Die Erwartungen sind hoch und die Tendenz schient eher niedrig zu sein... Die Konkurrenz ist ein wenig enttäuscht. Ob die Hauptspeise das noch retten kann?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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►“Achtung Kontrolle“ auf YouTube: www.youtube.com/@Achtung_Kontrolle
Die 4 Mitstreiter essen heute im Museum
und bewerten Johns Kochkunst.
John war sehr kritisch, hat aber auch viele Tipps gegeben.
Nach meinem Tag Montag und das, was er erzählt hat,
muss er abliefern.
Läuft schon ganz schön was raus.
Ich denke, die Messlatte liegt hoch.
Er hat hier und da ein paar Sachen rausgehauen.
Die werden schon auch auf ihn achten.
Viel schiefgehend, oft da nicht.
John muss heute v.a.
seinen eigenen hohen Ansprüchen gerecht werden.
Ich habe hier einen Tisch für euch vorbereitet.
Nehmt gerne Platz, und ich bin gleich bei euch.
Auf in den Kampf.
Jetzt bin ich in meinem Element,
und der König zeigt euch, wie das jetzt hier abläuft.
Jetzt muss er liefern, Leute.
In einem Museum sollte auch das Restaurant aussehen wie gemalt.
Dafür, dass es hier eigentlich ein Museumscafé ist,
gediegen, eingedeckter Tisch.
Ich finde das auch sehr pompös, sag ich mal.
Ich stehe mehr auf ein bisschen dezenter.
Aber es passt zu ihm und seinem Konzept auf jeden Fall.
Gastgeber John wird im Service von Maddalina unterstützt,
die seit März im Team ist.
Speisekarte?
Ich würde sagen, für das Ambiente ziemlich unpassend.
Man will groß hinaus.
Und dann so eine Papierkarte.
Da habe ich auch mit was anderem gerechnet.
Das muss ich schon wirklich sagen.
Vier Vor-, vier Haupt- und vier Nachspeisen gibt es.
Inhaltlich eine ansprechende Speisenkarte.
Einfach auch mal neue Aspekte dabei.
Steht ja auch drüber, frisisch-persische Fusionküche.
Viele Gewürze, überall steht irgendetwas.
Seven Spices, Kurkuma, Zimt, Piment des Villettes, schon viel.
Ja, vielleicht sollte man das nicht unbedingt alles so ausschreiben.
Da könnte z.B. auch mehr dieser norddeutsche geschriebene Touch
und das Persische im Geschmack sich widerspiegeln.
Christopher hatte im März die Gesellenprüfung bestanden.
Die heutige Prüfung wird härter.
Das ist unser Christopher und der Delawar.
Der Christopher zeigt dir heute eine unserer Vorspeisen,
die wir kreiert haben.
Das ist ein nordfriesischer Büffelmozzarella mit Erdbeeren,
Piment des Villettes und Pistazien.
Piment des Villettes, das sind luftgetrocknete,
pikante Paprikaschoten.
Sag noch mal.
Piment des Pecques.
Ist französisch.
Ich find die Idee Büffelmozzarella ganz toll,
kommt aus der Region und dann mit Pistazien, schon gut.
Showtime für den jungen Koch.
Also zuerst die Erdbeeren.
Dann kommt da ein bisschen vom Rohrzucker rein.
Dazu Kräutersalz aus dem eigenen Garten,
Orangenabrieb, Knofi und Schnittlauch.
Habt ihr hier direkt einen Kräutergarten?
Ja, wir sind hier direkt am Nolde-Museum dran
mit dem Garten von Nolde.
Da haben wir eine kleine Ecke, wo wir unsere Kräuter anbauen.
Dass die ihren eigenen Kräutergarten hier haben,
ich find das total toll und das passt super in sein Konzept.
Mega, eigener Kräutergarten.
Aus dem stammt auch die frische Minze.
Kannst ordentlich Schnittlauch reinmachen,
ruhig so einen Esslöffel rein.
Ein ganzer Esslöffel frisch geschnittenem Schnittlauch.
Ansonsten macht Christopher das super.
Trotzdem lässt der penible Chef ihn nicht aus den Augen.
Britta auch nicht.
Als Nächstes tu ich hier einen Granatapfelsirup rein.
Sicher, Christopher?
Den Granatapfelsirup bekommt noch Herder mit dazu.
Das Ganze wird jetzt mit einer Spritze Orangensaft mariniert.
Und dann ist das Gericht schon fast so weit, dass wir haben richten müssen.
John hat einen hohen Anspruch an sich selbst und an sein Team.
Da muss man ein bisschen Kontrollfreak sein.
Grundsätzlich hast du recht.
Er hat einen hohen Anspruch an sich und an sein Team.
Er will was weitergeben.
Und es muss auch diese Lehrherren und diese Art von Meistern geben.
Alles legitim.
Fehler macht ja jedermal, sogar der Boss.
Ich hab vergessen zu sagen, dass sie nach Olivenöl rankommt.
Das Gericht scheint jetzt noch eines der Neueren zu sein.
Man hat sich noch nicht ganz abgesprochen.
Dieses verflickste Lampenfieber.
Jetzt was.
Zum Anrichten.
Scheiße.
Dagegen war die Gesellenprüfung doch ein Klacks, oder?
Da kannst du eine Messerspitze von reinmachen.
Dann kommt hier ein bisschen was von dem Espelett rein.
Das Paprikapulver aus den Pyrenäen gibt eine rauchig-fruchtige Schärfe.
Ich würde einmal probieren wollen.
John hat von dem Rezept eine ganz genaue Geschmacksidee.
Da muss noch ein bisschen Salz, Zucker, Piment d'Espelett.
Von allem also noch eine gute Prise mehr.
Was ist das?
Leicht geröstete Pistazien.
Die hacke ich ganz grob nur durch.
Hier haben wir diesen nordfriesischen Büffelmozzarella.
Nicht zu vergessen, Öl, frischen Rucola und Granatapfelsirup.
Das ist meine Antwort hier auf Balsamico.
Der klassische Balsamico-Creme wird sehr oft überall verwendet.
Das ist eine bessere Idee.
Außerdem ist das auch wieder sein persischer Touch.
Johns Heimat Isfahan zählt zu den schönsten Städten der Welt.
Und sein Essen?
Alles hat Glanz. Man sieht alles. Ich finde das wunderschön.
Soweit alles in Ordnung.
Eine sehr simple Vorspeise mit tollen Komponenten.
Iraner sind bekannt für ihre vorbildliche Gastfreundschaft.
Kann John auch mit seinen Kochkünsten überzeugen?
Vom Anrichten her auch sehr schick.
Es schaut gut aus, ich bin gespannt.
Simon und Simon löffeln die Rote-Bete-Espuma
mit dem Ziegenkäse-Blätterteig-Röllchen.
Ich hab mir schon was anderes erwartet.
Ich auch. Ich hab gedacht, dass Espuma ne Creme ist.
Espuma ist ein Schaum.
Ich würde es nicht als Espuma bezeichnen,
sondern eher als Schaumsüppchen.
Im Grunde ist es eine Rote-Bete-Creme-Suppe mit etwas Espuma.
Was jetzt aber schon weggeht.
Es ist Ziegenkäse dabei, Blätterteig, ist auch alles da.
Was ist denn nicht da?
Mir fehlt der Rote-Bete-Geschmack komplett.
Standhaft mit der Kresse.
Das ist eine Scarlet-Kresse, das ist eine Rote-Bete-Kresse.
Darum passt sie da schon rein.
Aber mehr von allem und mehr Espuma vor allem.
Der Geschmack von diesem Espuma, also Rote-Bete steht ganz als erstes.
Das ist das 1. Wort.
Ich hab keine Rote-Bete geschmeckt.
Wenn man das isst, hat man den Rote-Bete-Geschmack.
Farblich ist es aber eher Lachsforelle.
Ehrlich gesagt bin ich schon ein bisschen enttäuscht.
Hab ich mir was ganz anderes vorgestellt
und was ganz anderes erwartet.
Die Erwartungshaltung an John, die ist da.
Rote Bete, dann will man Rote Bete schmecken.
Da ist was dran, was die Jungs sagen.
Britta hat die Schlemmer-Schnitte, also Friesenbrot mit Kaviar,
Rindstartan, Eigelb und Sauerrahm.
Das Ding kostet fast 30 Euro, 28,50.
Was ich schön finde, ist das Ei, dass das Eigelb im Ganzen ist.
Ich frag mich gerade, wie er das hingekriegt hat.
Das kocht doch nur, macht er das Eiweiß ab?
Wahrscheinlich.
Ja, genau.
Und ist es denn das Gelbe vom Ei?
Das Eigelb könnte etwas flüssiger sein,
damit man das mit dem Tartar ein bisschen mehr ins Spiel bringen kann.
Ich hätt es einen Tick flüssiger haben können.
Und 2 Eier waren auch viel.
Ein Ei hätte wegen der Masse einfach auch gereicht.
Ein Eigelb in einem Tartar wird eingearbeitet
und ist nie flüssig zu sehen,
sondern es soll in ein Tartar hineingearbeitet werden.
Hier ist die Idee, mit einem Wachseigelb zu arbeiten.
Man verhindert da natürlich auch die Salmonellen-Gefahr mit.
Das ist die Grundidee.
Und so ein wachsweiches Eigelb mag ich.
Das Friesenbrot ist wunderbar.
Der Störkaviar hat eine gute Salzigkeit, nicht dominant.
Der schmeckt mir gut.
Das Gericht ruht auf Tartarsäulen.
Das Rindstartan ist irgendwie schon ein klein wenig dunkel.
Sonderlich gewürzt ist es auch nicht.
Ich hätte gerne einen größeren Teller.
Das ist ein gequetschter Stück.
Es ist schwierig, immer zu essen.
Ich finde es sehr schön angerichtet.
Der Teller dürfte wirklich größer sein.
Ich finde die Idee mit dem wachsweichen Eigelb gut.
2 finde ich zu viel.
Und Britta, wenn ein Rindfleisch so schön tiefdunkel ist,
ist das sicherlich kein Fehler.
Restaurantfachmann Thorsten probiert als Vorspeise
den nordfriesischen Büffelmozzarella mit Erdbeeren.
Die Mozzarella schmeckt sehr gut.
Ich finde, von der Konsistenz her ist sie sehr gut geraten.
Und ist auch wirklich ein Genuss.
Wo ich neugierig drauf war, war die Kombination mit Erdbeeren.
Statt immer mit Tomaten.
Ich bin eher der klassische Typ.
Die mit Erdbeeren ist nicht so meins.
Aber es bringt auf den Teller eine schöne Farbe.
Der Rucola scheint auch aus Noldes Garten zu kommen.
Der ist frisch, der ist knackig.
Und die Pistazien, das Pistazienpesto, finde ich auch ungewöhnlich.
Passt aber zu der Kombination, dass da Pistazien mit drin sind
als Pesto und auch Erdbeeren mit dabei sind,
aber keine Tomaten dabei sind.
War für mich neu, aber auch spannend.
Ich finde die Kombi super.
Erdbeeren, Pistazien passt super.
Mozzarella, Cremigkeit, milchig.
Ganz tolle, neue Art.
Worauf ich neugierig bin, ich kann es gar nicht aussprechen.
Du warst bei der Zubereitung dabei.
Was war das noch genau?
Ich hab den Ausruf auch vergessen.
Ich weiß nur noch, dass es getrocknete Paprika ist.
Gibt ein bisschen Schärfe.
Schmeckst du das?
Das schmecke ich auch, das schmeckt auch gut.
Das passt hier auch rein.
Für mich war es top, auch diese gewisse Schärfe.
Das wie auch immer genannten, war toll.
Das hat gut geschmeckt.
Das wie auch immer genannten, ist schön.
Piment, Espelette.
Ich glaube, damit haben wir das in dieser Woche genug erklärt.
Und lernen es, oder?
Den Vorgeschmack auf die Endnote gibt es jetzt für John.
Die Tendenzen.
Es ist alles nicht so rund gelaufen, ganz ehrlich.
Ich realistisch würde mir ne 7 geben oder ne 6.
Er ist auch selbstkritisch.
Er hat es gespürt.
Ich glaube, er liegt mit den 7 richtig.
Da kommen auch Rettukutschen.
Das ist alles zusammen, was da passieren wird.
Bis zu 10 Punkte kann jeder geben.
John, bei mir hast du 8 Punkte.
Die 8 ist, glaube ich, noch die Beste.
Bei mir hast du 7 Punkte.
Von mir bekommst du 9 Punkte.
Das freut mich aber jetzt.
Und von Simon?
Von mir bekommst du 6 Punkte.
Danke schön.
Bis später dann.
Bis später.
Ui, 30 Punkte.
Nicht genug für einen Perfektionisten, oder?
Mein Anspruch sind auf jeden Fall mehr als 6, 7 Punkte.
Das ist ganz klar.
Wir werden sehen, was der Abend noch bringt.
Wir müssen jetzt ein bisschen Gas geben.
Ja, 30 Punkte.
Also, 6 finde ich jetzt auch sehr hart.
Aber es waren Argumente dabei beim Simon,
die man einfach auch nicht so zur Seite schieben kann.
Sie waren da.
John hat bei absoluten Topköchen gelernt.
Da wird er doch wohl die Nerven behalten können.
Hey. Besuch hier in der Küche.
Schön hast du es dir.
Danke, danke.
Hier könnte man ja Tanzkurse gehen.
Schöne Küche, ne?
Da kann man sich richtig austoben, ne?
Hätte ich auch gern.
Bei uns ist es so, dass wir immer ganze Tiere bestellen.
Beim Lamm bestellen wir ein ganzes Lamm.
Bei Fischen ist es genauso.
Beim Lamm ist es so, dass ihr heute ein Zweierlei vom Lamm bekommt.
Das ist einmal etwas Geschmortes und etwas Rosagebratenes.
Die Idee hinter diesem Gericht ist jetzt,
ein nordfriesisches Lamm auf eine persische Art zu zubereiten.
Fein, also Zweierlei vom Lamm, immer gut.
Als Erstes gibt John reichlich Öl in den Bräter.
Ich würze im Normalfall vorher schon, damit das Salz einzieht.
Aber da wir alles mit unserem hausgemachten Kräutersalz würzen,
kommt das hinterher,
weil die Kräuter vertragen diese Rösthitze nicht so gut.
Deswegen kommt das hinterher da rein.
So, Öl ist heiß.
Und die Lammschulter kommt hier rein.
Koch John brät die Schulter zuerst auf der Hautseite an.
Das brutzelt jetzt hier vor sich hin.
Jetzt können wir das Röstgemüse vorbereiten.
Das ist in dem Fall ein persisches Röstgemüse.
Das sind Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch.
Wurzelgemüse und solche Sachen machst du gar nicht mehr dran?
In dem Fall nicht, nein.
Persische Version, d.h. Tomate, Knoblauch.
Das passt auch sensationell.
1,5 bis 2 kg etwa wiegt so eine Lammschulter.
Jetzt ist es tatsächlich an der einen Seite etwas angebrannt.
Das liegt daran, dass das natürlich eine ungleichmäßige Form hat.
Er ist so ein Perfektionist, würde nichts dazu sagen.
Wäre alles in Ordnung.
Das werde ich jetzt auch wegschneiden,
weil das wird natürlich definitiv einen negativen Geschmack erzeugen.
Er hat es gekonnt überspielt.
Innerlich würde er bestimmt gesagt haben, Mist,
ich hätte gerne hier perfekte Zubereitung hingelegt.
Aber ich denke, ist menschlich.
Nein, das ist gar nicht schlimm gewesen.
Das war ja nix.
Arrosieren, also begießen, will John mit viel Fett.
John, was bringt dir das Arrosieren?
In diesem Fall mache ich das, weil die ganze Schulter
so unförmig und unterschiedlich gewachsen ist.
Ich möchte hier ein schönes Bratergebnis herbekommen.
Die Butter durch die Molke bekommt ein nussiges Aroma.
Dann wird sie dunkel, sie schäumt auf.
Das gibt sie über das Fleisch rüber,
das gibt dem Ganzen noch mal Geschmack von außen.
Dann wird er das mit den Tomaten in den Ofen schieben.
Ohne Kräutersalz geht hier nix in den Ofen.
Hier ist auch schon wieder Verbrutzung.
Guck mal hier, das ist der Vorführeffekt.
Oder Lampenfieber?
Ich hab auch manchmal echt ne große Klappe.
Vielleicht sollte ich einfach mal die Fresse halten manchmal.
Na ja, manchmal vielleicht.
Aber es macht es auch spannend bei einer Unterhaltungssendung.
Die Schulter ist jetzt umzingelt von Kräutersalz und Zwiebeln.
Das Kräutersalz kann natürlich ein bisschen mitschwitzen.
Genauso Kurkuma.
Mit Gewürzen ist es so, dass die bestimmte Gewürze
kurz mit angeschwitzt werden können und sollen.
Aber halt nicht zu viel.
Kurkuma bei mir in der Küche wird eher nicht verwendet.
Trotzdem hab ich ne heiße und innige Beziehung zu Kurkuma.
Weil Kurkuma hat auch einen wärmenden Effekt.
Und gerade im Winter ist das ein super Gewürz.
Tomaten mögen es auch warm, und die Gemüsebrühe verstärkt ihr Aroma.
Der Röstansatz ist fertig, das schmort jetzt weich.
Wenn es weich geschmort ist, können wir es vom Knochen lösen.
Dann mach ich ne Rolle,
und dann ist es nachher auch schön auf dem Teller anzusehen.
Toll, auch hier schön in dieser alten, schönen Kasserole drin.
Man hätte auch gar nix wegschneiden müssen.
Da war überhaupt nichts Schlimmes dabei.
Das hat Röstaromen, die absolut vertretbar sind.
Die Zubereitung find ich schön.
Die Schulter schmort.
Hier haben wir den Lammrücken, der wird ringsrum angebraten.
Kommt danach in den Ofen, bis der auf den Punkt rosa gebraten ist.
Und was natürlich auch noch hochinteressant ist,
das ist die Kartoffel-Reis-Beilage.
Wir sind sehr gespannt, das sieht sehr ansprechend aus.
Ich denk mal, gehen wir wieder zurück zum Käffchen, oder?
John will 4 perfekte Gerichte abliefern.
Angerichtet auf den Tellern, die Maik kritisiert hat.
Wir haben da auf der Ruhe, demnächst in ein Geschirr zu investieren.
Aber ich glaub, ich kann auch mit dem Gekochten an sich glänzen.
Da brauch ich keinen tollen Teller für.
Da hast du grundsätzlich recht.
Das Essen ist das, was im Mittelpunkt stehen soll.
Ich seh aber trotzdem in der Tellersprache
eine sehr klassische Stilrichtung.
Bisher sprechen auf dem Tisch aber erst 2 Teller.
Schade, dass das jetzt ein bisschen kalt wird, das Fleisch.
Der Rest auch, aber gerade das Fleisch ist schade.
Wir leiden ein bisschen.
Wir leiden mit.
Dass wir jetzt auf unser Essen noch warten mussten,
hätte ich von Johns Perfektionalität nicht erwartet.
4 Teller auf einmal auf seinem Niveau müsste drin gewesen sein.
Was meinst du, sollen wir das Go geben?
Dann lass uns mal schmecken.
Das wär zu schade drum.
Kalt schmeckt es ja nicht.
Und der Rest der Bestellung kommt auch gerade an.
Der Label Ruschlachs mit Gemüse- und Reis-Timbale,
den auch Maik probiert hat, ist für Britta.
Mein Lachs ist wirklich qualitativ gut.
Schmeckt gut.
Aber...
Für meine Begriffe, ein Kleintick über den Garpunkt drüber
ist nicht mehr wirklich glasig, dennoch nicht trocken.
Er ist gut gewürzt.
Er hätte wesentlich glasiger sein dürfen.
Das muss einfach ein Punkt dazu geben.
Mir schmeckt auch die Soße sehr gut.
Die hat eine schöne Würze.
Dazu gibt es Fenchelgemüse mit Queller.
Finde ich auch richtig gut.
Die salzige mit dem milden Fenchel dazu.
Da gabs dann noch diese Reis-Kartoffel-Timbale.
Ist lecker.
Wirklich ein schönes Gericht.
Der Lachs war tatsächlich auch wieder mit seinen Kräutern gewürzt.
Und das war ein orientalischer Touch.
Seine Gewürzmischung, sein Salz und alles ist sensationell.
Mein Teller war perfekt.
Dieser Teller ist nicht ganz perfekt.
Der Lachs ist zu weit gegart.
Glaubt aber auch, dass die Sachen hier ganz gut ankommen, oder?
Was ist nur aus der Lammschulter geworden?
Torstens Hauptgericht ist ein Zweierlei vom jungen Lamm.
Schulter und Filet.
Ich war ja bei der Zubereitung vorhin von der Lammschulter
in der Küche dabei.
Ich muss sagen, das Ergebnis spricht für sich.
Es ist schön geschmort, sogar noch ein bisschen rosa innen drinne.
Also nicht zu dunkel.
Es hat auch die von John annoncierten persischen Aromen.
Der Lammrücken ist auch auf den Punkt gebracht.
Bisschen rot vielleicht, also zart rosa ist dann doch was anderes.
Aber ich mag es so.
Für mich geschmacklich war es gut.
Ich mag es gerne, wenn es ein bisschen roter ist.
Also von daher alles okay.
Auch die Soße mit Kurkuma passt sehr gut dazu.
Reis-Timbalee in der Kartoffelschale.
Die Kartoffelschale ist sehr würzig.
Der Reis ist vielleicht ein bisschen langweilig.
Weißer Reis könnte auch Wildreis sein.
Aber es sah sehr gut aus, es schmeckt sehr gut.
Also passt.
Also ich persönlich habe diese persisch-nordfriesische
Fusionsküche tatsächlich auf dem Gaumen gehabt.
Und mir hat sie auch gefallen.
Schön.
Es freut mich, Thorsten.
Du machst das ganz klasse, du lässt dich da auch nicht beirren.
Ich finde, es läuft doch ganz gut für John.
Also 2. Hauptspeise kam auch gut an.
Weiter gehts bitte.
Die Vorspeisen wurden hart kritisiert.
John kann jetzt nur auf milde hoffen.
Also mit dem Hauptgang bin ich schon zufriedener als mit der Vorspeise.
War alles ein bisschen stimmiger, aber auch noch nicht ganz so,
wie das in meinem Kopf alles zusammengebaut wurde vorher.
Simon und Simon erwarten ein perfekt gegartes, zartes,
saftiges Dry-Aged vom Rosenäser Weiderind.
Du hattest ja gesagt, Medium.
Medium ist es nicht.
Bei mir auch noch das Pech, ich habe hier noch eine Sehne drin.
Das 1. Stück habe ich bestimmt 1 min gekaut.
Ja, das ist nicht schön.
Wenn das 1. Stück Fleisch zäh-sehnig ist,
dann hebe ich meine Flosse in jedem Restaurant.
Entschuldigung, Herr Ober, da haben wir Pech gehabt mit dem Stück.
Das finde ich nicht ganz in Ordnung, das finde ich auch nicht fair.
Das macht man unter Kollegen nicht.
1. Pist von den Bohnen, die übrigens superlecker sind,
toll geschnitten, also richtig gut.
Da hatte ich dann aber hier noch so ein Endstück.
Das war dann mein 2. Pist quasi.
Ja, nicht viel.
Hört sich nicht gut an.
Meine Bohnen, geschmacklich wirklich großartig.
Aber...
Ich fand sie ein bisschen zu kalt.
Die Kartoffel, tolles, butteriges Kartoffelpüree.
Großartiger Kartoffelwürfel in dem Fall.
Und das Fleisch?
Da war das Kräutersalz auf dem Steak.
Also eine Gewürzmischung von dir.
Ich hätte sie vielleicht nicht draufgemacht.
Es steht explizit bei dem Gericht dabei,
dass das 7 Spices, die Gewürzmischung, die da oben draufkommt.
Gut, dann das sind deine 7 Spices?
Ja.
Okay, ist gut.
Für mich ist es ein Kräutersalz, aber ja, 7 Spices.
Es war direkt auf dem Fleisch.
Ich mag so was sehr ungern.
Ich finde es wirklich besser, wenn so was apart kommt.
Gut, dass man jetzt hier überall was findet.
Denn kann, wenn man will, liegt auch auf der Hand, ne?
Wie nimmt John das auf?
Doof gelaufen, ne?
Ich hab da durchaus höhere Ziele gehabt.
Muss ich ganz ehrlich sagen.
Mit Team, mit Kamera, mit Menschen, die ihn beurteilen.
Das hat ihn auch nervös werden lassen.
Mehr ist es auch nicht.
Kochen kannst du.
Komm, mach auf den Knoten.
Das wird.
John hat nur noch eine Chance.
Und die ist süß.
Na?
Wahnsinnsküche.
Danke.
Cool.
Was machen wir?
Ich bin schon dabei mit deiner Ananas.
Es gibt eine Ananas-Carneloni.
Eine Ananas-Carneloni, okay.
D.h. er wird irgendwie Ananas wahrscheinlich auch dünn aufschneiden
und dann aufrollen und natürlich füllen.
Ich hab hier ein paar Gewürze, wo ich den Sirup jetzt von koche.
Das Ganze ist auch schon vorbereitet,
weil die Ananas muss eine Weile stehen.
Aber wir machen es jetzt einmal zusammen, dass ihr das seht.
Für den Sirup mischt John Wasser, Zucker, Nelken, Sternanis und Zimt.
Dann kommt da jetzt ein Spritzer persische Limonen.
Persische Limonen oder Limetten zählen zu den größten
und geben die größte Saftmenge ab.
Und wenn das aufkocht und abkühlt,
kommt da unsere hauchdünn geschnittene Ananas rein.
Das können wir hier an der Aufschnittmaschine machen.
Grundsätzlich hat er ein klassisches Läuterzuckerrezept
für den Sirup verwendet.
Das hat er dann abgewandelt für die Marinade.
Da war da Sternanis drin, es war Zimt drin, es war Nelken drin.
Also grundsätzlich passt das alles und es passt auch zu ihm.
Jawohl, passt sehr gut. Also die Idee ist ja toll.
Die Ananas legt Koch John in hauchdünnen Scheiben in den Sirup ein.
Das Ganze müsste jetzt ein paar Stunden marinieren,
damit die Ananas weich wird, weil wir wollen die nämlich rollen.
Das ist nämlich eine Ananasgranolone, das ist keine Pasta,
sondern der Pastateig ist sozusagen die Ananas.
Und das habe ich schon vorbereitet, damit wir direkt loslegen können.
Jetzt braucht John handwerkliches Geschick.
Auf dieser Frischhaltefolie breiten wir jetzt unsere Ananas aus.
Scheibchenweise. Das ist jetzt ein kleines Geduldsspiel.
Eine Ananas hat jetzt nicht viel mit Nordfriesland
und auch nicht mit Persien zu tun.
In diesem Fall, bei diesem Dessert, sind die Komponenten Ziegenkäse
aus der Region natürlich und der Granatapfel, die persische Variante.
Okay, cool, oder? Finde ich jetzt. Auch die Idee finde ich sehr, sehr cool.
Wie bist du darauf gekommen?
Und zwar habe ich ja ein Jahr in Japan, in Tokio gearbeitet,
in dem Michelin-Stern-Restaurant von Gordon Ramsay.
Diese Idee stammt von da.
Du hast es dann nur hier auf Nordfriesland übertragen.
Ich habe es ein bisschen abgewandelt.
Er hat es von da mitgenommen. Ich fand die Idee auch gut tatsächlich.
Also ich muss nachher noch mal mit ihm sprechen,
ob ich sie mir nicht klaue eventuell,
aber auch ein bisschen auf mich abgewandelt dann.
Wir klauen alle. Tim Mälzer hat das mal gesagt.
Ich bin der bestbezahlteste Klauer.
Für die Füllung vermengt John Ziegenfrischkäse mit Sauerrahm,
Zitronenpüree und Puderzucker.
Dann ist die Creme jetzt wunderschön luftig aufgeschlagen.
Leichte Säure. Und die Säure haben wir abgerundet mit Puderzucker und der Creme.
Und das Ganze kommt jetzt in den Spritzbeutel.
Ja, Füllung für Cannelloni, würde ich sagen. Total in Ordnung.
Daraus muss John jetzt nur noch irgendwie eine Rolle machen.
Und jetzt kommt das, was ein bisschen tricky ist,
das Ganze einzurollen mit der Folie.
Und rollen. Das Ganze schieben wir jetzt zurück.
Vorsichtig.
Und schlagen das Ganze nochmal ein und rollen es dann zusammen.
Na, ob Simon das wohl so hinbekommen würde?
Wichtig ist jetzt, wenn du das mal in deinem Betrieb nachmachen möchtest,
dass du jetzt da Löcher reinpiekst, dass der Sirup, der überschüssige, ablaufen kann.
Und so hängst du das bei dir ins Kühlhaus. Unten eine Abtropfschale. Und dann kann's losgehen.
Ja, ist cool. Echt der Knaller.
Ist das Kunst oder kann das Fake? Hier sind die Desserts für die kritischen Mitstreiter.
Also, meins sieht auch toll aus.
Das sieht man, dass wir im Museum sind.
Ja, schöne Nachspeisen.
Britta und Simon sind gesellige Köche ohne Gesellenbrief.
Wie schneidet die Ananas-Cannelloni bei den beiden ab?
Das ist ein optisch, finde ich, sehr ansprechendes Dessert.
Ja.
Mir schmeckt die Ananas sehr gut. Vielleicht ein bisschen zu dick gewickelt.
Das finde ich gerade gut. Das brauchst du auch damit es stabil wird.
Dann hast du wenigstens da auch ordentlich Ananas rum.
Wie urteilt Britta?
Mich stört ein bisschen, dass es so in der Soße schwimmt, weil ich da nicht so viel Ziegenkäse-Geschmack habe.
Das vermischt sich so sehr mit der Soße.
Das hätte ein bisschen fester sein können und dann so als Spiegel.
Also, die Ziege schmeckst du letztendlich hier nur drauf.
Wenn du wirklich nur die Creme drin hast, dann ist sie ganz leicht da.
Aber grundsätzlich ist es ein sehr schönes Dessert.
Für mich war die Nachspeise der beste Gang von den dreien.
Auch wenn wenig Ziege hervorkam, aber die Soße war einfach so dominant.
Sie hat alles übertüncht.
Oh, jetzt hör auf, Mensch.
Was ist mit der Soße?
Leute, ihr seid doch wirklich auf einem anderen Pfad unterwegs.
Super ist das.
Torsten gibt sich die Kugel aus Sauerrahmgurke, Seebüller Heckenrose und Pistazie.
Ich habe hier Seebüller Heckenrose außen rum.
Ich habe die Gurke und ich habe Sauerrahm.
Das Ganze in eine runde Form gebracht.
Also es mutet wirklich von den Farben her persisch an und es schmeckt mir wirklich ausgesprochen gut.
Sehr schön. Punkt.
Die Gurke scheint mir im Sauerrahm zu sein und sie ist geeist,
während die Pistazie ja so ein bisschen mit dem Nolde-Pinselschlag über den Teller papieriert ist.
Es ist überhaupt nicht süß und für mich genau das Richtige nach dem doch relativ schweren Essen.
Also ich fand, es war tatsächlich ein handwerkliches Dessert.
Es war auch verspielt mit der Gurke, dann der Sauerrahm umschlossen, drumherum die schon erwähnte Seebüller Heckenrose.
Also meiner Meinung nach ein Dessert, das sehr gut ins Haus reinpasst.
Eine gewisse Ungewöhnlichkeit hatte es auch und somit eine tolle Überraschung.
Gastronom Simon probiert als Nachtisch die Mandel-Creme Brûlée mit Labaritzengrütze.
Man hört es immer noch ein bisschen, also richtig schöne Kruste, Konsistenz, ganz toll weich.
Nicht so viel Geschmack, wenn man es mit der Grütze zusammen isst, weil die Grütze doch sehr sauer ist,
das obendrauf, das Crumble ist sehr süß. Das heißt, da geht die dann ein bisschen unter.
Durch den Mandelgeschmack finde ich da jetzt auch was Persisches, würde ich sagen, in meiner Nachspeise.
Nach 10 Punkten klingt das nicht.
Ich hätte gedacht, dass er vielleicht irgendwie ein bisschen schöner angerichtet ist.
Ja, geschmacklich hätte ich mir vielleicht ein kleines bisschen mehr bei ihm erwartet auch wieder.
Also ich weiß nicht, warum du so ein Stenkerbolzen hier heute bist.
Eine Creme Brûlée ist doch, was soll denn da, es ist Creme Brûlée, Punkt.
In Sachen Kochkunst kann John nichts mehr zeigen. Ist er denn auch ein Zahlenkünstler?
So ihr Lieben, ich habe die Rechnung für euch.
Der Preis muss nur eins sein, angemessen.
Wir haben eine Rechnung von 332,60. Bei Getränken liegen wir ungefähr bei 65 Euro und beim Essen bei ungefähr 270.
Das sind im Schnitt 80 Euro pro Gast.
Wir sind im tiefsten Nordfriesland, also da ist das schon ordentlich, sag ich mal.
Wenn wir unsere Erwartungen, die wir alle hatten an ihn und an das Restaurant,
sagen, was sich ja jetzt beim Eintreten schon so ein bisschen getrübt hat und hier und da ein paar Fehler aufgetreten sind.
Wenn sich das so wirklich durchgezogen hätte, wären auch 90 Euro pro Person in Ordnung.
Hier ist es überhaupt nicht zu teuer, weil es ist von der Qualität vom Einkauf sicherlich mit das Beste, was wir bis jetzt erlebt haben.
Es sind aber viele Hopperlas passiert und John hat halt die letzten zwei Tage verbal Gas gegeben.
Und das spielt hier mit rein.
Die Schlusswertung ist geheim. Bis zu zehn Punkte kann jeder vergeben.
Mit meiner Leistung bin ich nicht zufrieden. Wir sind auf jeden Fall mehr gewohnt und da arbeiten wir dran.
Ja, mit Sicherheit ist nicht alles rumgelaufen. Ihr habt ihm das jetzt auch nicht unbedingt leichter gemacht.
Ihr habt ihm ein paar Dinge übergenommen. Das spiegelt sich auch gleich sicherlich in der Punktevergabe wieder.
Da würde ich meinen Arsch drauf wetten.
Hier kommt euer Ergebnis.
Acht Punkte. Das ist sehr, sehr gut. Also bin ich sehr dankbar dafür.
Acht ist okay.
Ich glaube, das wäre auf jeden Fall der Thorsten.
Ich gebe dem John für den heutigen Tag eine Acht.
Sechs Punkte.
Das ist der Simon.
Sechs Punkte.
Sechs Punkte ist der andere Simon.
Sechs Punkte.
Das verstehe ich nicht ganz.
Und acht Punkte ist Britta.
Acht Punkte.
Okay, die Achter total fein, die Sechser Retourkutschen.
Und beim Simon weiß ich nicht warum. Beim Simon ist ein bisschen was auf den Zeiger gegangen.
John, dein Fazit?
Ja, man kann es nicht führen reden. Das ist ein schlechtes Ergebnis.
Es sind 28 Punkte. Der König ist heute ein bisschen zum Prinzen degradiert worden.
Aber du machst einen guten Job und jeder weiß es auch.
Jetzt bitte die nächsten Tage nicht die Retourkutsche rausholen.
John und sein Team holen nur 28 von 40 möglichen Punkten.
Letzter Platz für das Element.
Da war wohl der Wurm drin.
Morgen sind die Mitstreiter im Wurm drin, im Wattwurm.
So heißt Brittas Lokal.
Hat irgendeinen intensiven Geschmack.
Vielleicht ein bisschen zu viel drin.
Stress für die Hobbyköchin.
Da hätte ich noch ein bisschen mehr was zu binden. Also ein bisschen Sahne oder irgendwas.
Nee, weniger von dem Pulverzeug.
Morgen bei Mein Lokal, Dein Lokal.