Am zweiten Tag in Stuttgart geht es bei "Mein Lokal, Dein Lokal" in die Ristolounge Bas. Giovanni möchte seine Mitstreiter mit authentischer, italienischer Küche überzeugen. Aber beim Hauptgang kann er leider niemand zufrieden stellen...
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Buon appetito, amici.
Der Kuhmilchkäse mit Rucola und Schinken möchte Eis verwöhnen.
Rudi freut sich wie Wolle auf Käsebällchen mit Ei in Tomatensauce.
Die gefüllten Zucchini mit Pilzen landen beim hungrigen Marco.
Und Konstantin hat die Vorspeise nach Art des Hauses auf dem Brett.
Buon appetito und lasset Eis schmecke, liebe Sturgater.
Tja, und schmeckt es denn auch, Marco?
Ich habe hier die leichte Vorspeise, gefüllter Pilz
mit italienischem Frischkäse und frischen Kräutern.
Superlecker.
Schöne Vinaigrette, gut abgeschmeckt.
Und dann noch gut kombiniert mit einem Zucchinistreifen und Schinken.
Dieser Schinken erinnert mich ein bisschen an den Parma-Schinken.
Aber offensichtlich aus einer anderen Region.
Aus den Abruzzi.
Perfekt, gastronomisch.
Als Gastgeber muss ich sagen, dass er deutlich zu günstig ist.
Meine Vorspeise hat 6,80 Euro gekostet, deutlich zu günstig.
Aus meiner Sicht muss er 9,80 Euro für dieses Gericht nehmen.
Mit diesen 3 Euro kann er deutlich was dazu tun,
sein Team zu verstärken und in der Gesamtleistung runder zu werden.
Wie mundet es dem Griechen beim Italiener?
Antipasto.
Die Auswahl an Salami, Schinken, Parma ist ausreichend.
Was mir gut gefällt an dem Antipasto ist das geröstete Brot.
Das ist Tomatensauce, ein paar Kräutern draufgeschmiert worden,
was dem Ganzen noch ein Pepp gibt.
Kann man nicht meckern.
Kannst du mir sagen, um was für eine Käsesorte
sich das bei dir handelt?
Hier vorne habe ich Kuhmilchkäse.
Hier habe ich ein Pecorino mit Pfeffer drin.
Dann habe ich noch einen Ziegenkäse gehabt, der ist schon weg.
3 verschiedene Käsesorten, 4 verschiedene Salami,
2 verschiedene Ziegensorten, da wird man satt.
Die Auswahl ist da.
Das Einzige, was man... Muss man aber nicht.
Das Bild sieht anders aus auf der Karte.
Wecken die Fotos falsche Erwartungen?
Das Auge ist mit.
Vielleicht, wenn man das Bild sieht, sagt man,
das ist so lecker, wo ist das auf der Karte bestellt?
Dann hast du einen Minuspunkt beim Gast,
wenn du es nicht so bekommst.
Schnell zu Rudi.
Sind seine Käsebällchen eine runde Sache?
Meine Käsebällchen sind super lecker.
Nicht zu salzig, sehr fluffig.
Von der Konsistenz her haben wir eine gute Textur.
Echt gut gemacht.
Geschmacklich angenehm.
Nicht zu erb oder zu salzig.
Richtig gut, harmonisch.
Die Tomatensauce ist echt eine frische Tomatensauce.
Man schmeckt das.
Richtig lecker.
Frisch gehackte Kräuter drin, Petersilie drin.
Vom Körper her ist es mir zu wenig.
Ich hätte gern mehr Körper in der Tomatensauce.
Das ist meine Zunge.
Die Tomate war da, es war aber zu viel Säure und zu flach.
Der Abgang war nicht da.
Da mag ich es ein bisschen weicher.
Ansonsten gibt es nichts zu meckern.
Ein geiler Start.
Ich war rundum zufrieden.
Gespannt wie ein Flitzebogen
eilt Giovanni an den Tisch der Mitstreiter.
Ich bin bereit.
Alles wunderbar.
Das Geröst war sehr gut.
Gute Idee.
Ich habe nicht rausgeschmeckt, was da drauf geschmückt war.
Salsiccia, sagt ihr was?
Davon die Paste und Pekant.
Okay, habe ich nicht rausschmecken können.
Ein Tipp von mir, wo du darauf achten solltest,
wenn du die Bilder machst von den Vorspeisen,
mach das dann auch gleich so.
Das erwartet der Gast.
Da hast du recht mit den Fotos.
Nur, dass es ab jetzt so ist,
dass wir jede Woche die Vorspeise variieren.
Einmal sieht sie aus wie auf der Karte.
Er möchte variieren, das ist alles in Ordnung.
In Summe ist das gut.
Aber vielleicht kann man darauf eingehen und dem Gast erklären,
dass die Erwartungshaltung
sich nicht an den Bildern messen sollte.
Das könnte so sein.
Aber ich denke, das Wichtigste ist, dass du ...
Allerdings, ja.
Dass Konstantin uns Abzug gibt wegen dem Foto auf der Karte,
kann gut sein, nehmen wir in Kauf.
Da hat er auch recht, alles gut.
Hat Signorina Eis der Kuhmilchkäse gefallen?
Der Käse war ein bisschen zu viel für mich.
Sonst werde ich die Hoffspeise nicht mehr schaffen.
Auch ohne Dressing schmeckt der Kuhmilchkäse
gegrillt oder geräuchert.
Der ist geräuchert, genau.
Das geräucherte Kuhmilchkäse zusammen mit deiner Schinken,
das passt.
Hat es dir gefallen? Ja.
Vielen Dank, wir geben unser Bestes.
Ich gebe es weiter.
Ich hoffe, wir können euch so begeistern.
Wir freuen uns drauf.
Er hat uns wirklich weggehauen in der Vorspeise.
Alle waren glücklich, alle waren überrascht,
dass es so abwach war auf den Punkt.
Alles top, alles cool.
Ich hoffe, es geht weiter so.
Vorm Bass füllt sich langsam die Außenterrasse.
Drinnen statten nun Marco und Konstantin der Küche
einen Besuch ab.
Wir bereiten die Ravioli vor, die der Rudi bestellt hat.
Da könnt ihr uns gerne mal zugucken.
Wir schauen euch gerne mit den Schuhen an.
Er macht sämtliche Nudeln selbst.
Wir lassen uns auch frische Nudeln direkt aus Italien beliefern.
So wie Wurst, Salami, was da herkommt.
Das sind auch frische Nudeln.
Aber wie die Ravioli und die Spaghetti und so was
macht er dann schon.
Das sind 500 g Mehl.
Bei jedem 100 g kommt ein Ei dazu.
Da kommt nur ein klein wenig Salz dazu.
Dann fängt man an, umzurühren.
Umso geschmeidiger, umso mehr du das mit Liebe machst,
umso besser wird es.
Es ist Fakt.
Alles mit Liebe.
Alles mit der Mauer.
Marco ist da weniger romantisch.
Wenn ihr eine richtig volle Hütte habt,
wie macht ihr das dann mit der Produktion?
Das ist echt noch Handarbeit.
Das ist der Wahnsinn.
Er bereitet sich teils Sachen vor.
Aber er ist auch ein Blitz in der Küche.
D.h. ihr bereitet eine gewisse Teigmenge vor.
Dann kommt die Orde.
Dann macht er die Pasta, die auf dem Bon steht.
Genau.
Deswegen die Gäste, die zu uns kommen,
die wissen auch, dass sie nicht irgendwo ein Fastfood sind,
dass in 5 min alles fertig ist.
Der Durchschnittsgast ist bereit, 15 min zu warten.
Von der Bestellung bis zum Service.
Das ist in keiner Form einzuhalten.
Das ist nicht zu schaffen.
Wenn eine Gruppe reinkommt mit 10, 15, 20 Gästen
und jeder bestellt was anderes, dann ist das Chaos.
Vorprogrammiert.
Du wartest 90 min, 1 h auf dein Essen.
Das geht nicht.
Wartezeit hin oder her.
Den hausgemachten Ravioli-Teig nun maschinell auswalzen
und der Länge nach ausbreiten.
Jetzt kommen wir zur Füllung.
Das ist gesalzener Joghurt.
Frischkäse.
Dazu kommt noch roher Schinken.
Der Schinken aus der Putze.
Genau.
Der Frischkäse.
Wo kommt der her?
Der macht Christian selber.
Wow.
Dürfen wir den noch mal probieren?
Bitte.
Extra frisch aus dem Spritzbeutel.
Christians Hausmacherkäse.
Und Jungs?
Der schmeckt besonders cremig.
Ein bisschen salzig.
Tolle Konsistenz.
Einfach lecker.
Super.
Jetzt Speck klein würfeln und über den Frischkäse geben.
Was machst du jetzt da rein?
Käse und Parmesan.
Das gibt noch mal ein bisschen Geschmack.
Genau.
Und nicht salzen.
Dann reicht das auch schon.
Beim Käse ist genügend Salz.
Das Ganze mit Petersilie vermengen.
Und dann kleine Nocken auf den ausgewalzten Teig verteilen.
Jetzt müssen wir das Ganze schließen.
Dafür nehmen wir ein Ei.
Den natürlichen Eicleber gewissenhaft auf den Teig pinseln.
Anschließend alles seitlich einschlagen.
Das ist sein Heiligtum.
Er hat das von seiner Oma.
Man merkt die Leidenschaft.
Wenn man das von der Oma,
was er uns da gezeigt hat,
dieses Werkzeug, um diese Ravioli zu machen.
Das ist für ihn sein Talisman.
Das ist einer seiner Einungen.
Wenn jemand so etwas hat,
dann merkt man, der macht das mit Leidenschaft.
Jetzt hat er es reingemacht.
Er hat vorhin gesagt,
wir brauchen nicht so lange zu kochen.
Ca. 3 Minuten.
3 Minuten ist die perfekte Zeit,
damit es auch erdenkt.
In der Zeit richtet er was anderes an?
Den Teller.
Das ist ein Caprese-Beef,
was unter den Ravioli passt.
Zum Caprese-Salat
gehört Basilikum, Tomate, Mozzarella
und etwas Pfeffer.
Nun die Ravioli
kurz durch etwas Butter schwenken
und auf den Salat drapieren.
Pronto.
Ist das schon fertig?
Oder fehlt noch was?
Nein, da kommt noch geriebener,
bekannter Schafskäse oben drauf.
Ein Blatt Basilikum.
Dann kann sich der Rudi freuen.
Bis später.
Danke dir.
Im Bass läuft der Hauptgang ein.
Ist denn gar technisch alles auf den Punkt?
Ich hoffe,
dass gar nichts getroffen wurde.
Für den einen mehr, für den anderen weniger.
Ich lasse mich überraschen.
Wir schauen, was meine Gäste dazu sagen.
Eis hat sich für Nudeln
mit Brokkoli und Wurst entschieden.
Die Ravioli
nach Art des Küchenchefs
soll nun Rudi beglücken.
Marco lässt es krachen
und gönnt sich das Rinderfilet
in Rotweinsauce.
Und die gemischte Grillplatte
wandert zu Fleischfreund Konstantin.
Guter Tipp.
Lasst es euch schmecken.
Guten Appetit.
Sturgarter, schwätze nicht lang.
Immerhin steht Essen auf dem Tisch.
Horchen wir doch mal,
wie es Eis mit ihrer Hausmacherpasta so geht.
Tutto bene, Signorina?
Ich habe hier
Bakkerie-Bannnudeln
mit Brokkolisauce und Wurst.
So wie ich sehe
und das auch abschmecken,
schätze ich mal,
dass die Nudel jetzt hausgemacht ist.
Die Nudel an sich
schmeckt neutral.
Hätte ich beim nächsten Mal
nicht noch mal bestellt.
Die Nudel ist dick
und schmeckt neutral.
Die Wurst ist echt interessant.
Es ist, denke ich mal,
als die Wurst, die ich auf dem Teller habe,
das ist eine Salsiccia.
Die originale Salsiccia
hat Fenchel drin
und bekommt dadurch eine besondere Note.
Die wird dann auch kurz in der Pfanne gedreht,
nur kurz angebraten
und dann einfach draufgegeben.
Denk mal, dass du die gleiche Wurst
auf dem Teller hast.
Diese italienische Wurst hat mir echt gut geschmeckt.
Erinnert mich ein bisschen
an meine thailändische eingelegte Wurst.
Fand ich echt gut.
Wie ist dein Gemüse?
Also mein Brokkoli,
eingekocht wahrscheinlich,
gegart, gekocht, durch.
Ich denke, das ist frisch,
den Brokkoli.
Und die Soße fehlt mir halt ein bisschen Geschmack.
Mein Tipp wäre,
die Soße ein bisschen
intensiver zu machen
oder vielleicht ein bisschen mehr,
weil die Nudel war ja echt viel.
Vielleicht ein bisschen mehr Soße,
intensiver, schmackhafter.
Weil Brokkoli darf auch lecker sein,
sage ich mal so.
Marcos Filetto di Manso
darf das auch, aber ist das Rind
auch lecker?
Ich habe hier das Rinderfilet in Rotweinsoße.
Und wie?
Schon fertig, Marco?
Mir ist leider die Lust
an dem Stück Fleisch vergangen.
Ich habe mich riesig auf das Rinderfilet,
schönes zartes Rinderfilet, medium rare gefreut.
Aber hier habe ich Sehnen
und es ist halt nicht medium rare, es ist teilweise durch.
Für mich ist das leider
nicht gelungen, schade.
Ich habe den Grillmix so italienischer Art.
Ist Konstantins Fleisch gelungen?
Scheint nicht so die Spezialität
hier zu sein, das Grillen
von den Jungs in der Küche.
Ich bin enttäuscht.
Die Pasta, vielleicht hat er da
sich übertroffen.
Ich hätte mich nicht wirklich richtig gefreut
auf so schöne italienische Ravioli
a la casa, also vom Chef.
Das klingt nach einem großen Aber.
Oder, Rudi?
Schade, es ist ein frisches Produkt,
ein frischer Nudelteig, das schmeckt man,
es hat Biss, es hat Al dente,
aber erst mal zu wenig Füllung,
Nudelteig viel zu dick.
Ja, ich bin
leider auch etwas unzufrieden.
Porca miseria, da rollt
eine Welle des Unmuts auf Giovanni
und seinen Küchenchef zu.
Leider war ich mit meinem Rinderfilet in Rotweinsoße
nicht so wirklich zufrieden.
Das Fleisch selbst
war medium rare bestellt
und kam in drei verschiedenen Gasstufen,
medium rare, medium
und medium well done.
In der Mitte, im Zentrum, siehst du
unwahrscheinlich viele Seen,
das macht nicht wirklich Spaß zu essen.
Man sieht das hier, ich hatte mich so
auf ein Grand Jus gefreut,
passend zum Rinderfilet.
Hier habe ich noch ein bisschen Rotwein,
aber keine Reduktion,
und ein paar Pilze hier drin.
Leider hat es mich nicht umgehauen.
Wollt ihr euch das noch mal anschauen?
Lieb, gerne.
Vielleicht magst du auch nachher noch mal schauen.
Da sind auf jeden Fall Seen drin.
Wie gesagt,
da kannst du auch nicht öffnen und kontrollieren.
Von der Qualität sind wir jetzt selber enttäuscht,
wenn wir es so sehen.
Wir haben natürlich ein bisschen auf die Fleischqualität
geschoben,
aber das verstehe ich.
Die waren natürlich baff.
Ja, die waren baff.
Die haben wahrscheinlich...
Niemand von uns hat den Hauptgrill aufgegessen.
Nun zu Konstantins Grillteller.
Leider geht es bei meinem Fleisch
so weiter.
Ich habe hier ein Rumpsteak,
es ist also kein Filet.
Es ist falsch beschnitten worden.
Es ist so, dass da auch Seen drin sind,
schon beim Schneiden ich Probleme hatte.
Beim Kauen war es viel schlimmer.
Ich habe es
runterwürgen müssen, damit ich es runterkriege.
Runterwürgen passiert mir ja auch.
Ich hätte ja auch
z.B. bei Marco
22 Zähne verloren, wenn ich es ins Brot gebissen hätte.
Eine Sache macht leider alles kaputt.
Das Brot ist echt,
das kann man
bei so einem guten Teller,
was auch gut schmeckt
und Frische darbietet,
ist das hier
halt das Gegenteil.
Ich verstehe sowas,
das ist Gastronomie, das ist kein Wunschkonzert.
Es passiert so, wie es passiert.
Das kann passieren,
aber darf es das auch?
Das ist so eine Filetspitze,
also Schwein, ich habe die Platte
hier mit den drei verschiedenen...
Das ist kein Schwein.
Aber was liegt denn da nun?
Das ist kein Schweinefilet hier.
Was ist das?
Das ist Lamm.
Das ist Steak, das ist Lamm.
Konstantin konnte ich auch verstehen.
Er hat sich ja leicht vertan.
Schwein, Lamm, Lamm, Schwein.
Man weiß es nicht.
Unabhängig davon.
Aber wir wollten nur sagen, was es wirklich ist.
Gut, lassen wir es einfach so stehen.
Liege ich falsch?
Es geht mir hier darum,
es ist einfach komplett durch und angebraten.
Man kann ja zum Konstantin nicht
einen Vorwurf machen,
dass er sich nicht auskennt mit Fleisch.
Das geht nicht.
Das war für mich selbst als Profi
nicht zu erkennen.
Das Highlight hier auf dem Teller
ist die Salsiccia.
Man spürt und schmeckt Fenchel raus,
was in der Salsiccia gehört.
Eine gute Qualität Salsiccia.
Es ist auch nicht so mein Ding gewesen.
Tut mir leid.
Unser Konzept ist,
dass die Leute kennen müssen,
wie man im Süden isst.
Da tun sich ein paar schwer.
Rudi, wie war es bei dir?
Auch Rudi hat seinen Teller nicht aufgegessen.
Ich bin ein bisschen enttäuscht.
Mir war der Nudelteig zu dick.
Ich hatte zu wenig Füllung.
Die Füllung ist lecker.
Der Frischkäse, der Schinken.
Wirklich sehr lecker.
Der Ravioli war zu dick,
der Nudelteig war zu dick.
Es war zu sehr al dente.
Die Nudeln sind handgemacht.
Würde man die dünner machen,
würden sie kaputt gehen.
Das ist keine korrekte Aussage.
Nudelteig kann ich so dünn machen,
dass ich es in der Zeitung durchlesen kann.
Nudelteig ist strapazierfähig,
wenn er gut gemacht ist.
Nach Chefsart
hatte ich mir erhofft,
dass ich ein bisschen Büffelmozzarella bekomme.
Ich hatte einen normalen Mozzarella.
Du erwartest das,
aber wir haben es nicht auf der Karte stehen.
Das ist deine Erwartung.
Das ist einfach meine Erwartung.
Ravioli della Casa werden so gemacht.
Auch wenn du gerade bei uns im Süden bist,
bekommst du nichts anderes.
Auch wenn sie handgemacht sind.
Mit Mozzarella kann es sein.
Aber unser Caprese kostet nicht 25 Euro.
Wir kommen ja zurück darauf,
dass wir ausschließlich Sachen
außer Brutzel und Kalabrier haben.
Büffelmozzarella kommt aus Neapel.
Da haben wir auch nicht viel mit zu tun.
Aber alles gut, alles super.
Danke dir.
Ich glaube,
dass Giovannis Spezialität
bzw. die Spezialitäten des Hauses Bas
sicherlich im Pasta-Bereich liegen.
Egal, ob Fleisch oder Pasta,
da können wir beides.
Zeit für den letzten Gang im Bas.
Nicht wahr, Giovanni?
Beim Dessert hauen wir jetzt noch einen raus.
Damit machen wir das wieder gut.
Da bin ich mir tausendprozentig sicher.
Bei der Zubereitung der Dolci
will Eis unbedingt dabei sein.
Christian ist jetzt gerade dabei,
den Teig zu machen für den Crepe,
für die Nachspeise vom Rudi.
Oh, cool.
Bin ich mal gespannt.
Darf ich so schauen?
Natürlich.
1,5 l Milch,
2 Eier
und 250 g Mehl.
Das Ganze nun ordentlich verquirlen.
Gibt es noch irgendwelche Fragen, Eis?
Sieht ja sehr viel aus.
Bei dieser Menge,
wie viele Teig kann man daraus machen?
Von der Größe, die wir machen,
7 bis 8.
Statt Butter gibt es Sizilianisches.
Jetzt tun wir ein bisschen Olivenöl in die Pfanne.
Der wird dann über die ganze Pfanne verteilt.
Dann lassen wir es ein bisschen heiß werden.
Warum benutzt ihr jetzt Olivenöl
für so Nachspeise?
Wieso kein Butter?
Wir machen das ausschließlich nur wegen des Geschmacks,
weil das mit dem Olivenöl besser schmeckt.
Okay.
Einen Augenblick warten.
Wenn es oben trocken ist,
dann wenden wir.
Das macht Christian
knallhart mit den Händen.
Da kennt er nichts, der Chefkoch.
Kurze Frage.
Den vorbereiteten Teig
müsst ihr jetzt wegschmeißen
oder wie lange darf er noch stehen,
falls andere Gäste nachbestellen?
Das ist
einen Tag haltbar.
Krebs ist typisch italienisch
oder süß italienisch?
Was viele nicht wissen, ist,
dass Kreb durch einen
abruzzesischen Priester erfunden wurde.
In Italien heißt es
Crispelle,
nur er ist dann nach Frankreich gewandert.
Dadurch kam der Name Kreb.
Also in Abruzzen
wird alles mit Kreb gemacht.
Lasagne, Cannelloni, genau.
Also der Original-Kreb
kommt aus der Heimat
von den Jungs.
Das abruzzesische Original
nun auf den Teller schmiegen
und mit Sorbet Nocken veredeln.
Was benutzt ihr jetzt
für diesen Kreb?
Für diesen Kreb benutzt der Christian
Zitronensorbet.
Selbst gemacht oder gekauft?
Nein, Eis ist gekauft.
Wir haben keine Möglichkeit,
hier Eis zu machen.
Schön zusammenfalten,
mit Puderzucker bestreuen
und kleine Himbeerinseln daneben klecksen.
Macht ihr
die Soße selber, den Dressing?
Genau, die Soße machen wir selber,
die Früchte holen wir auf den Markt.
Also auch das ist ein reines, frisches Produkt.
Welche Früchte sind das?
Waldfrüchte.
Skripelle mit Eis
und Früchten.
Das sieht echt schon mal gut aus,
aber ich freue mich auf mein Tiramisu.
Das kannst du machen.
Ich gehe dann schon mal ans Tisch.
Und auch das
ist ein paar Minuten später fertig.
Malora, auf zum letzten Gang.
Guten Appetit
und ich hoffe, ihr seid begeistert.
Eis setzt auf den Klassiker
Tiramisu im Einweckglas.
Der Kreb
nach Art des Hauses
gesellt sich nun zu Leckermaul Rudi.
Die Eisspezialität
Tartufo Classico Pistazie
wandert zu Marco.
Und die Panna Cotta mit Beerenmus
soll Konstantins Abend
versüßen.
Ich glaube, die Nachspeise,
da gibt es weniger zu nörgeln,
weil die machen wir frisch, die machen wir top.
Und wer dann noch nörgelt,
weiß ich auch nicht.
Ohne viel Federlesen
machen sich die Stuttgarter
Gastro-Kontrahenten über das Süße
allerlei aus Süditalien her.
Wie kommt denn
Rudis abrutzend Pfannkuchen so an?
Ich habe mein Kreb hier,
das echt lecker gebacken ist,
farblos, wirklich schönes Kreb
gemacht, habe so eine Himbeersauce
bekommen dazu, die ist auch sehr lecker,
fruchtig, frisch, schmeckt lecker
und die Zitronenfüllung war
auch nicht schlecht, so ein bisschen
Zitrone aufgeschlagen,
frisch,
erfrischend, zum
grünen Abschlusssalat, bin
sehr zufrieden damit.
Und Eis, hat dich dein
Tiramisu wirklich erfreut?
Dieser Tiramisu ist echt
ein Traum, also auf diese Art und Weise,
das mache ich echt voll gerne.
Also ich kenne früher immer
diese trockene. Ich hatte immer
schlechte Tiramisu gegessen,
ich konnte das nie aufessen,
also bis jetzt,
das hat mir echt gut geschmeckt,
den Sahne oben drauf,
Mascarpone und
ein Biscuit mit Kaffee
Geschmack. Finde ich auch eine tolle
Idee, in dem Einmachglas,
macht das ganz interessanter.
Das war das erste Tiramisu, das ich wirklich
aufgegessen habe. Das Stimmungsbarometer
steigt, auch bei
Marco?
Ich habe das Tartufo bestellt,
mit Pistazien, hatte ich vorher
noch nie. Schmeckt super lecker,
also wirklich ein schönes Produkt.
Schön cremig, schön viel Sahne,
viel Power, viel Geschmack.
Also ich glaube ja,
dass es zugekauft ist.
Außer das Tartufo ist
alles selbst gemacht, weil
Tartufo kommt aus Kalabrien,
aus meiner Heimat, und der, der das
macht, der hat das erfunden, also Schuster, bleib bei deinem
Leisten. Also die Crema stimmt,
das Verhältnis von Sahne und Zucker
und unten noch eine sehr leckere Schokoladensauce.
Ja,
mega, super lecker.
Fehlt noch Konstantins Meinung
zum beliebten Italo-Pudding.
Ja, ich habe
das Patacota bestellt und muss
sagen, erste Sahne,
Konsistenz genauso, wie
sie sein muss.
Die Frucht passt genau dazu
von der Süße.
Dazu Sahne bekommen
mit schön dekorierten
Himbeeren.
Ich kann
einfach nur ein Kompliment aussprechen.
Italien gewinnt immer. Ich würde sagen
2-1 am Schluss, am letzten Drücker noch
mit dem Dessert. Alles gut gemacht.
Freut mich.
Schön, dass es zum Ende echt gut geklappt hat.
Superschön.
Persönlicher Abschluss.
Und Giovanni legt noch einen oben drauf.
Signori,
zu den Bestungen im Moment.
Wir haben noch einen ausgemachten
Cocktail. Tut mir leid,
ich habe euch die Rechnung mitgebracht.
Vielen, vielen Dank für euren Besuch.
Prego.
Grazie.
Giovanni, einen Moment kurz.
Wir müssen dir leider zum
Nachtisch noch was sagen.
Das dicke Ende kommt
zum Schluss.
Konstantin hat es furztrocken
rübergebracht.
Wir müssen dir leider noch
was über dein Dessert sagen.
Er hat es schon
ein bisschen gesehen, wie dein Gesicht
langsam entgleist.
Da fallen Zentnerlasten
von den Schultern.
Ich bin super happy, dass die
Nachspeise so gut angekommen ist.
Jetzt habe ich die Rechnung vor mir liegen.
Was kostet die kulinarische
Reise nach Süditalien
unter dem Strich?
Wir haben heute Abend
mit Getränken 167 Euro bezahlt.
Wenn ich das mal so grob überschlage,
ca. 134 Euro
Food.
34 Euro Getränke.
Wir waren sehr vernünftig,
aus meiner Sicht.
Einige Speisen zu günstig.
Da müsst ihr echt den Mut haben,
zu sagen, ich mache da ein Euro
oder zwei drauf, würde ihm gut tun.
Und auch den Gästen ein bisschen widerspiegeln,
dass es kein billiger Ramsch ist.
Viel Handarbeit, viel Liebe, viel Frische
hier drin. Superschönes
Olivenöl. Auch nicht ganz
günstig. 20% müssen
rauf. Ist es zu günstig?
Zu günstig.
Das war ein fairer Abend dennoch.
Auch wenn ich
ganz glücklich war, unabhängig davon,
war es ein schöner Abend mit euch. Vielen Dank.
Salute.
Die Mitstreiter stärken
sich an der Cocktail-Melone für den
letzten Akt. Die
Punktevergabe. Wie bewerten
die Schwaben das Bass?
Ich gebe heute den Giovanni
mit seinem Bass
sieben Punkte.
Giovanni kriegt heute von mir
für den Tag sieben
Punkte. Konstantin
tut sich noch schwer. Marco?
Ich gebe dem Giovanni
fünf Punkte.
Den Abzug erhält er für seine
Location, die dringend noch
den Feinschliff und den roten Faden benötigt
und die wirklich
weniger zufriedenstellende Leistung im Hauptgang
heute Abend.
Vier Punkte.
Es steckt vieles
in den Anfang schon. Man merkt
die totale Unprofessionalität und
das ist einfach, wenn ich von acht
sehr gut gehe, ist dann eine vier schon
befriedigend und deshalb
okay.
Und so kommt Giovanni auf über
schaubare 23 Zähler.
Kann der Mann aus Griechenland
das toppen? Denn morgen geht's
in die Taverna zu
Konstantin.
Wir werden das Ding gewinnen,
weil wir mit unserer authentischen griechischen Küche
unseren Mitstreiter überzeugen werden.
Doch die sind alles
andere als überzeugt.
Schwamm essen und
auf einmal am Gimsk.
Beißt sich Konstantin an der Stuttgarter
Konkurrenz die Zähne aus?
Konstantin,
zum einen ist es eine Frechheit.
Eine riesengroße Frechheit,
was du hier ablieferst.