Starker Start! Die Vorspeisen werden hoch gelobt. Das Wassermelonen Sashimi schmeckt wie echter Thunfisch und die Arbeit, die hinter jedes Gericht steckt, ist bemerkenswert! Ob die erste Tendenz schon die 10 Punkte erreicht?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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►“Achtung Kontrolle“ auf YouTube: www.youtube.com/@Achtung_Kontrolle
Die Daumen von Jens, Sophia, Dirk und Alessandro
am Ende des Wettkampftages auch nach oben zeigen?
Denk mal.
Denk mal, dass es gut wird.
Ein 3. Wortspiel.
Sehr schön.
Es wird genauso eintreffen.
Das sage ich euch jetzt schon mal voraus.
Herzlich willkommen.
Geht ruhig schon mal rein.
Sucht euch einen Platz.
Dann sehen wir uns gleich.
Bis gleich.
Wenn ihr glaubt, wir servieren im Denkmal einfache Gerichte,
dann denkt noch mal drüber nach.
Damit herzlich willkommen im Restaurant Denkmal.
Ich bin wirklich gerade von allem etwas geplättet.
Es ist eine ganz andere Atmosphäre.
Der 1. Eindruck war schon auch wow.
Ja.
Schon schlicht.
Ich habe so viel Besteck bei mir liegen,
wie wir gestern zusammen hatten.
Mehrere Gänge eingedeckt.
Da war ich persönlich schon überfordert.
Stoffservietten fand ich richtig gut.
Spätestens da war mir klar, das wird eine ganz andere Nummer.
Definitiv im Fine-Dining-Bereich.
Ich glaube, da triffst du es komplett mit.
Ist ganz klar zu erkennen,
wenn man mehrere Bestecke hat, Stoffserviette.
Diese vorsichtige Eleganz, die man dort wahrnimmt.
Richtig eingeordnet.
Das ist auch ganz interessant.
Das ist vom Malteser-Hilfsdienst anscheinend eine geförderte Lokalität.
Schön, tolle Geschichte.
Hättest du Thomas so eingeschlossen?
Nein, er hat mich überreicht.
Definitiv, auf jeden Fall.
Jetzt muss Thomas liefern.
Hi, Jens.
Hi.
Wir starten mit der Vorspeise.
Was machen wir heute?
Wir machen Wassermelonen-Sashimi und Sushi-Reis.
Bis jetzt kannte ich Wassermelone am Strand als Erfrischung.
Aber in der Form so noch nicht.
Wenn man offen ist, kann man es mitnehmen und klauen.
Ich habe den Sushi-Reis gewaschen.
Den waschen wir 4-mal ab.
Lassen den in Wasser liegen,
damit der die Rückstände vom Schroten und der Körnung verliert.
Das ist ein Rundkornreis, der wird oft gemahlen.
Dadurch hat man die ganzen Rückstände.
Gut erklärt.
Zu einem Teil Reis kommt ein Teil Wasser.
Dann legen wir getrocknete Kombu-Algen rein.
Was genau ist das?
Das ist wie Seetang.
Du kannst dir riesige Blätter vorstellen,
die im Meer schwimmen.
Die werden geerntet, getrocknet.
Hier sieht man durch das Meerwasser die Salzrückstände.
Das gibt einen herben Geschmack, geht in die asiatische Richtung.
Das legen wir mit rein.
Nach dem Aufkochen muss der Reis 30 min ziehen.
Hier haben wir den Reis, wie er fertig ist.
Das Kombu-Blatt brauchen wir nicht mehr.
Sieht komplett anders aus als im trockenen Zustand.
Für noch mehr Geschmack
kocht Thomas einen Reisessigfond mit Salz und Zucker auf
und vermengt ihn mit dem Reis.
Durch den Essig wird sich die Struktur lösen.
Wir lassen den noch 4 h durchziehen.
Dann können wir den weiterverarbeiten.
Interessant zu sehen, wie der Reis zubereitet wird.
Ich habe es in der Vergangenheit öfter versucht,
Sushi privat zu machen.
Beim Reis ist es immer kläglich gescheitert.
Das ist eine eigene Wissenschaft.
Dieser Sushi-Reis wird von uns lapidar gemacht.
Da musst du in Japan 3 bis 5 Jahre über den Reis machen,
bevor du Sushi anfassen darfst.
Für das Melonen-Sashimi wird eine Melone von der Schale befreit.
Das ist egal, wie wir die runterschneiden,
weil die nachher noch fein gewürfelt wird.
Aber ich will dickere Scheiben.
Wenn ich eine Wassermelone versuche zu garen und die zu dünn ist,
zerbricht mir die direkt.
Dann verliert die die Struktur.
Zirka gleich große Stücke.
Die packen wir uns in einen Sous-vide-Beutel.
Jetzt kommen hier 3 bis 4 Nori-Blätter rein.
Die Nori-Blätter sind die, die um die Sushi-Maki gerollt sind.
Dieser Geschmack lässt die Anmutung an einen Fisch aufkeimen.
Die volle Geschmackströnung bringt der Sud aus Gemüsebrühe,
Sojasauce, Reisessig und Rauchöl.
Das lassen wir ein bisschen auskühlen, vakuumieren es.
Dann kommt das bei 90° in den Ofen für eine Viertelstunde.
Dann liegt das bei uns im Kühlhaus noch mal 4 Tage.
Wir brauchen Zeit, bis dieses Aroma reingezogen ist,
bis die Wassermelone eine Struktur hat.
Die habe ich schon mal vorbereitet, die können wir schneiden.
Da sieht man, wie viel Herzblut, wie viel Arbeit da drinsteckt.
Die vorbereitete Melone wird nun in Streifen geschnitten.
Wenn man das aufschneidet,
geht das ein bisschen in die Richtung wie ein Thunfisch.
Dann schneiden wir das in Würfel.
Was man aus einer Melone machen kann,
hätte ich im Leben nicht gedacht.
Das sah aus wie Thunfisch, das war schon krass.
Echt cool, richtig cool.
Das wird noch angerichtet mit dem Sushi-Reis.
Ich würde es dir gern zum Probieren geben, aber du kriegst es später.
Ich freue mich auf jeden Fall drauf.
Das riecht schon richtig gut.
Thomas und Restaurantleiterin Manuela
servieren die verschiedensten Vorspeisen.
Guten Appetit.
Was ich da sehe, ist totschick alles.
Dirk und Alessandro haben den Caesar Salad
mit Roulade vom Schwarzfederhuhn und Tête du Moine Käse bestellt.
Das Schwarzfederhuhn ist französisches Edelgeflügel.
Das wird nicht so schnell trocken.
Maiszufütterung, Freileben, stark.
Ich habe bei den Troutern angefangen,
das ist einfach so saftig und super.
Schwarzfederhuhn, nicht Troutern.
Auf den Punkt die Farce, die da noch mal eingearbeitet ist.
Sehr schön und trotzdem saftig, finde ich mega.
Die Farce wird aus den Innenfilets vom Schwarzfederhuhn gemacht.
Da kommen Sardellen mit rein, weißer Portwein, etwas Sahne,
Salz, Pfeffer und ein bisschen Muskat.
Tête du Moine, den hat er auch noch mal glasiert.
Das kannte ich gar nicht.
Tête du Moine, diesen Käse, den kennt ihr vielleicht,
so runterscharf, sehr aromatisch.
Was mich total geflasht hat, sind die eisten Senfcreme.
Das war dieses Wow, diese kalte Senf einfach.
Es war eine mega Überraschung und hat mich im Mund wirklich überrascht.
Den Salat, so in einem Stück, auch noch nie gesehen.
Was ich ganz spannend finde mit dem Salat,
er hat ihn im Dressing gemengt und dann wieder zusammengebaut.
Genau.
Mit einem Hauch Knoblauch, einem Hauch Sardelle.
Sehr schön.
Und mit dem Sardellenfilet ist die Assoziation wie vom Dressing
für ein Seersalat wiedergegeben.
Klasse.
Einfach fantastisch.
Es stimmt, richtig gut.
Starker Start, oder?
Das war schon sehr, sehr stark.
Da schließe ich mich an.
Richtig starker Start.
Weiter zum nächsten Kunstwerk.
Sophias Pfifferling-Cremesüppchen mit getrüffelter Brioche.
Meine Suppe sieht fantastisch aus mit der Trüffel oben drauf.
Ich liebe Trüffel.
Ich hoffe, das schmeckt so, wie das aussieht.
Der Pilzgeschmack ist sehr dominant
und kommt sehr gut zusammen mit der Trüffel.
Und die Creme von der Suppe war so eine sanftige Konsistenz.
War richtig, richtig gut püriert.
War richtig lecker.
Drinnen hatte ich ein Stückchen Brot.
Das passt sehr gut zusammen zu der Suppe.
Ich finde das noch besser, dass die Suppe in diesem Moment reinkommt.
Wenn die Suppe schon rein wäre,
dann wäre der Brioche schon richtig geschmort.
Dann hätte man nicht gemerkt, dass ein Brioche da drin ist.
Ja, da hat sie recht.
Das ist natürlich schön, dass die Suppe am Gas eingegossen wird.
Dann ist dieses wunderschöne Buttergebäck
eben nicht völlig aufgeweicht.
Der Preis, 18 Euro für die Suppe, ist gut.
Es ist eigentlich schon eine Menge mehr dahinter.
Genau, deswegen meine ich, das ist wert für den Preis.
Ja, absolut.
Jens Wassermelonen-Sashimi schlägt mit 17 Euro zu Buche.
Der Anblick unbezahlbar.
Ich hätte es vielleicht Tartar genannt,
weil Sashimi ist für mich eher das breite Aufgeschnitte,
was wir vorher mal gesehen haben.
Der Reis ist genau so, wie ich mir vorgestellt habe,
richtig schön bissfest.
In Kombination mit dem Sashimi, wenn ich nicht wüsste,
dass das Melone ist, das ist z.B. so ein Punkt,
da könntest du jemanden mitten das Licht führen,
weil du merkst nicht, dass das ...
Man denkt, es ist fast dunkel.
Das ist verrückt.
Sensationell umgesetzt.
Dann gibt es hier so eine Wasabi-Mayonnaise, superlecker.
Die zergeht auf der Zunge.
Was ich auch richtig schön fand, dass die Wasabi-Note zwar da war,
also die Schärfe von der Wasabi, aber dezent im Hintergrund.
Die war nicht so prägnant, wie man das von Kübelchen kennt,
wo sofort die Schärfe in die Nase schießt.
Wenn ich es nicht gewusst hätte,
hätte ich mir wahrscheinlich so nicht bestellt.
Weil es einfach in der Kombination
mir vielleicht eine Spur zu verrückt gewesen wäre.
Weil ich bin ja mehr der bodenständige Esser.
Aber absolut top.
Sehr cool eingeordnet von Jens, richtig schön.
Lässt sich da richtig drauf ein und gefällt ihm.
Was Thomas jetzt gefallen würde, ist eine angemessene Punktzahl.
Die 1. Tendenz schätze ich mal so im Schnitt auf 34.
Das ist nett.
Damit ist er überhaupt nicht übertrieben
und zeigt eine gewisse Bescheidenheit.
Und sollte erreichbar sein.
Sophia, magst du anfangen?
Thomas, du liegst bei mir heute.
Schon bei der 9.
Oh, vielen Dank.
Ich hätte sofort eine 10er geben können.
Nur habe ich gesagt,
dann warte ich bis zum Hauptgericht und der Nachttisch,
dass ich ein bisschen Luft habe dazwischen.
Bei mir ist es auch die 9.
Dankeschön.
Bei mir liegst du schon bei einer 10.
Grazie.
Da kann ich mich echt nur anschließen.
Danke für das Erlebnis.
Vielen, vielen Dank für die 1. Tendenz.
Ich hoffe, es geht so weiter.
Überrasche uns.
Wow, wow, wow.
Starke Tendenz und verdient.
Ich bin super zufrieden.
Ich bin v.a. froh, dass sie zufrieden sind.
Das ist für mich immer die Hauptsache.
Man ist eigentlich noch gespannter, was noch kommt.
Ja, ganz genau.
Kann ja diesen...
...Latte noch toppen.
Thomas, Chef der Partie Nils, ist seit 6 Monaten im Betrieb.
Hallo.
Moin.
Hi, Jungs.
Hi, Nils.
Ich mache mit euch Teile des Hauptgangs.
Deutsches Duroc.
Duroc ist eine Mischrasse aus Amerika.
Zwischen Iberico und Jersey-Schwein.
Du hast von dem Iberico supergeiles Fett.
Und das Jersey, das robuste und kernigere.
Das hat er gut erklärt.
Bei dem Duroc kannst du das Fett super mitessen.
Ich lasse meinen Deckel dran.
Lässt das Fleisch länger saftig werden.
Macht das auch Spaß.
Das Fleisch wird von der Silberhaut befreit
und auf 160 g portioniert.
Ich salze es sehr ordentlich.
Weil ich will, dass das Fett nach was schmeckt.
Soll ordentlich Salz annehmen.
Ich stehe auf so was.
Ich esse so was locker weg.
Und jetzt die Nussbutter.
Hab ich selber gemacht.
Immer besser.
Nussbutter kann man nicht kaufen.
Hab ich schon Schreiben bekommen.
Wo kann man das kaufen?
Nussbutter ist nichts anderes
wie eine leicht braun gewordene Butter.
Die auf kleiner Flamme schäumt.
Dann kriegt die ein nussiges Aroma.
Wenn ich sehe, es fängt an zu dampfen.
Dann setze ich mir das da rein.
Das lasse ich ordentlich aus.
Damit es schön knusprig wird.
Du kriegst eine schöne karamellige Kruste.
Wieder was dazugelernt.
Dann kriegt ihr das hinterher auf den Teller.
Das sieht mega aus.
Da kann man auch nur sich drauf freuen.
Für das Duroc setzt Nils
eine Jus aus Zwiebeln und Bockbier an.
Dann lasse ich das wie ein Sirup einkochen.
Ich will nur die Süße drin haben.
Ein Bockbier ist schon eher kräftiger.
Mit 7,1%.
Bockbier ist ein Starkbier.
Ich mache da ein bisschen Thymian rein.
Da kommt nicht mehr viel drauf.
Kein Lorbeer, kein Wacholder.
Ich gieße mir das Ganze mit meiner Jus auf.
Es wird ein richtig schöner, kräftiger Sud.
Mit der Zwiebel.
Schöne Süße mit reinbringen.
Das kocht nebenbei.
Jetzt mache ich noch die Beilage dafür.
Das ist eine Sellerie-Rolle.
Ich habe mir meinen Sellerie runtergeschält.
Den spannen wir ein.
Wir kurbeln den über das Messer fein runter.
Ganz ehrlich, so eine Aufschnittmaschine
hat man eher nicht zu Hause.
Das ist supercool.
Da kannst du wie hier mit der Sellerie arbeiten.
Großen Ofen, Kartoffeln, breite Bahnen.
Sehr cool.
Das wird hier fein draufgezogen.
Das mache ich mir als Rolle.
Ich gare das Sous Vide.
Ein bisschen von meiner Jus.
Dann nehme ich nicht die Bier-Jus.
Wäre langweilig, wenn alles gleich schmeckt.
Ich nehme etwas von meiner normalen Kalbs-Jus.
Ein bisschen Nussbutter.
Das fertige Produkt sieht hinterher so aus.
Welche Temperatur, wie lange?
Ich dämpfe immer bei 99°.
Das ist das Sous-Vide-Verfahren ohne Sous-Vide-Becken.
Das ist auch der Wasserdampf, der dein Produkt hat.
Zwischen 7 und 9 Minuten.
Du hast es quasi lagerfähig gemacht.
Du bist gewappnet.
Ich würde sagen, wir gehen wieder zurück.
Wir freuen uns drauf.
Bahn frei für den Hauptgang.
Alessandro bekommt die Cappelletti im Tomatensud
mit Ricotta und Eigelb.
Das ist superschön.
Schau mal, die Cappelletti, Tomatensud.
Und wer isst das?
Der Italiener.
Portionsgröße ein bisschen wenig.
Ich war ein bisschen enttäuscht.
Als Italiener waren die Nudeln ein bisschen zu wenig.
1, 2, 3, 4, 5 Stück, echt zu wenig.
Aber wie schmeckt es denn?
Die Cappelletti waren auf dem Punkt gekocht.
Sehr lecker, bissfest.
Cappelletti sind geformt wie so eine Käppi.
So sahen die auch aus.
Die sind dann halt gefüllt.
Die Füllung ist eine Ricotta-Käse-Füllung.
Nicht so salzig.
Diese Füllung hat mich nicht so richtig vom Mokka gerissen.
Wirklich?
Für 26 Euro denke ich, das ist ein bisschen zu teuer.
Weil auch sehr wenig Nudeln waren.
Man sieht, dass das auch hausgemacht worden ist.
Trotzdem hat irgendwas gefehlt,
was mich nicht so nach oben geschossen hat wie die Vorspeise.
Ich kann es nicht nachvollziehen.
Ich finde auch die Menge top.
Ich finde das Handwerk dahinter spitzenmäßig.
Aber müssen wir akzeptieren.
Nun zu einem alten Bekannten, dem japanischen Wagyurind.
Da ist mein Tafelspitz. Bin ich gespannt.
Könnte es da Kritik geben, Thomas?
Schwierig, was man am Wagyurtafelspitz kritisieren könnte.
Man kann immer mal einen schlechten Tag haben.
Aber so, wie wir das rausgegeben haben,
gehe ich davon aus, dass alles gut war.
Einen Tafelspitz kennen wir alle von Oma.
Das wird gekocht und gekocht.
Irgendwann ist es weich.
Das habe ich medium, minus, also englisch plus,
so dazwischen ungefähr.
Da hätte es einen kleinen Touch mehr sein können.
Aber es hat dem Geschmack überhaupt nichts ab.
Ich hätte es auch sagen können.
Alles gut.
Hätte man dich fragen können.
Das stimmt. Sie hätten mich auch fragen können.
Das stimmt.
Das ist kein Allerminütsteak, wo man nach medium...
Das ist die Philosophie des Hauses.
Muss nicht unbedingt immer so sein.
Ich habe eine starke, kräftige, aromatische Jus.
Unterstützt das Fleisch total.
Du hast eine leichte Säure von der Brombeere.
Die aber von der stückigen Brombeere obendrauf
noch mal verstärkt wird.
Perfekt abgeschmeckt, Cremigkeit.
Es waren keine stärken Mehlsorten oder sonst irgendwas dazwischen.
Schön.
Die Pommes dauphinoise ist wirklich ein richtig schöner,
cremiger Kern.
Es ist richtig schön fluffig, noch mal nachgebacken.
Nicht zu dunkel.
Durch die krosse Lasur von außen, vom Backen, mega gemacht.
46 Euro ist natürlich erst mal eine stolze Summe.
Es ist qualitativ vom Fleisch echt eine hochwertige Nummer.
Würde ich so durchgehen lassen.
Gut eingeordnet, 46 Euro für diesen Aufwand, diese Qualität,
diesen schönen Teller.
Ist total gerechtfertigt.
Können sich Thomas und Nils mit ihrem Hauptgang ein Denkmal setzen?
Der Hauptgang ist durch, ich habe mal den Nils mitgebracht.
Hallo Nils, mein Co-Piloter heute in der Küche.
Na Jungs, nervös?
Ich meine, die Hauptgänge haben wir sehr gut geschickt.
Aber Nervosität ist immer da.
Ja, ist klar, ist immer, wie bei mir auch.
Jens analysiert den Rücken vom Thüringer Durock-Schwein
mit Bockbierschü.
Ich finde, es schaut ganz toll aus auf der Garpunkt-Klasse.
Ich habe nur eine Frage.
Es ist ein kleines bisschen beim Schneiden ein bisschen schwierig.
So wie ich es gesehen habe, hätte ich gedacht,
das Messer fällt mehr oder weniger durch.
Aber es war ein bisschen schwierig leider.
Das ist nicht der Fall, man sieht es.
Vielleicht war das Stück ein bisschen sehnisch.
Fleisch kannst du nicht beeinflussen.
Du kannst nur dir das Stück anschauen, das sah super aus.
Wie es sich hinterher schneiden lässt oder vom Biss her ist,
das ist auch immer ein Punkt, den man nicht beeinflussen kann.
Da hat er recht, man steckt am Ende nicht drin.
Das war ein bisschen schade.
Das hat mir ein bisschen das Herz geblutet.
Und zwar, weil du es auch ansprechen musst.
Wir sind ja in einem Wettkampf.
Aber es ist ihm unangenehm.
Aber das darf man sagen, Jens.
So sympathisch, wie du das gerade machst, ist das kein Problem.
Ich bin kein großer Sellerie-Freund,
aber die haben mir richtig gut geschmeckt.
Richtig schön bissfest, das war gut.
Schön angebraten oben.
Die Pilze haben mir richtig gut geschmeckt.
V.a. Bockbeer-Juice, richtig schöne Süße drin.
Diese Malzsüße kam wunderbar durch.
Bier ist für jeden, da steht er drauf.
Ansonsten vom Feinsten, ich bin sehr glücklich.
Danke schön.
Sofias Ticket zum Glück,
die gelbflossen Makrele an Beurre Blanc und cremigem Risotto.
Diesen Fisch kenne ich gar nicht.
Wollte ich deswegen probieren.
So eine gelbflossen Makrele ist auch was Besonderes.
Meistens kommt die aus dem australischen Raum
und steht für ihre wirklich buttrige Note.
Der Kruster von dem Fisch, richtig schön fest.
Das Fisch, sehr schön saftig, gefällt mir sehr.
Der Fisch war richtig mild, feiner Geschmack.
Mir hat persönlich sehr gut gefallen.
Wovon kommt die Grüne bei dem Risotto?
Da verarbeiten wir Spinat mit drin.
Richtig lecker.
Das Risotto, Al dente, wie ich liebe.
Das Risotto war richtig cremig.
Das läuft richtig gut.
Diese Orange.
Orangencreme.
Sehr lecker.
Kleine Bittere von der Orange.
Richtig lecker, finde ich persönlich.
Orangegelee ist mit einer Zitrusfrucht
sehr passend zum Fisch.
Vielen Dank.
Seid ihr happy mit dem Feedback?
Auf jeden Fall.
Ich glaube, damit können wir sehr gut leben.
Das bisschen Kritik ist gerechtfertigt.
Eingang steht noch aus.
Was machen wir denn?
Wir machen das Dessert zusammen.
Wir machen den Mandelkuchen und das Lavendelsorbet.
Die Komponente mit Lavendel und Mandelkuchen kenne ich nicht.
Aber ich finde das interessant.
Ja, ist es auch.
Lavendel, den Geschmack, den Geruch hat jeder in der Nase.
Und da drauf ein Sorbet zu machen, sensationell.
Wir fangen mit dem Sorbet an.
Ich habe mir hier einen Sirup vorgekocht.
Der besteht aus Wasser, Lavendelblüten und Zucker.
Da geben wir Zitronensaft zu, weil das sehr süß ist.
Weil wir auf der Karte auch Pfirsich stehen haben,
haben wir hier ein Pfirsichpüree.
Vom weißen Pfirsich.
Muss das vom weißen Pfirsich sein?
Wenn wir einen anderen Pfirsich hätten,
dann würde sich die Farbe ändern.
Wir wollen nachher den Lavendel im Vordergrund haben
und natürlich auch die Farbe vom Lavendel.
Deswegen nehmen wir weißen Pfirsich.
Der ist auch ein bisschen milder vom Aroma unterstützt,
aber den Lavendel noch ganz gut.
Man hört immer, weißer Pfirsich ist nicht weiß-weiß.
Sieht man ja auch.
Ich kann es auch gerne mal riechen.
Du riechst schon ein bisschen Lavendel.
Riecht lecker schon.
Und das stellen wir uns in den Frostschrank.
Das muss 24 h im Froster stehen.
Können wir auch schon weitermachen.
Für seinen Mandelkuchen schlägt Thomas Eiweiß auf
und vermischt das Eigelb mit Puderzucker.
Weil wir auf der Karte auch noch Tonkabohne draufstehen haben,
reiben wir hier 1,5 Tonkabohnen noch mit rein.
Was für einen Geschmack hat die Tonkabohne?
Was mag sie besonders?
Ich finde, wenn man Tonkabohne riecht,
also wenn man jetzt hier drüber geht und das einmal riecht,
hat man direkt so eine Assoziation von Vanille, Kokos.
Das unterstützt wirklich Gebäck ganz gut.
Gerade mit Mandel passt das super zusammen.
Tonkabohne ist wirklich so eine längliche Bohne für Tonkabohnenbaum.
Die Aromatik hat er gut beschrieben.
Ich finde immer noch, dass sie so was zu Ammanjag-mäßiges hat.
Einfach, um noch so einen kleinen Frischekick reinzukriegen,
nehmen wir noch ein bisschen Zeste von der Zitrone.
Damit keine Klümpchen entstehen, muss die Masse gut verrührt werden.
Und jetzt arbeiten wir nur mit Mandelmehl.
Also gemahlene Mandeln kommen da etappenweise rein.
Kaufst du den fertige Mandelmehl?
Ich kauf den fertig, genau.
Man könnte sich blanchierte Mandeln kaufen und die mixen.
Aber den Luxus gönnen wir uns dann doch,
dass wir die schon fertig kaufen.
Das Unterheben des Eischnees bringt Volumen und Luftigkeit.
Das Blech haben wir eingefettet,
eine Schicht Backpapier darunter gelegt,
damit wir den nachher gut rausholen können.
Jetzt verteile ich das hier drauf, die ganze Menge.
Wie lange backt man das?
Der backt jetzt 50 min bei 160° im Ofen.
Ich bin gespannt, wie das nachher aussieht.
Und wie es schmeckt.
Ich finde das Rezept sehr kreativ von seiner Seite, was er gemacht hat.
Jetzt würde ich mal auch so sagen.
Gerade noch in Thomas' Küche und schon halb auf Social Media.
Aber da muss ich erst mal ein Foto machen.
Wollen wir austauschen gleich?
Können wir machen. Gerne.
Das sind Kunstwerke, kann man nicht anders sagen.
Wie die Influencer, zack, zack, Handy raus, Foto machen.
Das heißt auch alles.
Dieses Fotomodell trägt den verführerischen Namen Ganache.
Bestellt haben das Dessert Sophia und Dirk.
Eine klassische Ganache ist eine Trüffelmasse.
Besteht aus Schokolade.
Mit Sahne gibt es aber auch mit Butter.
Ich bin total geflasht.
Begeistert. Cremig.
Richtig cremig, sehr schokoladig.
Richtig kräftige, geile Schokolade.
Es war keine bittere Note da.
Es war eine reine schokoladige Note.
Wundervoll abgeschmeckt.
Es war nicht übersüßt, überhaupt nicht.
Es war einfach schokoladig.
Diese Valrhona Guarnaja, glaube ich,
ist auch eine der besten Schokoladensorten.
Hoher Kakaoanteil.
Da hast du natürlich wirklich Kakao im Mund. Punkt.
Und die Kirschnote dazu.
Und der Kirschsorbet.
Ja, das Kirschsorbet ist mega.
Auch diese Kirschperlen.
Genau.
Wenn du draufdrückst, kommt die Soße.
Finde ich total witzig.
Die Säure von der Kirsche zusammen mit der Schokolade
kommt richtig gut durch.
Das kommt schön durch.
Und die Schokokuchenwölkchen, will ich fast sagen,
haben das Ganze wieder im Mund ein bisschen aufgelockert.
Fand ich ein richtig schönes Spiel mit Süße und Säure, kalt.
War echt schön gemacht.
Mit der Minze war richtig gut aufgerundet.
Weil die Minze gibt schon einen erfrischenden Geschmack.
Jens und Alessandro wählten den Mandelkuchen mit Lavendel,
Sorbet, Tonkabohne, Pfirsich und Limette.
Der Geruch von der Lavendel, das bleibt in der Nase.
Das ist, als wenn du in Frankreich unterwegs bist
und mit deiner Liebsten ein Picknick in so einem Lavendelfeld machst.
Wie geil ist das denn?
Der Lavendelgeruch, egal, wie weit du vom Teller weg warst,
der war einfach immer da.
Der hat sich im gesamten Umfeld verteilt.
Das war schon ein Kracher.
Ich kann das nachvollziehen.
Ich finde Lavendel auch sensationell.
Das Sorbet ist so richtig cremig.
Ob man so eine frische Blüte gerade gegessen hat,
so frisch, wie das ist.
Der Mandelkuchen an sich, wenn man mit der Gabel draufdrückt,
der ist so schön fluffig, wie ein Fehlerbettchen.
Man schmeckt die Mandel auch ein bisschen.
Vanillenote, schöne Vanillenote.
Sehr lecker, ja.
Der ist einfach im Mund zerlaufen.
Man weiß gar nicht, was man dazu sagen soll,
weil er war einfach nur perfekt.
Schön.
Dazu dann ringsrum das Fruchtgelee.
Lavendel, Citrus, egal, was du im Mund hast,
es zerfließt einfach alles.
Es war so schön erfrischend, weil der Kuchen so fluffig war.
Dann halt dieses Lavendel-Sorbet sowieso.
Und dann diese einzelnen Komponenten aus den Fruchtgels.
Du hattest immer wieder, wenn du ein anderes Fruchtgel probiert hast,
immer wieder einen neuen Geschmack im Mund.
Das war echt abwechslungsreich, das war gut.
Ob das Preis-Leistungs-Verhältnis auch so stimmig ist?
Insgesamt haben wir 348,40.
290 Euro für die Speisen und Restgetränke.
Ich denke, das passt zum Essen, was wir hier gehabt haben.
Man kann nicht jeden Tag essen gehen,
aber ab und zu kann man sich was gönnen.
Schön wärs, aber zum Gönnen, zum Ausführen?
Auf jeden Fall.
Preis-Leistung ist auch total in Ordnung.
Das ist was ganz Besonderes.
Und wenn man das jetzt durch 4 nimmt, ey, Leute, super.
Wie viele Punkte machen die Mitstreiter
im Herzen von Hamm locker?
Ich bin super stolz auf das ganze Team.
Nach dem Tag rechne ich mit 32 Punkten.
32 hast du gerade gesagt?
Sicher nicht.
8 Punkte.
Ich glaube, die sind vom Jens.
8 Punkte.
Echt, Jens?
Ich war bei einer Tendenz von 9.
Hätte die auch definitiv gehalten,
wenn ich nicht das kleine Problemchen mit dem Fleisch gehabt hätte,
wo mir immer noch das Herz blutet.
Thomas, ich lieb dich trotzdem.
Ja, okay.
Das ist die einzige 8, die jetzt hier fällt.
Das schwöre ich.
6.
Nein, 9.
9 Punkte.
Die sind bestimmt von der Dame.
Sophia.
10 Punkte.
Nee, stimmt nicht.
Sie gibt 10.
10 Punkte.
Ich glaube, die kommen vom Dirk.
10 Punkte.
Okay, und der Letzte.
Noch eine 10.
Ich glaube, die kommen vom Alessandro.
9 Punkte.
Wir sind auf jeden Fall richtig happy.
5 Punkte über dem, was wir jetzt erwartet hätten.
Damit kann man auf jeden Fall leben.
Bravo, Gratulation.
37 Punkte.
Absolut verdient.
Also, das kann sich sehen lassen.
Thomas Restaurant Denkmal ergattert 37 Punkte.
An Tag 3 tafeln wir in Verl.
Im Restaurant Die Alte Kirche
steht Sophias italienischer Ehemann auf der Kanzel.
Ja, tatsächlich, das ist eine Kirche.
Man kann auch schon die Engelchen singen hören.
Ein Klassiker folgt dem anderen.
Richtig authentischer italienischer Mama-Küche.
Doch die anfängliche Begeisterung hält nicht lange an.
Weil ich es schlicht und ergreifend unschön finde.
Ja, das ist scheiße.
In der Kirche wird nicht geflucht.