Ein Kracher in der Küche: Sebastiano redet nicht beim Kochen. Wie kommt es bei den Mitstreitern an? Eins ist während der Hauptspeise klar geworden: Kritik wird im Lokal "Il Rustico" leider gar nicht angenommen... Ob das Sebastiano noch Punkte kostet?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Tag 4 für die Gastronomen von der Ostsee.
Heute fällen sie ihr Urteil über den Sizilianer auf Rügen.
Oh, bist du schon da?
Malzai.
Heute ist sehr schönes Wetter.
Ich suche euch einen schönen Tisch.
Bis später.
Danke dir.
Bühne frei für Sebastiano.
Und jetzt geht es los.
Erster Eindruck.
Tischdeko.
Das ist okay, ich finde es gut.
Ist ja auch alles neu.
Er hat die rot-weiß-roten Tischdecken weggenommen.
Er scheint neue Tischläufer gekauft zu haben.
Immerhin.
Die Karte bitte.
Oh, guck mal.
In der festen Speisekarte steht v.a. eine große Pizza-Auswahl.
Plastikmühlen sind weg, aus Holz eine Pfeffer- und eine Salzmühle.
Oh, schön.
Anhand von jeweils einer Vor-, Haupt- und Nachspeise
beurteilen die Mitstreiter Sebastianos Kochkünste.
Ich wünsche euch einen schönen Abend.
Danke schön.
Kann der Chef wirklich kochen?
Attila will es wissen.
Moin, Sebastiano.
Ich bin Attila.
Was machst du heute Schönes?
Das ist Vitello-Donato.
Vitello-Donato.
Das ist ein Klassiker,
der in so einem italienischen Konzept nicht fehlen darf.
Am Ende des Tages ist es ein gegartes Kalbsfleisch.
Wichtig ist, dass es zart rosa ist.
Und diese weltberühmte cremige Thunfischsoße muss obendrauf.
Die Carpambere ist eine Eckdaten-Geschichte,
die immer bei der Garnitur dabei ist.
Schauen wir mal, wie er das macht.
Das ist eine Kalbsrolle.
Ich habe falsche gekauft.
Aber ist gut. Das Fleisch schmeckt besser.
Hat mehr Geschmack.
Die Kalbssemmerrolle oder Kalbsrolle, wie er sie nennt,
ist ein Teilstück aus der Unterschale.
Ist als falsches Filet bekannt geworden.
Kann man auch kurzbraten.
Ist total fein für Vitello.
Als Päckchen verzurrt, gart das Kalb in Öl und Wein im Ofen.
Wie lange lässt du rein?
Bis meine Augen sagen, es ist gut.
Ich weiß nicht, ich gucke viel mit dem Kopf.
Ich habe jetzt da reingemacht.
Und wenn er sagt zu mir, ich bin fertig.
Ich gucke rein, ich pitsch, pitsch, pitsch.
Und dann raus.
Man kann das Pitsch-Pitsch-Pitsch nur deuten,
dass er das Fleisch abtastet.
Und dann kommt es darauf an, je fester es wird
und je weniger Widerstand das Fleisch gibt,
je mehr brät es durch.
Da kann man diese Erfahrung aufbauen,
wenn man viele Jahre in der Küche steht.
Mir wäre es zu unsicher, wenn ich da andere Sachen mache,
dass ich es vergesse.
Als Nächstes rührt Sebastiano seine Thunfischsoße an.
Was machst du jetzt? Thunfisch rein.
Wie viel machst du rein, auch mit Gefühl?
Wenn du machst 1-mal, 2-mal, 3-mal, 4-mal, 5-mal, 6-mal,
10-mal, 100-mal, 1.000-mal, 2.000-mal.
40 Jahre macht die Menge.
Sehr gut.
Sebastiano ist von seinem Temperament,
habe ich sofort verstanden,
dass er nach Gefühlen und nicht nach Rezept kocht.
Er gibt noch eine Sardelle, Gurke und Gurkenwasser dazu.
Und dann Mayo.
Dass er die Mayo nicht selber macht, kann ich nachvollziehen.
Die Gefahr von Salmonellen mit frischen Eiern
ist nicht gegeben, wenn du eine fertige Mayo nimmst.
Aber ich finde es ein bisschen unsexy.
Es ist auch ein ganz normaler Thunfisch,
eine ganz normale Mayo.
Da gibt es auch Abwandlungen.
Das könnte man alles ein bisschen feiner, schöner gestalten.
Ziel der Mixtur ist eine feine, cremige Thunfischsoße.
Normalerweise gehören auch Kapern rein.
Kapern, mhm.
Aber die Soße stört meine Augen danach.
Okay.
Aber was mir gefällt, sollte es so wie du das hast.
Aber wenn du die Kapern reinmachst, kriegst du das nicht.
Mit den Kapern kann ich absolut nachvollziehen,
dass er nicht reinmacht.
Ich verstehe sein Prinzip.
Weiß ich nicht, dass beide Gäste das nicht vermissen werden.
Wenn das Teller ist fertig, wir machen 4, 5 Stück drauf.
Und die Leute können weiter essen.
Weißt du, mit Erfahrung auch.
Ja, ich möchte eine Kapern, aber die Kapern sind rein.
In meiner Welt gehören klassisch Kapern dazu.
In meiner Welt stehen Italiener genau für originale Rezepturen.
Wenn das seine Meinung ist, ist es fein.
Er gibt ein paar oben drauf.
Dann hat der Gast die Möglichkeit, die auf die Seite zu nehmen,
weil anscheinend so viele das nicht mögen.
Danke dir, wir sehen uns.
Nicht nur die Kapern landen heute auf der Vermisstenliste.
Hier sind die Vorspeisen für die Mitstreiter.
Guten Appetit.
Lasst es euch schmecken.
Küchenmeister und Hotelier Alois startet den italienischen Abend
mit der Vorspeisenplatte Il Rustico.
Meine Antipasti-Teller, von allem etwas.
Das Ganze ist schön frisch.
Es ist sehr gut temperiert.
Es passt zum Sommer.
Hier draußen auf der Terrasse mit so einer Auswahl
von verschiedenen Produkten, liebevoll zubereitet.
Kaum Wiederholungen, finde ich gut.
Ist ja auch nicht wenig.
Ich glaube, dass die anderen ein bisschen neidisch waren.
Man kann auch sagen, er war vielleicht ein bisschen überladen.
Könnte ein größerer Teller sein.
Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl.
Aber ich glaube, das ist auch die Tellersprache von Sebastiano.
Attila probiert den Büffelmozzarella.
Der stand für gewöhnlich aus der Region Kampanien in Süditalien.
Ich habe einen Kugel Mozzarella bekommen, was sehr gut schmeckt.
Ich weiß nicht, warum hat er das nicht auf Scheiben?
Ich kenne das so, dass in Scheiben geschnitten wird.
Ich weiß nicht, was er dabei gedacht hat.
Ich finde das gerade gut,
dass das jetzt mal nicht als Scheibe da angerichtet ist.
Wie mit diesem Quitschigummi-Mozzarella,
diesen Billigsdorfer, der in Scheiben geschnitten ist, aufgelegt.
Sondern einfach die frische, schöne Büffelmozzarella-Kugel.
Du kannst es anschneiden.
Du hast diesen doch sehr schönen, milchigen Kern.
Ich finde das mit der Kugel gut.
Mit der Portiongröße bin ich ein bisschen neidisch auf deine.
Ja, das verstehe ich gut.
Jetzt frage ich, wie der Preis auseinandergeht.
Der Preis ist auch bei 14,90 Euro.
Ja, das ist ein 3-Euro-Preisverschied.
Wenn gegenüber mir sitzt ein anderer Gast mit mir am Tisch,
dann sehe ich, dass er die Doppelte bekommt.
Dreifach.
Von 7 verschiedenen Komponenten.
Und 3 Euro Aufschlag, dann ist das die Relation.
Das kann ich nicht nachvollziehen.
Tatsächlich kostet ein Büffel Mozzarella
ein bisschen mehr als ein einfacher Mozzarella.
Bei dem Antipasti-Teller sind es Gemüse.
Ein bisschen Zucchini, Aubergine, Tomate.
Eine kleine Fleischkomponente, ein bisschen Käse.
Da ist es die Vielfalt.
Aber es ist auch nicht viel mehr gemacht.
Koch und Restaurantchef Ingo testet das Vitello Tonato.
Das ist Kalbfleisch mit Thunfischsoße.
Was mir als erstes auffällt, ist das kalbklassische Garten.
Ich habe leider schon einen leichten grauen Rand.
Ich finde, was zur modernen Küche gehört,
ich würde das Fleisch einfach Sauce-Vide garen.
Ich würde es in den Beutel packen,
den Weißwein, die Gewürze mit rein, Lorbeer, was auch immer.
Das schon mal ziehen lassen, 24 h.
Und dann in Sauce-Vide garen.
Da vermeidet man den grauen Rand, meine persönliche Meinung.
Es muss gar nicht unbedingt so wied gegart werden.
Das Thema ist, dass dieser Rand entstanden ist,
weil es in Rohr macht.
Er kocht es ja nicht, er brät es.
Natürlich wird es von außen Farbe bekommen.
Das ist der Rand, den wir jetzt sehen,
wenn es aufgeschnitten ist.
Die Thunfisch-Sauce hat keine Struktur mehr.
Ich vermute, dass es auf Mayonnaise-Basis ist
und eine Dose Thunfisch püriert und miteinander vermengt wird.
Da hast du recht.
Er hat kein Ei reingemacht, sondern Mayonnaise.
Die Sauce ist sehr dünn.
Ich denke, das ist dem geschuldet,
dass man einen Dosen Thunfisch benutzt hat.
Wenn er im Wasser in der Lager schon drin liegt
und das sofort verbunden wird mit der Mayonnaise,
wird das eine dünne Sauce.
Es fehlt mir ein bisschen der Geschmack.
Es hätte ein bisschen Salz, Pfeffer, frische Zitrone dran können,
um den Thunfisch aufzunehmen und die Verbindung zum Kalb herzustellen.
Da hat die Würze drin gefehlt.
Die Kapern waren komplett los.
Da war gar nichts da gewesen, wie sich das gehört.
Das macht nicht ganz so glücklich.
Süß, Tim.
Da ist sogar jemand, der die Kapern vermisst.
Es fehlt anscheinend die Würze an der Thunfisch-Sauce.
Da hilft es auch nicht, wenn Salz und Pfeffer am Tisch stehen.
Die muss in sich einen Grundgeschmack haben.
Ilona hat den Pecora Al Forna, also Ofen-Schafskäse,
für 11,90 Euro bestellt.
Es ist das, was ich erwartet habe.
Schafskäse, frische Zwiebeln drauf, frisches Basilikum,
Olivenöl, Cherry-Tomaten, Cocktail-Tomaten.
Schön gratiniert.
Es kam auch heiß an den Tisch.
Die Portionsgröße ist ausreichend.
Mir schmeckt es gut.
Es ist eine leichte Vorspeise.
Nicht so mächtig.
Wenn ich die anderen Vorspeisen sehe,
Schafskäse und Büffelmozzarella
unterscheiden sich wahrscheinlich schon vom Preis.
Oder nicht?
Eigentlich sollte der Büffelmozzarella teurer sein.
Es ist für mich jetzt von Geschmack her
ein herkömmlicher Schafskäse, der gut ist.
Aber der kostet nicht unbedingt die Welt.
Der Preis erklärt sich mir nicht.
Ich fand den Preis ein bisschen sehr hoch.
Das kann ich nicht nachvollziehen.
Es ist derselbe Preis wie der Büffelmozzarella beim Attila.
Ein guter Schafskäse, ein eingelegter Schafskäse.
Der kann schon ähnlich viel kosten.
Aber es sind hier fast dieselben Zutaten.
Hier ist auch noch Energie verwendet worden,
also Ofen, Strom etc.
Da würde ich nicht lange drauf rumreiten.
Wie würden die Mitstreiter werten, wenn jetzt Punktevergabe wäre?
Die Tendenz für diesen Teller von mir sind 8 Punkte.
Er wirkt nicht zufrieden, kann das sein?
Ein bisschen eingefallen schaut er aus.
Sebastiano, meine Tendenz sind 7 Punkte.
10 wären maximal drin.
Sebastiano, meine Tendenz sind 8 Punkte.
Meine Tendenz sind 7 Punkte.
Sehr schön, ich freue mich.
Ich bin zufrieden.
Die Qualität war da.
Ich mache, wie ich kenne.
Auf 100 Leute, 99 sind immer zufrieden.
Zufrieden wirkst du jetzt nicht.
Ich finde, hier sind ein, 2 Tendenzen ganz gut ausgefallen.
Aber mehr als 7 z.B. beim Schafskäse.
Was ist denn da jetzt dran?
Ich finde auch, 8 Punkte.
Z.T. sehr hochgegriffen und sehr wohlwollend.
Seid zufrieden, alles in Ordnung.
Hoffentlich läuft dem Sizilianischen Chefkoch
jetzt keine Laus über die Leber.
Wer klopft denn da?
Hallo.
Hallo, mein lieber Holloway.
Grüße dich.
Was hast du da, mein Guter?
Sollte ein schöner Stück Kalbsleber sein.
Ich habe extra bestellt.
Ist mehr als Kalbs geworden, aber trotzdem sieht es gut aus.
Ein großes Kalb geworden.
Ja, sagen wir so.
Normalerweise sollte es ein bisschen mehr heller.
Hat wahrscheinlich schon angefangen, krass zu essen.
Ist ja kein Milchkalb.
Genau.
Die Kalbsleber ist die Königin unter allen Leber.
Also Kalbsleber, da ist auch schon die ganze Haut entfernt.
Das sieht man.
Ist vielleicht nicht unbedingt mehr das jüngste Kalb gewesen.
Frische Kalbsleber ist glatt und glibberig wie Wackelpudding,
aber fester.
Ich finde es gut, dass du so schöne dünne Scheiben schneidest.
Das geht ganz schnell in der Pfanne.
Das ist fast ein Sekundengerichter.
Er redet nicht, wenn er arbeitet.
Das habe ich auch schon festgestellt.
Mach dir keine Sorgen.
Die beiden verstehen sich wortlos.
Jetzt machen wir schon die Beilage.
Ich stelle schon die Beilage, die Karotten.
Jetzt machen wir die Kartoffeln.
Sebastian, in der Küche ist der Kracher.
Italienisches Temperament, diese rote Mütze,
die da so halb runterhängt und erwirbelt.
Ist doch spannend, ist doch schön zu erleben.
Dem aufmerksamen Alois entgeht nichts.
Mit Weintrauben?
Ja.
Du bist ein Weintrauben-Fan.
Ich habe gelesen,
Früchte mit Fleisch zusammen sind sehr gesund.
Ah, okay.
Zusammen produzieren sie Vitamine.
Die sind übrigens auch ohne Fleisch sehr gesund.
Sebastianus Küche hat ihre ganz eigenen Gesetze.
Du hast dir das Kochwasser Olivenöl getan.
Warum?
Geschmack.
Einfach Geschmack zu sagen.
Öl und Wasser gehen nicht einfach so zusammen.
Von daher ist für mich nicht nachvollziehbar,
wie das Öl, was oben schwimmt, auch im kochenden Wasser,
den Geschmack an das Gemüse, was im Topf liegt, abgehen soll.
Absolut korrekt.
Das schwimmt alles schön aneinander vorbei.
Jetzt.
Ich mache das Essen fertig.
Dann bin ich rechtzeitig am Tisch.
Dann gehe ich jetzt.
Alles klar.
Ich bin gespannt.
Am Ende zählt das Ergebnis.
Hier sind die Hauptgerichte für die Mitstreiter.
Guten Appetit.
Fast 30 Pizzen stehen zur Auswahl.
Ilona hat die mit Thunfisch und Zwiebeln
von Tomo Ichibola bestellt.
Es ist eine Pizza, die schmeckt wie eine Pizza,
wie eine Pizza sein soll.
Ich bin zufrieden mit meinem Gericht.
Sie ist dünn, der Rand ist knusprig.
Dass es hier ein bisschen dunkler ist,
stört mich nicht wirklich.
Die Pizza ist nicht aus der Tiefkühlpackung.
Man hat gesehen, dass der Teig frisch gemacht wird.
Dann ist das verständlich,
wenn eine Ecke höher am Herd ist.
Die Tomatensauce ist eine frische Tomatensauce.
Der Anteil vom Thunfisch, von den Zwiebeln, vom Käse,
alles gut.
So wie eine Pizza schmecken muss, so schmeckt sie mir auch.
Na bitte.
Das klingt schon mal positiv.
An dem Gericht hat Sebastiano gefeilt.
Statt Pappardelle gibt es Linguine mit Riesengarnelen für Ingo.
Das ist jetzt quasi mein Gericht, glaube ich.
Mit einer schönen, schlanken Pasta, wie ich es gesagt habe.
Also eine Linguine.
Und bekommt gleich mehr Eleganz, finde ich.
Als 1. Mal, was ich gut fand,
die Garnelen waren schon teilweise gepult, nahten hinten raus.
Man wissen, Riesengarnelen, viel Panzer drum.
Das ist sicher schlecht, wenn das auf dem Teller ganz ist.
Das hat aber gut gelöst.
Ich hatte die vorher schon auf der Hälfte ausgepult.
Dann hat sie wieder reingesteckt in den vorderen Körper.
Dadurch musste ich die aus dem rausnehmen
und konnte sie sofort essen.
Was ich ein bisschen schade fand,
ist, dass sie über dem Garpunkt drüber sind.
Sie sind mittlerweile schon sehr fest.
Auch nicht mehr glasig und schwer zu essen.
Das ist echt doof.
Hatte ich auch.
Er lässt das einfach bis zum Schluss in der Pfanne drin.
Einfach da wirklich die Garnelen kurz mal zwischendurch herausnehmen.
Einfach den Garprozess unterbrechen.
Dann die Pasta.
Das ist eine frische Pasta, aber keine selbstgemachte.
Was ich persönlich auch nicht unbedingt schlimm finde.
Mir fehlt aber wirklich die Gewürze an den Nudeln.
Sie sind zwar durch ein Öl gezogen worden.
Ich denke mal, das wird ein leichter Fischfond sein.
Wo die mit durchgezogen passen zu den Garnelen.
Aber es verliert sich komplett in der Nudel.
Schade eigentlich.
Beim Kochen haben die schon kein Gewürz abbekommen.
Da war wahrscheinlich kein Salz im Wasser
durch die Aufregung oder sonst was.
Er glaubt anscheinend, der Sebastiano,
dass man an ein Nudelwasser kein Salz ranmachen muss.
Das mache ich ja später.
Nee, das ist nicht dieselbe Nudel.
Frisch aus der Pfanne kommt das Kalbsschnitzel für Alois.
Dazu soll es laut Karte Tagesgemüse und Pommes geben.
Jetzt geht es um ein Kalbsschnitzelchen.
Und der Sebastiano kommt direkt an den Tisch.
Komm, da hören wir doch erst mal zu, bevor ich was sage.
Das ist Süßkartoffel?
Ich hatte nicht damit gerechnet,
weil in der Karte stand nur Pommes.
Das sind Pommes.
Pommes sind frittierte Kartoffeln.
Das ist richtig.
Süßkartoffel ist Süßkartoffel.
Das muss dann auch so bezeichnet werden,
weil nicht jeder steht auf Süßkartoffel.
Hier sitzt z.B. einer.
Wenn ich Pommes schreibe, was ich sowieso zum Schnitzel ganz ...
Ist egal.
Dann will ich zumindest die Pommes haben
und nicht Süßkartoffelzeugs.
Das Gemüse ist toll.
Vielleicht noch ein bisschen Salz, Pfeffer, viel Hilfe.
Das war ein Tisch alles.
Ja, gut.
Aber leider auf dem Glasteller kühlt es sehr schnell aus.
Hä?
Das Gemüse kühlt etwas schnell aus.
Ich muss sehr schnell essen.
Sebastiano, was ist das für eine blöde Antwort?
Steht auf dem Tisch.
Dann brauche ich nicht kochen.
Kannst ja alles so hinschmeißen.
Gemüse, alles, was man macht,
lebt davon, auch in der Küche schon einmal gewürzt zu werden.
Das Gemüse ein bisschen durch Butter ziehen
oder mal wegen Italien, Olivenöl,
aber kurz, bitte etwas abschmecken.
Das kann dem Salat auf dem Teller nicht passieren.
Ich habe gesehen, dass du deine Teller vorher warm hast.
Nein, der Teller war nicht warm.
Der Teller war nicht warm?
Wegen dem Salat?
Nein, der Teller war nicht warm.
Der Teller war kalt.
Schnitzel ist kein warmes Essen.
Schnitzel drei Minuten ist ein kaltes Essen, oder?
Ich glaube, ich muss meinen Lehrmeister noch einmal anrufen,
weil ich heute gelernt habe,
oder gelernt bekommen habe,
dass man Schnitzel kalt serviert.
Normalerweise essen wir Italiener,
nicht so wie du.
Wir essen die Schnitzel
mit einem Stück Salat zusammen
und einem Stück Pommes.
Wir waren wie ein Sandwich.
Und dann, wenn du probierst, es so zu essen,
hast du einen ganz anderen Geschmack.
Beim Feedback muss ich sagen,
dass er keinerlei Kritik angenommen hat.
Ich habe mich ein bisschen schuldig gefühlt,
dass ich mich nicht auf seine Art
des italienischen Essens vorbereitet habe.
Und er hat mir das auch deutlich gesagt.
Ich will dazu gar nichts mehr sagen.
Diese Art, wie hier Sebastiano gerade auftritt,
ist einfach eine Schande.
Attilas Vorspeise war etwas klein geraten.
Jetzt freut er sich auf reichlich Kalbsleber
in Buttersalbei mit Gemüse und Kartoffeln.
Mir schmeckt es sehr, sehr gut.
Ich weiß nicht, wie du das hingekriegt hast,
dass es so dünn geschnitten ist
und es immer noch zu weich ist.
Ich weiß nicht, wie du das gemacht hast.
Wenn du für mich noch die Trauben hast,
das würde ich auch noch 3-4 nehmen.
Das schmeckt mit zusammen sehr gut.
Ich kenne diese Kombination nicht.
Ich gebe zu.
Eine fruchtige Note, das hat besser zusammengepasst.
Anscheinend ist alles positiv hier.
Attila ist ganz happy.
Er sagt, Leber ist gut gebraten.
Ich finde sie zu weit.
Aber Trauben, das passt schon.
Das Süße zur Kalbsleber, das kann ich nachvollziehen.
Sebastiano, das ist der einzige Kritikpunkt.
Das ist tatsächlich der Preis.
Das ist mein teuerster Hauptgang.
Und ich bin nicht satt.
Zu wenig?
Das ist zu wenig für mich.
Nein, zu wenig ist das nicht.
Eine Portion Fleisch.
Weißt du, wie viel Gramm muss das sein?
200 Gramm sind da.
Das waren nie 200 Gramm, wie er das gesagt hat.
Das war deutlich weniger.
Das waren niemals 200 Gramm.
Die Kritik ist auch eine neue.
Die haben wir so noch nicht gehört.
Da darf Attila aber auch sagen,
ihm kommt das einfach zu teuer für die Menge vor.
Also 24,90 ist ein guter Preis, finde ich auch.
Ein bisschen mehr hätte es dann wirklich sein dürfen.
Da weint sogar der Himmel.
Jungs, ich würde sagen, es fängt an zu regnen.
Wir gehen rein.
Hinein in die gute Stube.
Es gibt ja schließlich noch Nachtisch.
Sebastiano.
Grüß dich.
Hast du Interesse, wie ich die Tiramisu mache?
Auf jeden Fall.
Tiramisu alla Sebastiano.
Da bin ich mal gespannt, wie das ausschaut.
Der Italiener wird hoffentlich
ein klassisches Tiramisu schaffen.
Nur mit aufgeschlagenen Eigelben und Zucker.
Nur mit Mascarpone.
Dann gibt es auch nicht den weltberühmten Amaretto.
Warten wir es mal ab.
Eier sind auf jeden Fall schon mal dabei.
Wir trennen die Eier.
Ja.
Sebastiano ist voll in seinem Element.
Das merkt man, wenn er anfängt zu singen in der Küche.
Das ist halt sein Temperament.
Ich glaube, ihm gefällt das ganz gut.
Eigelb, Zucker, Eischnee, Mascarpone.
So weit, so klassisch.
Jetzt mache ich ein bisschen Schnips.
Das ist meine Gemeinde.
Und was für Schnips machst du da rein?
Das ist ein X-Schnaps.
Das ist ein Y-Schnaps.
Und das ist ein S-Schnaps.
Alles klar.
Und alle zusammen machen eine gute Harmonie.
Ach, das war ein Scherz.
Ein XYZ-Schnaps.
Na fein.
Es gehört sicherlich kein Schnaps rein, oder?
Habe ich noch nie gehört.
Also offiziell und original gehört ein Marsala ins Tiramisu.
Ist auch nicht der Fall.
Wurscht.
Heiter weiter.
Jetzt machen wir das Kaffee.
Und das ist jetzt kalter Kaffee?
Äh, ja.
Auf die in Kaffee getauchten Löffelbiskuits
kommt jetzt eine Lage von der Creme.
Was sind denn das jetzt noch für Kekse,
die du da liegen hast?
Das sind, du kannst es selbst lesen,
Kandutschi.
Und die gehören auf so ein richtiges Tiramisu?
Nein.
Weil so kenne ich das nämlich auch nicht.
Das ist so deine Note.
Sebastiano hat schon, glaube ich,
seine Grundrezepte, die er hat.
Aber ich glaube,
er muss bei jedem seine eigene Note reingeben.
Ob es letztendlich gut ist,
ob es vor allem in Ordnung ist,
das kann ich noch nicht bewerten.
Aber ich glaube,
er muss immer einmal so sagen,
es ist Sebastiano.
Muss ich fairerweise auch noch mal sagen,
er nennt es ja wenigstens aller Sebastiano.
Also von daher, alles gut.
Ich mach wieder schon weiter.
Und das bleibe auch so weiter.
Bisschen.
Und dann, wenn du willst, kannst du mich
ja schon wieder an deinen Tisch bringen.
Ja, dann los. Du weißt, wo du mich findest.
Dritter und letzter Gang im Il Rustico.
Sebastiano serviert seine Desserts.
Ich habe extra für dich
eine gute Portion gemacht.
Oh, danke schön.
Die würde mir schmecken.
Also, wegen der Leber.
Hat er Angst, dass er Attila verhungert
und die Punkte ein bisschen
in den Keller sacken.
Ingo ist ein
experimentierfreudiger Koch.
Ist das Tiramisu alla Sebastiano
ein gelungenes Experiment?
So, mein Dessert,
Tiramisu.
Wirklich klassisch zubereitet,
auch mit Ei, so wie ich das sehe, an der Creme.
Das Einzige, was wirklich schade ist,
ist, dass die Creme ein bisschen zu dünn ist.
Warum auch immer ist die Creme weggelaufen.
Was da so schiefgelaufen ist, weiß ich auch nicht so richtig.
Vielleicht war es die Hitze.
Ich bezweifle es.
Es hat so lange gehalten,
bis du angefangen hast.
Ja, ich habe
die Vermutung, dass er sehr wohl
geschlagenes Eiweiß unter die Masse gegeben hat.
Und dann, ja, war es vielleicht noch
nicht kühl genug und dann läuft so was.
Da ist eingeweichter Kaffee,
Schoko drauf, die Creme ist gut,
frische Früchte. Der Amaretto kommt
dezent im Hintergrund raus, so wie es eigentlich auch sein muss.
Also erstmal war nicht nur Amaretto drin,
sondern es ist ein Geheimrezept.
Naja, es war aber Richtung Amaretto.
Ja, XYZ.
Der Sebastiano hat,
das ist so seine eigene Note, Cattuccino,
Kekschen, noch mal
in den Kaffee
eingelegt und dann oben drauf gemacht.
Merkt man leider gar nicht mehr durch die Konsistenz,
die Creme zu weich,
alles aufgeweicht, also findet man auch nicht.
Nach der leckeren
Pizza freut sich Ilona jetzt
auf einen Klassiker der französischen
Küche, die Crème Brûlée.
Die
Karamellschicht, ich weiß nicht,
ob ihr es gehört habt, aber
es hat geknackt. Das war wirklich,
wie ich mir das vorgestellt habe, das frische
Obst da drauf, cremige Konsistenz,
das war wirklich so für mich mein Highlight
heute Abend. Ich finde jetzt nur,
ich habe so viel noch nicht gegessen,
entweder ist die Schüssel zu klein
oder das Dessert zu wenig.
Ich hätte mir
gern noch ein bisschen mehr gewünscht, auch für 8,90 Euro.
Ich war so gleich am
Boden, ich habe so durchgepiekt und dann
war auch schon, ich wollte gern noch ein bisschen
mehr, aber es war leider zu Ende.
Ja, hat sie recht, finde ich.
Portionsgröße, das Ding hat so groß
ausgeschaut, aber so wenig drinnen.
Ja, ein bisschen mehr reingeben.
Wenn Attila jetzt nicht satt
wird, stimmt was mit seinem Magen nicht.
Er hat die doppelte Portion Frittelle
Siciliane bekommen.
Das haben wir jetzt noch nicht so oft
hier gehabt, ich glaube noch gar nicht, würde mir gefallen,
aber in meiner Welt war das
ein Hefeteig und der wird gebacken.
Das ist eine süße Pizza
und
obendrauf auf dem Pizza
einfach
Zimt, Zimt und Zucker.
Das ist der gleiche Teig wie für die Pizza.
Und
einer ist gefüllt mit
Pflaumenkonfitüre,
die andere ist
komplett Natur.
Die Vanillesauce ist
sehr, sehr süß. Die Kombination
hat mir mit dem salzigen
Teig sehr gut geschmeckt.
Das wäre für mich der einzige
Knackpunkt, ist der Handling,
weil wirklich mit Löffeln und Gabeln
ist es schwer lösbar. Also man kann
auch mit einem Löffel und einer Gabel
einmal kurz die Kante des Löffels benutzen
oder die Gabel. Also
das klingt, als wenn es nicht gehen würde.
Um Gottes Willen.
Alois braucht
für sein Dessert nur einen Löffel.
Er testet die Panna Cotta Con Fragole,
also mit Erdbeeren.
Also ich hatte
Panna Cotta mit Erdbeeren erwartet.
Ich habe hier noch mehr Früchte außer Erdbeeren.
Dieses Panna Cotta unterscheidet
sich von dem, was wir innerhalb der Woche schon
darin hatten. Es ist
sehr weich. Ja, ich war
ein wenig überrascht, dass mein
original italienisches Panna Cotta
von einem Italiener zubereitet,
dass das
diese Konsistenz hatte und
in Segelstellung
mit zu viel scharfem Wind auf meinem Teller
serviert worden ist. Also die
Standfestigkeit
zeigt das Problem auf,
wie beim Tiramisu. Das ist glaube ich
sehr klassisch italienisch. Also das ist
gekochte Sahne, die eigentlich relativ
geschmacksneutral ist, aber natürlich
wunderbar sich mit den Früchten
verbindet und da ist auch noch
eine Fruchtsoße drauf.
Es schmeckt leicht
vanillig. Für
8,90 Euro würde ich das jetzt
nicht unbedingt wieder bestellen. Ich würde lieber
Attila Seimensee bestellen.
Für den gleichen Preis.
Die Preise waren
heute mehrfach Thema.
Ist die Rechnung angemessen?
So, wir haben eine Rechnung
heute von 237,70 Euro.
Für den Tag heute,
4 Leute, finde ich jetzt nicht zu teuer eigentlich.
Ich finde das Preis-Leistungs-
Verhältnis einfach mit dem, was man
zum Teil gesehen hat,
einfach in diesem Zusammenhang
nicht in Ordnung. Sonst würde ich mich nie beschweren
bei der Summe. Zum Fazit
heute, habe ich was gelernt
oder wurde belehrt
oder eines Besseren belehrt?
Bei Sebastiano muss man
sagen, dass er
mit Leidenschaft und Herzblut
seine Gastronomie
machen will.
Ich glaube, er weiß, was er will
und wie er es machen will und er ist ganz
bestimmt daran interessiert, es gut zu machen.
Nur bei der Umsetzung fehlt er da noch ein bisschen.
Bei der Umsetzung glaube ich, fehlt er noch ein bisschen.
Kritikfähigkeit wird aber auch mit
bewertet.
Ich nehme an, das wird die schlechteste Bewertung
diese Woche.
Die Bestnote sind 10 Punkte.
Oh, sieben.
Sieben Punkte.
Art.
Das kann sein.
Ilona?
Acht Punkte.
Alouet?
Sieben Punkte.
Und Art, ich denke, ist
Attila.
Acht Punkte.
Bist du zufrieden?
Ich bin glücklich.
Ich bin sehr zufrieden.
Ich hätte keine sieben gegeben, ich sage es ganz ehrlich.
Und dann nicht, wie du dich verhältst hier
und diese Art.
Weißt du, hier so, ich habe das Gefühl,
komm, haut es alle ab, lass es mir in Ruhe.
Deswegen, sei zufrieden mit den 30.
Ganz ehrlich, bei meiner heutigen Stimmung würde ich dir weniger geben.
Sebastiano holt 30 von 40
möglichen Punkten und liegt wie Attila
jetzt auf Platz 2.
Morgen steuert Ingo
den Sieg an.
Sein Restaurant liegt im Erholungsort
Barth.
Ich bin Ingo, das ist mein Speiselokal und heute
werdet ihr euer Wunder erleben.
Das hat 10 Prozent.
Das ist jetzt keine konstruktive Kritik.
Das war abhängig.
Ich finde die gut, unsere Gäste finden die auch alle gut.
Ich finde das auch gut, dass die Gruppe jetzt auch ein bisschen
die Schnauze voll hat von dem.
Morgen, mein Lokal, dein Lokal.