Sehe ich das richtig?
31.10.2024
Sehe ich das richtig?
Wir leben in einem Land, in dem der Gesundheitsminister sagt, dass man nicht zu viel testen sollte,
damit man nicht zu viele falsch positive Ergebnisse hat.
Und ein halbes Jahr später hat man die Testzahlen verzichtfacht, Schnelltests auf den Markt
gebracht und Schülerinnen und Schüler sollen sich fast täglich selbst testen.
Wir leben in einem Land, in dem der Gesundheitsminister sagt, dass es ein Fehler war, den Einzelhandel
zu schließen und dass es nicht wieder passieren wird.
Und ein paar Monate später wird der Einzelhandel erneut geschlossen.
Wir leben in einem Land, in dem der Gesundheitsminister sagt, das Virus mache an geschlossenen Grenzen
nicht halt und ein Jahr später sind fast alle Grenzen geschlossen.
Wir leben in einem Land, in dem der Staatsvirologe sagt, dass man die Pandemie mit Masken nicht
aufhält und ein halbes Jahr später tragen selbst die Kinder in den Grundschulen Masken.
Wir leben in einem Land, in dem der Staatsvirologe sagt, dass man als Normalbürger nicht mit
der ständigen Angst vor Infektionen herumlaufen sollte.
Und ein paar Jahre später sollen alle Menschen jederzeit so handeln, als wären sie infiziert.
Wir leben in einem Land, in dem der Präsident der Bundesoberbehörde für Gesundheitsfragen
im Januar sagt, je mehr wir impfen, umso mehr Varianten werden auftreten.
Und nachdem man dann monatelang massenhaft geimpft hat, treten Varianten auf, mit denen
man dann den nächsten Lockdown rechtfertigt.
Wir leben in einem Land, in dem einer der Ministerpräsidenten fordert, Politiker wegen
ihrer Vorbildfunktion mit AstraZeneca zu impfen.
Und am selben Tag werden die Impfungen mit AstraZeneca vorsorglich ausgesetzt.
Wir leben in einem Land, in dem die Bundeskanzlerin im Oktober sagt, es werden uns vier
schwere Monate bevorstehen, dann wird es ein Ende haben.
Und im März sagt sie das Gleiche über die Monate bis Juni.
Wir leben in einem Land, in dem die Bundeskanzlerin im November sagt, dass wir uns jetzt nur
noch für ein paar Wochen anstrengen müssen.
Und im Frühling ist immer noch Lockdown und es ist von einem Dauer-Lockdown bis Herbst
die Rede. Ach und noch was, sehe ich das richtig?
Dass wir keine Übersterblichkeit haben, ist auf Grund des Lockdowns.
Aber dass zum Beispiel Bayern so hohe Fallzahlen hat, ist trotzdem Lockdown.
Oder wenn du bei der Impfung Begleiterscheinungen hast, dann ist das ein Zeichen dafür, dass
sie wirkt. Wenn du aber keine Begleiterscheinungen hast, dann ist das ein Zeichen dafür, wie
verträglich sie ist.
Und wir hatten in diesem Winter weniger schwere Atemwegserkrankungen, weil die Menschen
zu Hause bleiben und außerhalb brav Maske tragen.
Im gleichen Zeitraum stiegen aber die Corona-Fallzahlen und die Inzidenzwerte, weil die
Menschen sich nicht an die Maßnahmen halten.
Ach und sehe ich das richtig?
Wir haben eine Pandemie mit einem schweren akuten Atemwegssyndrom.
Aber das Statistische Bundesamt spricht von einem niedrigen Niveau an schweren
Atemwegserkrankungen im vergangenen Winter.
Sehe ich das richtig?
Man hat ein Jahr lang Politik mit dem Narrativ Jeder, der stirbt, ist einer zu viel
gemacht. Und nun heißt es bei den Impftoten, es sterben halt ein paar.
Leben bedeutet nun einmal Risiko.
Was will man machen? Sehe ich das richtig?
Wir impfen Millionen von Menschen, damit wir bald wieder alle frei sein können.
Aber die Geimpften müssen trotzdem in Quarantäne, weil nicht bewiesen ist, dass sie nicht
infektiös erkranken.
Sehe ich das richtig?
Die jungen Menschen dürfen beziehungsweise teilweise müssen an fast allen Schulen
Deutschlands, Österreichs und der Schweiz morgens im Klassenraum einen Selbsttest
machen. Positiv getestete und Testverweigerer werden isoliert beziehungsweise vom
Schulgelände entfernt. Die negativ getesteten Schülerinnen und Schüler dürfen
allerdings die Maske immer noch nicht ablegen.
Könnte es sein, dass die Maske zu einer Uniform eines Kults geworden ist, die man
auch dann nicht ablegen will oder darf, wenn sie ihre ursprüngliche Schutzfunktion
gar nicht mehr erfüllt?
Also, um das mal zusammenzufassen.
Die Argumente gegen die Maßnahmen sind relativ leicht zu verstehen und die
unterstützenden Fakten und Belege sind relativ leicht zu recherchieren.
Die hinter ihnen stehenden Werte und Überzeugungen wie Freiheit, Selbstbestimmung,
Menschenwürde und Einhaltung der Grundrechte sind durchdacht, erprobt, angesehen
und ehrwürdig. Die Verteidiger des Regierungskurses und der Alternativlosigkeit der
Maßnahmen hingegen winden sich seit Wochen und Monaten in immer abstrusere
rhetorische Tiefen hinab.
Dauernd müssen immer neue und sich selbst widersprechende Zusatzannahmen gemacht,
immer neue Bedrohungen hinzuerfunden, immer neue Ziele gesetzt und die
unbedeutendsten Details der Kritiker bis zum Gehtnichtmehr gestromant werden, um das
Narrativ aufrechtzuerhalten.
Und ihr denkt, Geistesgrößen wie Riso, Wolfgang Niedeck, Ralf Ruth, Thomas D.
oder Richard David Precht hätten diese immer unschärfer und verworrener werdenden
Argumentationslinien verstanden und seien aus eigener Erkenntnis zu Propagandisten
des Pandemieregimes geworden.
Nichts, ich wiederhole, nichts von den Horrorprognosen und Untergangsprophetien des
letzten Jahres ist eingetroffen.
Nicht hier, nicht in Schweden, nirgendwo sind sie ihre tausendfach widerlegte, ad
absurdum geführte und an der Realität gescheiterte, zerstörerische Politik mit dem
Gerede von einer dritten Welle, mutierenden Mutanten und immer neuen Angstszenarien
weiter fort. Und wir machen das immer noch mit und nicken immer noch brav ab und
hoffen immer noch, es wäre bald vorbei.
Nun, nicht alle nicken es ab, aber immer noch zu viele, obwohl sie doch behaupten für
Wissenschaftlichkeit.
Aber man kann es nicht laut genug sagen.
Es ist ein Kult.
Das hat alles längst jeglichen Kontakt mit dem Boden der Realität verloren und eine
Pseudorealität um sich herum errichtet, die es abschottet gegen jegliche Kritik, Fakten
und Fragen von Seiten des gesunden Menschenverstandes.
Es ist ein Kult und in seiner Welt sind Menschen, denen Freiheit und Grundrechte wichtig
sind, Corona-Leugner, während sie selber in Wirklichkeit Grundrechte-Leugner sind.
Es ist ein Kult und ein wichtiger Bestandteil der Kult-Ideologie ist die große Umkehrung
alles dessen, was früher einmal selbstverständlich war.
Gesunde sind kranke, kranke sind symptomlos, Grundrechte sind Privilegien, Angst, Hysterie
und Hypochondrie ist gesund, Diskriminierung ist Gerechtigkeit, Hinterfragen ist Verrat,
Staatshörigkeit ist links, Gehorsam ist progressiv, Impfen ist Freiheit.
Und seltsamerweise scheinen nun für die Kult-Opfer, die negativen Impffolgen, das zu
sein, was für den gesunden Menschenverstand die Infektionskrankheit ist.
Plötzlich gelten wieder die folgenden Prinzipien.
Es ist wichtig, bei der Todesursache genau hinzusehen und Vorerkrankungen zu
berücksichtigen. Wer alt ist und stirbt, der hat vielleicht eh seine Lebenserwartung.
Überschritten. Niemand lebt ewig.
Leben ist nun mal Risiko.
Man muss gewisse adverse Effekte eben im Kauf nehmen.
Eigenverantwortung, die ist wichtig.
Ich will doch nicht, dass der Staat mir vorschreibt, ob ich AstraZeneca nehmen darf oder
nicht. Und wir dürfen uns nicht von emotionalen Bildern und tragischen Einzelfallgeschichten
in den Medien Angst machen lassen und in Panik verfallen.
Wir können auch nicht die Grundrechte und die Freiheiten von Millionen einschränken, nur weil
einige erkranken und die bloße Möglichkeit eines Kollapses des Gesundheitssystemen
besteht. Auf einmal gilt das alles wieder.
So erobern sich die Kult-Opfer auf perverse Weise das zurück, was sie einst als gesunden
Menschenverstand kannten.
Aber da in ihrer Welt gesund das neue Krank ist, es ist ein kranker Menschenverstand.
Und da Krankheit für sie symptomlos ist, können sie es nicht erkennen.
Aber ein paar Fragen an die Coronazis und Lockdown Fetischisten hätte ich da noch.
Fühlt ihr euch eigentlich schlecht, wenn ihr daran denkt, dass euch, dass ihr bei den
vergangenen Überlastungen des Gesundheitssystems nicht lauthals nach
grundrechtseinschränkenden Maßnahmen geschrieben habt und auf wessen Kosten machen wir
eigentlich die Lockdowns, wenn die Menschen nichts mehr haben, was sie opfern können?
Überhaupt sollte man, denke ich, bevor man mit Maßnahmen, Gläubigen und Grundrechte
Leugnern sich auf eine Diskussion einlässt, folgende drei Fragen stellen.
Hat dich die Pflegesituation vieler älterer Menschen bereits in den letzten Jahren
empört und dazu gebracht, tätig zur Verbesserung beizutragen oder sie lautstark von
der Politik zu fordern? Hast du bereits vor, während oder nach den letzten Grippe
Epidemien drastische Einschnitte in das gesellschaftliche Leben gefordert, um erneute
Überlastungen des Gesundheitssystems und 25.000 Tote zu vermeiden?
Und drittens, hast du dein Kind einem Pharmaunternehmen oder der Wissenschaft zur
Verfügung gestellt, damit man an ihm die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von
Impfstoffen für Kinder getestet testen kann?
Wenn eine oder mehrere Fragen davon mit Nein beantwortet werden, dann wäre die
Anschlussfrage, sagt dir der Begriff Heuchelei etwas?
Und uns selber könnten wir fragen, welchen Spruch werden wir wohl in den nächsten fünf
oder zehn Jahren von denjenigen hören, die mit ihrem Mitläufertum derzeit die
Zukunft und Gesundheit unserer Kinder zerstören und zur Traumatisierung einer
ganzen Generation beitragen?
Welchen Spruch werden wir am häufigsten hören?
Wir wussten es doch nicht besser.
Das hat uns so niemand gesagt.
Oder alle haben es doch gemacht.
Das konnte doch nicht falsch sein.
Oder was soll man als Einzelner schon groß tun?
Oder was hätte man denn anderes tun sollen?
Wir haben es doch nur gut gemeint.
Ja, wir wurden halt von Politik und Medien manipuliert.
Oder aber die Wissenschaft war sich doch einig.
Oder ich war gar nicht richtig mit dabei.
Ich habe immer nur so getan.
Oder der Spruch Ich habe doch nur Befehle befolgt.
Oder vielleicht wird es am Ende doch ein herzliches Heil Corona sein.
Aber stellt euch nur einmal vor, wie es sein muss, Anhänger eines Kults zu sein,
dessen Propagandisten die geistige Klarheit, die Ausstrahlung und die
rhetorische Potenz eines Karl Lauterbach haben.
Ein Mensch, der einfach nur einmal fest in den Arm genommen werden muss.
Ganz fest.
Manchmal tun sie mir fast leid, die Kultopfer nicht einmal einen anständigen
Kult wie früher mit charismatischen Führerpersönlichkeiten, mit einnehmender
Ästhetik und leidenschaftlicher Rhetorik, mit Flaggen, Symbolen und Liedern gönnt man
ihnen. Ihr Kult ist nach außen hin so banal und bieder, wie er im Innern
inkonsistent, ängstlich und lebensfeindlich ist.
Doch heute ist mir auch eines klar geworden.
An einem gesellschaftlichen Leben, das von denjenigen gestaltet wird, die die
Teilnahme am gesellschaftlichen Leben vom Impfstatus eines Menschen abhängig machen
wollen, möchte ich gar nicht teilnehmen.
Gute Nacht und viel Glück.
Untertitel der Amara.org-Community

