⏩ Jetzt meine neuen Ratgeber bestellen: Wichtige Mikronährstoffe um Ihr 1. Herz & Herz-Kreislauf-System zu stärken: https://bit.ly/RatgeberHowTo ✅ 2. Immunsystem zu stärken: https://bit.ly/RatgeberHowTo ✅ ❎ 100 % unabhängig ❎ 100 % studienbasiert ❎ 100 % medizinisch korrekt Mehr zu Tilidin in meinem Blog https://bit.ly/Tilidin_Blog Mehr zu Tramadol in meinem Blog https://bit.ly/Tramadol_Blog Tramadol (Handelsname Tramal) und Tilidin sind zwei typische schwach wirksame Opioide. Opioide werden typischerweise in den folgenden Bereichen verwendet: 1. Anästhesiologie, also als Medikamente im Rahmen einer Narkose 2. Intensiv- und Notfallmedizin, im Rahmen einer schnellen Schmerzreduktion 3. Schmerztherapie, insbesondere bei chronischen (Gelenk-)Schmerzen, z.B. das Fentanyl-Pflaster 4. bei sog. Tumorschmerzen bzw. Tumordurchbruchschmerzen in der Palliativmedizin Opioide sind somit sehr wichtige und weit verbreitete Medikamente. Sie gehören zum Standardrepertoire eines jeden Anästhesisten, Schmerztherapeuten und Palliativmediziners.
Wichtig aber immer bei der Einnahme der Opioide: Man sollte niemals niedrig- und hochpotente Opioide miteinander kombinieren. Auch ist zu betonen, dass die weit verbreitete Angst vor einer Atemdepression (siehe oben Nebenwirkungen) oder gar Atemstillständen bei der Anwendung von Opioidanalgetika unbegründet ist. Die Morphinabkömmlinge wirken nur dann (besonders) dämpfend auf das Atemzentrum, wenn sie trotz Schmerzfreiheit weiter verabreicht werden.
Tramadol und Tilidin werden typischweise bei den folgenden Schmerzen eingesetzt: 1. Starke Gelenk- und Rückenschmerzen 2. Nervenschmerzen, sog. neuropathische Schmerzen (z.B. Amputationsschmerzen, Post-Zoster-Neuralgie, Polyneuropathie) 3. Tumorschmerzen 4. Post-OP Schmerzen
▬ Über diesen Kanal ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Mit „Video-Visite Dr. Weigl“ haben Sie den aktuellen und medizinisch-wissenschaftlichen Kanal gefunden, der Themen rund um die Bereiche Medizin und Gesundheit verständlich aber basierend auf Fakten, Richtlinien und Studien beschreibt. Ausgangspunkt bzw. Fokus ist dabei immer das Leitsymptom Schmerz. Schmerz bzw. Schmerzen sind wichtig und ohne können wir nicht leben. Gleichzeitig ist Schmerz aber auch ein Warnsignal, ein Symptom bei fast allen unseren Erkrankungen, das häufigste Symptom warum man zum Arzt geht und mit der häufigste Grund weshalb man als Patient beunruhigt ist und es einem nicht gut geht. Interessieren Sie sich für Ihre Gesundheit? Wollen Sie Ihre Krankheiten und die damit verbundenen Schmerzen besser verstehen? Wollen Sie wissen welche Therapiemöglichkeiten der Arzt empfiehlt? Dann sind Sie hier genau richtig! Ich biete Ihnen wöchentlich neue Beiträge und neue Tipps, um Krankheiten und Schmerz besser zu verstehen - Wissen für Ihre Gesundheit.
Herzlich Willkommen zur Video-Visite, mein Name ist Dr.
Tobias Weigel und heute geht es wieder um einen Medikamenten-Check, nämlich um die
beiden schwach wirksamen Opioide Tramadol, Handelsname Tramal und Tilidin.
Ich werde erklären, was die Wirkung und Nebenwirkungen, die typische Dosierung, aber vor allem auch
was die Besonderheiten von Tramadol und Tilidin sind.
Also, wenn Sie diese Medikamente nehmen, bleiben Sie dran und schauen Sie unbedingt diesen
Beitrag an.
Tramadol und Tilidin sind sogenannte schwach wirksame Opioide, das bedeutet, man vergleicht
die immer zu dem Opioid Morphin und Tramadol zum Beispiel hat ungefähr 10% der Potenz,
also der Wirksamkeit von Morphin, also ein Zehntel und deswegen bezeichnet man es als
schwach wirksames Opioid.
Tramadol und Tilidin werden ganz typischerweise als Schmerzmittel verwendet, zumeist dann,
wenn die klassischen Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac nicht mehr ausreichend sind oder
nicht mehr stark genug quasi wirken.
Der Schmerztherapeut spricht dann oftmals auch von einer sogenannten Stufe 2 der medikamentösen
Schmerztherapie.
Ganz typisch also werden Tramadol und Tilidin verwendet als erstens bei starken Arthrose-Gelenkschmerzen,
zweitens starke Rückenschmerzen, drittens auch bei Nervenschmerzen, sogenannten neuropathischen
Schmerzen, viertens bei Tumorschmerzen, also Krebsschmerzen und fünftens auch bei postoperativen
Schmerzen, also in der Anästhesie.
Im folgenden zeige ich Ihnen einmal jetzt eine Übersicht über Tramadol und Tilidin,
hier sehen Sie die beiden Medikamente einmal aufgelistet.
Sie sehen, dass Tramadol sowohl oral, also als Tablette, als auch intramuskulär, also
als Injektion verwendet werden kann.
Tilidin nimmt man typischerweise als Tablette.
Die entsprechenden Dosierungen finden Sie direkt daneben.
Wichtig ist immer, dass die Dosierung unterschiedlich individuell sein kann, dass man diese oftmals
auch ausprobieren muss und die Dosierung bei dem einen Patienten schon eher zu Nebenwirkungen
führen kann als bei einem anderen Patienten.
Interessant ist auch die Spalte mit der Wirkungsdauer.
Die nächste Spalte zeigt die therapeutische Potenz im Verhältnis zu Morphin, also zum
Beispiel bei Tramadol 0,1 bedeutet, dass es 10% der Wirksamkeit oder der Wirkung von Morphin
hat.
Deswegen, wie bereits gesagt, ist es schwach wirksam.
Wichtig noch beim Tramadol ist ein zweiter bedeutender Wirkmechanismus, nämlich Tramadol
blockiert oder verhindert die Wiederaufnahme der beiden Stoffe Serotonin und Noadrenalin.
Das sind zwei wichtige Stoffe, die unter anderem dazu beitragen, dass Schmerz vom Rückenmark
zum Gehirn nicht weitergeleitet wird, also blockiert wird.
Diese Wirkungen haben auch bestimmte Antidepressiva, die ja auch eine schmerzlindernde Wirkung
haben und Tramadol verhindert auch diese Wiederaufnahme von Serotonin und Noadrenalin, also es bleibt
mehr Serotonin und Noadrenalin quasi im Blutkreislauf, im Körper und damit wird mehr Schmerzweiterleitung
blockiert.
Auch aus diesem Grund ist Tramadol ein sehr gutes und typisches Schmerzmedikament.
Die zweite Besonderheit ist, und das sollte man auch wissen, bei ungefähr 10-15% der
europäischen Bevölkerung oder diese haben eine genetische Veränderung, dahingehend,
dass bei denen Tramadol oftmals nicht so wirksam ist.
Das sollte man also auch beachten, wenn man das Medikament nimmt und bei sich selbst kaum
Wirkung feststellt, dass man vielleicht in diese Gruppe fällt.
Das weiß dann aber zumeist der Schmerztherapeut.
Schauen wir uns jetzt noch einmal speziell Tilidin an.
Tilidin ist ein sogenanntes Pro-Trug, das heißt, dass es erst in der Leber zur aktiven
Substanz umgewandelt wird.
Um Missbrauch von Tilidin zu verhindern, insbesondere als IV-Injektion bei Opioidabhängigen, wird
Tilidin mit dem Wirkstoff Naloxon kombiniert.
Ganz typisches Kombinationspräparat im Handel ist das sogenannte Valoron.
Dieses Kombinationspräparat besitzt eine Potenz, die etwa 15% der von Morphin entspricht,
also deshalb auch ein schwach wirksames Opioid.
Die Wirkdauer von Tilidin-Naloxon beträgt 4-6 Stunden und die von Retard-Präparationen
11-14 Stunden, die wirken immer länger, deswegen auch Retard.
Wichtig noch, die Tilidin-Naloxon-Kombination ist das stärkste Opioid, für das kein Betäubungsmittelrezept
notwendig ist.
Die folgende Übersicht jetzt zeigt noch einmal die Wirkung und Nebenwirkungen von Opioiden
Wie gesagt, diese sind Opioide, das heißt, die docken an den Opioidrezeptor und entsprechend
sind die Wirkung und Nebenwirkungen.
Diese sehen Sie jetzt in der folgenden Übersicht.
Da sehen Sie einmal die Wirkung und daneben auch noch den Wirkmechanismus, also die Begründung,
warum diese Wirkung erzielt wird.
Die ist teilweise sehr speziell, aber für den einen oder anderen Interessierten vielleicht
einmal schön nachzulesen.
Daraus lassen sich also zusammenfassend die entsprechenden Wirkung und Nebenwirkungen
für Tramadol und Tilidin ableiten.
Also erstens Schmerzweiterleitung wird unterbrochen, eine Analgesie, das ist das, was man sich
erwünscht, aber an Nebenwirkungen erstens Müdigkeit, also sogenannte Sedierung, zweitens
Übelkeit und Erbrechen, das ist die emetische Wirkung, drittens Verstopfung, also Obstipation,
viertens Miosis, also kleine Pupillen, fünftens Blutdruckabfall und sechstens Verringerung
der Atemfrequenz.
Hier stehen noch weitere Nebenwirkungen, aber das sind die ganz typischen, die man auch
oft hört.
Wichtig, doch einmal abschließend, es ist wichtig zu wissen, dass diese auch schwach
wirksamen Opioide zu einer sogenannten Suchtgefahr oder eine Suchtgefahr beinhalten, eine gewisse
Abhängigkeit haben können oder dazu führen können.
Zweitens, dass auch Nebenwirkungen natürlich bei manchen Patienten schon relativ früh
und stark auftreten können.
Gleichzeitig sind aber Tilidin und Thamadol sehr gute Schmerzmedikamente.
Daher folgende Empfehlung von mir an Sie, erstens ein verantwortungsvoller und kein
leichtfertiger Umgang mit den beiden Medikamenten.
Zweitens, beachten Sie die Dosierung, die Ihr Arzt Ihnen empfohlen hat, nehmen Sie es auch
entsprechend ein und reduzieren Sie nicht selbstständig die Dosierung, das ist sehr
wichtig bei diesen Medikamenten, diese müssen auch ausgeschlüschen werden, also machen
Sie all sowas nur mit Rücksprache Ihres Arztes.
Und drittens, achten Sie bereits auf kleinste Anzeichen einer gewissen Abhängigkeit, achten
Sie auch darauf, wenn die Nebenwirkungen zu stark werden und besprechen Sie diese dann
umgehend mit Ihrem Arzt.
Vielen Dank, ich hoffe, der Beitrag hat Ihnen gefallen über Tilidin und Thamadol.
Wenn er Ihnen gefallen hat, Ihnen geholfen hat, eine informierte Meinung darüber zu
bilden, dann gerne machen Sie den Daumen hoch, gerne abonnieren Sie den Kanal für weitere
Beiträge rund um das Thema Schmerz und auch verschiedene Schmerzmedikamente und für Kommentare
und Meinungen hierzu bitte direkt unter das Video.
Vielen Dank und bleiben Sie mir treu.