Die Vorspeisen werden serviert! Auf dem Tisch kommen zwei verschiedene Tataren: einmal vom Kalb und einmal die vegetarische Version. Hat der Koch beide Gerichte drauf oder kann er nur mit einem punkten?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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►“Achtung Kontrolle“ auf YouTube: www.youtube.com/@Achtung_Kontrolle
Der Rest, das sind Elisabeth, Josef, Verena und Andi.
Und sie beben vor ihr Furcht.
So viele Generationen in einer Familie.
Das muss man mal halten, ja?
Unglaublich.
Das ist wirklich beeindruckend.
Ich hab mich da gern zugehofft.
So hoch liegt die Maislatte heute bei Matthias, hm?
Der wird schon abliefern heute, glaube ich.
Ich denke auch.
Und ich glaube, der kann ja auch kochen.
Ja, das glaube ich wohl auch.
Aber auch andere Faktoren wie eine stimmige Inneneinrichtung zählen.
Man sieht, es ist ein Traditionshaus.
Ich würde auch fast am liebsten hier über ein Brett drüber streichen und sagen,
aus dieser Stube wird was ganz Tolles.
Und es ist was ganz Tolles.
Das ist richtig.
Hier noch mit den alten Bildern.
Die Details sind Wahnsinn.
Da sind Frauen am Werk.
Überall frische Blumen.
Die Deko ist Wahnsinn.
Wunderbare Vasen.
Das sieht man ja auch schon bei der Tischdeko.
Das spielt sich durchs ganze Lokal.
Die Stube hat einfach Leben.
Ja.
Alles richtig eingeordnet.
Die Stube hat Leben.
Das ganze Haus hat Leben.
Das hat so viel Geschichte.
Da ist so viel passiert.
Entschuldigung.
Hallo, Matthias.
Willkommen bei uns im Ganzwert.
Ja, hallo.
Schön, dass ihr da seid.
Hallo, grüße.
Darf ich euch vorstellen?
Wer sie noch nicht kennt, die Gerlinde, meine Schwester.
Hallo, Gerlinde.
Hallo.
Sie bleibt sofort.
Ja, ganz gerne.
Die Schöne in der Familie.
Ja.
Toll.
Dankeschön.
Ja, die Stimmung ist nach wie vor gut.
Vorletzter Tag, alles Bombe gelaufen bis jetzt.
Da bildet auch Matthias geschmackvolle Karte keinerlei Ausnahme.
Oder?
Eine wunderschöne Speisekarte, sehr hochwertig.
Finde ich auch.
Schlicht.
Man weiß, ein H und diese Zahl dahinter.
Meine Lieblingsfarbe.
Blau.
Ich denke, wenn ich mir die Karte anschaue, Andi,
dass wir heute eine sehr schöne Küche bekommen,
in einem etwas gehobeneren Segment.
Dementsprechend auch die Preise.
Aber ich finde, die sind sehr gerechtfertigt.
Vor allem, wenn man sieht, welche Produkte er da drauf hat.
Ja, er arbeitet mit regionalen Produkten viel auch.
Also, es ist eine große Karte, viele Gerichte, finde ich.
Sehr.
Und ein Mix, so wie wir es in Südtirol kennen,
zwischen mediterran und alpiner Küche, würde ich sagen, oder?
Alpin mediterran.
Entschuldigung.
Du hast vollkommen recht.
Entschuldigung.
Es geht los.
Ich freue mich.
Es ist ja echt unfassbar.
Die Woche ist ja sowas von spannend.
Matthias ist übrigens kein gelernter Koch, sondern Kellner.
Grüß dich.
Hallo, Matthias.
Wie gehts dir denn?
Ja, gut.
Wie gehts dir?
Ja, noch wenig, aber gut.
Das musst du nicht sein.
Was kochst du denn Schönes für mich?
Ich mache jetzt gerade Melanzane-Tartare,
also das Auberginen-Tartare.
Lecker.
Ich bin gespannt, ob er sie dafür angart,
vielleicht ein bisschen aus dem Orient die Praxis,
wie bei einem Baba Ganoush anwendet oder sowas,
dass man es gart und dann hackt.
Das müssen wir jetzt abwarten.
Die Auberginen werden angeritzt und verfeinert.
Womit genau, verrät uns Matthias.
Rosmarin, Olivenöl, Salz.
Flor de Sel.
Aubergine ist dran.
Jetzt tun wir sie in den Ofen und schmoren,
ca. 30 bis 40 Minuten, je nachdem.
Okay.
Aglioli.
Ja, wir machen eine leicht abgewandelte Version davon.
Okay.
Mit Basilikum, nicht?
Ja.
Dazu brauchen wir ...
Olivenöl.
Olivenöl, sehr gut.
Sehr gutes, denke ich.
Ja, absolut.
Dann haben wir hier Samenöl.
Samenöl, kann viel sein.
Walnusskernöl, Granatapfelkernöl oder Samenöl.
Dazu kommen Gemüsefond, 100 g gekochte Kartoffel
und eine Knoblauchzehe.
Und dann haben wir noch ein bisschen Eigelb.
Okay.
Jetzt wird man sich natürlich wundern,
es hat sich nicht hochgezogen usw.
Das brauchen wir nicht.
Die Bindung kommt von der Kartoffel auch noch.
Das ist jetzt eine schöne homogene Masse.
Und dann passt das im Prinzip.
Hat eine schöne Konsistenz.
Mega.
Ja.
Super.
Ist nicht zu pumpig, schön flüssig.
So wie ein Schwimmungskern hat.
Okay, dann hast du natürlich diese Hochmotorik von diesem Gerät.
Da kriegt man dann schon eine Emulsion hin.
Das leuchtet mir ein.
Und er hat ja auch gesagt, das ist eine etwas andere Aglioli.
Um genau zu sein, eine Basilikum-Aglioli.
Und das ist jetzt einfach gefrorener Basilikum.
Das gibst du in diesen Bakkojet-Behälter.
Lass das einfrieren.
Genau.
Mix das einmal durch.
Und das war's.
Im Prinzip schon.
Kein Olivenöl, kein Salz, gar nichts.
Ich brauche natürlich in dem Moment, wenn ich ihn einfriere,
nehme ich etwas Buttergeklärte oder eben auch Olivenöl.
Funktioniert.
Ich kann auch Sahne nehmen.
Okay, damit es schön cremig wird.
Genau.
Und da hat er natürlich den vollen Geschmack drin,
aber auch die schöne Farbe.
Sehr schön.
So schauen jetzt die Auberginen, nachdem sie gegart haben, aus.
Perfekt.
Und jetzt kannst du mit deinem Löffel einfach auskratzen.
Sehr schön.
Das Innere raus.
Ich bin ein großer Fan, wenn man die Zutaten mit dem Messer schneidet
und nicht alles durch den Wolf rauslässt,
weil es einfach noch Struktur hat.
Man sieht, da startet ein Koch, der hat gearbeitet.
Es gibt unterschiedliche Texturen.
Ich mag das super gerne.
Jetzt brauchen wir noch ein Ethamin.
Ein Ethamin ist im Prinzip ein Passiertuch in einem Spitzhieb.
Da tun wir das jetzt hinein.
Das muss jetzt über Nacht abtropfen.
Wir haben das schon vorbereitet für heute Mittag.
Okay, Matthias, ich lasse dich weitermachen.
Ich tue mal einen schönen Teller an.
Ich bin gespannt, wie es aussieht.
Und begebe mich schon mal zu Tisch.
Total spannend.
Und ich finde die Idee, ein Melanzani,
sagen wir nämlich tatsächlich in Österreich und Südtirol,
zu einer Aubergine, ein Tartare daraus zu machen, toll.
Als Erstes landet Elisabeths mediterrane Tomaten-Gurken-Kaltschale
mit Rosmarin-Grissini und Parma-Roschinken.
Clever, ne?
In Eis ist ja eine kalte Tomaten-Gurken-Suppe.
Kaltschale steht hier.
Von daher total in Ordnung.
Kaltschale auf einem Eis serviert, das finde ich ja mal super.
Es bleibt kalt.
Man kann sich Zeit lassen bei so heißen Sommertagen wie heute.
Die Suppe ist schön cremig.
Man schmeckt raus Tomate, Peperoni, Gurke, Klassiker.
Hat noch schöne Kräuter mit reingegeben.
Für meinen dicken, ihr wisst es ja, könnte es schärfer sein.
Eine klassische Gazpacho ist scharf oder hat eine leichte Schärfe.
Die habe ich ein bisschen vermisst.
Eine Gazpacho Andalus lebt nicht vordergründig von der Schärfe,
sondern eher von der Tomate, vielleicht auch Paprika.
Vielleicht eine Spur Pikantheit schon, aber nicht scharf.
Dazu habe ich serviert bekommen einen schönen Grissino.
Selbstgemacht, da bin ich mir ganz sicher.
Der Grissino war ein Rosmarin-Grissino,
stimmig, genau richtig, also fand ich perfekt.
Mit einem hauchdünn geschnittenen Rohschinken, passt gut zusammen.
Ich finde es ein super schönes, stimmiges Sommergericht.
Josef stimmt sich auf Kalbstartar mit hausgemachter Focaccia und Sauerrahm ein.
Für meine Briefe kein Tartar, sondern eine Batuta.
Die Batuta ist ja nichts anderes als Tartar, muss man ganz klar sagen.
Das ist vom Kalb mit der Hand gehackt.
Vielleicht kann man es so erklären,
dass da nicht wie bei einem klassischen Tartar
die ganzen Gürkchen und das ganze Zeug reinkommen.
Handgeschnitten, das sieht man, schöne Stückchen.
Konsistenz perfekt.
Batuta, warum?
Weil es ganz dezent gewürzt und abgeschmeckt ist.
Und ich finde das richtiger als überwürzt.
Ich würde sagen, für meine Briefe wäre zu viel Würze wie beim Tartar,
beim Kalbfleisch sogar falsch.
Ja, siehste, jetzt haben wir doch noch die Abrundung
von meiner Erklärung durch den Josef bekommen.
Da geht es wirklich um dieses frische Kalbfleisch.
Dazu Sauerrahm, Creme, passt geschmacklich sehr gut dazu.
Was ich hier genial finde, ist das hausgemachte Brot,
hausgemachte Focaccia.
Also die hausgemachte Focaccia, das war genial.
Ich hatte wirklich ein Bisserlebnis,
dass ich bei einem gebrannten, getoasteten Brot so noch nie hatte.
Ein sehr schönes, sommerliches Gericht.
Volltreffer.
Damit zu Verenas geschmortem Auberginentartar
mit Basilikum Aioli, Burrata und Tomatenciabatta.
Das Tartar schmeckt hervorragend.
Es schmeckt extrem wirklich nach Aubergine.
Kann ich alleine super essen,
hat einen sehr frischen Geschmack, sommerlichen Geschmack.
Die Burrata ist natürlich sehr frisch.
Burrata kann man nur frisch essen.
Man merkt auch, die Burrata hat immer eine harte Schale.
Aber das Außenum im Gegensatz zur Mozzarella,
die ist immer die gleiche Konsistenz.
Die Burrata ist in der Mitte sehr weich.
Das sieht man hier auch, schmeckt hervorragend,
hat eine gute Frische.
Die Aioli-Sauce, das ist das Grüne hier im Teller,
ist eine Basilikum-Sauce mit viel Knoblauch.
Für meinen Geschmack etwas zu viel Knoblauch,
weil der Knoblauch mein wunderbares Auberginentartar
ein bisschen überdeckt.
Der Basilikum bei der Aioli kam super gut raus,
hat nach Basilikum geschmeckt.
Obendrauf war noch ein frisches Basilikumblatt.
Hat perfekt gepasst, super sommerlich, sehr gut.
Läuft, ne? Es läuft gut.
Fehlen noch Andi's Spaghetti alla Chitarra
mit Garnelen-Safran-Ragout und Tomatenconcassé.
Spaghetti alla Chitarra haben üblicherweise
eine quadratische Form, diese Nudeln.
Wo sie genau herkommen, aus welcher Region in Italien,
weiss ich ehrlich gesagt nicht.
Sind Hartnudeln.
Aber südlich von hier.
Südlich von hier.
Der Name Chitarra kommt aufgrund dieses Gerätes,
wo die Pasta drauf gemacht wird.
Das ist wie so eine Zitta, schaut das aus.
Das ist so Holz.
Da sind dünne Drähte drüber gespannt.
Da kommt der Teig drauf.
Dann geht man da drüber.
Dann fällt die Pasta runter.
Dann wird sie quadratisch.
Ob die jetzt hausgemacht sind, weiss ich nicht.
Sie sind auf jeden Fall perfekt al dente gekocht.
Wir machen unsere Nudeln alle selber.
Auch die Chitarra habe ich von heute.
Dazu hat er noch die Garnele obendrauf gewesen.
Die war auf Punk gebraten.
Die hat er, glaube ich,
in einer leichten Safran-Tomatensoße geschwenkt.
Der Safran war nicht penetrant.
Nicht überhand genommen.
Der war perfekt massiert.
Und noch frischen Basilikum-Julian mit reingeschwenkt.
Die sind sehr schön cremig.
Da sieht man,
dass er die letzte Minute in der Soße gekocht hat.
Das klebt richtig schön an der Nudel.
Das mag ich gerne.
Wenn es an der Nudel klebt.
Da haben wir endlich mal die Verräter geknackt,
wenn es an der Nudel klebt.
Alles zusammen war es ein vollmundiges, ein rundes Gericht.
Gibt es dafür auch runde Zahlen?
Die Vorspeisentendenz steht an.
Am liebsten hätte ich die volle Punktenzahl.
Wenn es weniger wird, dann ist es halt so.
Tendenz, gib mir einen Anhaltspunkt.
10.
Ich starte mit der guten, sehr guten 9.
Aktuell liegst du bei einer ganz, ganz klaren 9.
Eine Seite 9.
Vielen Dank.
Mit 3 9 und einer 10 kann ich gut leben.
Das würde ich sagen.
Da kann man richtig gut von leben.
Petri Heil.
Matthias holt noch schnell das Essen aus dem Teich.
Nicht dein Ernst.
Jetzt das auch noch frisch, oder was?
Was machst du denn hier?
Ich hole gerade eure Forelle.
Schon wieder Pause machen, gell?
Sag es niemandem, sonst ist du der Chefsau.
Da haben wir unsere Forellenbösser.
Forellenbecken, das finde ich geil.
Ich glaube an frischen Fisch wie Lebendig.
Mehr geht nicht.
So, unsere frische Forelle.
Die ist jetzt schon betäubt.
Und wie lange lässt du die da drinnen?
Die bleibt, bis sie fertig ist.
Das dauert höchstens 3, 4 Tage, 5 Tage.
Dann kommen wieder 10, 12, 15 Kilo, je nachdem.
Frischer geht es wirklich nicht.
Ich finde es auch gut, dass er noch mal sagt,
dass die Fische da nicht jetzt drin leben.
Alle 3, 4 Tage kommen neue Fische.
Das ist das Zwischenbecken, sage ich jetzt mal.
Jetzt haben wir jetzt die Forelle.
Und jetzt nehme ich sie aus.
Nichts für Zarte Seite.
Dann gehe ich einen Schritt zurück.
Ich einen Schritt nach vorne.
Auf allen Seiten.
Noch ein bisschen Salz.
Nein, weil ich die nicht esse.
Dazu haben wir ein Mehlbad vorbereitet.
Dann mehle ich die hinten und vorne, auch drinnen.
Ist das normales Mehl, Matthias?
Das ist einfach Weizenmehl.
Das wird jetzt einfach eine klassisch gegrillte
oder besser gesagt gebratene Forelle.
Die Beilagen habe ich jetzt gar nicht mehr abgespeichert.
Wofür haben wir die überhaupt gehört? Keine Ahnung.
Aber das ist Fischessen. Bombe.
Frische Kräuter aus dem Garten.
Rosmarin, Thymian, Petersilie, Schnittlauch.
Einmal ganz grob zusammen.
Hier geht es nur um den Geschmack, oder?
Man kann es tatsächlich auch mitessen.
Das schmeckt wunderbar.
Kann man auch im Ganzen reingeben und rausnehmen.
Aber ich meine, Entschuldigung,
frische Kräuter sind doch nie ein Fehler.
Die lassen wir jetzt braten.
In 5-6 Minuten ist sie fertig. Länger braucht sie nicht.
Dann ist sie noch schön glasig. Dann bleibt sie saftig.
5-6 Minuten von jeder Seite? Nein.
Wir geben jetzt einmal am Anfang richtig Farbe.
Man sagt, 1 min pro 100 g.
Eigentlich reichen wir für den Fisch.
Bei der Forelle kann man das sehr gut feststellen,
indem man sie hier im Nacken fühlt.
Wenn es hier weich ist, ist sie im Prinzip glasig.
Dann ist sie fertig.
Den Nackenfühler kenne ich eigentlich nur von meiner Mama.
Da war es aber eher ein fester Griff.
Dazu gibt es ein paar turnierte Kartoffeln.
Ganz klassisch.
Nichts zum Theaterspielen.
Wie machst du die? Turniert.
Turnieren heißt im Prinzip nur in Form bringen.
Das wusste ich nämlich auch nicht.
Dazu gibt es dieses Messer.
Das ist ein Turniermesser.
Es ist gebogen, lässt sich in der Kartoffel drin.
Man setzt hier oben rein, fährt auf die Seite,
fährt unten wieder rein.
Es wird wahrscheinlich nicht mehr so viel gemacht.
Deswegen finde ich es cool, dass er es noch macht.
Weil es auch zum Haus passt.
Die Forelle, sage ich mal Müllerin-achter a la Matthäus.
Das passt hierher.
Auf den Punkt getroffen.
Ja, genau.
Weil er einfach auch stark klassisch angehaucht
seine Gerichte gestaltet.
Und nie vergisst, den modernen Twist hineinzubringen.
Also Bombe.
Führt der Hauptgang zur Punkteexplosion
oder geht der Schuss nach hinten los?
Und die Gremolata?
Geht auch.
Eine Gremolata ist im Grunde genommen Petersilie,
gehackt, Zitronenabrieb dazu und Knoblauch.
Das ist so ein bisschen der Ursprung.
Dann kam Ableitung, dass man es mit Öl macht,
Pepperoncini, wenn man was Rotes haben will.
Aber ein Hammerklassiker.
Und setzt sich auch unfassbar gern bei Schmuggerichten ein.
Zur Gremolata gleich mehr.
Erst mal wird Elisabeths Gebirgsforelle
mit Kräutern und Petersilienkartoffeln bestaunt.
Das ist genial.
Der Gargart ist perfekt.
Er ist innen drinnen noch schön glasig.
Aber trotzdem lässt er sich von der Gräte perfekt ablösen.
Das ist super gemacht.
Ich finde immer, Forelle zeigt keinen Fehler.
2 Sekunden zu lange drinnen und dann ist das Ding durch.
Gefüllt hat er das Ganze mit einem Meer von Kräutern.
Ich habe hier Petersilie, ich habe Rosmarin.
Schmeckt super gut in Kombination.
Ganz klassisch.
Salzkartoffeln hat er in Butter abgeschwenkt
mit Petersilien-Julienn oben drauf.
Die hatten noch einen richtigen Biss.
Der Gargart war perfekt.
Und sie waren auch wunderschön trangiert.
Turniert, nicht trangiert.
Trangieren ist am Tisch.
Turniert, sie meint Kartoffeln turniert.
So stelle ich mir eine Gebirgsforelle vor.
So muss es sein.
Das ist 100% mega lecker.
Josef bekommt geschmorte Scheiben von der Kalbsstelze
mit Schmorgemüse-Jus, Cremolata und Aquarello-Safran-Risotto.
Das ist Osebuku, klassisch Milanese-Safran-Risotto.
Schön cremig, rutscht in die Knie, sieht man.
Osebuku, Beinscheibe, top geschmort.
Oben drauf das Cremolata-Zeugs, Bombe.
Abfahrt, danke, Klassiker.
Immer 9 bis 10 Punkte.
Das Kalbs-Osebuku ist sehr gut gegart.
Die Omas-Gemüse, wie sie es gehört,
mit einer sehr, sehr guten Soße dazu.
Das Fleisch löst sich.
Ich kann das Fleisch auch schon mit der Gabel zerlegen.
Ich brauche fast gar kein Messer dafür.
Risotto, Safran-Risotto, perfekt.
Man sieht auch zum Teil noch die Fäden.
Schmeckt fantastisch, auf den Punkt gegart.
Die Soße vom Kalbs-Osebuku hat eine sehr gute Konsistenz.
Sie schmeckt intensiv, aber nicht übermäßig.
Ich muss sagen, das 1. Osebuku,
was mir fast so gut geschmeckt hat, wie das von meiner Mutter,
war heute.
Das muss jemand mal hinkriegen.
Hallo, hallo.
Das ist mal ein richtig tolles Kompliment.
Alle weiteren Komplimente bitte direkt an den Gastgeber.
Jetzt bin ich gespannt.
Werde ich jetzt geteert und gefedert?
Nicht, wenn dein Steinbutt-Fili auf Risotto bei Verena
genauso gut ankommt wie bei Maik.
Mein Essen, wer hat das gehabt?
Das Gericht hat mir sehr gut geschmeckt.
Der Limettenreis, perfekt gegart.
Danke schön.
Der Steinbutt muss mir weiterhelfen.
Es sind so viele Komponenten drauf,
dass ich mit dem Ingwer und dem Chili ...
Ingwer, Chili und Zitrone.
Da habe ich mich einen Moment schwergetan,
um den Ingwer rauszunehmen.
Ich konnte nicht ganz verstehen, woher der Geschmack kommt.
Passt aber sehr gut zum Fisch.
Ich bin froh, dass ich das ausgesucht habe.
Ich würde ihn jederzeit wieder essen.
Top Qualität, super Gargrat, Komplimente.
Fein, danke schön.
Der Preis für dieses Gericht ist recht stolz.
Aber wenn man die Preise von einem frischen Fischfang kennt,
ist das total okay.
Gut eingeordnet, danke dafür.
Andis Kalbsniere in Dijon-Senfsoße
müsste eigentlich ein Selbstläufer sein, oder?
Nein, Niere kann echt nach Bahnhofstoilette schmecken,
wenn es schief geht.
Das bitte nicht reinschneiden.
Ich sitze neben dir.
Aber der Maik wird mir recht geben.
Total richtig und gut, dass ihr es reingeschnitten habt.
Das ist kein Gericht, was 0815 ist.
Man sieht sich das an und denkt es, aber es ist genau so.
Wenn du die nicht ausspüzen, wenn du es nicht vernünftig kannst,
wenn die Frische nicht passt,
dann schmeckt es genau so, wie von Andi beschrieben.
Tut mir leid, Matthias.
Das Kalb ist an Ihren Füßen eingestorben.
Zum Reinlegen.
Die Soße, mein Traum.
Die Niere ist mild, das spricht für die Qualität, für die Frische.
Wenn man drumherum beißt, länger beißt,
dann kommt ein schöner Nierengeschmack raus.
Solche Gerichte, wo du nur 3 Komponenten hast,
das ist ganz großes Kino.
Das ist eine schöne, gebundene Soße mit Dijon-Senf.
Sehr mächtig.
Wie sagt man?
Mächtig.
Das Gericht braucht auch noch mit dem Reis dazu.
Es hat eine leichte Schärfe.
Deswegen macht es das alles so interessant und nicht langweilig.
Man geht essen, um sich nicht zu langweilen.
Ja, ist richtig.
Um so nette Menschen kennenzulernen.
Super.
Danke vielmals.
Danke.
Der Nachtisch soll Matthias mit Streitern den Rest geben.
Deine Küche.
Meine Küche.
Schön, dass du da bist.
Danke, dass ich rein darf.
Herzkirschen, gratiniert mit Topfen.
Geil.
Herziger Gericht.
Wir haben das damals Früchte-Gratin genannt.
Da brauchst du eine Topfenmasse.
Da brauchst du Eigelb dazu.
Dann vielleicht Vanille.
Eine kleine Prise Salz.
Dann werden wahrscheinlich diese Herzkirschen
mit hineingesetzt und das gratiniert.
Ganz toll.
Wer gerne Kirschen mag, machen wir auch mal hier an.
Eigelb.
Süd- oder Freiland-Ei.
Es folgen Kartoffelstärke, Puderzucker, Quark
und ein ordentlicher Schuss.
Schnaps.
Ein bisschen Kirschen-Schnaps.
Bisschen ist gut.
Jetzt heißt es kräftig umrühren.
Topfenmasse.
Und jetzt noch ein bisschen geschlagene Sahne.
Ein Schlagobert.
Die Masse war sehr simpel,
überschaubar von den Ingredienzien.
In der Einfachheit nicht die Größe.
Je weniger, desto mehr.
So, Töse.
Schalten wir mal auf 9 ein, dass der Rauch rausgeht.
Zucker in die Mitte.
Der Zucker wird nun karamellisiert
und im nächsten Schritt abgelöscht.
Dann machen wir hier das Brot rein.
Wow, die Gläser.
Hält das gleich rein?
Das verwende ich sehr gerne in der Küche.
Das ist einfach eine wunderbare Sache.
Jetzt trennen wir den Nagellack ab.
Ich hab das schon 20 Jahre nicht mehr gemacht.
Danke.
Da tun wir jetzt dazu.
Zimtstange.
Sternanis.
Und?
Nagellack.
Zimt-Nagellack.
Bei uns heißen sie Nagellack.
Fehlen nur noch die entkernten Kirschen.
Jetzt lassen wir das kurz mal aufkochen.
Vielleicht 30 Sekunden.
30 Sekunden?
Die Kirschen zerfallen relativ schnell.
Wir wollen ja noch einen schönen Biss haben.
Das war's.
Einfach, schnell und gut.
Ganz simpel.
Das wäre optisch richtig schön,
wenn das Gratin schöne Farbe angenommen hat mit den Kirschen.
Freut euch drauf.
Bei den Vor- und Hauptspeisen fiel öfter mal das Wort bombig.
Mal hören, wie viel Sprengkraft in Josefs Topfengratin steckt.
Die Kirschen vom Nachbarn schön glasiert mit dem Topfen gratiniert.
Und dem Hausgemachten, nehm ich mal an, Vanillecreme-Eis.
Eine Geschmacksexplosion.
Die Süße der Kirsche, der Topfen, der das etwas komprimiert.
Und das Eis, das dem Ganzen eine Rundung gibt.
Ästhetisch genial, geschmacklich fantastisch.
Soweit ich das bewerten kann, war das Vanillecreme-Eis
hausgemacht, vanillecremig und eisig.
Nee, wirklich lecker.
Der Preis von 14,50 Euro für diese Qualität,
diese Ästhetik, diesen Geschmack, finde ich eine Frechheit.
Ist viel zu billig.
Das hört man auch selten.
Ja, muss jeder für sich einordnen, ich kanns.
Elisabeth löffelt Parfait mit Marillen-Gel,
frischen Himbeeren und Haselnuss-Crumble.
Optisch wirklich ein Traum. Ich hab frische Himbeeren dabei.
Die Marillen waren roh draufgelegt.
Ich hätt sie vielleicht doch, wenn ich Koch wäre,
ein bisschen angemacht oder kennt man so viel.
Ja, kann man machen.
Das Parfait ist wie ein Parfait sein muss.
Das ist ein halbgefrorenes, außen leicht angedaut,
innen drinnen noch fest.
Dann hab ich es etwas mehr angestochen
und hab diesen wunderbaren Kern von der Marille entdeckt.
Und wenn man alles zusammen ist, ist es natürlich traumhaft.
Man hat diese Cremigkeit von der Mascarpone
und diese Frische von der Marille.
Im Marillen-Parfait ist kein Mascarpone,
da haben wir etwas Sauerkraut reingetan.
Unten drunter haben wir einen klassischen Haselnuss-Crumble.
Hat einen schönen Nussgeschmack.
Er kommt schön raus nachher, diese Haselnuss, gebrannte Haselnüsse.
Sehr schön, sehr stimmig.
Wie mundet Verenas gebrannte Creme mit Creme-Eis von der Tonkabohne?
Schmeckt hervorragend, das Creme-Boulet ist gut abgeflämmt.
Er nennt es aber gebrannte Creme, clever.
Hat eine gute Konsistenz.
Das ist eben sehr knusprig obendrauf.
Creme-Boulet muss nach Vanille schmecken und das hat sie auch.
Es ist nicht klar erkennbar, welchen Geschmack das Eis hat.
Ich dachte, es wäre Vanille.
Hab dann auf der Karte aber nachgelesen, es ist Tonkabohne.
Wenn man es weiss, ist es klar.
Ansonsten hätte man mir das auch für Vanille.
Für später das Tonkabohnen-Eis.
Ach schön, freu mich.
Ich muss nach Hause. Können wir abbrechen?
Ein bisschen dauert es.
Ein sehr schönes Dessert, wie gesagt, ist ihm gut gelungen.
Andi gönnt sich zum krönenden Abschluss die Gazpacho von Sommerbeeren.
Also ein kaltes Fruchtsüppchen.
Beeren-Gazpacho habe ich noch nie in meinem Leben gehört oder gesehen.
Wie ein bekannter Koch würde sagen, Beeren in die Fresse.
Verschiedene Beeren.
Schöne kalte Soße.
Schön auf Eis, damit es schön kühl bleibt.
Serviert.
Und in der Mitte ein super Pfirsich-Eis.
Sauvé, besser gesagt.
Stimmt, hast du recht.
Was das Gericht ein bisschen rausgehoben hat,
und was es unbedingt gebraucht hat,
waren diese Brioche-Croutons.
Aber ihr wisst ja, ich habe das gerne.
Das sind die Limetten-Gelbwürfel.
Die passen ein bisschen zum Kontrast, zum Süßen.
Wenn man das alles zusammen isst,
dann hat man diese süß-säuerlichen im Mund.
Dann passt es wieder.
Sehr, sehr gut.
Ich finde das klasse.
Ich finde es clever.
Ich finde es hochwertig.
Ich finde es handwerklich gut.
Da geht mir hier gerade selber ein bisschen ein Licht auf,
was ich vergessen habe.
Jetzt gilt es nur noch, Matthias' Preispolitik einzuordnen.
363,30.
Also wir haben 250 für das Essen und 113 für die Getränke.
Was meint ihr?
Schnappung.
Das ist mehr als fair.
Ich finde die Preise die ganze Woche alle so was von annehmbar
für die Qualitäten, für das Handwerk, was wir da sehen.
Wahnsinn.
Zur Erinnerung, Matthias' Punktetendenz
bestand aus einer 10 und drei 9.
Eine 9.
Ich hoffe von Elisabeth.
9 Punkte.
Andi?
Die volle Punktzahl.
10.
9 Punkte.
37 Punkte.
Drei fehlen.
Aber ist gut. Perfekt.
Toll.
37 Punkte.
Hammer, was für eine Woche.
So, Leute, ganz kurz.
Ich muss mich erholen.
Jetzt geht es noch mal zum Andi.
Der haut sicherlich einen raus.
Mann, oh Mann.
Das wird eine knappe Kiste.
Matthias' Hanswirt und Elisabeths Ansitz Steinbock ziehen gleich.
Andi sprüht vor Elan.
Am Finaltag im Restaurant Terz im Mondi.
Geschmack, Liebe und Humor, das sind wir.
Lass den goldenen Teller gleich hier.
Die Latte liegt aber hier mal da oben.
Und Andi hüpft galant drüber.
Oder?
Leider war mir das Cemijuri zu salzig.
Das kann man nicht essen.
Boah.
Gnallt es im Finale?