Hallo und herzlich Willkommen auf meinem Kanal Dr. Blodarek Live Coaching.
Ich bin Eva Blodarek, Diplom-Psychologin, Coach und Buchautorin.
Und hier geht es jetzt um eine Eigenschaft, die Sie bewusst entwickeln sollten, nämlich das Geben.
Und dazu gebe ich Ihnen fünf Tipps.
Vielleicht sagen Sie jetzt, also bitte, was soll denn am Geben schon Besonderes sein?
Wenn ich jemandem was geben will, dann tue ich das. Das kann doch jeder.
Richtig ist, dass es in unserem Alltag regelmäßig vorkommt.
Aber das heißt noch lange nicht, dass wir es auch wirklich beherrschen.
Als Pastorentochter, wie ich nun mal bin, kenne ich den Bibelspruch,
Geben ist seliger als Nehmen.
Die Glücksforschung kann das nur bestätigen.
Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass Menschen, die altruistisch handeln und die anderen helfen,
häufig ein höheres Maß an Zufriedenheit und an Glück und auch an Wohlbefinden empfinden.
So kam zum Beispiel eine in der wissenschaftlichen Zeitschrift
Nature Communications veröffentlichte Studie zu dem Ergebnis,
dass selbst kleine freigebige Handlungen eine positive Wirkung auf das eigene Glücksniveau haben können.
Und auch die Hirnforschung konnte nachweisen, dass unser Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert wird,
sobald wir etwas mit anderen teilen.
Also ich finde, das ist ja schon mal Grund genug, Gerne zu geben.
Aber trotzdem gelingt vielen das nicht.
Die sind sparsam mit ihrer Zeit, mit ihrer Liebe oder mit ihrem Geld.
Und andere wiederum, die gehen ins Gegenteil, die sind absolut verschwenderisch mit ihrem Geben,
aber sie sind trotzdem nicht glücklich.
Es lohnt sich also, dass wir uns einmal zusammen anschauen,
wie eine gewinnbringende Form des Gebens aussieht.
Und dazu gebe ich Ihnen dann die versprochenen fünf Tipps.
Mein erster Tipp lautet, geben Sie sich selbst zuerst.
Natürlich können die anderen auch dann etwas geben, wenn sie selbst nicht viel haben.
Sie können zum Beispiel von einem kleinen Gehalt einer Organisation etwas spenden.
Oder sie opfern ihre Zeit, um einem Freund oder einer Freundin zu helfen,
obwohl sie selber unter Zeitdruck stehen.
Doch wenn Sie großzügig und freudig geben wollen,
dann ist es wichtig, dass Sie selbst erst einmal das Gefühl von Fülle haben.
Es gibt ein schönes Sprichwort, das lautet, man kann nur aus einem vollen Krug ausgießen.
Und das bezieht sich eben genau darauf.
Versorgen Sie sich erst mal selbst, bevor Sie an andere denken.
Das hat übrigens nichts mit Egoismus zu tun, sondern es ist eine Frage der Ressourcen.
Je mehr Sie haben, desto großzügiger können Sie geben.
Und das gilt keineswegs nur für materielle Dinge.
Wenn Sie mit Ihrem Leben zufrieden sind, dann sind Sie eher bereit,
sich für andere zu engagieren, als wenn Sie verbittert glauben,
dass Sie nun im Leben zu kurz gekommen sind.
Und wenn Sie sich selbst wertschätzen, dann gelingt es Ihnen viel eher,
anderen gegenüber ein Lob auszusprechen, als wenn Sie selber nach Anerkennung dürften.
Deshalb entwickeln Sie Ihre Fähigkeiten und tun Sie, was Ihnen Vergnügen bereitet.
Verwöhnen Sie sich auch ruhig mal und sehen Sie Ihre Zeit als kostbar an.
Lernen Sie auch, Ihre Grenzen zu schützen und auch mal Nein zu sagen, wenn man was von Ihnen will.
Kurz gesagt, lieben Sie sich zuerst selbst.
Das ist die beste Basis, um dann auch anderen etwas geben zu können.
Mein zweiter Tipp ist, geben Sie mit Freude.
Ob Sie geben glücklich macht, hängt ganz davon ab, welches Gefühl Sie dabei haben.
Denken Sie doch mal an das letzte Mal, als Sie etwas gegeben haben,
sei es ein Rad oder eine Hilfe oder vielleicht auch etwas Materielles.
Wie ging es Ihnen da? Haben Sie aus freien Stücken gegeben?
Dann dürften Sie mit einem Glücksgefühl belohnt worden sein.
Wenn Sie sich dagegen verpflichtet gefühlt haben oder vielleicht auch,
weil Sie gefallen wollten, dann hat sich dieser Effekt höchstwahrscheinlich nicht eingestellt.
Deshalb ist es wichtig, dass Sie kleine und große Gefälligkeiten aus einem
positiven Impuls heraus tun und nicht etwa nur, weil Sie sich von außen dazu gedrängt fühlen.
Dann kommt mein dritter Tipp in Punkt zu geben und der lautet, geben Sie mit Sinn.
Geben ist nicht immer leicht und manchmal kostet es so richtig viel Energie oder Disziplin oder
viel Zeit, etwa wenn Sie in einem Ehrenamt engagiert sind oder wenn Sie in einem sozialen Beruf tätig
sind oder vielleicht auch, wenn Sie Ihre Kraft für ein krankes Familienmitglied einsetzen.
Trotzdem, trotz aller dieser Anstrengungen kann Sie das glücklich machen und zwar,
weil Sie wissen, warum Sie es tun. Dann spielt die Anstrengung nämlich nicht die entscheidende Rolle.
Wie der Philosoph Friedrich Nietzsche schon sagte, wer ein Warum zum Leben hat,
erträgt fast jedes Wie. Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.
Wenn Sie langfristig geben, dann sollten Sie immer Ihr Motiv überprüfen. Tun Sie es nicht aus Liebe,
aus Neigung, aus echtem Interesse oder Engagement, dann werden Sie früher oder später ausgebrannt
sein. In so einem Fall überlassen Sie das Geben lieber anderen, wenn es irgend möglich ist,
denn das wird Ihnen nicht viel Glück bescheren. Mein vierter Punkt lautet, geben Sie aus Berechnung.
Das kommt Ihnen jetzt sicherlich zu Anfang ein bisschen merkwürdig vor. Aus Berechnung etwas
zu geben, ist allgemein verpönt, aber ich muss sagen, zu Unrecht. Schon die alten Römer kannten
den Spruch, do und des. Ich gebe, damit du gibst. Es ist völlig in Ordnung, etwas zu geben, um dafür
etwas zu bekommen. Entscheidend ist in dem Fall aber, dass Sie das auch klar kommunizieren. Wenn Sie etwas
mit Hintergedanken geben, dann können Sie jedenfalls eine herbe Enttäuschung erleben, wenn Sie das nicht
offen aussprechen. Dann sind Sie am Ende frustriert und grollen der Person, die nicht verstanden hat,
dass Sie sich doch eine Gegenleistung erhofft haben. Wenn Sie die erwarten, dann sagen Sie das
bitte auch klar und deutlich. Etwa, ich kümmere mich um deine Pflanzen, wenn du im Urlaub bist und
dafür machst du das dann bitte auch bei mir, wenn ich weg bin. Einverstanden? Also genieren Sie sich
nicht, sagen Sie ruhig deutlich, was Sie für ihr Geben haben möchten. Dann werden Sie am Ende auch
nicht frustriert sein. Mein fünfter Tipp lautet, bringen Sie ihr Geben ins Gleichgewicht. Ich lese ja
immer gerne die Kommentare zu meinen Videos und da stand neulich der Kommentar zu einem Thema über
Freunde. Man gibt und bekommt nichts zurück. Nee, danke. Das fand ich dann auch sehr auf den Punkt
gebracht. Und zwar, viele Menschen fühlen sich oft so, man gibt und gibt und was kommt zurück?
Nichts. Und diese Menschen haben dann natürlich auch das Gefühl, ausgenutzt zu werden und ganz
zu Recht. Wenn Geben Freude und nicht Frust sein soll, dann ist es wichtig, Geben und Nehmen auf
die Dauer auch ins Gleichgewicht zu bringen. Sie dürfen durchaus darauf achten, dass ihr Einsatz
auch geschätzt wird. Sei es jetzt mit einem Dank oder mit einer Gegenleistung. Und wenn da nie, nie
etwas kommt, dann sollten Sie sich zurückziehen. Da gibt es auch noch einen Kommentar, den ich
kürzlich las und zwar drückte der das ganz schön in einem in dem Bild einer Wippe aus. Da schrieb
ein Kommentator oder eine Kommentatorin, manchmal muss man aufstehen und gehen, damit die Person auf
der anderen Seite der Wippe merkt, wie sehr du sie getragen hast. Das kann man sich sehr schön
bildlich vorstellen. Jedenfalls ist es ihr gutes Recht, dann nicht mehr weiterzugeben. Und oft ist
es auch für den inneren Frieden nötig. Aber zum Gleichgewicht gibt es auch noch eine Variante. Sie
müssen die Gegenleistung nicht unbedingt von derjenigen Person zurück erhalten, der sie etwas
gegeben haben. Vor einiger Zeit stieß ich auf den schönen Begriff Circle of Love, Kreis oder
Kreislauf der Liebe. Er besagt, dass wir alle in einem größeren Zusammenhang leben. Was sie einem
Menschen aus vollem Herzen geben, ist niemals verloren. Die werden es möglicherweise nicht von
diesem Menschen zurückbekommen, aber von einer anderen Seite, von der sie es vielleicht niemals
erwartet hätten. Also geben ohne Berechnung kann sie verwandeln. Sie werden zu einem gütigen Menschen
mit einer besonderen Ausstrahlung. Und vielleicht ist das für sie ja auch eine Option, mehr zu
geben. Nun, das sind meine fünf Tipps, die sie so geben, dass sie Freude und einen Gewinn davon
haben. Ich wiederhole sie nochmal. Geben sie sich selbst zuerst, denn nur aus einem vollen Krug kann
man ausgießen. Geben sie mit Freude. Ihre Motivation spielt eine große Rolle. Dann geben sie mit Sinn.
Wenn Werte dahinter stecken, dann fällt es ihnen leichter. Dann auch geben sie aus Berechnung. Sie
dürfen durchaus auch etwas fordern für ihr Geben, aber sprechen sie es aus. Und fünftens bringen sie ihr
Geben ins Gleichgewicht. Ich hoffe, dass ich ihnen damit Lust gemacht habe zu geben, aber eben richtig.
Und wenn sie dann noch mehr für sich tun möchten und daran arbeiten möchten, eine gute Balance für
Geben und Nehmen im Leben zu finden und auch noch viel weitreichender, dann habe ich wie immer bestes
Handwerkszeug für sie. Da ist zunächst einmal mein Buch, die sieben Spielregeln des Lebens für Glück,
Liebe und Erfolg. Dieses Buch ist leider beim Verlag vergriffen und deshalb bekommen sie es nur noch
bei Amazon. Dann gibt es auch noch einen Online-Kurs, der heißt Liebe dich selbst, dann ändert sich dein
Leben positiv. Also erst einmal sorgt man für sich, dann kann man geben. Dieser Kurs ist für Frauen,
aber er hat auch noch keinem Mann geschadet, wie ich also aus Rückmeldungen weiß. Dann, ach so,
alle Informationen zu diesem Kurs finden sie auf meiner Webseite ludarek.de unter Angebote. Dann
freue ich mich natürlich, wenn sie meinen Kanal abonnieren, das ist kostenlos, wie immer. Und wenn
sie den Daumen nach oben anklicken, falls dieses Video sie inspiriert hat. Und natürlich freue ich
mich auch über ihre Kommentare. Sie sehen, die lösen auch etwas aus und ich bringe sie auch gerne
in meine Videos ein. Ja, nun wünsche ich ihnen zum Schluss, dass sie aus vollem Herzen großzügig
geben können und dass sie auch spüren, wie es dann zu ihnen zurückkommt. Vielleicht nicht so eins zu
eins von der Person, der sie etwas gegeben haben, aber ganz generell. Es macht ihr herzweit und es
macht sie, wie sie wissen, wie auch die Wissenschaft belegt, es macht sie glücklich. In diesem Sinne,
geben sie großzügig. Ich wünsche ihnen alles Gute.