Profi Mike Süsser fühlt sich im "Ristorante L´Italiano" wohl, das Testessen ist ein Klassiker und wird auf klassische Art zubereitet: Hier ist die Mama-Küche Italiens das Zentrum des Konzeptes. Hoffentlich wird das auch von der Konkurrenz wertgeschätzt.
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Finale Italiano, ab in das Ristorante von Alessandro.
Ich wollte jetzt sagen, weil die italienische authentische Küche,
wie es richtig gemacht wird.
Sollte aber alles auch richtig schmecken.
Bisschen trocken, also man schmeckt halt das Fett vom Ausbacken,
aber ansonsten auch nichts.
Bei der Salat habe ich auch ein paar Blätter gefunden,
ein bisschen faul schon. Ich gebe dir eine 6.
Super Stimmung am letzten Tag.
Hamm und Umgebung, hier gibt es mehr als nur Pommesbuden.
Mit 37 Zählern gehört der Siegerteller bisher Thomas.
Sicher ist aber nichts, denn ein Lokal steht noch aus.
Genau wie Maiks Punkte am Ende.
Ne gute halbe Stunde von Hamm entfernt liegt Werne.
Zum letzten Mal ist Maik in der Ecke unterwegs.
So, ihr Lieben, Finaltag, und es wird noch mal italienisch.
Es geht zu Alessandro, und zwar ins Ristorante Italiano.
Wenn wir schon 2 in einer Woche haben, 2 Italiener,
da frage ich mich, wie unterscheidet er sich zu Sofia
und zu unserem Vincenzo.
Die haben gesagt, wir sind old school.
Vielleicht kommt jetzt new school.
Fest steht, der geborene Italiener ist mit Leidenschaft bei der Sache.
Ich bin kein gelernter Gastronom.
Bin seit 20 Jahren in der Gastronomie tätig
und habe mir selber ein bisschen alles beigebracht.
Meine Frau Juicy ist für die Küche zuständig,
und ich bin im Pizzabereich.
Ganz ehrlich, wenn man 20 Jahre Gastronomie macht,
auch wenn man es ursprünglich gelernt hat, dann ist man Gastronom.
Italienische mediterrane Küche ist nur eines der Dinge,
die das Familienlokal auszeichnen.
Zu uns kommt man gern, weil man die neapolitanische Pizza isst
oder die traditionelle italienische Küche.
Wir sind ein familiäres Restaurant.
Wir machen sehr gerne lustig und man hat auch Spaß beim Sitzen.
Das Lokal bedeutet uns sehr viel.
Das ist unser Baby.
Mir persönlich hängt der Laden sehr am Herzen.
Statt Kundschaft sitzt heute die Familie am Tisch.
Nur ein besonderer Kunde taucht da auf.
Hallo.
Hallo, was ist denn hier los?
Hallo.
Erwische ich euch bei der Pizza essen?
Ja.
Sehr gut.
Wer ist wer?
Meine Frau.
Meine Schwiegermama.
Und meine Tochter.
Sehr schön.
Was haben wir da?
Neapolitanische Pizza.
Komm, Teller.
Der Römer sagt Kuchen.
Hab ich neu gelernt.
Sehr gut.
Und, kocht der gut?
Ja, leckerer Anfang, würde ich jetzt mal sagen.
Cool.
Echt cool.
Das Lokal gibt es seit 2007.
Vor 5 Jahren hat das Paar es komplett renoviert.
Man hat eine schöne Überraschung, wenn man hier reinkommt.
Man steht ein bisschen davor und denkt sich,
ja, so ein bisschen so von früher.
Und dann kommt man rein und sieht dann auf einmal,
boah, wie schick, wie modern, wie schön ist das.
Ich würde echt sagen, dass man davor steht von außen
und eher denkt, ja, von innen so ein bisschen rustikale Italiener
aus den 90ern.
Nee, ist nicht der Fall.
Family Italien braucht hier Albano und Romina Power.
Wir kommen aus derselben Stadt fast.
Ihr kommt aus derselben Stadt?
3 km von Albano.
Ach wirklich?
Das kennt doch jeder, Albano und Romina Power, oder?
Felicitas.
Na ja, okay.
D.h. wenn du in der Küche bist, koche ich mit dir?
Genau.
Darf ich mit ihr kochen?
Darf ich sie kurz mal übernehmen?
Bitte, bitte.
Gehen du Pizza essen?
Wir schnappen uns dann mal die Küche, oder?
Genau.
Ich weiß jetzt schon, was ich bekomme.
Ich habe witzigerweise, das ist in den letzten Monaten
2, 3-mal schon vorgekommen, ich liebe es.
Das ist Pasta Salsiccia.
Genau.
Also absolut traditionelles Gericht, keine Frage.
Und dann gibt es auch, das ist meine Information,
diverse Füllungen mit Fenchel.
Das ist ein Klassiker.
Genau, Fenchel mit Wein, Pfeffer.
Bei uns in Süditalien machen die mittlerweile Rucola
mit Gorgonzola.
Mit Radicchio.
Was auf jeden Fall in die würzige italienische Bratwurst
Salsiccia gehört, ist traditionell gepökeltes Schweinefleisch.
Tom, haben wir es?
Knoblauch auch eigentlich, oder nicht?
Nö.
Ich mache entweder Zwiebel oder Knoblauch.
Aber nach Lust und Laune oder wie das Wetter ist?
Ja.
Schau mal, ich sehe euch.
Ihr könnt ruhig reinkommen, dann sieht man euch ganz.
Verstecken sich da.
Das ist ja witzig.
Ja, mein Gott, neugierige Blicke.
Kommt her da.
Immer, die Kochkunst von Mama Josy
braucht sich doch auch nicht zu verstecken.
Und wann machen wir die Pasta rein?
Jetzt.
Wie viel denn?
Haben wir denn eine Portionsgröße?
Oder machst du es aus der Hand?
Ja, so aus der Hand.
Wie viel denn so?
So ein Viertel von der Packung ungefähr.
Ja, wie viel?
Machen wir ruhig ein paar mehr.
Von der gelernten Restaurantfachfrau
gibt es daraufhin ein paar Tomätchen zum Fleisch.
Und hier hast du nur...
Darf ich?
Ja, ich hoffe, ich habe es zu Ende gesalzen.
Was ist da drin?
Also Tomate-Dose, oder?
Tomate, genau.
San Manzano nimmst du auch mit?
Genau, Pellati.
Nicht die Marke San Manzano, aber Pellati.
Ein bisschen Zwiebel und aus.
Tja, wenig Zutaten, ein Rieseneffekt.
Schmeckt nämlich super.
Was hältst du von einer Einladung von dir an mich?
Nach draußen zu einem Glas?
Sehr gerne.
Zum Beispiel?
Bei dem Grunde genommen schwenk, schwenk, oder?
Und dann kommst du mit raus.
Dann komm ich mit raus.
Seid ihr alle gleich beim Essen?
Aber ich schwitze jetzt schon mal.
Komm, geh mal.
In Gesellschaft schmeckt es immer besser, oder?
Prego.
Buon appetito.
Danke schön.
Fein, fein, fein.
Ich finde das schön.
Das macht wirklich Lust auf starten.
Buon appetito.
Das ist insofern ein so schönes Gericht,
weil ich das in 2-3 Bissen weiß, was ich da zu sagen habe.
Für mich ein Inbegriff einer italienischen Pasta,
wo ich immer wieder dann sage,
das ist tatsächlich diese einfache Mama-Küche Italiens,
wo man sich hinsetzt und sich wohlfühlt.
Dafür bedarf es keiner Punkte, Spielerei und irgendwelche Striche.
Das ist auch alles in Ordnung.
Weiterentwicklung der italienischen Küche
finde ich auch super wichtig.
Aber das ist ein Klassiker,
der immer funktioniert aus meiner Sicht.
Ja, das stimmt.
Du hast eine ganz tolle, sehr einfache Tomatensauce,
die eigentlich mich schon wieder auch persönlich beflügelt,
dass ich aufhören sollte mit Schnickschnack.
Ich habe natürlich auch meine Tomatensaucen, wie ich koche,
wie ich das gelernt habe.
Aber die, eine gute Tomate, ein geiles Olivenöl, das war es.
Ja.
Ich finde die Salsiccia sehr, sehr gut.
Ist die von dem deutschen Metzger, der das hier macht,
nach Rezept aus Italien?
Oder bekommt man, du hast gesagt...
Ja, das ist ein Freund, der macht das auch selber.
Aber die haben wir vom Italiener gekauft.
Also sehr, sehr fein.
Es ist einfach simpel, gut.
Auch mal schön mit der Petersilie.
Ich weiß nicht, der Deutsche glaubt immer,
nur das Basilikum ist es.
Die Petersilie spielt genauso eine wichtige Rolle
in der italienischen Küche.
Zu Fisch vor allem.
Ja, eben.
Das ganze Gericht war gut.
Es war jetzt kein großer Schwierigkeitsgrad dabei.
Ist ja wurscht, aber es war gut.
So, jetzt für den Wettbewerb.
Ake, Garte hochfahren.
Total wirklich auf Angriff.
Noch mal letzter Tag.
Und ich jetzt weiter.
Guten Appetit.
Ich fand es schön,
dass ihm meine Tomatensauce sehr geschmeckt hat.
Es ist halt eigentlich was Simples,
wo ich denke, so was Einfaches.
Aber ihm hat es geschmeckt.
Und das hat mich schon sehr gefreut.
Und das macht einen schon irgendwie stolz.
Ich würde sagen, noch mal richtig schöne Überraschung zum Schluss.
Und die Spannung ist auch gleich.
Ich hab schon gedacht, oh, gut, cool.
Nee, nee, innen drin total schick.
Und eine tolle Pasta.
Aber am meisten bin ich begeistert,
dass das Klischee der italienischen Großfamilie
hier erfüllt worden ist.
Ich hab mich superwohl gefühlt.
Wettkampf machen die sich untereinander aus.
Schöne Woche.