Am Donnerstag bringt Vittorio Ventura (54) "Dolce Vita"-Feeling in die Runde. Im Herzen von Braunschweig möchte er seine Gäste für einen Abend nach Sizilien entführen. Doch haben die anderen Gastronomen Lust auf einen kulinarischen Ausflug?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Die Jakobsmuscheln, gebraten auf frischem Salat, sind für Sammy.
Belgien freut sich auf die Taglioni mit Trüffeln.
Dem smarten Lars serviert Vittorio ein Cappaccio vom Schwertfisch,
ein optischer Kracher.
Und das Stracciatella Romana,
also geschlagenes Ei in Gemüsebrühe, ist für Jürgen.
Die Profis hauen rein wie die Scheunendrescher.
Jürgen möchte was zur Brühe sagen.
Ich hab eine Stracciatella,
also eine Gemüsebrühe mit Ei, was reingerührt wird.
Dadurch entsteht dieser flockige Charakter.
Wir haben leichtes Gemüse hier drin.
Es sind Tomaten, es ist Petersilie.
Lauchzwiebeln sind auch mit drin.
Mir schmeckt sie.
Belgien kaut und kaut und lässt an Lars den Vortritt.
Ich habe heute das geräucherte Schwertfisch-Cappaccio bekommen.
Da stolpert man erst mal über die Räuchernote beim Fisch.
Das ist erst mal wie eine geräucherte Entenbrust z.B.
Hab es dann aber probiert.
Es ist ein deutlich intensiverer Fischgeschmack.
Dann ist hier noch mit drauf ein Feigenmus.
Ich könnte mir vorstellen, dass er es selbst gemacht hat.
War ein harmonisches Gericht.
Aber alle einzelnen Komponenten, hinten raus zu salzig,
vorne zu viel Rauch und in der Mitte zu viel Fisch.
Und die Feige hat das ganze Ding einmal platt gemacht.
Das klingt aber nach hoher Kochkunst.
Ja, das stimmt.
Unser Samy sieht irgendwie unzufrieden aus, fast beleidigt.
Als Vorspeise habe ich die Jakobsmuschel,
die ich was bekommen habe.
Ich verstehe sehr gut von Jakobsmuschel.
Jakobsmuschel ist ein Stück, ein Muskelfleisch von dieser Muschel,
der englisch rund.
Er ist grösser, er ist teurer.
Der Salat war sehr mager.
Das sind 2 verschiedene Blätter.
Lolo Rosso, Lolo Bianco.
Es ist kein Marinade drin, gar nichts.
So hingelegt.
Das ist für mich, für Jakobsmuschel,
überhaupt nicht zusammen harmoniert.
Wie vom Samy gewünscht,
serviert Vittorio noch Spaghetti Pomodoro für einen Gegencheck.
Vom 1. Blick, ehrlich gesagt, hat mir sogar besser als meine gefallen.
Buon appetito.
Der Schlagabtausch zwischen Samy und Vittorio
geht in die nächste Runde.
Kocht der Sizilianer auch nur mit Butter oder toppt er Samy?
Als ich die probiert habe, war für mich,
von der ganzen Aufmachung her perfekt.
Ein bisschen leichter säurehaltig als meine.
Da hat er eher mehr Soße gemacht.
Das ist auch okay.
Da die Kombination gepasst hat,
habe ich auch nichts davon was zu sagen, ehrlich gesagt.
Samy macht Zugeständnisse
und Belgien verdrückt sich samt Teller in die Küche.
Dachte, ich komme dich mal besuchen.
Hast du schön gemacht.
Da bin ich mir viel übergelassen, wie du siehst.
Wollte ich nur fragen, Schatz.
Sie waren leicht so al dente.
Aber kommt das daher, dass du vielleicht alles frisch machst?
Das mache ich aus diesem Grund.
Das muss al dente sein.
Aber es war schon mehr als al dente.
D.h. es hat noch geknackt innen drin.
Ja, es hat noch leicht an den Kanten geknackt.
Ich hätte mir gewünscht, dass keine Trüffelsoße dabei ist.
Ich weiß, dass du es drauf hast,
dass du mit der Trüffel die Note geben konntest.
Da bin ich mir sicher.
Es geht nicht, ob ich das kann oder nicht.
Der Trüffel gibt den Trüffel selber.
Wenn der Trüffel keine Note gibt...
Die Trüffel waren mir nicht nussig genug.
Der Trüffel hat nicht so nussig geschmeckt,
weil wir haben gerade keine Trüffelsaison.
Der Angebot sagt Tagliolini mit Trüffel,
nicht mit frisch geriebenen Trüffeln.
Das muss man schon spezifizieren beim Trüffeln.
Sonst mit so einem Preis kann man sich wundern,
ob ein schlechter Trüffel oder gar keine Trüffel da ist.
Trüffel oder kein Trüffel, das ist hier keine Frage mehr.
Denn der Hauptgang steht an.
Und schon wieder rücken die Profis dem Koch auf die Pelle.
Was meint ihr mit eurem Besuch?
Ich habe kein Leber bestellt.
Ich wollte zuschauen, wie du kein Leber machst.
Du weißt das?
Ich esse kein Leber, aber ich koche sie unheimlich gerne.
Das sind doch beste Voraussetzungen.
Also ran ans Stoffwechselorgan.
Wir nehmen jetzt das beste Stück für unsere Jürgen.
Genau, für Jürgen nur das Beste.
Der guckt schon so hungrig.
Wo beziehst du dein Fleisch her?
Das habe ich von einem Kalb.
Der ist hier unterwegs gewesen.
Von der Nachbar geklaut?
Von der Nachbar geklaut, ja.
Die kaufe ich beim Großmarkt.
Es gibt auch manchmal gutes Angebot, manchmal nicht so gut.
Hoffentlich war es diesmal gut.
3 Leberstreifen später macht sich der Sizilianer
übers junge Gemüse her.
Bisschen Paprika.
Die beiden Gemüsesorten, da kommt man nach anderem Gemüse.
In die Karte steht Pilzen.
Da nehme ich noch ein paar Steinpilzen dazu,
weil jetzt die Saison ist.
Und ein paar Champignons.
Das ist immer die Saison von Champignons.
Aber es gibt Perioden, wo die etwas aromatischer sind.
Hier brauchen wir auch einen Kontor.
Dafür nehmen wir Spinat, den ich schon vorbereitet habe.
Was machst du für Kräuter drin?
Ich habe nur Knoblauch, Salz, Olivenöl gemacht.
Die Profis lassen den italienischen Wirbelwind
keine Sekunde aus den Augen.
Und der wirft die Leber in die Pfanne.
Wie lange brätst du das?
Ich rieche das nicht mit Ohr.
Ich mache das so nach Gefühl.
Entsprechend gefühlvoll richtet der Meister
nach kurzem Brutzelvorgang die Leberlappen an.
Gekonnt.
Der Schlüssel von Wasser ist das.
Weder Olivenöl.
Ohne Olivenöl läuft nichts.
Das kennen wir ja nicht.
Auf, dass es nie versiege, das edle Öl aus dem Süden.
Vorm Katernee fließt der Verkehr und drinnen der Wein.
Nicht ganz unpassend trudelt die gute Daniela
mit dem Hauptgang ein,
um diesen der ebenso guten Belgien zu kredenzen.
Huch, was hat Belgien denn nur?
Mein Hauptgang, der Bestandteil vom Menü,
hat zum anderen Gast rübergeschaut.
Was genau?
Das Fleisch.
Okay, dein Fleisch hat also den Sammy angeguckt, verstehe.
Aber ist das nicht egal?
Scheißegal, wie die Teller stehen, ist es nicht.
Der Hauptgang muss schon zum Gast gucken.
Mein Hauptgang war erst mal Sammy's Richtung.
Du gehst ins Theater und die Bühne ist hinter dir.
Macht keinen Sinn.
Darf ich den Teller richtig machen?
Erst mal andersrum machen.
So.
Dankeschön.
Sie kam dann auch und hat gleich wieder umgedreht.
Auch hätte sie den Teller nicht wieder umgedreht,
ich hätte ihn auch umdrehen können.
Das war jetzt nicht so.
Alles gut, Belgien.
Der Chef serviert die übrigen Speisen.
Filetti di Sogliola Alvino, Seezungenfilet für Lars.
Vor Jürgen steht die bereits bestaunte Kalbsleber.
Das Lammkarree schaut jetzt Belgien an.
Und Sammys Wahl ist auf das Kalbskarree-Steak gefallen.
Die Profis schnabulieren wacker drauf los.
Und Vittorio ahnt Geschmäcklerisches.
Ein oder die andere wird bestimmt was zu sagen haben,
weil die eine macht das so,
und die andere denkt, das muss nicht so durch,
und die andere muss mehr durch.
Das ist normal.
In der Gastronomie ist das nun so.
Man kann nicht alle Geschmack treffen.
Wie ist es denn bei Lars?
Ich habe meine Seezunge bekommen.
Kurz ein bisschen irritiert, weil die Soße oben drüber war.
Ich persönlich mag das nicht.
Er will erst mal sehen, was ich damit zu tun habe.
Dann treffe ich die Entscheidung, ob ich sie rüberziehe oder nicht.
Oben drauf ist Weißweinsoße, die sehr gut abgeschmeckt ist,
passend zum Fisch, passend zum Gericht.
Dann hatte ich Kartoffeln mit drauf.
Die sind wahrscheinlich angebraten, angebacken,
sind geschmacklich gut, leicht gesalzen.
Hat die Schockenherzen.
Die sind hier in dem Fall gegrillt.
Das, was ein bisschen verkohlt ist, ist sehr intensiv
und macht den Geschmack von der Artischocke kaputt.
Wenn ich sie vergleiche mit den Seekurzungen,
die ich bis jetzt in meinem Leben gegessen habe,
ist sie eine gut gegarte Seezunge, die mich nicht von Socken haut.
Ist Jürgens Kalbsgericht ein Aus-den-Socken-Hauer
oder eher ein Leberhaken?
Ich habe Kalbsleber bestellt.
Dazu gab es Gemüse.
Die Leber ist gut gebraten, war nicht blutig, war nicht durch.
Geschmacklich sehr gut.
Ich muss nicht nachwürzen.
Bei mir alles in Ordnung.
Belgien stochert eher lustlos in ihrem Lammteller herum.
Ich hatte Lammkarree mit scharfer Tomatensoße.
Ich fand es traurig,
dass mein Fleisch von der Soße einfach ertrunken wurde.
Sag doch mal, der Vittorio hat die schönen Sachen
einfach unter der Soße verschwinden lassen.
Aber neben dem Soßenüberschuss hat Belgien noch ein Problem.
Der Zitronengeschmack wurde in der Karte beschrieben,
aber fehlt hier im Gericht.
Die sind zwar dabei, wurden gegrillt, aber es ist übergrillt.
Was findest du mit Zitronenblättern?
Entschuldigung, da könntest du für Ziege geben,
aber nicht für Menschen.
Ziege, oh Ziege, du bleibst wunderschön.
Du siehst auch, wenn ich so gehe, die sind übergrillt.
Deswegen gibt es noch mal den Bitterstoff ab.
Zitronenblätter sind immer bitter.
Das ist nicht zum Essen, nicht zum Braten.
Wenn man sie noch mal grillt und übergrillt,
gibt es einen negativen Geschmack.
Die sehen recht schwarz aus, die angekokelten Blätter.
Wie das wohl gemeint ist? Mal den Chef fragen.
Ah, da ist er ja.
So, Leute, ich möchte dann eure Kritik hören.
Ich mach es kurz und schmerzlos.
Dein Fleisch war super.
War richtig zart, war gut.
Was mich gestört hat, weil ich das Fleisch super toll fand,
auch vom Geschmack, dass du es mit der Soße so überlappt hast.
Weil dieser Lammgeschmack ist dann nicht mehr hervorgekommen.
Man hat nur noch die Soße geschmeckt.
Das Gericht ist so, mit scharfes Tomatensoße überzogen.
Hättest du mir vielleicht sagen können später,
das steht aber überzogen.
Das kann der Gast nicht wissen,
dass das Fleisch so von der Soße ertrinkt wird.
Okay, da steht Soße, aber so von welcher Art, in welchen Mengen.
Soße dient dazu, dass man das Fleisch vielleicht dazu tuckt.
Es war ja mehr Suppe und Fleisch mit drin.
Bleibt noch die Zitronenblätter-Frage.
Ich habe die nicht geschmeckt.
Die sollte man wahrscheinlich nicht schmecken?
Nein.
Die Lammscheibe ist auf Zitronenblätter gegrillt.
Der Zitronenblätter dient dafür,
dass der Lamm nicht so streng vorkommt mit dem Geruch.
Er zieht den geschmeidigen Geruch von Zitronen.
Wenn die Blätter verbrannt sind, entwickeln sie einen bestimmten Duft.
Okay, sind sie in dem Fall.
Die sollten auch so verbrannt sein, die Blätter.
Ja, die sind verbrannt, das ist nur Deko.
Deko, er hat gesagt, es sollte Deko sein.
Dadurch, dass die verkohlt waren, war es für mich keine Deko mehr.
Auf ein neues Freunde der gepflegten Unterhaltung.
Vittorio gegen Sammy, das Duell der Mittelmeerkoch-Giganten.
Wie schmeckt das Kalbskarree?
Der Kalbskarree-Degas-Prozess und der Braten war perfekt.
Für mich, da war der Casino eigentlich dazugehört.
Das ist Spinat, ne? Ja.
In Rotzustand.
Dann haben wir noch das Falterbeilage, ein Spinat in Garzustand.
Dann haben wir Mangold.
Aber Mangold, ehrlich gesagt, konnte ich das nicht identifizieren,
weil er sehr, sehr dunkel ist.
Ich kenne das fachlich.
Mangold blanchiert man ganz kurz mit Eis,
damit die grüne Farbe behält.
Dann schmeißt man leicht in Butter und dann hast du die Grüne.
Aber auch wenn er grün gewesen ist, die Grenze bei dem Zusammenhang,
also der Geschmack ist nicht perfekt.
Die Beilage ist immer eine Ergänzung für das Hauptprodukt dabei sein.
Das müssen die zusammen harmonieren.
Wenn man jetzt einen Kalbskarree bestellt,
das Kalbskarree ist das Gericht.
Was daneben steht, ist eine Beilage.
Das steht bei, das ist daneben.
Ich glaube, ich will nicht sagen, dass du dir erleichtern machst.
Wir haben 4 gleiche Beilage, obwohl wir haben 4 andere Gerichte.
Da hat Semi recht. Das sieht alles nun ja ähnlich aus.
Wenn man eine große Karte hat,
dann versucht man irgendwo nicht mehr minimal
eine Kreativität im Land zu bringen.
Oha, das kratzt am sizilianischen Stolz,
schreit fast schon nach Rache.
Ich kann jemanden mit Wörtern erschießen,
aber tot ist er, wenn ich ihn mit einem Pistoler schieße.
Äh.
Ich werde mir nachher die Mühe geben,
da ich auch seine Karte habe, werde ich die Gerichte zählen.
Werde ich dir sagen, wie viele Gerichte mehr wir haben.
Vielleicht sind es sogar weniger.
Immer noch Karte kleiner machen und frischer werden.
Frischer?
Ja, frischer.
Glaubst du, du hättest den Blattfisch heute Morgen vom Markt geholt?
Nein.
Die letzte Runde im Katani ist eingeläutet.
Vittorio und sein Team arbeiten bereits mit Hochdruck am Dessert.
Das ist eine eingelegte Birne.
Selbst eingelegt?
Nein, das kaufe ich.
Das lohnt sich nicht selber zu machen.
Könnte man, aber wofür braucht man nicht selber zu machen.
Dann nehmen wir noch eine Orangenschale.
Diese drapiert der Chef in filigranen Streifen aufs Tablett
und klemmt die Birnchen in die andere Ecke.
So, dann machen wir die Feige erst mal so.
Ein bisschen mit Zucker karamellisieren.
Reichlich Zucker und Feigen.
Eine unschlagbare Karamellkombi.
Diese Feige werden sich karamellisieren mit dem Zucker,
sobald das Zucker schmelzt.
Aber solange das karamellisiert wird, können wir weitermachen.
Das dauert noch ein bisschen.
Dann können wir unsere Cannolischale ausfüllen.
Was ist das?
Cannoli ist ein typisches sizilianisches Dessert.
Es besteht aus Mehl, Öl, Rotwein.
Das wird dann frittiert.
Aber davor, diese Form, gibt es ein Rohr aus Edelstahl oder Bambus,
je nachdem, was man benutzt, der in eine Seite geschnitten ist,
dass das als Federn dient.
Wenn sie fertig frittiert sind,
kann man diese Federn zusammendrücken und rausziehen.
Derweil sind die Feigen mutig karamellisiert
und landen bei Birne und Orange.
Zurück zu den Cannoli.
Wir haben jetzt eine Tiramisu-Creme.
Das heißt nicht, dass die nach Tiramisu schmeckt.
Das ist die gleiche Konsistenz wie die Tiramisu-Creme,
etwas stärker, mit Schokogeschmack.
Die füllen wir einfach so.
Tun wir das so rein, drücken.
Dann haben wir eine Seite und dann die zweite Seite.
Das muss ein bisschen mehr sein.
In Sizilien muss alles mehr sein.
Dann nehmen wir unsere geschrötete Nüsse mit Schokoladen,
Pistazien, Walnüsse, Haselnüsse.
Das sind alles geröstet.
Einfach nur reindicken.
Ein Sizilianisches Schokonusshörnchen.
Das ist einmal.
Jetzt machen wir den Zweiten.
Dann nehmen wir für eine andere Creme.
Das ist eine Walnusscreme.
Das Verfahren bleibt gleich.
Schon mal ein leckerer Augenschmaus.
Wir nehmen jetzt das Ricotta-Füllung.
Das ist ein für sich ...
Wenn man sagt Canolo Siciliano, versteht man unter dem Ricotta.
Das ist die Traditionelle.
Aber Vittorio hat noch einen 4. Spritzbeutel im Ärmel.
In Sizilien gibt es 2 Sachen, die die ganze Welt kennt.
Eine davon ist Pistazie, die andere ist die Mafia.
Kennen wir beides, freuen uns aber mehr auf Pistazie.
Jetzt sollte Vittorios Arrangement aber vollendet sein.
Das ist der fertige Teller.
Ein Traum in Röllchen.
In Catanea harren die Profis der Nachspeise.
Und schon wandert sie an den Tisch.
So, mein Lieber, wir haben hier eine Tartufo.
Der letzte Gang.
Lars freut sich wie Bolle aufs Trüffeleis mit Sahne.
Das heiße Herz, also das Schokotörtchen mit Feigen,
ist für Belgien.
Der kritische Samy möchte die Cannoli Siziliani kosten.
Und Jürgens letzte Wahl ist auf die Profiterolle gefallen.
Dann lasst es euch gut schmecken.
Buon appetito.
Die Profis erliegen der süßen Versuchung
und naschen vom zuckerigen Allerlei.
Ob Belgiens Herz jetzt tanzt?
Ich habe das heiße Herz bestellt.
Das ist ein Schokotörtchen,
was drinnen noch relativ flüssig ist, so wie es sein muss.
Ich glaube nicht, dass sie selbst gemacht ist.
Ich finde es aber nicht schlimm.
Das ist mein Geschmack, ich liebe Schokolade.
Daher kann man bei mir mit Schokolade nicht viel falsch machen.
Das Herz ist tatsächlich selbst geklöppelt, nun ja.
Wie schmeckt es, Papa Bär?
Dann gibt es solche Sachen mit einer Cremefüllung.
Hier ist es eine Sahnefüllung und darüber eine flüssige Schokolade.
Es ist eine fertige Geschichte.
Ich würde das nicht selbst gemacht haben.
Das kriege ich in jeder TK-Variante und war nicht angerichtet.
Aber das brauche ich nicht noch mal.
Wobei ich eines sagen muss,
dass wir heute mit einer ganz anderen Erwartungshaltung rangegangen sind.
An die Sache nach den Vorkenntnissen,
nach den Erklärungen von Vittorio und seinen Ansprüchen,
die er die letzten Tage gezeigt hat.
Da bin ich nicht der Einzige, der enttäuscht ist vom Dessert.
Die Windbeutel sind gekauft, aber die Schokosoße ist hausgemacht.
Wie mundet das Trüffeleis Lars?
Das ist ein fertiges Produkt.
Das sieht man hier in der Struktur.
Ich wüsste nicht, wie man es hinkriegt,
das so gleichmäßig in die Kugel zu drücken bzw. in die Halbkugel.
Aufgewertet wurde es noch mal durch Kaktusfrucht.
Die muss man mögen, ich mag sie nicht.
Da das Tartufo ein klassisches italienisches Dessert ist,
was ich vorher nicht gegessen habe bis jetzt in meinem Leben,
rechne ich damit, dass eine heiße Schnecke um die Ecke kommt.
Dann ist es eine Maus in alten Jeans.
Aber es ist okay.
Ich würde es nicht wieder bestellen.
Ich habe es vorher nicht bestellt, bestelle es auch nicht wieder.
Das Tartufo ist wirklich zugekauft.
Aber wie sind die Original-Cannoli?
Ich habe mein Lieblingsgericht aus Sizilien.
Der frische Gebäck mit einer gewissen Füllung von Ricotta.
Es gibt Füllungen mit Ricotta, Pistazien und das.
Ich muss ehrlich sagen, das hat mir sehr gut geschmeckt.
Aber ich bin ziemlich sicher,
weil ich so viele italienische Freunde habe,
die selber solches Gebäck kreieren und machen.
Das ist ein fertiges Produkt.
Es ist alles gleichmäßig.
Das hat man vorher gesehen.
Schade, habe ich nicht 2 oder 3 gelassen.
Alles gleichmäßig, das ist eine reelle Geschichte.
Zumindest der Außenhöhler.
Die Füllung weiß ich nicht.
Aber vom Geschmack her ist es okay.
Hat geschmeckt.
Aber das war nicht die...
Der Wumme hat gefehlt.
Die Schlacht ist geschlagen.
Und Vittorio stolziert heran,
um den Mitstreitern die Rechnung zu präsentieren.
Wer ist die mutigste von euch?
Habe ich mir gedacht.
Dankeschön.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis fließt in die Wertung der Profis ein.
Was kostet hier die Welt?
Der Betrag ist 318,53.
190 Euro Essen.
190 durch 4 sind 45.
Knapp 50 Euro.
Ich hatte mehr Erwartung vom Essen.
Wir haben in den letzten Tagen viel gehört.
Wir haben viel Input gekriegt.
Ich hatte einen guten Eindruck.
Ich habe null Affinität zur italienischen Küche.
Es war für mich ein interessantes Battle die letzten Tage
zwischen dir und Vittorio.
Ich hatte mir mehr erhofft auf dem Teller.
Wir haben aber festgestellt,
dass die Karte in der Größe schwer umzusetzen ist.
Ich hoffe, dass wir das hier ein bisschen anbringen konnten.
Auch wenn sich das blöd anhört.
190 Euro, wenn jetzt alles geklappt hätte, finde ich in Ordnung.
Wie viele Flaggen hissen die Profis im Katanee?
Was glaubst du, Vittorio?
Ich denke, 9 Punkte hätte ich mir vielleicht verdient.
8 Punkte.
Ist doch amtlich. Was sagt Belgien?
6 Punkte.
7 Punkte.
Für den heutigen Abend
gebe ich unserer süßen Vittorio 7 Punkte.
Macht summa summarum 28 Zähler für Vittorio.
Somit bleibt Belgien Spitzenreiterin.
Nur einer kann das noch ändern.
Morgen steigt bei Lars das große Finale im Genusstresort.
Ein Restaurant ist für mich etwas ganz anderes.
Vittorio schlägt wieder zu.
Das ist für mich keine Gorgonzola-Soße.
Das ist eine andere Soße, die ich nicht definieren kann.
Und Lars schlägt zurück.
Ich mach die Jungs fertig. Ich mach sie richtig fertig.