Sepp hat sich eigentlich auf die gebratene Forelle gefreut, als es heißt, dass ausgerechnet an dem Tag leider keine gefangen wurde. Kann der gebratene Saibling den Mitstreiter trotzdem überzeugen? Wie mundet Stephan der Rehrücken mit Reisknödel und Thai-Curry Sauce?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Bühne frei für die Vorspeisen.
So, jetzt gehts los.
Jetzt hätten wir einmal die Kokos-Chilisuppe
mit dem Wasabi-Knödel.
Vielen Dank, danke sehr.
Den schwimmenden Wasabi-Knödel verkostet Jenny.
Dann hätten wir die Edelfische mit dem Rohkostsalat.
Saibling, Donauwaller, Lachsforelle und Salat sind für Sepp.
Stefan hat einen kleinen Spinatknödel
mit buntem Gemüse- und Tomatensauce bestellt.
Für Walter gibt es Lüngerl, das sind Kalbsinnereien,
und dazu einen Semmelknödel.
Ich wünsche Ihnen einen recht guten Appetit.
Ebenso, recht guten Appetit.
Was meinst du, Helmut, welches Gericht kommt am besten an?
Es ist sehr vielfältig,
angefangen von dem typisch bayerischen Lüngerl.
Ich habe den Walter genauso eingeschätzt.
Oder der Stefan mit dem Thai-Curry.
Es ist von allem ein bisschen,
genauso wie ich die Personen eingeschätzt habe.
Wird spannend.
Das auf jeden Fall.
Aber Thai-Curry-Sauce gehört zu Stefans Hauptgang.
Und so weit sind wir noch nicht, sondern erst bei der Vorspeisenkritik.
Wer fängt an?
Jenny, du vielleicht?
Ich habe mir hier die Wasabi-Knödel ausgesucht
mit der Kokos-Chili-Suppe dazu.
Schmeckt richtig, also frisch selbst gemacht.
Das Zitronengras schmecke ich sehr durch.
Die Wasabi-Knödel hätte ich mir ein bisschen anders erforscht.
Aber trotzdem eine schöne Vorspeise eigentlich.
Ganz andere Sachen von einem Knödel.
Ja, lecker.
Leckere Sachen.
Ein guter Knödel darf nicht zu fest und nicht zu locker sein.
Wenn er eine lockere Konsistenz hat, ist er mir deutlich lieber.
Leider ist Walters Knödel eher al dente.
Gibt das Punkt Abzug?
Sag mal was zu deiner Vorspeise, Walter.
Ich habe mich für einen Lüngerl entschieden mit Semmelknödel.
Das ist ein klassisches Gericht in Bayern, wird aus Lunge gemacht.
Und ich muss vorwegschicken,
es schmeckt generell besser, als es aussieht.
Die Knödel könnten ein bisschen lockerer sein.
Er hat gute Zutaten ausgesucht.
Also Lüngerl hat eigentlich früher den Ruf gehabt,
dass man nicht so eine gute Auswahl an Zutaten verwendet hat.
Das ist in dem Fall nicht so.
Er hat wirklich Lunge verwendet, und das passt.
Alle haben Knödel auf dem Teller, außer Sepp.
Macht er vielleicht Diät?
Ich habe hier den Gemüse-Rohkostsalat mit gebratenen Edelfischen.
Muss ich sagen, sehr lecker.
Frisch, sehr gut gebraten.
Die Forelle ist ein bisschen glasig.
Vom Geschmack her nicht überwürzt.
Der Garpunkt ist genau, er reicht.
Fisch schön glasig, man sieht auch noch schön den Glanz.
Ein sehr gutes Gericht.
Jetzt in der Karte steht Edelfische.
Unter Edelfische, Bezeichnung Flussfische,
würde vielleicht besser passen.
Weil Edelfische ist für mich ein Seeteufel,
ein Wolfsbarsch oder in der Richtung.
Aber wir sind in einer Tradition.
Da steht es super.
Also vom Großen und Ganzen sehr lecker.
Helmut, Lob, wo steckst du?
Soll ich jetzt 400 qm absuchen? Ach nee, da ist er ja.
Ich hoffe, ihr seid zufrieden.
Ist alles in Ordnung?
Zufrieden auf alle Fälle.
Das kann man gleich mal vorweg schicken.
Zwei, drei Kleinigkeiten, die ich für mich bemerkt hab,
ist, dass ich schade finde,
dass der Spinat nicht durch darf durch die Tomatensauce.
Ich hätte mir gedacht,
ein bisschen weniger Tomatensauce hätte mir ich vielleicht gewünscht,
damit ich den Knödel mal solo probieren kann.
Das Einzige, was ich sagen muss, das würde ich gar nicht so machen,
das ist der Frühlingslauch.
Der schaut zwar in der Stange supergut aus,
aber ich würde ihn eher klein schneiden und drunter mischen.
Weil das zerfasert, man kann es kaum schneiden.
Das finde ich fast immer ein bisschen unglücklich,
weil man es kaum essen kann.
Die Kritik mit der Lauchzwiebel ist berechtigt.
Die ist ein bisschen zäh, ein bisschen hart.
Das ist eine Modeerscheinung,
dass man die so scharf anbrät und dann nur so kurz.
Aber es stimmt, die können wir weglassen.
Helmut, das Gericht von den Edelfischen war sehr lecker.
Der Fisch ist wirklich sehr schön am Punkt gebraten,
glasig auf der Haut.
Aber du hast draufgeschrieben von Edelfischen,
da würde die Bezeichnung vielleicht Flussfische besser passen.
Weil ein Edelfisch mehr ein Sekeufl ist
oder ein Wolfsbarsch in der Richtung.
Und du hast so superfrische, geangelte Fische.
Da würde ich das als Flussfisch ...
Ich glaube, das würde dir auch besser gefallen damit.
Es ist völlig richtig, das waren Flussfische.
Aber man kann die durchaus auch als Edelfische bezeichnen.
Aber hilfreicher wäre die Bezeichnung Flussfische.
Sonst muss ich sagen, hohes Niveau.
Superschön angerichtet, optisch.
Wirklich hat eingeladen nach mehr.
Soll ich noch was bringen?
Dann machen wir jetzt den Hauptgang.
Gerne, danke schön.
Die Kollegen testen bei laufendem Betrieb,
sollen den Betrieb aber nicht vom Laufen abhalten.
Jenny und Sepp scheinen jedoch genau das vorzuhaben.
Hallo.
Servus.
Und ihr wollt jetzt schauen, wie ich Rehrücken mache?
Wir schauen mal, was du da hast.
Gut war natürlich, dass der Helmut auf der Jagd war.
Er hat uns einen Rehrücken gebracht.
Man macht zuerst praktisch die Filets unten raus.
Man macht deshalb zuerst raus,
dass, wenn man von oben her filetiert,
man die Filets nicht zerschneidet.
Dann kann man es ganz normal ablösen.
Ich muss aufpassen,
dass ich entlang um die Knochen rundum schneide.
Dann kann ich es schön an den Rippenknochen ablösen.
Soll nachher auch so ausschauen.
Das ist vom Chef frisch geschossen, hast du gesagt?
Genau.
Wo schießt der das bei uns?
Der Chef hat in der Nähe, gleich über der Grenze von Böhmen,
eine Jagd.
Wie bringt er das zu euch?
Nimmt er das selber aus?
Ausnehmen tut er es normalerweise sowieso auf der Jagd.
Ich kriege es meistens auch ausgezogen.
Das wäre für mich kein Problem.
Ausgezogen heißt?
Einfach aus der Decke raus.
Wie muss ich mir das vorstellen?
Auf der Decke, dass kein Fell mehr dran ist.
Dann können wir es selber zerlegen.
Das ist kein Problem.
Dann einfach eine Portion runterschneiden.
Alfons ist ein Profi.
Das hat er fachmännisch filetiert und zerlegt eins ab.
Alfons würde sich jetzt gern konzentrieren.
Aber die beiden Küchenspione stören munter weiter.
Warum würzt du das vorher?
Ich habe noch keine gute Erfahrung gemacht mit dem,
dass man es nachher würzt.
Das ist reine Erfahrungssache.
D.h. der Salz würde dem Fleisch die Feuchtigkeit entziehen.
Wenn ich das gleich in die Pfanne mache,
bleibt der Saft trotzdem da drin.
Es ist anders, wenn ich das vorm Mittagsservice einwürzen würde.
Dann läuft der Saft raus.
Das macht im Prinzip niemand.
Du arbeitest auf Induktion, wie ich das sehe.
Am liebsten.
Induktionsköche müssen flott sein, sonst verbrennt das.
Wenn zu viel Essen laufen, dann muss es schnell sein.
Sonst hängt alles am Herd.
So groß ist es ja nicht.
Das sind zwei Platten und eine Grillplatte.
Wenn es hier voll ist, muss da schon was gehen.
Was heißt das?
Wie viel Essen haut es am Abend raus?
Wenn es ein guter Abend ist?
Wir hatten schon Sonntage.
Da schickt man mittags 250 und abends 250.
Aber in der Regel würde ich sagen, mittags 80 bis 100.
Abends noch mal 100 oder 150.
Machen die neugierigen Plagegeister jetzt die Fliege?
Nix da.
Der Rehrücken flüchtet genervt in den Ofen.
20 min Ruhe bei kuscheligen 80°.
Alphons ist neidisch.
Denn er muss weiter den Erklärbär spielen.
Das Reis-Knödel haben wir heute Morgen vorbereitet.
Das ist ein Reis-Chili-Knödel.
Wir haben Duftreis verwendet, weil der klebriger ist.
Da haben wir Chili rein gemacht, ein bisschen Honig
und eine Sweet-Chicken-Chili-Soße.
Ein bisschen Geschmack, ein bisschen Salz, Pfeffer.
Das ist im Prinzip alles.
Haben die Knödel geformt.
Die mache ich jetzt im Dampf wieder heiß.
Alphons lässt sich von der vielen Fragerei nicht ablenken.
Zumindest noch nicht.
Bevor ihn die 2 doch noch aus dem Konzept bringen,
drehen wir den Fragespieß mal um.
Ihr 2, wie macht ihr den Reis-Knödel?
Wir machen es mit Wasserdampf oder mit kochendem Wasser.
Das macht die Hausfrau zu Hause, die die Knödel macht.
Das ist absolut in Ordnung, dass sie die Knödel dämpft.
Dann müssen wir noch Gemüse machen.
Ein bisschen Pflanzenfett.
Dann haben wir hier Fenchel, ganz fein geschnitten.
Wir schwitzen das kurz an.
Ein bisschen Salz, ein wenig Pfeffer.
Zum Kochen machen wir Orangensaft mit rein, damit er weich wird.
Nachher ist kein Problem,
vielleicht zum Schluss eine Pflucke Butter mit einschmecken.
Und die Orangenfilets zum Schluss mit rein und anrichten.
Das Gericht ist fertig.
Aber Jenny und Sepp gehen immer noch nicht.
Alphons muss nachhelfen.
Ich denke, ich habe euch fast alles verraten.
Beim Anrichten braucht ihr mich nicht mehr.
Oder ich brauche euch nicht mehr.
Ich wünsche euch einen guten Appetit.
Ich hoffe, dass ihr alle gut ausgesucht habt.
Danke schön.
Mach noch schnell ein Handyfoto von den beiden.
Das kannst du an die Küchentür hängen und draufschreiben.
Wir müssen leider draußen bleiben.
Jetzt geht es los.
Einmal der Zwiebelrostbraten, medium gebraten.
Bitte, unsere Teller sind extrem heiß.
Nicht anfassen.
Jennys Hauptspeise, Wiener Zwiebelrostbraten.
Einmal der edle Saibling.
Hervorragend.
Recht guten Appetit.
Den gebratenen Saibling probiert Sepp.
Stefan freut sich auf Rehrücken mit Reisknödel und Thai-Curry-Soße.
Das Waller oder auch Wels-Tatar-Steak mit Pfifferlingen
ist für Walter.
Dann haut mal rein.
Sepp wollte eigentlich Forelle bestellen.
Aber Gastgeber Helmut angelt sich seine Speisekarte selbst zusammen.
Und eine Forelle hat heute leider nicht angebissen.
Bist du mit deinem Ersatzfisch zufrieden, Sepp?
Oder hätte Helmut den lieber in der Donau lassen sollen?
Also ich habe hier als Alternative den Saibling empfohlen bekommen.
Sehr lecker.
Dazu mit der Honig-Mandelsoße.
Für meinen Touch jetzt ein bisschen zu süß.
Also ein bisschen zu honiglastig.
Sonst ein sehr stimmiges Gericht.
Sehr, sehr viel.
Und ja, kann man genießen.
Kann man genießen, ist jetzt nicht gerade das Kompliment des Jahrhunderts.
Mal hören, ob die Dame der Runde mehr Begeisterung zeigt.
Deine Meinung zur Hauptspeise bitte, Jenny.
Ich habe hier einen Zwiebelrostbraten.
Ein klassisches Gericht eigentlich.
Mein Fleisch ist super Medium.
Wirklich auf den Punkt.
Es schmeckt toll.
Man schmeckt die Senfkruste leicht durch.
Also es gibt ja einen Zwiebelrostbraten.
Es gibt einen Wiener Zwiebelrostbraten.
Bei Helmut gab es einen Wiener Zwiebelrostbraten.
Da ist eigentlich der einzige Unterschied,
dass der Wiener Zwiebelrostbraten in der Senfkruste noch gebraten wird.
Oder im Senfmantelchen gebraten wird.
Und der Bayerische wird halt einfach das Fleisch so gebraten.
Sieht man hier auch ganz schön, wie der Senf noch ein bisschen hier oben ist.
Wenn ich jetzt irgendwo Haar in der Suppe finden müsste,
dann wäre es vielleicht ein bisschen zu viel Kümmel auf den Bratkartoffeln oben.
Aber ansonsten absolut top Gericht.
Also ich bin zufrieden damit.
Und was sagst du zum Preis?
Passt der auch oder verlangt Helmut zu viel?
16,80 für die Portion absolut richtig gut.
Also das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Mehr hat es gegeben.
Ich hätte da locker mehr bezahlt dafür.
Also überhaupt kein Thema.
Der Waller scheint Walter nicht in Wallung zu bringen.
Oder täuscht das?
Walter, du bist dran.
Ich fange mit dem Hauptteil an.
Also das Wallersteak.
Waller ist ein heimischer Fisch in unserer Region.
Relativ großer.
Toll gebraten, innen saftig.
Man schmeckt Kräuter, man schmeckt Zwiebeln leicht.
Gemüse, auch gut abgeschmeckt.
Wobei mir die Dominanz von den Pfifferlingen ein bisschen zu viel.
Mir fehlt ein bisschen die Raffinesse.
Vielleicht magst du mal probieren, Obst.
Probieren immer gerne.
Darf ich mit meinem Besteck?
Gerne, gerne.
Mich interessiert auf alle Fälle die Kombination mit den Pfifferlingen.
Mein Gott, Walter.
Was für ein diplomatischer Fauxpas.
Nicht nur Stefan ist Koch, Sepp auch.
Wenn, musst du beide kosten lassen.
Naja, zu spät.
Ich kann das schon unterstreichen.
Ich habe die Kartoffel dazu probiert, den Pfifferling.
Da ging irgendwas ab.
Es fehlte ein bisschen was, was das Ganze transportiert.
Was das Ganze transportiert?
Erklär mal bitte, was du damit meinst.
Gerade in Verbindung mit den Kartoffeln,
mit dem Ganzen vielleicht ein kleiner Saft oder Schaum.
Das kann ja irgendein raffinierter Schaum sein.
Soße wäre vielleicht zu viel.
So ein kräftiger Dip, wo man nur eine Nuance dazugeben kann.
Oder ein kalter Dip.
Ein transportierender Dip.
Und was fällt dir zu deinem Gericht ein?
Ich hab mir den Rehrücken bestellt.
Der ist mit Duftreis-Chiliknödeln,
mit einem Fenchel-Orangengemüse gewesen.
Ich finde die Portion Fleisch sehr groß, sehr üppig.
Ich hab das Fleisch rosa gebraten bestellt.
Es war noch rosa, aber es ist so ein feines Fleisch.
Das kann wirklich durch und durch rosa sein.
Ich finde, dann sollte es,
weil es wirklich das beste Stück vom Reh ist,
von innen nach außen komplett rosa sein.
Das Fleisch ist aber eine sensationelle Qualität.
Das merkt man, weil es ein Ticken zu weit für mich gebraten war.
Es war trotzdem noch saftig.
Das Gemüse ist superknackig.
Schmeckt gut, auch mit den Orangen.
Das ist nicht zu viel, nicht zu wenig.
Das ist gut abgeschmeckt, das Fenchel-Gemüse.
Und der Knödel ist leider gar nicht meins, muss ich sagen.
Weil der Reis, wenn ich es ganz schlimm sage,
verkochter Basmati-Reis, damit kann ich nichts anfangen.
Die Kombination von hier heimisch geschossenem Wild
mit asiatischem Einschlag ist natürlich einerseits gewagt,
andererseits, wie gut kennen wir die asiatische Küche.
Auch da gibt es mit Sicherheit Wild
oder irgendwas, was in die Richtung geht.
Das wird sicher auch dort interpretiert.
Nicht bayerisch, sondern asiatisch.
Warum die Hütchen?
Na, als Schutz.
Helmut bewirft Hauptgang Nörgler mit Knödeln.
So, wo sind die Meckerer?
Wer will einen Knödel am Kopf?
Okay, ich glaub, ich krieg den ersten.
Mir waren die Püfflinge ein bisserl zu dominant.
Was dem Ganzen noch mehr Raffinesse gegeben hätte,
wäre vielleicht ein Meerrettichschaum oder was.
Richtig was damit,
wo es mir dem nach dem letzten Schliff gegeben hätte.
Der Meerrettichschaum findet die tolle Idee.
Wenn wir aufgreifen, passt mit Sicherheit gut dazu.
Helmut, glaub ich, hat die Kritik gut gemeistert.
Hat fast die Hälfte der Kritikpunkte
als Verbesserungsvorschläge wahrgenommen.
Er hat's angenommen und gesagt, er will das umsetzen.
Ich steck meinen Knödel jetzt vorerst weg.
Der Nächste, bitte.
Das bin leider schon wieder ich.
Das ist keine böse Absicht.
Was gar nicht meins ist, das muss ich auch direkt so sagen,
sind die Knödel.
Weil das einfach ein Basmati-Reis ist,
der, brutal gesagt, einfach nur verkocht ist.
Beim verkochten Reis, das ist ein bisserl Ansichtssache,
weil ich bin mit einer asiatischen Frau verheiratet.
Ah, asiatische Frau.
Jetzt wissen wir, wo das herkommt, der Wind weht.
Die essen den grundsätzlich fast völlig ungewürzt.
Da soll er verkocht sein, auf keinen Fall Biss haben.
Der soll den Geschmack der Soße aufnehmen.
Ist nicht jedermanns Geschmack, aber ist meine Argumentation.
Jenny und Sepp meckern lieber nicht.
Jetzt gehen wir noch mal richtig Gas
und schauen, dass jetzt alles passt.
Wo ist denn Chefkoch Alfons?
Ah, da hinten.
Ist das hier die Zweitküche?
Hier sind wir in der Vorbereitungsküche,
wo auch der Dessertposten ist.
Jetzt bereiten wir uns das Duett von Schokolade zu.
Einmal einen Mousse und einmal ein Parfait.
Mousse und Parfait sind hausgemacht.
Wir brauchen dazu einen heißen Löffel.
Wir haben es gemacht mit ein bisschen Couverture.
400 g kann ich euch sagen.
Ein bisschen mit Sahne aufgelöst, mit Eigelb verrührt.
Dann wieder auf Eis kalt gerührt und geschlagene Sahne untergegeben.
Es hat keine Gelatine und sonst was drin.
Die Schokokalorien-Bombe ist für Jenny und Sepp.
Dazu gibt es Mango-Stückchen, Kokoschips
und da steht doch noch was.
Was ist das?
Das ist eine Lavendel-Küchlein.
Die haben wir schon gebacken, die machen wir nur noch kurz warm.
Lavendel? Aber die sind ja gar nicht lila.
Ist da wirklich was von der Pflanze drin?
Wirklich die Pflanze, die Blätter natürlich.
Ein Teil der Blüten sind noch mit dabei.
Es gibt wirklich ein tolles Aroma.
Wir werden überrascht sein, garantiert.
Hoffentlich positiv, soll ja der krönende Abschluss werden
und nicht das dicke Ende.
Die süße Sache.
Das direkt von der Schokolade mit einem Marzipan-Lavendel-Küchlein.
Sowie Mango-Stückchen und Kokoschips ist für Jenny und Sepp.
Walter und Stefan freuen sich auf einen Zwetschgenknödel
mit hausgemachtem Mooneis.
Lass es uns schmecken.
Na, ist der letzte Gang der krönende Abschluss?
Für Walter offensichtlich schon.
Und Sepp brauchen wir wohl auch nicht zu fragen,
wie es ihm schmeckt.
Schwebst du ebenfalls im 7. Schlemmerhimmel, Stefan?
Ich hab mir als Dessert die Zwetschgenknödel bestellt
mit einem hausgemachten Mooneis, wie es auf der Karte steht.
Ich komm gleich auch mal zu dem Mooneis.
Das schmeckt wirklich ausgezeichnet
und ist definitiv selber gemacht.
Der Zwetschgenknödel ist super fluffig,
der lässt sich leicht auseinanderteilen,
schmeckt super gut, ist schön saftig,
ein bisschen Brötelschmelze drauf, leicht Gesüßte.
Das ist echt sensationell.
Da hab ich keinen einzigen Kritikpunkt.
Die Männer sind restlos begeistert. Und die Dame?
Ich habe als Dessert das Duett von der Schokolade
und einem Lavendel-Küchlein.
Super, super lecker.
Was ich extrem toll finde, ist die Schokolade mit den Blüten drauf.
Da ist vielleicht sogar ein bisschen Lavendel drauf.
Schmeckt toll.
Das Einzige, was ich gar nicht dazu gebraucht hätte,
wäre das Lavendel-Küchlein gewesen.
Erstens schmecke ich den Lavendel gar nicht so raus.
Hätte ich nicht nachgelesen, dass es Lavendel und Marzipan ist,
hätte ich nicht mal gewusst, was es ist.
Es war wie ein trockener Biskuitteil.
Helmut hat Jennys Gnörgel wohl noch nicht gehört,
denn er ist noch gut gelaunt.
Nun zum Höhepunkt des Abends, die Rechnung.
Ich hoffe, ihr wart zufrieden.
Es war schön mit euch.
Ich bitte euch, nicht zu hart mit mir ins Gericht zu gehen.
Bis später.
Ich finde, es ist relativ gut gelaufen.
Ein paar kleine Patzer waren dabei.
Ich muss die Burschen loben, die kennen sich aus.
Die wissen, von was sie reden.
Es sind gute Fachleute, meine Mitbewerber.
Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
Jenny ist gespannt auf die Rechnung.
Was kostet der Abend im Gasthaus zur Knödelwerferin?
Jeder hatte 3 Gänge.
Dazu gab es einen Aperitif, Bier, Wein und Wasser.
Wir haben 232,10 Euro.
Ich finde es fast ein bisschen zu günstig.
Da könnt ihr mehr verlangen, zumindest für meinen Geschmack.
Kann er, er hat die Qualität dazu.
Er kann es sich erlauben.
Er kann es sich definitiv erlauben.
Wir haben keine Billigprodukte.
Ich wäre absolut dafür.
Ich denke, auch viele andere Leute hier in der Gegend,
dass die das mitmachen.
Man isst schön, einem geht es gut danach.
Man ist gut gestimmt.
Preis-Leistungs-Verhältnis top.
Desserts tipptop.
Der Gastgeber kompetent und kritikfähig.
Wie viele Punkte ist dir das wert, Jenny?
Ganz lieb gemeinte 8 Punkte.
Walter?
Eine sehr gute 8.
Sepp?
8 Punkte.
Stefan?
7 Punkte.
Ich würde auf alle Fälle sagen, wir waren im oberen Bereich.
Ob es dann reicht, weiß ich nicht.
Aber schlecht waren wir mit Sicherheit nicht.
31 Punkte für Helmut und sein Gasthaus zur Knödelwerferin.
Morgen ist Stefan dran, im wahrsten Sinne.
Ja, bei Stefan, der war sehr kritisch.
Da werden wir uns morgen den Laden genauer anschauen.
Austeilen kann Stefan.
Und einstecken?
Gratulation, schmeckt beschissen.
Irgendwas ist da drin, das geht gar nicht.