Manche Gefühle wirken wie Gift in uns. Sie beeinflussen unsere seelische und körperliche Gesundheit. Hier gibt es das Gegengift, damit Sie keinen bleibenden Schaden nehmen.
Hallo und herzlich willkommen auf meinem Kanal Dr. Blundaric Life Coaching.
Hier geht es darum, wie Sie toxische Gefühle erkennen und auch bewältigen können.
Und dazu gebe ich Ihnen fünf Tipps.
Das Wort toxisch kommt aus dem Lateinischen und bedeutet giftig.
Im übertragenen Sinne benutzt man es, wenn etwas schädlich oder zerstörerisch ist.
Und tatsächlich gibt es Gefühle, die wie Gift in uns wirken.
Diese Gefühle verringern unser psychisches Wohlbefinden und sie können sogar zu Depressionen führen.
Sie beeinflussen unsere Gesundheit.
Etwa mit Schlafstörungen oder mit Bluthochdruck oder mit Herzbeschwerden.
Vielleicht auch mit Kopf- oder Magenschmerzen.
Natürlich können auch ganz normale Gefühle wie Angst oder Ärger oder Schuld oder vielleicht auch Scham toxisch wirken.
Und zwar immer dann, wenn sie über längere Zeit und zu intensiv erlebt werden.
Aber hier soll es jetzt um fünf Emotionen gehen, die von vornherein destruktiv sind.
Und die sollten Sie auf jeden Fall bewältigen, damit Ihre Seele und Ihr Körper keinen bleibenden Schaden nehmen.
Und vor denen möchte ich Sie hier warnen und Ihnen gegen diese giftigen Gefühle auch gleich ein Gegengift nennen.
Mein erstes toxisches Gefühl ist der Groll.
Groll ist eine Mischung aus Wut und Bitterkeit.
Wenn Sie Groll empfinden, dann ist das meist die emotionale Reaktion auf eine Ungerechtigkeit oder auf eine Kränkung.
Oder Sie haben das Gefühl, dass man Sie hintergangen hat und Ihre Erwartungen enttäuscht hat.
Wenn Sie jemanden Grollen, dann tragen Sie ihm sein Verhalten so richtig übel nach.
Von daher kann Groll auch sehr langanhaltend sein und zu wilden Rache-Gedanken führen.
Aber damit schaden Sie nur sich selbst.
So wie es der Spruch besagt, den man Buddha zuschreibt.
Wut festzuhalten ist wie Gift zu trinken und darauf zu warten, dass der andere stirbt.
Lassen Sie sich das nochmal auf der Zunge zergehen.
Wut festzuhalten ist wie Gift zu trinken und darauf zu warten, dass der andere stirbt.
Ich möchte Ihnen dazu auch ein Gegengift geben, mit dem Sie Ihren Groll bewältigen können.
Sprechen Sie Ihre Gefühle gegenüber dem Menschen aus, der den Groll bei Ihnen verursacht hat.
Sagen Sie etwa, ich nehme dir übel, dass du mich damals nicht verteidigt hast.
Oder ich bin sehr enttäuscht von dir, weil du mich übergangen hast.
Jetzt dürfen Sie aber trotz Ihrer Offenheit nicht unbedingt mit Einsicht rechnen.
Das wäre ja schön, wenn der andere sagt, das habe ich gar nicht gewusst, Entschuldigung, das tut mir leid.
Das kommt ja meistens nicht.
Aber zumindest haben Sie Ihr Gefühl ausgesprochen und es gärt nicht länger in Ihnen.
Machen Sie sich bitte auch klar, dass niemand perfekt ist.
Fehlverhalten ist menschlich.
Erinnern Sie sich doch mal an Situationen, in denen Sie sich selbst falsch verhalten haben.
So etwas fördert auch das Verständnis für diejenigen, denen Sie grollen.
Aber wie gesagt, halten Sie nicht an Ihrem Groll fest, sondern tun Sie alles, dass Sie ihn loswerden.
Denn er schadet vor allen Dingen Ihnen selbst.
Mein zweites toxisches Gefühl ist der Neid.
In meinem Video über Neid habe ich ja schon mal beschrieben,
dass Vergleiche mit anderen so von vornherein gar nicht mal so schlecht sind,
sondern auch eine soziale Funktion haben.
Sie führen dazu, dass man sich verbessern möchte.
Von daher spricht man manchmal auch von konstruktivem Neid.
Aber davon mal abgesehen ist Neid eindeutig ein toxisches Gefühl.
Anhaltender Neid ist eine gefährliche Mischung aus Missgunst und Eifersucht.
Und er kann dazu führen, dass Sie etwa Intrigen spinnen.
Oder dass Sie über andere übel lästern.
Oder den Erfolg der beneideten Person sabotieren, sobald Sie die Möglichkeit dazu haben.
Doch damit schaden Sie letztlich nur sich selbst und Ihrer Gesundheit.
Nicht umsonst sagt man über einen neidischen Menschen, er ist von Neid zerfressen.
Das drückt das ganz schön aus.
Aber es gibt natürlich auch ein Gegengift.
Und das möchte ich Ihnen gerne nennen, damit Sie Ihren möglicherweise Neid bewältigen können.
Wenn Sie neidisch sind, dann bedeutet das, dass Sie nicht daran glauben,
dass Sie das beneidete Gute jemals selbst bekommen könnten.
Und genau diese Denkweise sollten Sie ändern.
Fragen Sie sich, was muss ich denn selbst tun, damit ich das auch erreiche?
Und sollte wirklich keine Chance bestehen,
dann hilft Ihnen vielleicht auch eine Fantasievorstellung von Ihrem Neid Abstand zu nehmen.
Angenommen, Sie würden bekommen, was diese Person hat.
Diesen unglaublichen Reichtum oder diese große Liebe oder diesen super Erfolg oder was auch immer.
Sie würden das auch kriegen, aber Sie müssten dann auch alles andere von dieser Person übernehmen.
Zum Beispiel Ihre mangelnde Gesundheit oder Ihr unattraktives Äußeres oder Ihre desolate Partnerschaft.
Würden Sie das dann auch akzeptieren, dass Sie das ganze Paket nehmen müssten?
Ich glaube, das würden Sie nicht.
Jedenfalls mit dieser Überlegung wird es Ihnen gelingen, dass Ihr Neid schwindet.
Weil Ihnen nämlich dadurch auch klar wird, dass es immer nur etwas Punktuelles ist, was Sie beneiden,
aber niemals das Ganze.
Also von daher probieren Sie mal aus, auf diese Weise Ihre Neid kleiner zu machen oder verschwinden zu lassen.
Mein drittes toxisches Gefühl ist der Hass.
Hass ist ein Gefühl von starker Abneigung oder Feindschaft.
Hass kann aus ganz unterschiedlichen Gründen entstehen.
Etwa, wenn Sie schwer geschädigt wurden.
Zum Beispiel durch Missbrauch oder durch Betrug.
Hass kann aber auch durch soziale Einflüsse entstehen, wie Rassismus oder Sexismus oder auch religiöse Intoleranz.
Solche Einflüsse können Sie dazu bringen, Menschen vehement abzulehnen, die Sie als fremd oder bedrohlich betrachten.
Ob nun aus privaten oder gesellschaftlichen Gründen, Hass tut Ihnen niemals gut.
Wie schon das Sprichwort sagt, Hass macht hässlich.
Tatsächlich verzerrt Hass die Gesichtszüge.
Aber noch schlimmer ist es, was Hass mit Ihrer psychischen Befindlichkeit anrichtet.
Deshalb ist es ganz wichtig, Ihrem Hass, wenn Sie ihn denn spüren, etwas entgegenzusetzen.
Und so können Sie ihn bewältigen.
Wenn Ihr Hass auf einer persönlichen Verletzung beruht, dann hilft nur, dass Sie sich in Verzeihen üben.
Ich weiß, das klingt jetzt etwas windelweich, aber das ist überhaupt nicht so gemeint.
Verzeihen bedeutet nämlich nicht, dass Sie gutheißen sollen, was Ihnen passiert ist.
Sondern, dass Sie die Vergangenheit in Ihrem Kopf löschen.
Das ist ein anstrengender Prozess und das wird gewiss auch nicht auf Knopfdruck gehen.
Versuchen Sie es trotzdem um Ihrer selbst willen.
Sozial bedingter Hass dagegen beruht ja meist auf Vorurteilen.
Und die können Sie auflösen, meistens jedenfalls, indem Sie die Menschen näher kennenlernen, auf die sich Ihr Hass richtet.
Dann lösen sich oft viele Vorurteile auf.
Weil es gibt nicht nur eine Gruppe, die immer nur gleich ist und sich gleich verhält.
Sie sehen dann plötzlich auch das Individuum.
Und das ist oft ganz anders als das, was Sie vermuten.
Also lösen Sie auch Ihre Vorurteile auf.
Das vierte toxische Gefühl ist Verzweiflung.
Verzweiflung ist hochgiftig.
Sie kann zu Depressionen und zu Suizidgedanken führen.
Verzweiflung hat viel mit Verlust zu tun.
Sie kann aus Liebeskummer entstanden sein und sich nach einer Trennung zeigen.
Oder als existenzielle Not, wenn Sie Ihre Arbeit oder Ihre Ersparnisse verloren haben und jetzt nicht mehr wissen, wovon Sie leben sollen.
Auslöser kann auch der Tod eines geliebten Menschen sein.
Doch Sie müssen nicht in der Verzweiflung beharren. Sie können sie bewältigen.
Mein erstes, was ich Ihnen dazu ans Herz lege, ist, bleiben Sie mit Ihrer Verzweiflung nicht allein.
Kapseln Sie sich nicht ab.
Aus dem Tief kommen Sie nämlich aus eigener Kraft schwer heraus.
Und hier ist Hilfe von außen notwendig.
Was Sie brauchen, sind liebevolle Menschen, die Sie trösten, die Sie auffangen, die Sie ablenken und die Ihnen vielleicht auch neue Wege aufzeigen.
Aber die hat vielleicht ja auch nicht jeder oder jede.
Deshalb ist auch professionelle Hilfe sinnvoll.
Etwa in Form einer Psychotherapie.
Oder indem Sie sich mit der Telefonseelsorge als erste Anlaufstelle in Verbindung setzen.
Hilfreich ist es in jedem Fall auch, auf die Ursachen Ihrer Verzweiflung zurückzugehen und dazu spezialisierte Experten und Expertinnen zu fragen.
Zum Beispiel Juristen oder Banker oder Medizinerinnen.
Also diejenigen, die was von der Sache verstehen, über die Sie so verzweifelt sind, die können Ihnen da vielleicht raushelfen.
Suchen Sie vor allen Dingen auch Menschen auf, die das bereits überwunden haben, was Sie quält.
Die können Ihnen nämlich beweisen, dass sich das Gefühl überstehen lässt.
Also Sie müssen nicht in tiefer Verzweiflung verharren.
Ich lese es manchmal in Kommentaren, dass da jemand so verzweifelt ist, weil sich ein geliebter Mensch getrennt hat oder gestorben ist.
Also Sie müssen nicht in dieser Verzweiflung bleiben.
Es ist verständlich, dass Sie sie empfinden, aber tun Sie alles, damit Sie wieder rauskommen.
Holen Sie sich alle mögliche Hilfe.
Mein fünftes toxisches Gefühl ist die Resignation.
Resignation ist ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht.
Wenn Sie resigniert sind, dann haben Sie aufgegeben an die Möglichkeit, einer Veränderung zu glauben.
Verbunden ist das oft mit Gedanken wie, ach, das hat ja doch keinen Zweck.
Oder, ach, das brauche ich gar nicht erst zu versuchen.
Vielleicht auch, das ändert sich nie.
Mit dieser Einstellung lähmen Sie sich selbst und Sie versinken in Traurigkeit und Trübsel.
Doch Sie können Ihre Resignation bewältigen.
Wichtig ist dazu, dass Sie Ihre Selbstermächtigung wieder erlangen.
Also, dass Sie wieder in Ihre eigene Kraft kommen.
Überprüfen Sie, lässt sich da wirklich nichts ändern?
Wenn das der Fall ist, dann ist radikale Akzeptanz das Mittel der Wahl.
Etwas komplett zu akzeptieren, hat eine ganz andere emotionale Qualität als eine passive Resignation.
Es handelt sich um eine bewusste Annahme Ihres Schicksals.
Und die erlaubt Ihnen dann, das Beste aus dem Status Quo zu machen, was möglich ist.
Falls sich aber etwas ändern lässt, dann machen Sie sich einen Plan und setzen Sie ihn mutig um.
Ja, das sind die fünf wirklich gravierenden toxischen Gefühle.
Groll, Hass, Neid, Verzweiflung und Resignation.
Sollten Sie unter einem dieser Gefühle leiden, dann wenden Sie bitte sofort das Gegengift an,
damit Sie Ihre seelische und auch Ihre körperliche Gesundheit behalten.
Und wenn Sie noch mehr Unterstützung für Ihre Ausgeglichenheit und Ihr Selbstbewusstsein haben möchten,
dann habe ich wie immer gutes psychologisches Handwerkszeug für Sie.
Da ist zunächst mein Buch »Schicksal« mit dem Untertitel »Krisen bewältigen und Chancen nutzen«.
Dieses Buch ist leider beim Verlag vergriffen und deshalb habe ich es selber nochmal neu bei Amazon herausgebracht.
Da bekommen Sie es. Aber dann gibt es auch noch ein Buch, das Sie im Buchhandel bekommen.
Das ist »Souverän. Ich selbst. So gewinnen Frauen Sicherheit und Stärke«.
Das ist im DTV-Verlag erschienen und wie gesagt, Sie kriegen es in Ihrer Buchhandlung.
Dann gibt es natürlich auch noch einen Online-Kurs.
Der hat den Titel »Selbstbewusstsein stärken, gelassen, ich selbst sein«.
Der ist für Frauen und alle Informationen dazu finden Sie auf meiner Website lodarek.de unter Angebote.
Dann freue ich mich natürlich, wenn Sie meinen Kanal abonnieren. Das ist kostenlos, wie Sie wissen.
Dann, wenn Sie den Daumen nach oben anklicken, sofern Ihnen das Video gefallen hat.
Und vor allen Dingen freue ich mich über Ihre Kommentare.
Wir sind eine große Community inzwischen, die sich gerne miteinander austauscht,
sich auch selber gegenseitig Hilfestellung gibt, was mich besonders freut.
Und von daher ist es auch interessant, was Sie jetzt gerade zu diesem Thema mit den toxischen Gefühlen zu sagen haben.
Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall, dass Sie Gefühle dieser Art möglichst schnell loswerden.
Und ich hoffe, ich konnte Ihnen jetzt schon ein paar Hinweise geben, wie Ihnen das gelingen kann.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute.