Warum tragen die Menschen Masken allein im Wald?
2 Videoaufrufe·03.12.2024
Einen schönen guten Abend wünsche ich euch.
Schön, dass ihr da seid. Schön, euch zu sehen.
Gut seht ihr aus.
Mensch, wie macht ihr das immer?
Das ist echt unglaublich.
Ganz, ganz toll, dass ihr da seid
bei unserem wöchentlichen Livestream of Consciousness
jeden Dienstagabend um 21 Uhr am Mikrofon.
Ihr Gastgeber Gunnar Kaiser.
Irgendwie habe ich mich daran gewöhnt, an diese Radiostimme,
an diese Radioatmosphäre, die wir auch letzten Sonntag schon hatten.
Ich glaube, das machen wir öfter, oder?
Schwurbel FM vom Pseudointellektuellen Rundfunk
sendet sonntäglich um 22 Uhr eine Stunde Melodien zum Schwurbeln.
Mir hat das viel Spaß gemacht und laut den Kommentaren von euch
euch auch offensichtlich und kann mir gut vorstellen,
dass wir das öfter machen.
Heute habe ich mal wieder ein Potpourri an
schwurbeligen Gedanken und meandernden
Gedankengängen für euch da.
Ich habe auch eine Fragestellung.
Die Fragestellung ist, warum tragen Menschen Masken allein im Wald?
Aber erst mal möchte ich euch natürlich begrüßen.
Ich möchte auch euch gleich noch zwei, drei Bücher vorstellen.
Eins, zwei Bücher vorstellen.
Ich würde auch ein bisschen in die Kommentare gehen, hier eure Chats lesen
und das große Gewinnspiel auflösen, denn es hat jemand gewonnen.
Ich bin ganz besonders begeistert,
dass sie so schön daran teilgenommen hat.
Das können wir durchaus öfter machen und das hat mir viel Spaß gemacht.
Ihr wisst, wir sind immer noch demonetarisiert von YouTube,
obwohl wir beim Landgericht Köln auch erfolgreich Einspruch einlegen konnten
und das Verfahren gewonnen haben, ist YouTube noch nicht
der Brief.
Das Urteil ist ihnen noch nicht zugestellt worden.
Das dauert sechs bis acht Wochen und dann wird das erst rechtskräftig.
Das heißt, wir sind noch immer demonetarisiert
und obwohl komischerweise auch
die Werbung trotzdem läuft, wie ich sehe,
dann vor dem Kanal, vor den Videos ist immer noch Werbung,
aber wir kriegen da nichts von.
Das heißt, eure Unterstützung ist herzlich willkommen und
ist dankbar, dankbar angenommen.
Wir haben vielleicht auch bald einen Sponsor, dann muss ich euch damit.
Kann ich euch auch immer noch damit belästigen,
aber ganz, ganz großartig und zwar Lebenskraft pur.
Das ist eine Firma, die ich jetzt schon seit Längerem frequentiere,
deren Produkte ich seit Längerem frequentiere.
Und wenn ihr euch fragt, warum sieht der Kerl so gut aus?
Warum ist er immer so voller Energie?
Warum kommt er nicht mal runter?
Es ist LSD,
the love to my sons and daughters.
Nein, es ist Lebenskraft pur,
essentieller Minosäuren und Weihrauch,
was ich jetzt schon seit Längerem nehme.
Dank eines Tipps von einer Freundin.
Vielen, vielen Dank dafür.
Ist eigentlich cool, weil so wie
wer macht das immer in seiner Show,
das so ein bisschen anzupreisen oder so Werbung zu machen.
Aber Lebenskraft pur könnt ihr gerne mal rauschecken.
Noch spondern sie uns nicht, aber wir kommen da glaube ich ins Geschäft.
Ich mache ihnen ein Angebot, dass sie nicht ablehnen können.
Mir ist was passiert.
Es ist eigentlich was Trauriges.
Ich war enttäuscht oder eigentlich bin ich immer noch enttäuscht.
Und eigentlich ist es sogar eine Geschichte, die ein bisschen länger her ist.
Und ich wollte die eigentlich nicht erzählen.
Aber jetzt habe ich so ein bisschen auch darüber hinweggefunden.
Aber trotzdem ganz ernsthaft ist es eine Geschichte,
die mich sehr frappiert hat, konsterniert hat
und die mich dann doch auch noch mal zweifeln hat lassen.
Und ihr wisst, ich zweifle nicht gerne
in meinem Ausblick auf die Welt und auf die Zukunft.
Ich erzähle es ganz kurz.
Es ist jetzt so Real Talk Story Time von Gunnar.
Ich hatte in der Uni, ich habe ja in Köln studiert,
einen ganz, ganz tollen Professor, den ich so ganz intensiv
als meinen Mentor angesehen habe,
bei dem ich sehr viele Vorlesungen besucht habe, Seminare,
bei dem ich Hausarbeiten geschrieben habe und letztendlich
auch meine Examsarbeit geschrieben habe über Thomas Mann.
Die Namen bei Thomas Mann.
Aber das tut hier nichts zur Sache.
Und dieser Professor, der war vor allem wegen seiner Vitalität
nicht nur bekannt, sondern von mir eben auch bewundert.
Vitalität, seiner unbändigen Motivation und der Art und Weise,
wie er die Menschen inspiriert hat.
Das fand ich faszinierend.
Und das habe ich versucht, mir auch selber, als ich Lehrer war,
zum Vorbild zu machen, die Menschen so zu motivieren.
Ich weiß noch, dass er bei einem Seminar, das ist nur eine kleine Geste,
aber sowas bleibt dann ein Leben lang.
Die ersten Stunden von einem Seminar, wo die Leute
manchmal ein bisschen schüchtern sind und sich nicht so trauen
und er einfach durch seine positive Ansprache gesagt hat,
fragestellt, trauen Sie sich, wir sind doch unter uns,
kann doch nichts passieren.
Das von einem Professor, der damals schon 60, 65 war.
Trauen Sie sich ruhig,
wirklich dieses Vertrauen aufgebaut hat, hier alles sagen zu können,
seine Ideen hier vorbringen zu können.
Und das war in allem sehr, sehr gewinnbringend.
Und ich hatte das große Glück,
dass zum einen seine Themen mir auch sehr zugesagt haben
und zum anderen ich auch später immer noch seine Texte lesen konnte,
seine Bücher lesen konnte und ihn auch dann später noch mal fast 20 Jahre
nach, ich muss zugeben, wie alt ich bin, nach meinem Studium,
nach dem Abschluss ihn wieder getroffen zu haben.
Beziehungsweise ich habe ihn tatsächlich kontaktiert und gefragt,
möchten Sie vielleicht mir ein Interview geben?
Und Sie haben hier ein neues Buch, das interessiert mich.
Und das hat er auch gemacht.
Wir haben darüber ein Interview geführt.
Wir haben mehrere Interviews geführt und es war auch alles ganz toll.
Und wir haben uns auch ein bisschen angefreundet.
Ja, doch, man kann sagen, angefreundet.
Und das war für mich in den letzten ein, zwei Jahren wirklich
noch mal so ein ganz starkes Zeichen von Ich bin erwachsen geworden.
Der Schüler ist zum Meister geworden.
Naja, das vielleicht nicht, aber den, zu dem ich aufgesehen hatte
und immer noch aufsehe.
Der hat mich auch als gleichberechtigt anerkannt
und mich auch gelobt und gesagt, das ist unglaublich, was Sie machen.
Das ist vorbildlich.
Das ist, ich kann das gar nicht verstehen.
Da steckt so viel dahinter, wie Sie so produktiv sein können.
Und er hat mich wirklich sehr gelobt.
Und das war für mich auch noch mal mit ihm in einer auf Augenhöhe
sprechen zu können und kommunizieren zu können, mit ihm im Café zu sitzen.
Die Eltern unter euch werden sich noch erinnern
und und auch hier zu Hause mal irgendwie Kaffee zu trinken
und Meraner Nusstorte zu essen.
Das war schon wirklich für mich ein Zeichen des Erwachsenwerdens
und ein Zeichen, dass du hast nicht alles ganz falsch gemacht.
Das war großartig.
Die Besonderheit dabei war, dass dieser Professor
sich sehr stark spezialisiert hat auf die Rolle der Intellektuellen.
Ihr habt das vielleicht mitbekommen.
Auf meinem Kanal ist es auch immer wieder ein Thema.
Was machen die Intellektuellen?
Manche von euch verstehen das noch nicht.
Was willst du mit deinen Intellektuellen?
Das sind halt quasi nicht Quadratschädel und Brillenschlangen
und irgendwie verkopfte Leute, die
erstens nichts zu sagen haben und zweitens viel zu viel von sich halten.
Aber ja, aus so einer geisteswissenschaftlichen Sichtweise,
ich muss diese Dinge wirklich festmachen,
Sichtweise heraus haben die Intellektuellen dann doch
in den Krisenzeiten der Gesellschaft eine sehr starke Rolle, wie ich finde.
Und das beginnt zum Beispiel bei Emil Solar.
Und dieser besagte Professor hat er eben auch darüber geschrieben
in seinen Büchern über die Affäre Dreyfus,
den Eltern unter euch.
Okay, so alt seid ihr vielleicht doch nicht, wird das vielleicht noch was sagen
und sich sehr damit beschäftigt, wie
der Zeitgeist und die Oppression
versucht, einzelne Akteure herauszugreifen,
zum Schuldigen und Sündenbock zu machen
und dadurch den Status Quo zu verfestigen.
Und Solar mit dem Jacuzzi hat das eben angeklagt.
Darüber hat er lange geschrieben und dann die Rolle der Intellektuellen
über Sartre und Darendorf und so weiter.
Warum erzähle ich das?
Im März ist es tatsächlich schon im März gewesen
und ich habe es irgendwie ein bisschen für mich auch unterdrückt und verdrängt,
weil es war genau an dem Tag, als Jörg Kachelmann
ein paar Tweets über mich geschrieben hatte, was dann ja so auch so
gewisse Folgen zeitigte.
Es kam genau an diesem Tag.
Wahrscheinlich hat es mich auch deswegen noch mal mehr angegangen.
Es schrieb mir besagter Professor
Lieber Kaiser, ich muss Ihnen sagen, mir hat ein Freund geschrieben.
Ein alter Freund.
Ja, ich habe mal geguckt und was treibst du dich denn da
auf diesem Kanal von diesem rechtsesoterischen Schwurbler?
Ich weiß nicht mehr genau, wie ihr kennt diese Begriffe herum.
Und er würde das gar nicht verstehen.
Und der Professor sagte, das hätte er auch nicht verstanden,
was er denn damit meint, sein Freund, denn er hatte mich
und alle das, was er von mir gesehen hat, bisher nicht so eingeordnet
und auch im Gespräch jetzt mit mir nicht.
Und er bittet sozusagen um Aufklärung.
Aber das war das, was mich enttäuschte.
Er bat auch darum.
Herr Kaiser, können Sie vielleicht die Inhalte,
die wir zusammen gemacht haben, von Ihrem Kanal runternehmen?
Vielleicht wird das die Wogen ein bisschen glätten.
Und das hat mich getroffen.
Also es hat mich wirklich.
Das hat mir einen Stich ins Herz versetzt.
Erstens mal, weil es über diese persönliche Loyalität,
natürlich, weil die dadurch zerstört wird,
die gute Verbindung, die wir zueinander aufgebaut hatten.
Und zum anderen, weil es jemand ist, der mit 85 Jahren,
der jetzt alt ist, nicht in der Lage ist,
darüber hin, darüber zu stehen, in solche Diffamierungskampagnen.
Es war natürlich dann auch der Artikel in der Welt verlinkt
von diesem Laden, serbischer Name,
der ziemlich eindeutig, wie ich finde, nur dafür verfasst ist,
um genau diese Brandmauer zu definieren,
außerhalb des Debattenraums.
Manche Leute nehmen sich heraus und mit einer gewissen Stellung
gelingt es ihnen dann auch, wenn man dann googelt,
wenn man Gola Kaiser als erstes googelt,
trifft man wahrscheinlich auf diesen Weltartikel.
Gola Kaiser hat die rote Linie überschritten.
Der inhaltlich ja total schwachsinnig ist,
aber das reicht den Leuten ja, die Überschrift zu lesen.
Das heißt, die Leute googeln, Gola Kaiser,
aha, okay, die Welt schreibt.
Und dass dieser Professor mit all seiner Weisheit
und mit seiner, das habe ich noch gar nicht gesagt,
er war wirklich ein eigenständiger Denker,
er hat das alles mitgemacht und wirklich sich
einen eigenständigen Blick auf die Zeitläufte bewahrt.
Er war 68 mit dabei, er war ein Freund von Benno Ohnesorge
und hat das ganz hautnah, damals in Berlin, alles mitverfolgt.
Er kannte Gershom Scholem und hat, wie gesagt, darüber gearbeitet
und kann mit 85 nicht die innere Stärke besitzen,
darüber zu stehen und zu sagen, Moment, so einfach nicht.
Sondern geht diesen Weg, mir zu sagen,
ist es mir unangenehm, oder können Sie das nicht rausnehmen?
Denn es schadet meiner Reputation.
Das war im Grunde genommen seine Begründung.
Es schadet meiner Reputation, mit 85, ja, längst emeritiert.
Hoch angesehen, viele Publikationen.
Und da habe ich gedacht, wenn das mein Mentor war
und ist, an dem ich mich immer orientiert habe,
einmal in meinen Themen, die intellektuellen,
dann auch Thomas Mann oder Theodor Fontane,
und dann eben auch in seiner Haltung als Lehrer, als Mensch, der lehrt,
an wem habe ich mich da orientiert, wenn er mit 85 nicht mehr in der Lage ist
oder immer noch nicht in der Lage ist, ich weiß gar nicht.
Er ist super fit im Kopf und es ist kein alter Starrsinn oder Demenz oder sowas.
Es ist das, was so viele haben, diese Angst,
es geht mir ans Leder, wenn ich mich assoziiere, Kontaktschuld usw.
Und dann ist das ein Mensch, der über Solar und Drehfüß gearbeitet hat.
Und ich muss zugeben, dass ich auch konsterniert geantwortet habe,
gesagt habe, dass ich enttäuscht bin, in der Mail geschrieben habe,
dass ich es nicht fassen kann, wie man das abstrakt alles als Historiker,
und ich weiß noch seine ersten Worte bei der Einführungsvorlesung über,
da ging es um ältere Geschichte und Literatur, ältere Sprache und Literatur,
ich krieg's nicht mehr hin, ich muss auf meinen Wein trinken,
sagt er, ja was ist denn wichtig, warum studieren wir denn die Geschichte,
jetzt hier die Literaturgeschichte, ältere Literaturgeschichte,
um daraus zu lernen, wer nicht von tausend Jahren weiß, sich Rechenschaft abzulegen,
der ist verdammt, die Geschichte zu wiederholen.
Und jetzt haben wir die Folie, dass hier Leute ausgegrenzt werden
und ein Spalt getrieben wird zwischen, wo es gar nicht ums Inhaltliche geht,
sondern rein ums Defamieren.
Und er hat nicht die Größe dazu zu stehen und zu sagen,
Moment, das habe ich studiert, das kenne ich, diese Muster kann ich anwenden.
Und das habe ich ihm auch so geschrieben.
Wir sind dann ein bisschen persönlicher geendet,
oder versöhnlicher, sorry, ich muss wirklich trinken,
übrigens heute der Wein des Tages ist ein De Monterand Servier aus den Silvennen,
eine große Empfehlung, aus den Vignerons des Silvennes,
sehr, sehr lecker, vom letzten Jahr noch mitgebracht.
Wir sind auf einem versöhnlichen Ton geendet, dass er sagte,
guter Kaiser, wenn Sie sagen, dass es keinen Kanal gibt,
der irgendwie rechts ausgerichtet ist, wo meine Inhalte drauf sind,
dann ist das für mich jetzt hiermit erledigt.
Und es wäre schön, wenn wir wieder irgendwann einen Kaffee trinken gehen könnten.
Das war an seiner Wand.
Und Mirana Nusstort essen.
Und ich muss gestehen, dass ich auf diese letzte Mail von ihm dann nicht mehr geantwortet habe,
wahrscheinlich aus dieser Kränkung heraus immer noch,
da nicht die Größe besitzen kann, auch dann zu sagen, ja, okay, Schwamm drüber,
das kann man vielleicht immer noch machen,
wobei die Menschen leben auch nicht unendlich lang.
Sowas kann man auch bereuen irgendwann.
Er wird jetzt 86, genau.
Und wir haben uns seitdem nicht gesprochen und nicht gesehen.
Ja, soviel zu meiner Geschichte, zu meiner persönlichen Geschichte.
Ich bin ein bisschen vom Thema abgekommen, beziehungsweise ich hatte noch gar kein Thema.
Das Thema ist da, aber ich habe es noch nicht angesprochen.
Warum tragen die Menschen Masken an einem Wald?
Ich finde, das ist wahrscheinlich die wichtigste Frage der ganzen Krise.
Kommt gar nicht einem so vor.
Andere Fragen scheinen da im Vordergrund zu stehen.
Aber ich finde, das ist die wichtigste Frage überhaupt.
Wenn wir diese Frage beantworten, beantworten wir die Frage nach der Banalität des Bösen.
Es ist für viele von uns deutlich, dass im letzten Jahr die vitalsten Bedürfnisse der Menschen unterdrückt worden sind.
Sozialität, Lebendigkeit, Gemeinsamkeit, Gemeinschaft, Freude, Spiel, Ausgelassenheit,
Kunst und Kultur in all ihren Formen, in Formen des Zusammenkommens, des Zusammenseins,
des direkten Austausches, des Dialoges, der Aussprache miteinander, das Atmen, oder das Berühren,
das unbefangene Berühren, das wurde unterdrückt.
Was macht das mit einer Gesellschaft, was macht das mit den Menschen,
wenn sie in diese Isolation und Einsamkeit getrieben werden, wenn sie in dieser Ohnmacht sind?
Und auch in einer Ohnmacht der Sprachlosigkeit, in einer Ohnmacht der Verständnislosigkeit
und ein Verzweifeln und das Zweifeln am eigenen gesunden Menschenverstand.
Das ist es ja auch, was vielleicht noch viel zu wenig betrachtet wird.
Viele, viele Menschen, die sich gar nicht äußern und die auch gar nicht hier irgendwie an diesem Diskurs teilnehmen,
haben schon, glaube ich, untergründig das Gefühl, ich unterstelle das jetzt mal,
ich habe hier ein Gefühl vor, dass was schiefläuft, aber ich darf das nicht sagen,
denn ich sehe, was mit den Leuten passiert.
Und selbst wenn sie es gar nicht bewusst sehen, hier ist etwas, was gesagt werden müsste,
aber es ist irgendwie außerhalb des Debattenraums.
Und das zu spüren, ist eine Repression und wir leben in diesem repressiven Klima immer noch.
Auch selbst wenn jetzt totale Lockerungen kämen, das repressive Klima ist ja trotzdem da.
Mal von der Zweiklassengesellschaft ganz abgesehen, die repressive Gesellschaft,
von der Marcuse schon damals gesprochen hat.
Darüber habe ich übrigens ein Video gemacht. Wie heißt das nochmal?
Strafe muss sein, glaube ich, heißt das. Ich verlinke das mal unter dem Dings.
Also, da geht es genau darum, warum die Leute so geil darauf sind, die anderen zu bestrafen, bestraft zu sehen.
Das ist nämlich genau aus dieser Projektion, aus der eigenen Repression heraus.
Meines Erachtens geht es um eine neue Moral, die installiert werden soll.
Und es geht gleichzeitig aber auch um die alte Moral, die abgedankt hat,
aber die vielleicht wiederbelebt werden soll.
Es ist ja vielleicht eine Zombie-Moral.
Und zwar ist das die autoritäre Ethik.
Erich Fromm spricht darüber in Psychoanalyse und Ethik.
Die autoritäre Ethik, das ist die rigorose, die strenge, die auf Impulskontrolle
und Unterdrückung der vitalen Bedürfnisse geht.
Der Mensch ist böse, deine Triebe sind bäh, Sex ist bäh, Aggression ist bäh.
Und wenn du das spürst, dann bist du böse.
Und wenn du das auslebst, natürlich noch böser.
Und die alte Moral war eine der Unterdrückungen, wo du deine Impulse kontrollieren musstest
und wo du dich selber als gegen ihn sündhaft oder böse eben gedeutet hast oder gedeutet wurdest.
Und die Unterdrückung war dann das moralisch Gute.
Wenn du das alles weggeschoben hast, dann bist du ein moralisch guter Mensch.
Das ist die alte Moral.
Und das kommt wieder.
Wir hatten sozusagen ein Ende, kann man vielleicht sagen, im Zeitalter des Hedonismus.
Wir hatten vielleicht eine etwas hedonistischere Moral.
Jeder kann machen, was er will.
Und das hat die Leute auch nicht so zufrieden gemacht.
Und jetzt kommt mit einem großen Backlash die alte Moral, die autoritäre Ethik.
Und das Ich, psychologisch jetzt gesprochen, kämpft gegen diesen Schmerz der Unterdrückung,
gegen diese Repression.
Und es hat nach Freud drei Möglichkeiten der Reaktion.
Es kann die Ausführung des bösen Impulses unterdrücken.
Also wirklich, ich spüre das, aber ich darf das jetzt nicht machen.
Ich darf jetzt nicht atmen oder den anderen berühren, obwohl ich das möchte.
Oder den anderen umarmen und einfach nur die Hand geben.
Aber ich spüre das.
Oder, und das ist das perfide daran, ich verdränge das.
Also ich unterdrücke das Sichtbewusstwerden des Impulses.
Wir machen so.
Wir stehen ganz still.
Aber ich merke gar nicht, dass mir etwas fehlt.
Oder dass ich eigentlich den anderen umarmen möchte.
Und das Dritte ist, darum soll es heute nicht gehen,
Fromm nennt das den direkten Kampf gegen diesen Impuls,
dass man es bewusst macht und dass man es mit den lebensfördernden Kräften bekämpft.
Die destruktiven Kräfte werden mit den lebensfördernden Kräften,
das Ich, auch Emotionen bekämpft.
Aber das ist ein anderes Thema.
Und Fromm beschreibt das sehr, sehr schön hier in Psychoanalyse und Ethik.
Wir treffen heute Menschen, die wie Automaten handeln und auch fühlen.
Sie erleben nie etwas, das wirklich ihre eigene Erfahrung ist.
Auch sich selbst erleben sie nur als die Person,
die sie nach der Meinung anderer sein sollten.
Fromm beschreibt das als Kulturdefekt.
Die ganze Kultur ist da eben defizitär.
Diese Menschen leiden an fehlender Spontanität und Individualität.
Die meisten werden dank der kulturellen Verhältnisse, die den Defekt verdecken,
vor dem Ausbruch einer Neurose bewahrt.
Das ist noch ein sehr wichtiger Satz, auf den wir gleich zu sprechen kommen werden.
Also die Neurose. Die Neurose ist ein moralisches Problem.
Die Neurose ist ein Ausdruck eines moralischen Konfliktes,
eines ungelösten moralischen Konfliktes.
Man versucht sich selber einzureden, erfolgreich zu sein in der Welt,
zum Beispiel als Lehrer.
Er bringt auch das Beispiel von einem erfolgreichen Lehrer,
der Auffassungen vortragen muss, die seinen eigenen Überzeugungen widersprechen.
Soll es ja geben.
Er, der Lehrer, glaubt jedoch, dass er das Problem gelöst habe.
Einerseits erfolgreich zu sein als Lehrer
und andererseits seine moralische Integrität zu wahren,
also nach seinem eigenen Gewissen gehandelt zu haben.
Die Richtigkeit dieses Glaubens beweist er sich mit der Vielzahl komplizierter
und jetzt kommt es, Rationalisierungen.
Wenn man ihm das aber sagt,
das ist nur eine Rationalisierung,
du versuchst dir etwas vorzumachen,
dann empört ihn das.
Das verletzt ihn.
Und sogar wenn ein Mensch nur anderen gegenüber destruktiv zu sein scheint,
verletzt er das Lebensprinzip in sich selbst ebenso wie in anderen.
Das ist das, worauf es hier ankommt.
Das Lebensprinzip in uns selbst wird verletzt durch diese Unterdrückung.
Und wir können das auch in uns selbst verletzen, indem wir das verleugnen
und indem wir diese Triebe verdrängen.
Wenn es einem Menschen gelingt,
diese destruktiven Impulse zu ignorieren
oder mit Rationalisierung zu verdecken,
so kann er doch nicht verhindern,
dass er, das heißt sein Organismus, darauf reagiert
und durch Handlungen in Mitleidenschaft gezogen wird,
die gerade dem Prinzip widersprechen,
durch das sein Leben und jedes Leben erhalten wird.
Also das Lebensprinzip.
Der destruktive Mensch ist auch dann unglücklich,
wenn er die Ziele seiner Destruktivität erreicht,
die seine eigene Existenz untergräbt.
Also die Ziele der Destruktivität ist hier,
nach der herrschenden Moral,
der unterdrückerischen autoritären Moral zu handeln.
Man kann dann davon ausgehen,
dass der Mensch im Grunde destruktiv und selbstsüchtig ist.
In dieser Moral,
diese Moral unterstellt das dem Menschen,
es hat so ein Menschenbild,
also der Trieb im Menschen ist böse,
das heißt, er ist seiner Natur nach böse
und deswegen muss er eben diese Willenskraft einsetzen,
um diese Tendenzen zu bekämpfen
und die Verdrängung ist dann der Mechanismus,
die es ihm erlaubt,
diese autoritäre Ethik für sich zu implizieren.
In seinen eigenen Tugendkanon zu integrieren.
Das ist meine Pflicht, das mache ich.
Und dann spürt er gar nicht mehr
die vitalen Bedürfnisse und Impulse,
die er so sehr unterdrücken musste.
Und das führt dann dazu,
das ist ja eine große Anstrengungsleistung des Ichs.
Das Ich will ja immer Harmonie schaffen
zwischen dem Über-Ich und dem Es.
Und derzeit ist das Über-Ich so überwältigend,
weil es uns so viel abverlangt,
dass natürlich auch dort das Es überwältigender wird
und die Anstrengungsleistung immer größer wird.
Das Ich ist zermahlen zwischen diesen beiden Instanzen
und es ist natürlich auch immer wachsam,
weil es das immer unterdrücken muss.
Es hat Angst davor, dass das Es die Überhand gewinnt,
dass die Macht an sich reißt.
Und dazu muss es Mechanismen ergreifen,
um es abzuwehren.
Anna Freud hat darüber geschrieben,
dass Ich und seine Abwehrmechanismen
und diese Abwehrmechanismen bestehen darin,
dass man es wegrationalisiert,
dass man es unterdrückt, wie gesagt,
dass man es auf andere projiziert,
also dass man es insgesamt verleugnet.
Wenn jetzt ein natürlicher Impuls auftaucht,
das Über-Ich aber diesen Impuls nicht erlaubt,
für böse erachtet oder die Ausführung nicht erlaubt,
dann hat das Ich ein Problem.
Was kann es tun?
Es muss sich unterwerfen,
wenn es nicht in die offene Rebellion gehen will.
Es muss sich unterwerfen.
Und diese Unterwerfung muss es aber,
um seinen Sinn von Identität weiter zu behalten,
ich bin ein selbstständiger, autonomer Mensch,
sich selbst erklären,
ein selbstrechtfertigendes Verhalten,
die Erzählung, die wir uns geben,
das kann so sein, dass wir die Ideale idealisieren
oder rechtfertigen oder annehmen,
dass wir sehr hohe Ideale haben,
dass wir sagen, das ist alles rechtmäßig,
das ist alles für das größere Ganze,
das ist für ein Gemeinwohl,
es ist berechtigt, diesen Anspruch an mich zu haben.
Und auch gleichzeitig,
die Triebe sind wirklich böse,
Sex ist böse, Aggression ist böse
oder eben Atmen ist böse oder Berühren ist böse
und sich nicht impfen zu lassen ist böse
und normal sich mit Menschen zu treffen ist böse.
Das führt aber dazu,
dass das Ich diese bösen Impulse nicht integrieren kann,
weil es das von sich abspeiten muss.
Es hat dann ein ungesundes Verhalten angenommen
oder es entwickelt ein ungesundes Verhalten,
es wird neurotisch, diese Abspeitung dessen,
was eigentlich natürlich in uns ist,
als böse und fremd sozusagen zu definieren.
Und damit wird das Ich selber
zu einem bloßen Instrument des Überichs.
Das Überich sagt dir, du sollst
und das Ich führt aus und hat jetzt die schwere Aufgabe,
das, was auch zu dem ganzen Organismus,
zu der ganzen Seele gehört,
die Triebe, die Impulse zu unterdrücken.
Und daraus entsteht, durch diese Instrumentalisierung des Ich,
entstehen diese steifen Personen mit dem leeren Blick,
die kaum lächeln oder die sich kaum trauen,
jemanden zu umarmen oder die alles abnicken
und alles rechtfertigen und rationalisieren,
so eine Art viktorianische Persönlichkeit wieder.
Oder eine preußische Pflichtenethik,
wo es dann wieder heißt, du musst ein guter Staatsbürger sein.
Das sind diese Menschen, die total Angst,
also geprüde sind im Grunde genommen und Angst haben
vor ihren eigenen Instinkten und Trieben,
die sich das selber nicht mal zugestehen würden,
dass sie Lust darauf haben, sich mit anderen zu treffen,
andere anzuhauchen, andere zu berühren,
konspirare, zusammenatmen.
Das Interessante daran ist,
dass diese Abspaltung ja immer
in diese Schatten übergeht.
Das ist eine Doppelgängerfunktion.
Wir kennen das aus der Literatur von E.T. Hoffmann
oder Gogol oder Dr. Jekyll und Mr. Hyde.
Ich denke auch manchmal,
dass Richard David Precht,
dass er auch einen Doppelgänger
wahrscheinlich hat, vielleicht schon.
In ihm ist diese Hülle,
diese Persona, die Maske,
die die absolute Pflichtethik nur noch vertritt.
Du musst tun, was der Staat dir sagt.
Aber die natürlichen Impulse in ihm müssen irgendwo abgespalten sein.
Ich bin sicher, dass irgendwo in Düsseldorf
nachts ein Mr. Hyde in Precht-Gestalt herumläuft
und vielleicht schreckliche Taten verübt.
Das will man nicht hoffen.
Aber dieses Doppelgängermotiv ist unglaublich spannend.
Das ist übrigens auch das,
worüber Erich Neumann schreibt in dem Buch,
das ich am Sonntag schon empfohlen habe,
Mensch und Kultur im Übergang.
In seinem Vortrag über tiefe Psychologie
und neue Ethik,
ein sehr guter Vortrag,
schreibt er von der Persona,
der Schatten, der Doppelgänger.
Die Persona, die Maske,
ist die Scheinpersönlichkeit.
Mit der Bildung dieser Scheinpersönlichkeit
ist eine wesentliche Leistung des Gewissens verbunden.
Mit ihrer Hilfe wird Sitte und Konvention
ein soziales Leben der Gemeinschaft
und eine sittliche Ordnung der Gesellschaft überhaupt erst möglich.
Ja, wir brauchen diese Persona.
Das, was nach außen hin funktioniert und seine Pflicht tut,
damit Gemeinschaft sein kann.
Die Bildung der Persona ist ebenso notwendig wie allgemein.
Die Persona, die Maske, schreibt Neumann,
das, als was einer gilt und als was er erscheint
und im Gegensatz zu seinem wirklichen und individuellen Sein,
entspricht der Anpassung an die Forderungen der Zeit,
des Milieus und der Gemeinschaft.
Die Persona, die Maske, ist das Kleid und die Hülle,
der Panzer und die Uniform,
hinter und in der das Individuum sich verbirgt,
oft genug nicht nur vor der Welt,
sondern auch vor sich selbst.
Und damit haben wir die Antwort auf die Frage,
warum Menschen allein im Wald Masken tragen
oder allein im Auto oder wo auch immer.
Weil das individuelle Sein
oder die innere Stimme, wie Neumann es dann nennt,
auch als Abgrenzung zu dem Begriff Gewissen,
Fromm benutzt den Begriff Gewissen hier anders als Neumann.
Gewissen ist das für Neumann,
was eben von dem Über-Ich kommt.
Aber die innere Stimme ist das, was wir selber wollen und sind.
Und um das zu verstecken und uns das nicht einzugestehen,
brauchen wir diese Maske.
Wir brauchen sie immer, nicht nur vor anderen, auch vor uns selbst.
Ein wesentlicher Teil der Erziehung
wird immer der Bildung einer Persona gewidmet sein,
die das Individuum stubenrein und gesellschaftsfähig macht
und ihm beibringt, nicht was ist,
sondern was als wirklich angesehen werden darf.
Wobei der Erlernung des Nichtsehens, Übersehens und Wegsehens
in jeder Gesellschaft und in jeder Zeit ein größerer Anteil gebührt,
als der Schärfung des Blickes,
der Entwicklung der Wachheit und der Liebe zur Wahrheit.
Das sind unglaublich starke Sätze, wie ich finde.
Die Erlernung des Nichtsehens,
des Übersehens und des Wegsehens
hat einen höheren Stellenwert in der Erziehung zur Persona
als die Schärfung des Blickes,
die Entwicklung der Wachheit und der Liebe zur Wahrheit.
Amen, brother!
Erich Neumann, Mensch und Kultur im Übergang,
ist, glaube ich, auch verlinkt in der Videobeschreibung.
Kommen wir zurück zu Anna Freud.
Der Abwehrmechanismus, beschreibt sie,
kann darin passieren, dass wir die bösen Triebe
auf andere projizieren.
Dass wir das so sehen, ah, die machen das.
Oder dass wir sogar gerne zugucken,
wie jetzt zum Beispiel Leute im Stadion sind oder so.
Oder dass da wieder gespielt wird oder so.
Dass wir uns ablenken damit.
Das ist das eine Reaktion, ein Mechanismus.
Aber der wichtige ist eigentlich dann die Unterdrückung,
die Verdrängung.
Und das kann im Abwehrmechanismus Anna Freud darin geschehen,
dass wir die gegenteilige Reaktion einnehmen.
Dass wir das in die gegenteilige Reaktion verkehren.
Die Mutter zum Beispiel,
die die Tochter unterdrückt, ja, Rapunzelmäßig.
Da kann die Tochter, wenn sie das sich nicht eingestehen will,
dass die Mutter eigentlich böse ist und sie unterdrückt
und auch sich eben ihre eigentlichen natürlichen Triebe
nicht eingestehen will, die gegen die Mutter,
sozusagen gegen das Regime der Mutter sind,
kann die Tochter das als Abwehrmechanismus
in eine gegenteilige Reaktion der Fürsorge und der Zuneigung
und der Liebe gegenüber der Mutter verwandeln.
Stockholm-Syndrom-mäßig.
Was besonders perfide ist, wenn bei der Mutter
ein Münchhausen-Byproxy-Syndrom zum Tragen kommt
und bei der Tochter, der kleinen Rapunzel,
dann eben dieses Stockholm-Syndrom.
Und dann können all diese Triebe, der Wunsch nach Nähe,
nach Sexualität, nach Berührung, nach Ausgelassenheit,
weil es unterdrückt wird,
in Zuneigung dem Unterdrücker gegenüber umgedeutet werden.
In Selbstlosigkeit auch.
Selbstlosigkeit dem Unterdrücker gegenüber oder der Gesellschaft.
In ein Opfertum, Opfergehabe.
Ja, sublimiert, ich weiß gar nicht, ob das der richtige Ausdruck hier ist.
Weil es gar nicht eine edlere Funktion ist.
Aber das ist eben,
das ist eine Neurose.
Das ist eine Neurose.
Das kann ein neurotisches Verhalten bezeitigen.
Und normalerweise,
in normalen Zeiten,
die Eltern von euch werden sich vielleicht noch erinnern,
in normalen Zeiten wäre das vielleicht aufgefallen
und wir hätten die neurotischen Leute,
die im Wald mit Maske rumlaufen, irgendwo eingeliefert.
Das sieht schlecht aus für dich.
Du musst dir Hilfe suchen.
Da ja aber die ganze Gesellschaft sich umgedreht hat
und das zur Normalität geworden ist
und in dieser Massenpsychose
eben auch eine Massenhypnose am Werk ist
und Massenneurose,
ist es nicht mehr merklich.
Und das ist eben mit dem perfiden Satz hier auch gemeint.
Perfides ist ein schönes Wort, ich benutze es gerne,
aber es passt jetzt gerade nicht so.
Die meisten, Erich Fromm,
werden dank der kulturellen Verhältnisse,
die den Defekt verdecken,
vor dem Ausbruch einer Neurose bewahrt.
Ich würde sogar sagen,
der Ausbruch einer Neurose ist endemisch geworden
und verdeckt so für die Gesellschaft
den neurotischen Charakter,
den ungesunden Charakter,
weil es normal geworden ist.
Und weil es nur denjenigen,
ob der Ansicht eines Menschen,
der mit einer Maske allein im Wald herumläuft,
nur die Achseln zucken und den Kopf schütteln
und die Augenbrauen hochziehen und die Stirn runzeln,
das ist nur für diejenigen
als ungesundes und neurotisches
und eigentlich unnormales Verhalten zu spüren ist,
aber das wird halt irgendwann dann normal
und das ist eigentlich schon normal geworden.
Ja, ist so.
Das waren meine kleinen, schwobligen Gedanken am Dienstagabend.
Ich hoffe, es hat euch gefallen.
Ich würde noch ein bisschen in den Chat gucken
und mit euch plaudern, wenn ihr Lust habt,
falls überhaupt noch jemand da ist.
Ich habe den Chat vollkommen aus den Augen verloren.
Ja, es sind noch ein paar Leute da.
Schön, dass ihr da seid.
Denkt daran, Merch...
Warum? Das wird man ja wohl noch anbieten dürfen.
Merchandising auf meiner Seite gunnarkaiser.com
Alle Erlöse gehen direkt in den Wein.
Wir haben da jetzt auch coole neue...
Ich habe die gar nicht hier.
Coole neue Designs.
Da kann ich auch mal die nächsten Folgen vorstellen.
Diese Teile.
Checkt das mal aus.
www.gunnarkaiser.com
Matthias Fuchs schreibt, herzliche Grüße aus Berlin.
Ich liebe die psychologisch-philosophischen Ausflüge von Gunnar Kaiser.
Diese Gesellschaft ist endemisch-neurotisch.
Könnte von mir sein, ne?
Eine Buchempfehlung, wie gesagt.
Erich Neumann.
Das Zweite ist auch empfohlen von einem Zuschauer.
Vielen Dank für eure Buchempfehlungen.
Ich kann nicht auf alles antworten.
Aber manchmal fasst es mich.
Dann muss ich mir kaufen.
Meine kleine Sucht.
Mein Abwehrmechanismus.
Die Schattenseite der Seele.
Mit sehr interessanten Beiträgen von sehr interessanten Autoren.
Z.B. Nathaniel Branton, Robert Bly, M. Scott Peck.
Wer ist noch mit dabei?
C.G. Jung, Rollo May, Ernest Becker.
Kennt ihr alle. Susan Griffin.
David Steindl-Rast.
Wirklich sehr interessant.
Über die Schattenseite.
Ihr merkt, das ist gerade ein Thema, was mich sehr interessiert.
Auch weil ich da an meinem neuen Buch arbeite.
Wo es genau um diese schöne neue Moral geht.
Und welche Schatten das alles so wirft.
Ja, wir hatten ein Gewinnspiel beim letzten Mal.
Und das würde ich jetzt auch gerne verkünden.
Wer das gewonnen hat.
Und zwar das iPad, das da hinten liegt.
Ich hole es mal.
Das ist das schöne unverpackte, ungeimpfte.
Es ist noch original.
Eingeschweißt von Paul Huber & Söhne.
Und ungeimpft.
Das iPad Pro mit GK-Gravur.
In goldenen Lettern drauf.
Das war mein Fehlkauf.
Es hat gewonnen jemand.
Ihr dürftet ja Lose kaufen.
Oder Lose euch besorgen.
Marco Bär.
Das Problem ist, ich erreiche Marco Bär nicht.
Will the real Marco Bär please stand up?
Melde dich bitte, lieber Marco.
Du hast gewonnen.
Ganz herzlichen Glückwunsch.
Und dann schicke ich dir das Porto frei zu.
Porto kostet 1200 Euro.
Kann ich was verlosen für nächstes Mal?
Richtig, ich verlose was.
Das muss wieder aufstehen.
Man kann sich das auch mal zurechtlegen.
Man kann sich auch mal vorbereiten.
Aber ich bin nicht aus dem Lehrerberuf ausgestiegen,
um mich jetzt anzufangen vorzubereiten.
Da machen wir gleichzeitig noch ein Unboxing-Video draus.
Dieses auch noch original verschweißt
und abgezapft von Paul Huber & Söhne.
Freiheit in der Krise von Alexander Heil.
Ihr kennt es, ihr liebt es, ihr wollt es doch auch.
Ganz schön schwer, auch Porto frei für euch.
Verschicke ich das.
Ich verlose es, sagen wir, unter den nächsten
20 Leuten.
Das ist immer ein bisschen doof,
weil einige haben ja meinen Substack-Rundbrief schon abonniert.
Aber ich mache es trotzdem unter den nächsten 20 Abonnenten
meines Rundbriefes.
GunnarKaiser.substack.com
Link ist in der Beschreibung.
Freiheit in der Krise von Alexander Heil.
Unglaublich toll.
Schreibt bitte auch dazu,
ob ich da irgendwie Unterwäsche reinigen soll, getragene,
oder ob ich das widmen soll, also signieren soll
auf der Seite von Bakti oder so.
Dann mache ich das natürlich.
Was haben wir noch?
Es geht wieder auf Tour.
In der nächsten Woche bin ich in der Schweiz.
Wie schön, wie schön.
Eines der schönsten Länder in den Alpen.
Mit eines der 4, 5 schönsten Länder der Alpen,
kann man sagen.
Und zwar in Seeon.
Da bin ich bei Zeitpunkt mit dem Christoph Luger
und der Jeannette Fischer.
Dann in Ebnert-Kappel.
Da freue ich mich ganz besonders drauf.
Mit Nicolas Rimoldi und dem Björn.
Über Männer, wo seid ihr zu sprechen.
Das wird, glaube ich, großartig.
Männer, wo seid ihr?
Da fragen wir uns, welche Männer braucht die Krise?
Und welche Krise brauchen diese Männer?
Dann in Chur bei Tage wie diese.
Und in St. Gallen.
Da halte ich einen Vortrag über Transhumanismus und Technokratie.
Alles nächste Woche.
Man, Burnout ist vorprogrammiert, würde ich sagen.
Und dann bin ich noch Mitte September in Wien
bei der Zukunftskonferenz.
Am 12.9.
Würde mich freuen, euch da zu sehen.
Falls ihr noch Karten kriegt.
Vielleicht noch 2-3 Minuten Zeit für das Volk.
Ein Ohr dem Volke.
Ich werde nicht gewinnen, da ich nicht teilnehmen werde.
Könnte man sich auch rein hypothetisch
ein Werk der Anatomie wünschen und bekommen?
Ja, klar. Wünschen auf jeden Fall.
Man kann sich echt sehr viel wünschen und bekommen.
Würdest du Jordan B. Petersen zum Lesen empfehlen?
Ja, aber auf Englisch.
Wobei die 2. Übersetzung ein bisschen besser ist.
Der 2. Versuch des Klopp-Goldmann-Verlags.
Ist ein bisschen besser.
Aber soweit jeder Englisch versteht, würde ich das empfehlen.
Es gibt auch ganz gute Bücher.
Die sind von dem...
Jetzt habe ich seinen Namen vergessen.
Er steht da hinten.
Ich preise das nächste Mal an.
Da sind seine Vorlesungen auf Deutsch drauf.
Ich versuche es auch in die Videobeschreibung zu setzen.
Ein tolles Buch kann ich sehr empfehlen.
Meinung zu Max Stirner?
Wir haben ja ein Video über Max Stirner auf Kaiser TV.
Also gerne da reingucken.
Kommt nach Berlin ins ZigZag?
Ja, auf jeden Fall. ZigZag, der beste Jazz-Club der Welt.
Und von Berlin gleichzeitig.
Ja, da komme ich hin.
Ach so, ich wollte euch noch etwas vorspielen.
Ich lese mir ganz kurz die...
Fragen oder Anmerkungen hier im Chat durch.
Und spiele euch, weil die Nachfrage so groß war.
Am letzten Sonntag habe ich ein Lied von Jens Frischer-Rodrian gespielt.
Jetzt spiele ich euch ein anderes Lied von ihm.
Ich bin gespannt, wie es euch gefällt.
Viel Spaß damit.
Mit euren Allmachtsfantasien
So weit gesunken, rutscht ihr auf euren Knien
Vor den Konzernen und ihren satten Bossen
Und droht uns offen, ab März wird scharf geschossen
Mit eurer Angst und Panikpresse
Haben schon verstanden, wir kriegen wieder auf die Fresse
Wir halten euch noch die andere Seite hin
Die rote Suppe fließt vom Kinn
Mit eurer neuen Normalität
Lasst eure Waffen fallen, es ist noch nicht zu spät
Alternativlos gibt es nie, aber Respekt
Liebe und Empathie
Hat euch die Mutti ihre Brust verweigert?
Ist es das Leiden, das die Lust so steigert?
Kann es sein, dass ihr es echt vergeigt habt?
Dass ihr euch vor den falschen Göttern verneigt habt?
Ohne zu zucken, eure Seele versteigert
Für den Höchstbietenden zu allem bereit seid
Ihr wollt mit allen Mitteln unseren Verstand verwirren
Auf umsinkenden Schiff sind's die Armada der Irren
Die Armada der Irren
Schluss jetzt, mit eurem Wahn Menschen zu führen
Wir werden eure Taten ganz genau studieren
Ihr seid nicht mal gewählt, habt euch doch oben betrogen
Habt euch zu Göttern gemacht, auf den Olymp gehoben
Wir halten all die klugen Denker im Herzen gehen
Mit Hannah im Gepäck durch all die Schmerzen
Schluss jetzt, ihr könnt nicht töten, was uns menschlich macht
Es ist das innere Kind, das einfach weiterlacht
An all die Weltenlinger in der Chefetage
Sie wird sich schämen, die Mutter Courage
Geschäfte laufen gut, never before, macht es so geil
Singt der viel zu laute Männerchor
All die anderen, die ums Überleben kämpfen
Sitzen mit leeren Mägen, Tränen und Krämpfen
In ihre nassen Hütten, und das schon viel zu lang
Spielt für euch keine Rolle, ihr zieht am selben Strang
Das nennen die Psychos, Elitengruppenzwang
Kann euch nicht folgen, hab auf dem Ohr keinen Empfang
Hat euch die Mutti ihre Brust verweigert?
Ist es das Leiden, das die Lust so steigert?
Kann es sein, dass ihr es echt vergeigt habt?
Dass ihr euch vor den falschen Göttern verneigt habt?
Ohne zu zucken, eure Seele versteigert
Wird den Höchst bieten, denn zu allen bereit seid
Ihr wollt mit allen Mitteln unseren Verstand verwirren
Auf dem sinkenden Schiff sitzt die Armada der Irren
Die Armada der Irren
Und jetzt, wir entziehen euch das Vertrauen
Und jetzt, werden das One World House bauen
In dem wir aufeinander achten, ohne Gier
Schließt nicht an, es ist reichlich Platz hier
Das Fundament ist Menschlichkeit
Das Dach ist Schwester und Brüderlichkeit
Die Türen sind groß und lassen alle rein
Zusammenstehen kann man hier nur kammschein
Die Möbel bringt ihr mit, so wie es euch gefällt
Das Haus wird durch Vielfalt und Respekt erhält
Deine Meinung ist was wert, weil du es bist
Hab deinen klugen Geist schon viel zu lang vermisst
Und wann wir weiterziehen, ist einerlei
Selbst wenn wir 100 werden, ist es dann vorbei
Also, das war der gute Jens aus Berlin
Und das versuchen wir auch mal zu verlinken
Alles heute noch mehr richtige Show Notes hier
Ja, ihr habt geschrieben, wo ihr seid
Das finde ich immer ganz toll
Und hier in Rheinland-Pfalz sehe ich
Viele Grüße nach Memes oder sowas
Das ist, wo ihr da seid
Und danke für eure Tipps
Ich versuche den Link von Lebenskraft Pur
Auch nochmal hier reinzusetzen
Da könnt ihr gerne mal vorbeischauen
Das sind auf jeden Fall Produkte, die mir
Ein bisschen geholfen haben, was ich ja auch
Noch nicht so erzählt habe
Aber das machen wir vielleicht nächstes Mal
Von so einem gesundheitlichen Zustand
Das machen wir nächstes Mal bei dem Real Talk Storytime
Dann könnt ihr auch verstehen, warum ich solche
Nahrungsergänzungsmittel nehme
Ihr könnt das alles nachhören, wie immer
Auf unserem Podcast, bei iTunes, Spotify, Deezer
Auf Soundcloud, auf Google Podcast
Auf allen möglichen Plattformen
Und ihr könnt es nachlesen, noch nicht
Aber ihr könnt auch gerne einen Blick auf unseren Blog vorbei
Da vorbeischauen, einen Blick da reinwerfen
KaiserTV.de
Und wie gesagt, denkt daran
YouTube hat uns immer noch demonetarisiert
Ihr könnt das immer noch auffangen
Ich danke auch allen, die das so kräftig
Und nachhaltig und großzügig machen
Das ist wirklich großartig
Weil ihr ermöglicht, dass dieses Programm auch besteht
Vielleicht jetzt nicht nur dieses Radioprogramm
Sondern natürlich diese Interviews
Die dann schon auch gewisse Kosten mit sich bringen
Das Team überhaupt zu bezahlen
Die Reisen, die Spesen für die Interviewpartner
Und diese Sachen, das macht ihr
Ich hab heute eine Umfrage gemacht
In Telegram und hier auch auf YouTube
Was euer Lieblingsinterview war
Und dann hab ich selber mal so überlegt
Was wäre denn mein Lieblingsinterview
Das ist nicht möglich, das zu sagen
Und hab dann dabei gedacht
Ich bin jetzt schon seit Jahren unterwegs
Und seit fast einem Jahr mit dem Team unterwegs
Quer durch die Walachei, vom Kiel bis nach Wien
Um Interviews zu führen
Und es hat super viel Spaß gemacht
In Lausanne den Michael Esfeld
In Kiel den Klaus Kühnlein
In Hamburg den Sven Böttcher
In Berlin den Jochen Kirchhoff
Und den Tristan Nolting
Und den Paul Brandenburg
Und die Aya Velazquez
Ach, wo fang ich da an?
Das war unglaublich bereichernd
Eigentlich müsste ich dafür bezahlen
Weil es unglaublich toll ist
Diese Menschen zu treffen
Sich mit denen auszutauschen
Und was von denen zu lernen
Diese Herzlichkeit und Wärme
Und Gutherzigkeit und Gastfreundschaft
Wir sind ja auch oft bei denen
Oder wir buchen dann ein Studio
Das ist schon echt toll
Und dann hab ich mich gefragt
Was wäre denn mein liebstes Interview
Kann man nicht sagen
Und schon gar nicht mein liebster Mensch
Ich hab nur einen, wo ich weiß
Das war der Einzige
Den ich als Mensch nicht noch mal treffen müsste
Vielleicht hat er aber auch einen schlechten Tag gehabt
Ihr könnt ja mal raten, wer das war
Schreibt mal in die Kommentare, was ihr denkt
Ich würde nur weise nicken
Lächeln, wenn ich das lese
Und dann könnt ihr mal in die Kommentare schreiben
Was euer Lieblingsinterviewgast war
Wenn ich aber eins herausnehmen müsste
Was mir am nachhaltigsten
Zumindest von dem Flow des Interviews
Ich will nicht sagen am großartigsten
Weil das ist immer dann so vergleichen
Wo dieser Flow einfach einmalig war
Ihr wisst, was ich sagen will
Aber eins, was mir sehr stark
Ist das, was noch gar nicht geschnitten ist
Noch gar nicht hochgeladen ist
Das kommt noch, das ist schon vor ein paar Monaten gedreht
Und ich freu mich besonders darauf, wenn das kommt
Das wird ein Leckerbissen
Und das braucht anderthalb Stunden lang
Wenn wir uns einfach festgequatscht haben
Könnt ihr auch mal raten, das ist ein österreichischer Schauspieler
Und Kabarettist, mit dem ich das geführt habe
Nein, es ist nicht Sebastian Kurz
Da könnt ihr mal gerne ringen, wer das war
Interview mit Precht ist natürlich angefragt
Schon im letzten Jahr habe ich mal geschrieben
Aber leider noch kein Wort bekommen
Ja
Einige haben es geraten
Das Team Mensch war es tatsächlich
Sehr gut, sehr gut
Das sind die richtigen Fans, die das rausbekommen
Okay
Ja, richtig, das war der Liebe
Also das Interview war es
Oder worauf ich mich am meisten freue, das nochmal zu sehen
Das war mit Roland Düringer
Irgendwie, da war so schnell eine Verbindung da
Da könnt ihr euch drauf freuen
Ich hoffe, ich kann jetzt wirklich alle hier nennen
Christoph Kubantner, unglaublich
Christian Schubert, unglaublich
Ich möchte eigentlich jeden Tag interviewen
Jeden Tag mit diesen Menschen
Naja, aber ich verquatsche mich hier
Sehr, sehr schön
Schreibt ruhig rein, wenn ihr noch weiter sehen möchtet
Katrin, schön, dass du da bist
Genau, Bonelli
Hatten wir schon mal ein Interview
Und waren ja auch letztens in Wien und haben ihn getroffen
Und jetzt ist er gerade im Urlaub
Aber wenn wir noch mal in Wien sind, dann Mitte September
Auch nochmal Bonelli interviewen
Gerald Hüther
Und mein persönlicher auch Favoriten Michael Hüther
Michael Hüther ist auch wie alle anderen
Auch wieder so ein herzensguter Mensch
Und dieses Gespräch mit ihm
Und auch das Gespräch mit dem Janich
Nicht Oliver Janich, sondern Maurice Janich
Das war auch herzergreifend
Und Esfeld
Da kann man die Sätze so abschreiben
Und man hat ein Buch oder einen Artikel darüber
Aber wie gesagt, ich verquatsche mich hier
Ich wollte euch, wie gesagt, herzlich danken
Dass ihr diese Interviews
Und Gesprächschancen
Gesprächsorte und Räume
Möglich macht, dass wir das senden können
Dass wir es produzieren können
Mit eurer Unterstützung, mit euren Spenden
Könnt ihr machen auf Substack, wie gesagt
Auf Patreon, auf Paypal, alle Links sind in der Beschreibung
Alle Links findet ihr auch auf dem Blog, kaiser-tv.de
Auch zu regelmäßigen Spenden
Das hilft uns ein bisschen, das Ganze etwas langfristiger zu planen
Denkt daran, ein Onkel, der Gutes mitbringt
Ist besser als eine Tante, die bloß Klavier spielt, wie Wilhelm Busch sagt
Also in diesem Sinne
Bleibt geistig gesund
Und mit den Händen über die Decke gut spielen

