Die Hauptspeisen kommen gut an, bis auf einige Kleinigkeiten: Dirk bemängelt Oliven mit Stein auf seiner Pizza und Jens' erster Eindruck vom Saltimbocca wird durch zu viel Salbei übertönt. Wie nehmen Sofia und Vincenzo die Kritik an?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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►“Achtung Kontrolle“ auf YouTube: www.youtube.com/@Achtung_Kontrolle
Die Herren der Schöpfung nahen.
Von links nach rechts Alessandro, Jens, Dirk und Thomas.
Hauptsache, wir müssen keine Messe mehr halten.
Wir dürfen einfach essen.
Das ist ein bisschen wie Abendmahl, oder?
Hoffentlich nicht das Letzte.
Meine Oma hat mal gesagt, als guter Gast muss man immer was mitbringen.
Deswegen habe ich Blümchen für Sophia mitgebracht.
Und ein tolles Abtei-Bier passend zur Kirche für den Vincenzo.
Dann freuen wir uns auf einen tollen Abend, oder?
Auf jeden Fall.
Jens bringt überall Geschenke mit,
obwohl er schon seine Punkte bekommen hat.
Komm, lass es gut sein.
Sophia ist so was von bereit, ihre männliche Konkurrenz zu flashen.
Hallöchen.
Schön, dass ihr da seid.
Vielen Dank für die liebe Einladung.
Danke euch.
Gehen Sie rein.
Danke schön.
Ich überzeuge meine Kollegen heute mit einer sehr guten italienischen Küche.
Wir folgen dir sehr gerne, Sophia, in dein Kirchenlokal.
Inmitten dieser Idylle eine Kirche.
Mit einem Schild dran, Restaurant.
Hätte ich nie erwartet.
Hätte man nicht gedacht.
Tatsächlich eine Kirche, es war eine Kirche.
Keine Sorge, Jungs, heute muss keiner von euch Buße tun.
Fühlt ihr euch denn wohl?
Ja, sehr schick hier.
Super schick.
Das ist schon eine wundervolle Lok.
Ruhedecken, dieser Kirchenflair.
Auch diese Empore.
Ich finde es sehr gemütlich.
Das sieht zwar groß aus, aber trotzdem, wenn man da sitzt,
dass man schon auf den Teller gucken kann.
Ich finde das toll, dass man fast nebeneinander sitzen kann.
Ich finde die Akustik in dem Raum auch mega.
So richtig geil.
Du bist aber kein Idyller, kannst du singen.
Ich kann leider nicht singen.
Singen wir uns doch mal das Ave Maria.
Das wollte ich nicht hören.
Dann nicht, bitte.
Statt schiefer Töne von Alessandro gibt es die Karten von Sophia.
Bitteschön.
Ich finde, die Karte fühlt sich super an.
Nicht zu leicht, nicht zu schwer.
Schön mit Holz gearbeitet, auch mit Holzoptik.
Formuliert sehr schön, auch mit der goldenen Aufschrift.
Wie erwartet, italienische Küche.
Gut aufgemacht.
Die klassischen Sachen.
Klassische Sachen drauf.
Salate, Nudeln, Gerichte.
Schöner Auswahl, nicht zu groß, nicht zu wenig.
Ich bin wirklich gespannt, wie die Gerichte werden,
die restlichen.
Wenn er klassisch bleibt, kann nichts schieflaufen.
Ich hoffe, dass er ein bisschen abweicht
von dieser Balsamico-Creme-Nummer.
Ich hoffe, dass er straight italienisch gut das auf den Punkt bringt.
Küchenchef Vincenzo bekommt Besuch von seinem Landsmann.
Viva l'Italia.
Buongiorno.
Alessandro.
Und was machen wir heute?
Heute machen wir eine Vorspeise.
Wir machen Antipasti.
Eine Art ist aus.
Vorbereitet sind Auberginen, Zucchini,
Champignons gebraten, ein bisschen Peperoni.
Und dann Schinken.
Antipasti sind sehr aufwendig.
Man braucht sehr viel Zeit und sehr viel Liebe.
Ich sag mal so.
Ich sehe sehr oft die Antipasti bei Italienern sehr simpel gemacht.
Im Prinzip viel angebratenes Olivenöl, Knoblauch.
Wichtig ist bei mir, bei einer Antipasti,
dass sie nicht nur auf der Gemüsebasis ist.
Ich brauche einen guten Käse, einen guten Prosciutto,
einen guten Mortadella.
Das ist für mich ein Spiel aus allem.
Den Anfang machen die Auberginenscheiben.
Vincenzo hat eine klare Herangehensweise.
Da kann Öl.
Da werden die Pilze gebraten?
Ja.
Was für ein Öl?
Olivenöl.
Olivenöl aus Italien.
Wird Gang Nr. 1 ein voller Erfolg
und bescheren die Vorspeisen Vincenzo viele Punkte?
Das sind die Pimente, nur gebraten.
Auch mit Olivenöl oder einfach nur so gebraten?
Nur so und dann mit Salz.
Die sind ja eher aus Spanien bekannt.
Ein Stück Spanien
verirrt sich in die italienische Vorspeisenplatte.
Ob das der Konkurrenz aufstößt?
Aber ich mag auch Knoblauch und rote Zwiebeln.
Nach 46 Jahren Küchenerfahrung
hat Vincenzo seine Tricks und Kniffe.
Oh, Minze.
Pfefferminze.
Da gibt es schöne Aromen.
Ich kenne das auch so.
Mit Minze gibt es noch die frische Note.
Die kommt auch in die Antipasti, die man vorbereitet.
Okay, das mit der Minze ist für mich eher was Neues.
Nicht ganz ungewöhnlich, aber doch eher neu.
Die ersten Auberginenscheiben wären dann soweit.
Was steht als Nächstes an?
Was ist das für ein Essig?
Weißer Balsamico.
2 Italiener im Wettkampf, aber bislang ganz viel Harmonie.
Das ist jetzt für die Auberginen?
Ja, Auberginen und Zucchini.
Anschließend gibt Vincenzo
Knoblauch, Minze, Olivenöl sowie Salz und Pfeffer in eine Schale.
Jetzt brauche ich eine Zitrone, die Saft noch für die Marinade.
Die Marinade am besten einen Tag vorher machen.
Damit der schön zieht.
Dann zieht der schon den Geschmack.
Bisschen kräftiger.
Ich habe schon gestern was vorbereitet,
dass er gut angezogen ist.
Dann zeig mir mal.
Das Ganze sieht dann so aus.
Maik, was denkst du?
Natürlich ist es aufwendig.
Natürlich muss man alles einzeln braten.
Aber es ist ja in der Produktion dann doch simpel.
Ich vorbereite jetzt die Teller für die Vorspeise,
so wie es aussieht, komplett.
Und dann bringe ich es am Tisch, wenn ihr freut.
Okay, wir freuen uns.
Im nordrhein-westfälischen Werl heißt es jetzt Mangiare.
Euer 1. Eindruck?
Von der Optik toll, schön angerichtet auf einem schönen Teller.
Das Saft fürs Auge war ganz schick.
Nach den Augen ist Jens Gaumen gefragt.
Wie mundet denn die hübsch anzusehende Zuppa die Pomodoro?
Ja, Tomatensuppe, ganz simpel, einfach.
Aber in einem schönen Teller, wenn die gut gemacht ist.
Ich sterbe für eine gute Tomatensuppe.
Es ist so.
Ich gehe stark davon aus,
dass es eine frisch gemachte oder selbstgemachte Tomatensuppe ist.
Steht so nicht in der Karte.
Die Tomatensuppe wird selber gemacht mit geschälter Tomate.
Und da wird mit frischem Gemüse, Karotte, Sellerie, Zwiebeln.
Das ist schon mal gut.
Es gibt nämlich welche, die nehmen nur die geschälten Tomaten
und pürieren die, machen die warm, das war es.
Er nimmt schon einen Ansatz mit Gemüse,
mit Karotte, mit Sellerie, mit Zwiebeln.
Das ist auch super.
Und dann die weltberühmte San Marzano-Tomate.
Und dann bist du schon fast am Endziel angekommen.
Superschöne Konsistenz.
Oben war noch so ein kleiner Spiegel aus Sahne drauf.
Das ist mittlerweile richtig schön verlaufen.
Was ich richtig schön finde, ist die Säure von der Tomate.
Kommt echt gut durch.
Aber auch wird schön gepuffert durch eine Süße,
die da noch dazugegeben wurde.
Und ein klein bisschen Öl verteilt,
um das Ganze noch mal ein bisschen fluffiger zu machen,
wenn man es unterrührt,
damit die Suppe noch mal ein bisschen fluffiger.
Und obendrauf noch mal leicht nachgepfeffert.
Das gibt dem Ganzen noch mal ein bisschen mehr Pfiff.
Man kann immer mehr machen, vielleicht ein paar Kräuter reinmachen.
Aber für mich, für meinen Geschmack war das super.
Es wird jetzt keine 10 Punkte erreichen.
Aber wenn das im Geschmack gut ist,
rechne ich mit einer 7 oder 8.
Das Wort geht an den Italiener in der Runde.
Was hält Alessandro von seinem Carpaccio di Manso?
Das ist Rindfleisch.
Sehr, sehr schön in der Optik.
Schmeckt auch sehr gut.
Für mich persönlich ist er ein bisschen zu dick geschnitten.
Man merkt so ein bisschen die Fasern.
Der muss wirklich so hauchdünn sein,
dass man so fast durchgucken kann, dass der einfach zerläuft.
Da hat er recht.
Das kriegst du wirklich hin,
indem du das natürlich in Zwischen-Klarsichtfolie
oder so ein Tütchen zum Vakuumieren dazwischen klopfst.
Oder auch das Filet gerollt, wickeln, einfrieren
und auf der Aufschneidmaschine aufschneiden.
Das ist innerhalb von 20-30 Sekunden angetaut und wird weich.
Es muss dünn sein, da hat er recht.
Aber sonst mariniert mit Olivenöl, frisch gehobelter Parmesan,
Salz, Pfeffer, diese frische Rucola drauf.
Ein bisschen mit der Zitrone abgeschmeckt.
Geschmacklich sehr, sehr toll.
Auch die Größe perfekt.
Reicht eigentlich fast für eine Hauptspeise.
Aber sonst alles hinein, es ist ein sehr schöner Teller.
Schmeckt sehr gut, passt alles gut zusammen.
Thomas darf jetzt seinen Auftakt genießen.
Er probiert Scampi e Verdure.
Was steckt dahinter, Maik?
Scampi, schreibst du wieder.
Die Hundlinge, das sind doch Garnelen, mein Freund.
Man könnte es übersetzt sagen Gemüse-Garnelen.
Die Garnelen super gebraten.
Ich glaube, es wurde mit ein bisschen Semola gearbeitet.
Wo ich aktuell nicht so der Fan von bin.
Also Mehl an Krustentiere.
Bei dem Scampi wird nur ein bisschen Semola.
Aber ganz leicht, nicht so viel.
Ich persönlich hätte die Garnelen vorher auch gebraten.
Allerdings nicht mit Mehl, was nachher die Bindung gibt.
Sondern das Mehl nachher mit einer Butter,
also mit einer Beurre Manier, mit eingerührt.
Dadurch habe ich einfach eine sicherere Bindung.
Dass man das Mehl nicht an anderen Produkten hat,
sondern wirklich in der Soße.
Wieso brauchen wir überhaupt eine Bindung?
Es sind gebratene Garnelen mit Gemüse.
Die Soße ist sehr sämig, ein bisschen zerlaufen,
wahrscheinlich ein bisschen zu viel Öl drin.
Aber super lecker, total authentisch vom Geschmack.
Die Garnelen, ich schneide sie mal an, echt gut gebraten.
Also wirklich nicht zu weit, nicht zu gummimäßig.
Kann man gut essen.
Für eine Vorspeise war das Gemüse wirklich sehr gut ausgewählt.
Auch in Kombination mit den Garnelen hat das vollkommen gereicht.
3 verschiedene Gemüsearten.
Man sieht auf jeden Fall, dass das Gemüse nicht stark angebraten ist.
Wahrscheinlich nur geschmort in der Soße.
Ich gehe davon aus, die Garnelen vorher angebraten,
Gemüse dazu und dann schon direkt die Soße angesetzt.
Aber an sich super lecker.
Ein Urteil fehlt noch, und zwar das von Dirk zu seiner Wahl,
Antipasto della Casa.
Das finde ich jetzt gut.
Da wäre ich jetzt schon happy, wirklich.
15 Euro ist es auch wert.
Siehst du das genauso, Dirk?
Es sind verschiedene Salamisorten, auch verschieden vom Geschmack.
Die ist eher mild, die ist eher ein bisschen würzig.
Nicht zu scharf.
Ich habe Oliven.
Die sind sehr pikant und ein bisschen mit Chili gearbeitet.
Ich sehe eine frische Aubergine, dünn geschnitten,
schön angegrillt, danach eingelegt.
Leichte säuerliche Noten mit drin.
Wahrscheinlich Zitrone.
Olivenöl kommt ganz klar durch.
Gewürz nur ein bisschen mit Salz.
Noch mal ein bisschen frische Kräuter.
Champignons, da ist ein bisschen das Spiel über die Zwiebel gekommen.
Finde ich total passend.
Richtig authentische italienische Mama-Küche.
Der Burrata war ein absolutes Highlight.
Es war ein richtig schöner, cremiger Kern.
Fantastisch.
Sehr gut, so muss eine Burrata sein.
Du hast den Unterschied zur Mozzarella,
ist einfach diese milchige, cremige Füllung.
Bei einem Preis von 15 Euro für mich das optimale Gericht.
Es ist wirklich für jeden Geschmack was dabei.
Ich möchte es nicht teilen.
Ich esse das jetzt ganz entspannt so weiter.
Ein hausgemachtes Pesto spiegelt auch immer noch die Liebe zum Detail dar.
Das hätte das Ganze dem I-Tüpfelchen einfach noch mal aufgesetzt.
Das schadet sicherlich nicht zu so einer Antipasti-Platte.
Aber ich merke anhand deiner Stimmung,
dass du deswegen nicht weniger Punkte
oder jetzt für die Tendenz weniger Punkte raushaust.
Für Sophia wird es ernst.
Wie gnädig sind ihre männlichen Mitstreiter?
Jungs, wie sieht es aus?
Thomas legt los.
Sophia, meine Tendenz ist eine 8.
Was geben Jens und Dirk?
Sophia, 9.
Ich schließe mich meinem Vorredner an.
Ich bin auch bei einer freundlich erwartenden 9.
Und Alessandro?
Sophia, von mir auch, 8.
Ja, super, 2 Achten, 2 Neun.
Super Tendenz.
Super, wenn es so bleibt.
Super.
Sehr zufrieden.
Ein mehr als gelungener Auftakt.
Vincenzo hat somit Chancen auf den Sieg, wenn alles glattläuft.
Hallo.
Hi, Thomas.
Vincenzo.
Was machen wir Schönes?
Heute vorbereiten wir eine Saltimbocca alla Romana.
Was bedeutet alla Romana?
Das ist die römische, immer vorher gegessen mit Parmaschinken,
Salbei, Weißwein.
Klassiker.
Ein Klassiker folgt dem anderen.
Ich benutze die Kalbsrücken.
Ja, tiptop.
Kalbsrücken, Kaltfilet, tiptop.
Vincenzo macht sich ans Portionieren und klopft das Fleisch dann in Form.
Gefällt dir, was du siehst, Thomas?
Das Kalb ist wahrscheinlich nicht so glatt geklopft.
Das ist wahrscheinlich dünner geschnitten,
weil man Struktur damit verändert vom Fleisch.
Eventuell ein bisschen trockener wird.
Das macht jeder Italiener, völlig in Ordnung.
Ich finde auch den Rücken total in Ordnung.
Salbeiblatt drauf, das ist ein Minutengericht gleich.
Die Salbeiblätter sind platziert.
Zeit für den nächsten wichtigen Saltimbocca-Bestandteil.
Das ist jetzt Parmaschinken?
Parmaschinken.
Wie dick schneidest du den?
Weniger als 1,5 cm.
Aber wenn es zu dunn ist, geht es auseinander.
Ein bisschen dicker.
Man darf 1 nicht verwechseln.
Wenn man 1,5 hier hört, ist das nicht 1,5 cm.
Auf seinem Rad ist 1 zwischen 1 und 1,5.
Das sind Millimeter, Leute.
Schön dem Schinten auf den Kalbsrücken noch mal klopfen.
Dann geht es ans Panieren.
Mehl.
Aber ich nehme jetzt diese Semola.
Semola ist wie Gries auf Deutsch.
Ist nicht so fein gemahlen.
Jetzt steht ein kurzes, heißes Pfannenbad auf dem Programm.
Wie lange ungefähr, Vincenzo?
1 Minute auf beiden Seiten.
Ordentlich Butter.
Dann mache ich noch ein bisschen Salbei-Blätter.
Ui, da ist aber einer spendabel.
Zu viel des guten Maik?
Ich liebe Salbei-Geschmack.
Ob das in der Menge nicht zu intensiv wird,
muss man abwarten.
Aber für mich ist es toll.
Weißwein trocken.
Und das wird jetzt reduziert.
Mit dem Fleisch?
Mit dem Fleisch alles zusammen.
Dann wird es ein bisschen cremig.
Was machst du nachher, die Soße noch?
Die Soße ist schon...
Okay, die bleibt dann.
Wenn die ein bisschen flüssiger machen,
noch ein bisschen Butter, ein bisschen Mehl.
Verbinde dann, sonst nichts.
Sehr gut.
Das ist der klassische Weg von einem italischen Saltimbocca.
Dem kleinen Scheißherrchen,
was man auch springend in den Mund übersetzen könnte.
In der alten Kirche haben jetzt die Hauptgerichte ihren Auftritt.
Kommen sie genauso gut an wie die Vorspeisen?
Guten Appetit.
Los geht es mit Dirks Bestellung.
Er kostet die Pizza mit Oliven, Zwiebeln, Kapern und Sardellenfilets.
Schön ausgebacken, crunchy.
Ich finde Oliven in mehreren verschiedenen Sorten.
Die Oliven geschmacklich einzeln wunderschön.
Ich konnte sie leider nur einzeln essen,
weil diese Kerne drin waren.
Das akzeptiert man einfach.
Man nimmt sie runter.
Ich finde es schade.
Das ist für mich leider ein Kritikpunkt.
Weil ich es schlicht und ergreifend unschön finde.
Weil ich nicht im Ganzen essen kann.
Ich mag die Oliven mit Kern lieber.
Ich habe das Gefühl, da war noch keiner dran.
Da hat keiner was rausgefummelt.
Da hat keiner was rausgedrückt und zusätzlich eingelegt.
Die Reife des Kerns ist noch da.
Bei einer Olive kau ich lieber und nehme mit Kern raus.
Ich habe frische rote Zwiebeln.
Das finde ich sehr gut.
Ganz oft finde ich weiße Zwiebeln.
Das mag ich nicht so gerne.
Die roten haben ein schöneres Aroma beim Backen.
Mozzarella-Käse finde ich auch super drauf auf der Pizza.
Ansonsten schön gebacken, dünn.
Das ist der Pizza-Style hier.
Die Reife des Teiges hat man geschmeckt.
Eine leichte säuerliche Note.
Nicht Sauerteig-mäßig.
Es ist ein bisschen sauer, aber die Reife von dem Pizza-Teig.
Es ist supercrunchy.
Es ist fluffig.
Da ist eine minimale Kruste.
Das konnte man schön runter essen.
Aromatisch.
Man schmeckt den Tomatenboden.
Es ist nicht übertünscht mit unnötigen Kräutern.
Gewürze oder sonst was. Einfach tomatig, fruchtig.
Die Salznoten kommen natürlich über Kaper, über Sagelle.
Die Oliven an sich.
Sehr, sehr schön. Schöne Pizza.
Die Pizza hat performt.
Geht das auch für das Highteam Bocca alla Romana?
Ist Jens mit seiner Auswahl genauso zufrieden wie sein Vorgänger?
Das Highteam Bocca ist zart.
Ich kann das so mit der Gabel auch ganz gut abtrennen.
Es ist das 1. Mal, dass ich das Highteam Bocca esse.
Ich hätte es mir vielleicht noch ein ganz kleines bisschen weicher
vorgestellt, aber wahrscheinlich muss es genau so sein.
Obendrauf eine schöne Kruste aus Parmaschinken.
Leicht angebraten, relativ dick geschnitten.
Wenn man den Parmaschinken dünner schneidet,
hat man natürlich auch geschmacklich einen ganz anderen Vorteil.
Auch in der Textur, wenn du es kaust.
Es ist schon angenehmer, wenn es ein bisschen dünner ist.
Ich habe auch gerade eben gedacht, es ist doch ein Ticken zu dick.
Bei Soße mit Salbei ist es schon intensiv.
Der Salbei-Geschmack kommt schon sehr intensiv durch.
Das war für meinen persönlichen Geschmack ein bisschen zu viel.
Es hat leider den restlichen Geschmack ein bisschen überdünscht.
Die Gefahr ist bei so viel Salbei, dass es too much wird.
Ich hätte das völlig ausreichend empfunden,
was da auf dem Fleisch lag.
Das Gericht kostet insgesamt 27,50 Euro.
Du hast einen schönen Salat dabei, eine große Schale
mit den Rosmarinkartoffeln und 3 große Stücke Fleisch.
Ich denke, dadurch, dass es auch Kalbsfleisch ist,
ist der Preis schon gerechtfertigt.
Sofia und ihr Gatte Vincenzo bekommen jetzt direktes Feedback.
Und zwar von Thomas.
Und Jungs, wie siehts aus?
Dann lass doch mal hören,
was du von deinem Hauptgericht Tagliata di Manso hältst.
Alles tutti?
Ich fang mal mit dem Salat an. Gefällt mir super.
Schön geschnitten, mundgerecht.
Bisschen Mais, frische Paprika dazu, Radieschen, Tomate, Gurke.
Die habe ich aber schon aufgegessen.
Wahrscheinlich habt ihr nur mit Balsamico-Essig und Olivenöl gearbeitet.
Passt für mich super.
Gerade für diese Jahreszeit einfach richtig frisch.
Sehr schön.
Die Kartoffeln auch megageil gegart.
Ich mag es, wenn es ein bisschen krosser ist.
Das sehen wir hier.
Man hat eine schöne Schicht,
sowohl auf der Schnittseite als auch auf der Hautseite.
Finde ich megagut.
Schön gewürzt.
Ich hätte vielleicht Thymian und Rosmarin feiner geschnitten
und mit drunter gemischt.
Ich weiß nicht, ich gehe oft von Italiener essen.
Ich würde es auch eher feiner hacken
und dann vielleicht noch mal zum Schluss schwenken.
Aber Rosmarin ist Rosmarin.
Das ist ja keine Thymian-Kartoffel.
Das passt schon.
Dann zum Fleisch.
Ich hatte das Medium bestellt.
Für mich war es ein bisschen zu durch als Medium.
Hier sieht man es am Rand, dass es ziemlich grau ist.
Vielleicht zu lange in der Pfanne gelassen.
Ich hätte ein bisschen früher raus müssen, runter müssen.
Fast fertig.
Wir haben eine Minute draußen gewartet.
Ah, okay.
Dass wir diese Probleme jetzt ein bisschen durchgegangen haben.
Okay, dass es zu lange am Pass stand.
Das ist scheiße.
Ich hatte das Gefühl,
dass Vincenzo und Sophia das sehr gut annehmen konnten.
Dass sie die Kritik auch verstanden haben
und sich zu Herzen genommen haben.
Das fand ich auch.
Da haben wir schon ganz andere Herrschaften aus Italien hier erlebt.
Wir nehmen die letzte Hauptspeise unter die Lupe.
Spaghetti aglio e olio mit Peperoncino und Scampi.
Mikes Testessen.
Das ist mein Essen.
Mike hat uns empfohlen,
dass wir ein bisschen mehr Salz benutzen bei der Nudel.
Für ihn war ein bisschen Salz zu wenig.
Ich hoffe, Vincenzo hat gerade das getan.
Optisch war das sehr schön.
Sehr, sehr viel Pasta.
Man wird auf jeden Fall satt.
Die Scampi waren gut gebraten.
Die waren richtig glasig.
Die waren perfekt.
Ich fand es für mich ein bisschen zu scharf.
Aglio e olio, Peperoncino.
Aber für mich persönlich.
Wir machen das allgemein so.
Deswegen können wir nicht sagen,
wir haben jetzt die Peperoni.
Manche sind milder, manche sind schärfer.
Aber normalerweise von der Menge kommen so viele Peperoncini drin.
Wenn man zu wenig macht, dann ist gar keine Schärfe manchmal drin.
Mir hat auch ein bisschen Salz gefehlt.
Salz war drin.
Aber ich mache weniger.
Hast du zu wenig Salz gemacht?
Ja.
Kann passieren.
Muss nicht sein.
Aber ich versuche, mehr Salz zu machen.
Der hat bei Heiner Lauterbach gelernt.
Der steht auch nicht auf Salz.
Und Spaghetti alla chitarra?
Ja.
Vielleicht ein bisschen mehr al dente wäre perfekt gewesen.
Meine waren wirklich perfekt.
Aber von der Menge her war das genau richtig.
Super.
Ich bin zufrieden.
Nach dem Alles.
Gleich kommt der Nachtisch.
Ich bin zufrieden.
Vielleicht kann sich Vincenzo
bei den süßen Leckereien sogar noch steigern.
Buongiorno.
Heute machen wir eine schöne Zappaglione.
Das ist schön.
Da freue ich mich drauf.
Quasi ein Weinschaum, könnte man auch sagen.
Aber natürlich typisch italienisch.
Trennst du das Eigelb vom Eiweiß?
Ja.
Ich benutze Braunzucker.
Warum nimmst du Braunzucker?
Weiß ist für mich auch nicht schlecht.
Aber ich finde den Geschmack des Braunzuckers besser.
Okay.
Es ist karamelliger.
Ich mache auch Marsala.
Das ist italienisches Wein.
Aromatisiert.
Ein Likörwein, ne?
Sizilianisches Likörwein.
Muss das Marsala sein?
Oder kann man irgendeinen anderen Alkohol nehmen?
Wir können was anderes nehmen.
Manchmal machen wir das andere Kräuterlikör, italienisch.
Das ist San Marzano.
Das ist ein bisschen kräftig.
Kann man mit Ramazzotto, Limoncello machen.
Die Zappaglione ist bei Vincenzos Gästen übrigens der Renner.
Normalerweise kann man sie in lauwarmes Wasser trinken.
Aber ich mache auch eine kleine Flamme.
Dann geht das auch gut.
Wer das das 1. Mal ausprobieren will,
der sollte die Schüssel in einem Wasserbad stellen.
Hier muss man schnell sein.
Machst du das jeden Tag?
Wahrscheinlich mehrmals, oder?
Manchmal mache ich es 10-mal.
Da sind die Kunden, die essen 2-3 Stück.
Das ist schon krass.
Wenn er es so oft machen muss, spricht es für die Qualität.
Man merkt, dass die Leute es lieben.
Ich kann es gut verstehen.
Ich freue mich drauf.
Vom Geruch her ist es schon sehr geil gewesen.
Das Dessert riecht gut, sieht gut aus.
Also wird es doch bestimmt auch gut schmecken.
Das muss man sofort servieren, sonst wird es schneller.
Es wird warm serviert?
Ja, lauwarm.
Kann man das auch kalt servieren?
Gibt es Varianten, wo man es kalt serviert?
Oder geht das immer warm?
Es fällt wieder zusammen.
Ah, okay.
Ich setze mich schnell hin.
Ich freue mich drauf.
Ich habe es zum Glück bestellt.
Danke schön, Vincenzo.
Perfekte Sabayon aus meiner Sicht.
Auch die Konsistenz, die Zutaten sowieso.
Unser Profi ist zuversichtlich,
dass das süße Finale gut ankommen könnte.
Hören wir mal.
Erst mal eine Riesenportion.
Das ist auf jeden Fall ein großer Pokal.
Aber ist der Pokal auch preisverdächtig?
Die Sabayone soll gleich 2 Herren happy machen.
Jens und Thomas.
Na, was sagt ihr?
Total geil, schaumig, gut aufgeschlagen.
Eizucker mit Weißwein, aufgeschlagen zur Rose.
Ich finde, man kann das ganz schnell auch verkacken,
wenn man zu heiß wird.
So eine Rührei-Konsistenz im Glas war hier gar nicht der Fall.
Du hast eine richtig schöne Weinnote,
kommt so richtig schön durch.
Ist überhaupt nicht penetrant.
Es wird alles nach Gefühl gemacht.
Da ist es immer so, dass man denkt,
es kommt vielleicht ein bisschen zu viel rein.
Aber das passt auf den Punkt mit dieser Weinnote.
Das Vanilleeis, auch wenn es nicht hier selbst gemacht wurde,
es kommt ja hier aus Werl.
Es wurde nicht gefuscht mit irgendeiner Farbe,
damit man denkt, das Gelbe kommt durch die Vanille oder durchs Eigelb.
Es ist authentisch, man schmeckt die Vanille raus,
frische Vanille verarbeitet.
Super Zusammenspiel mit der Säure durch den Wein,
mit dem Eigelb auch.
V.a. das Warme und Kalte, das taugt mir total.
Ein sehr schönes Dessert.
Und auch nicht zu groß gehalten oder zu stark umbaut.
Einfach authentisch italienisch.
Das Dessert war für mich ein richtig guter Abschluss.
Hat alles wirklich gepasst.
Der Preis von 7 Euro, total gerechtfertigt,
hausgemacht, selbst aufgeschlagen.
Dann diese authentisch italienische Art, geil.
Cool, sehr gut.
Kommt gut an, finde ich auch, sehr schön.
Dirk und Alessandro sind dran.
Ist ihr Tiramisu der perfekte Abschluss
eines gelungenen 3-Gänge-Menüs?
Überhaupt kein Schischi oder sonst irgendwas dran.
Keine überflüssigen Dekorationen, sondern Augenmerk Tiramisu.
Wundervolles Tiramisu.
Jeder einzelne Biskuit eingetaucht in einem Hauch Mandellikör.
Ein Spritzer Kaffee, überhaupt nicht dominant.
Ich sehe das auch so.
Die sind nicht so ertränkt in den Kaffee oder in den Likör.
Die Dominanz lag in dem ganzen Geschmack.
Ich habe wirklich die Mandel geschmeckt.
Ich habe den Kaffee geschmeckt.
Ich habe leichte Säurenoten von der Mascarpone gehabt.
Es war überhaupt nicht süß in der Form.
Rund.
Von der Kompaktheit schaut die Creme aus,
als wenn es original nur Mascarpone ist.
Nicht mit geschlagener Sahne.
Ich finde das toll, dass man das mit dem Glas auslöffeln kann.
Ich finde es immer eine super Idee.
Beim Preis von 6 Euro, bei so einer Menge,
kann man gar nichts dazu sagen.
Nein, finde ich völlig in Ordnung.
Es ist definitiv selbstgemacht.
Auf jeden Fall.
Finde ich sehr gut.
Bei Tiramisu gehört auch viel Liebe dazu.
Schmeckt man raus, oder?
Auf jeden Fall.
Beim Milchreis, wenn Oma das gekocht hat,
gehört auch viel Liebe dazu.
Mit viel Liebe und Erleichterung serviert Sophia jetzt die Rechnung.
Wir haben jetzt eine Gesamtrechnung von 205 Euro.
Wenn ich das so grob überschlage,
haben wir 47 Euro für Getränke und 158 fürs Essen.
Ich finde, das ist mehr als fair.
Für so ein tolles Essen und so ein Ambiente.
51 Euro, das ist nichts.
Der Preis ist super.
Der Vincenzo hat für mich auch mit den Klassikern gepunktet.
Das haben wir hier schon ganz anders gesehen.
Sophia, tolle Gastgeberin.
Und wenn mal was kam an Kritik, haben die das super weggesteckt.
Da können die echt gut mit umgehen, sehr angenehm.
Man sieht, dass das hier mit Liebe gemacht wird,
dass die italienische Küche echt gelebt wird.
Ich würde wiederkommen.
Auf jeden Fall.
Klingt so, als gäbe es gleich eine Menge Punkte.
Der Lohn für all die Mühen.
Guckt mal nach, eine 8.
Das ist bestimmt Thomas.
Zeig mal deine Tafel.
8 Punkte.
Noch eine 8.
Wer hat die spendiert, Alessandro vielleicht?
8 Punkte.
Wow.
Das ist bestimmt der Dirk.
Oliven in steinende 9 Punkte.
Eine Wertung fehlt noch.
Sehr, sehr gute 8 Punkte.
Ich freue mich.
Danke.
Ui.
D.h. wir haben da jetzt sogar 33 Punkte.
Bravo.
Schau mal, wie sie grinsen.
Das hast du gut gemacht.
Beide habt ihr es gut gemacht, das ganze Team.
Damit schiebt sich Sophia vor Jens.
Thomas bleibt unangefochten vorn.
Morgen kann Dirk zeigen, was er drauf hat.
Der wertige Gastgeber ist v.a. für seine Burger beliebt
und hat ein klares Ziel.
Gewinnen, das von mir.
Wie sieht das die Konkurrenz?
Das Campus ist sehr kalt.
Wenn ich gewusst hätte, dass es komplett kalt ist,
hätte ich mich bestellt.
Und das ist nicht alles.
Ja, lieber Dirk.
Wir müssen reden.
Die Euphorie hält sich hier in Grenzen.
Autsch, wird die Punktebewertung ein Fiasko?