einzustecken, als jetzt sozusagen einen realen Krieg
im Herzen von Europa zu haben.
Das ist ja, man muss ja abwägen.
Also wir haben jetzt, du hast ja auch abgewägt.
Ja, du hast dann Probleme gehabt an der Uni Ingolstadt.
Kannst du, erzählst du das noch kurz, einfach zum Zeigen, wie mutig du warst.
Also ich möchte das schon die Leute auch wissen.
Ja, wobei ich möchte...
Ich möchte das nicht jetzt in den Vordergrund drücken.
Ich möchte es nicht in den Vordergrund drücken, ich möchte auch nicht zum Mut aufrufen,
weil das ist gefährlich.
Man muss sich den Mut leisten können, das muss wohl überlegt sein.
Ich muss ehrlich sagen, also meine Frau und ich, wir haben es,
du hast da erwähnt, unsere Frauen im Hintergrund, die sind sehr wichtig
und wir beide haben natürlich schon überlegt vorher,
bevor ich da jetzt das Interview gebe bei Markus Langemann
und mein Erleben damals an diesem Tag vom 11. September 2001 eben schildere.
Und wir haben es beide falsch eingeschätzt, was die Reichweite betrifft.
Also wir haben schon, wir waren uns bewusst, dass Leute das sehen und hören.
Uns war auch belust, dass das vielleicht die eine oder andere Reaktion auslösen kann,
nach dem Überschrift zu sagen, not amused.
Auf der anderen Seite ist es natürlich unschön, wenn man solche Sachen erwarten könnte.
Also es ist immer dieses Potenzial einer Unangenehmlichkeit.
Aber selbst wenn eine Unangenehmigkeit kommt, haben wir auch noch mal diskutiert im Nachgang,
in der Familie, ich würde das wieder tun, ich habe nichts Falsches gesagt,
ich habe auch nicht jemanden gebescht, ich habe nicht irgendwelche Behauptungen aufgestellt,
die ich nicht begründen kann.
Super Sache.
Und mein Gefühl und was ich empfindet habe an diesem Tag
und was ich darüber nachdenke, ich glaube immer noch,
vielleicht ist es auch, viele sagen, du bist naiv Max,
aber ich glaube immer noch an den Rechtsstaat.
Wir haben einen Rechtsstaat, wir haben Rechtsstaatlichkeit in Europa,
nicht nur in der Schweiz durch direkte Demokratie,
sondern auch im Freistaat Bayern und in der Bundesrepublik Deutschland,
da glaube ich fest dran.
Und das ist genau der Grund, weil ich mich äußere.
Weil ich mir sage, ich möchte diese Rechtsstaatlichkeit gerne erhalten.
Und das ist natürlich auch wichtig, dass man Dialektisch diskutiert,
dass man auch als Wissenschaftler nicht nur der Sache folgt, die vorgegeben ist,
sondern bewusst auch mal ausreicht.
Und ich finde, in einer Demokratie hat man das Recht auch Scheiß zu erzählen.
Ich habe hoffentlich keinen erzählt,
aber ich sage es mal bewusst auch als Fäkalsprache.
Wenn man das nicht mehr darf, wenn man nur noch richtige Sachen erzählen darf,
dann ist Demokratie vorbei.
Ja, dann sind wir im Dogma. Und weit weg von der Demut.
Ganz genau. Und man darf auch falsche Sachen sagen.
Nicht jetzt bewusst, um jemanden zu diffamieren, irrezuführen,
sondern weil man sich irrt.
Also diese Möglichkeit zu haben, als Wissenschaftler sich irren zu dürfen,
die muss gegeben sein.
Also für mich ist Wissenschaftlichkeit das Wichtigste,
dass ich das Recht habe als Wissenschaftler, oder als jeder Mensch,
aber gerade als Wissenschaftler,
habe ich das Recht, mich irren zu dürfen.
Und wenn ich das nicht mehr habe, und so wurde es mir ja auch,
weil du gefragt hast, was ist so alles passiert,
also von höherer Stelle, ich sage nicht wer oder wie oder was oder wann,
in meinen Worten ausgerüht gesagt,
ich soll, quasi mein Job ist, das vorhandene Wissen zu verbreiten
und angesichts von Klimakrise, Pandemie und Kriegen
nicht die Menschen zu verunsichern.
Das sagen die Universitätsverantwortlichen.
Die Verantwortlichen, und das habe ich nicht nur gehört,
sondern es haben andere Hochschuluniversitäten im deutschen Sprachraum auch so gehört,
wo man denkt, geht's noch?
Genau das Gegenteil ist aus meiner Sicht Wissenschaftlichkeit.
Wissenschaftlichkeit ist dazu verpflichtet,
10 Thesen aufzustellen, wo ich mir bei allen 10 Thesen nicht sicher bin,
ob die stimmen, aber ich muss sie in den Raum, in den Diskussionsraum werfen.