Daniel findet das Kalbsschnitzel sensationell und ist sowohl von den karamellisierten Möhren als auch vom Salat begeistert, doch mit Bratkartoffeln hat er einen Problem! Warum riecht die Beilage muffig?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Die männliche Konkurrenz läuft in Coesfeld ein.
Wie geht's denn wohl der Gastgeberin?
Ich glaub schon, dass die Michaela aufgeregt ist. Das ist auch normal. Sie steht heute im Mittelpunkt.
Dann seid ihr sicher besonders einfühlsam, oder?
Ja, einen Frauenbrust gibt es nicht. Auf keinen Fall.
Wie bitte?
In trauter Zweisamkeit können Felix und Daniel ungestört alles auf sich wirken lassen.
Sieht sehr schlicht, modern, ein bisschen rustikal aus mit der Verteflung an der Wand.
Mit Martino und Alex ist die Runde komplett.
Ach, guck mal, die sind ja schon da, die beiden.
Ach, hallo. Ihr seid wie immer zu spät dran. Italiener.
Ja, ich guck mir jetzt mal die Lage an.
Mir gefällt es eigentlich schon sehr schön, weil die haben versucht, von einem alten Odish so eine moderne Ambiente zu bekommen.
Also ich hab mich direkt wohlgefühlt. Das Alte mit dem Neuen kombiniert. Mag ich persönlich sehr gerne.
Ist gut, man fühlt sich wohl.
Ein wunderschönes Hallo euch. Herzlich willkommen hier bei uns im Jägerhof in der Brasserie.
Sofort geht's an die Karten. Michaelas Jagd nach dem Siegerteller im Jägerhof ist eröffnet.
So ihr Lieben, Tradition trifft Moderne und das zeige ich den Jungs heute.
Die sind mit dem Studium der Auswahl erstmal beschäftigt.
Wir haben es ein bisschen konterbunt, würde ich sagen, von italienischer Küche zu Fleisch.
Ja, richtig Fleisch. So richtig Reh und Hirsch finde ich jetzt nicht.
Von der Speiseauswahl ist glaube ich für jeden Geschmack was dabei.
Mir fällt auf, Bruschetta, so ein bisschen Carpaccio, das stimmt, das ist so italienisch.
Sie hat gerade gesagt, traditionell, aber moderner. Ein bisschen das Traditionelle geht vielleicht gerade ab.
Und wenn man das Wort Jäger hört, vielleicht das eine andere Wildgericht noch mehr.
Um Fisch und um Vorspeisen geht es an Ludwigs Arbeitsplatz.
Hallo, mein Name ist Martino, grüß dich. Ludwig. Hallo Ludwig. Was machst du da gerade?
Ich filetiere ein Lachs. Heute gibt es ein hausgebeizter Lachs mit Senf-Dill-Sauce.
Das ist so der Klassiker, ne? Gebeizter Lachs mit Senf-Dill-Sauce.
Was ich jetzt schön finde ist, dass wir, sonst würde er es nicht machen, das Beizen dann auch wirklich sehen.
Das heißt, er macht es selber. Kann man auch schon fertig kaufen.
Lachse haben auffällige und daher leicht entfernbare Gräten.
Wir haben immer so ein kleines Schälchen mit Wasser und da kann man die Pinzette reinlegen, dann haben wir die ganzen Gräten nicht da auf dem Brett.
Mach ich auch immer. Guter Tipp Martino.
Je frischer der Fisch, desto fester sitzen übrigens die Gräten.
Ich habe hier einmal Salz, einmal Zucker und einmal Pökelsalz.
Okay. Einmal Senfkörner und ein bisschen Zitrone. Nachher machen wir noch ein bisschen Dill.
Warum benutzt du das Pökelsalz? Zum Lachs haben wir das nie benutzt.
Nein? Nein, das frage ich mich. Wie hast du das gelernt oder warum?
Ich habe das in verschiedenen, wir haben also immer schon, also ich kenne es gar nicht anders.
Er hat das anscheinend jahrelang schon so gemacht, wie er es mir gesagt hat. Ich bin verwundert, ich weiß nicht warum.
Dieses Pökelsalz, also Nitrit, das baut sich nicht eben mal schnell ab.
So eine Lachsseite, die beizt du vielleicht maximum 48 Stunden, zwei Tage.
Und da ist Nitrit nicht abgebaut. Ich weiß auch gar nicht, ob das gesetzeskonform ist, das überhaupt anzuwenden.
In diesem Fall aus meiner Sicht überflüssig und nicht richtig.
Bei viel Salz in der Küche ist der Koch verliebt. So oder so ähnlich heißt es doch.
Und Ludwig, hast du dann auch so als jünger Kerl schon eine Kochausbildung gemacht?
Ja, ich war, in Weißenstadt habe ich gelernt und von dort aus bin ich dann nach Wiesbaden gegangen.
Und dann habe ich fast dreieinhalb, vier Jahre habe ich in London gelebt.
Und habe dann auch mal bei der königlichen Familie viel gekocht und so weiter.
Und die haben sein Pökelsalz auch überlebt, also werden wir es auch schaffen.
Was habe ich jetzt hier gemacht? Ich habe jetzt praktisch diese Mischung drauf getan.
Jetzt würde ich das gleich in eine Folie drauflegen und dann würde ich das kühlstellen.
Ja, perfekt.
Ansonsten alles in Ordnung für mich. Jeder macht sich seine Salz-Zucker-Mischung, wie er halt will.
Das kann auch Koriander sein, das kann eben hier Dill sein, das kann Kerbe sein, Orangenabrieb, Zitronenabrieb, Sternanis, da geht so viel.
Weiter geht's mit der Senf-Dill-Soße zum Lachs.
Erst zwei Eigelb in die Schüssel, dann Olivenöl.
Was noch?
Ein Teil des Wassers, das natürlich uns abhaut.
Nur beim Zuschauen bleibt's bei Martino nicht, der wird hier richtig gefordert.
Mach so Pöer-Pö immer das Öl durch rein, dass letztendlich dieses Eigelb mit dem Öl sich zusammen mischt.
Es soll einfach binden, es soll emulgieren.
Der Gast rührt fleißig. Ludwig gibt Salz, Pfeffer, Zucker hinzu und wieder Öl.
Kann man ein bisschen mehr reintun, weil jetzt ist diese Emulsion, praktisch kommt das schon zusammen.
Tja, wir sind eigentlich die Hersteller der klassischen Mayonnaise jetzt, ne?
Was jetzt noch fehlt, sind Senf, Honig und natürlich...
Dill ist drin, dann geb ich dir das. Dann fehlen ja nur noch die Reibeplätzchen und dann sehen wir uns am Tisch.
In meiner Welt war eine Senf-Dill-Soße immer aus Senf, Honig und Dill.
Und dann noch vielleicht Salz und ein bisschen Pfeffer aus der Mühle oder so, aber nicht auf Mayonnaise-Basis.
Wie die vier Vorspeisen aus der Küche kommen, das weckt bei den Männern schon Appetit.
Sieht gut aus, ne? Die Teller sind schön.
Die Teller sind schon alle unterschiedlich, ne?
Die sind alle unterschiedlich.
Also von Herrn rechtweise, der Vorspeis fand ich schon sehr ansprechend.
Okay, ob man jetzt die Balsamico-Creme braucht, die man auf einem Teller braucht, ist egal.
Es ist auf jeden Fall schon mal was für das Auge gereicht worden.
Für den Mund gibt es bei Daniel dieses hier, Carpaccio Black Angus. Mundet es denn?
Ich mag keine rohen Zwiebeln und da sind jede Menge rohe Zwiebeln drauf.
Erstmal verbinde ich mit einem Rinder-Carpaccio keine Zwiebel-Garnitur.
Oder wenn Sie es so machen, dann würde ich das aber auf der Karte gesondert schreiben.
Dann hätte ich es auch nicht bestellt.
Also das würde ich auch niemals so machen.
Und wenn, dann würde ich da wirklich eine eigene Kreation draus gestalten und das niederschreiben.
Und dann würde ich die einlegen oder sonst was. Aber nein, würde ich auch nicht machen.
Von der Schnittdicke vom Fleisch ist es super, also es ist dünn geschnitten.
Für ein Black Angus ist das nicht abgehangen.
Also ich kenne ein Black Angus, dass das halt, wenn das vom Filet geschnitten ist,
wovon ich ausgehe, dass du halt eine feine Meißelung hast, dass die fein sind, aber halt zu wenig.
Ein Filet ist der Muskel, der am wenigsten beansprucht ist.
Da brauchst du dann Kobe oder eben ganz besondere, tolle Rassen, die das nicht durchs Abhängen haben.
Da verlieren sie ja Gewicht und bekommen mehr Geschmack.
Übrigens, Black Angus schmeckt auch keine Sau raus.
Wenn du es hauchdünn machst, kriege ich da auch Tante Marta hin.
Ansonsten ist es ein Filet. Entweder hat es eben eine gute Maserung oder eben nicht.
Der Salat ist leider nicht mariniert.
Mag ich auch nicht, wenn ein Salat halt nach Grünzeug schmeckt und nicht eine Marinade drauf hat.
Ich hasse Balsamico-Creme. Das hast du vor 20 Jahren benutzt, das machst du nicht mehr.
Ja, das stimmt. Sehe ich auch so.
Sein Tischnachbar Felix hat sich zum Start für Rote Beete mit Ziegenkäse entschieden.
Rote Beete war auf jeden Fall ganz lecker. Schon knackig. Passte ganz gut.
Der Ziegenkäse war auch sehr gut. Schmeckte genau, wie ich das wollte.
Was mich noch gestört hat, war nur auf der Karte, da stand Mango.
Ich hatte gedacht, vielleicht kommen sonst tatsächlich so ein paar Streifen Mango.
Aber da war einfach nur eine Mango-Soße.
Der Salat, tatsächlich, fehlt mir auch. Ein bisschen Soße. Aber sonst, ich bin zufrieden.
Mein Salat hatte keine Soße, es war so ein bisschen Balsamico, glaube ich, so ein paar Trötzchen.
Balsamico-Creme. Musste nicht so schwimmen, der Salat. Musste ein bisschen mehr sein.
Also da muss man sich schon die Mühe machen und einmal durch ein schönes Dressing ziehen,
den Salat abtropfen und anrichten, damit da rundherum ein schöner Geschmack dran ist.
Martino hat ihn gerade noch in der Küche gesehen. Jetzt darf er ihn essen, den hausgebeizten Lachs.
Der Salat war bei mir perfekt mariniert, deswegen verstehe ich euch beide gar nicht.
Aber anscheinend ist es so. Mein Kartoffeltaler, das war wie ein Rösttaler.
Und das hat er perfekt gemacht, er war schön angebraten. Finde ich schön in Kombination zum Lachs.
Wie ist der so?
Also ich finde ihn einen Tick zu salzig. Er nimmt ja in der Küche Pökelsalz.
Ich nehme halt zwei Teile Zucker und einen Teil Salz. Dadurch, dass er ja ungefähr dieses Verhältnis hatte,
aber zusätzlich hat er das Doppelte an Salz gehabt, weil er ja das Pökelsalz mit der gleichen Menge an Salz dazu getan hat.
Und ich glaube, deswegen ist es so salzig. Es darf nicht übersalzen sein.
Also es darf aber auch nicht zu wenig sein, weil nachwürzen ist auch doof.
Bei dir war es zu viel? Ja, und das konnte ich nicht wegmachen.
Ich glaube nicht, dass man das dem Pökelsalz jetzt hinschieben kann. Das ist einfach dann vielleicht zu lange gebeizt.
Zu wenig abgewischt worden, weil eins muss jeder wissen, wenn der Lachs dann gebeizt ist, kommt die Beize herunter.
Einfach zu lange in der Beize gelegen.
Alex beizt, äh, beißt in das Tartar vom Jungbullen.
Das Fleisch schmeckt sehr, sehr, sehr lecker, aber da gibt es auch für mich ein paar Sachen,
die vielleicht meiner Meinung nach nicht reingetan hätte.
Diese Soße, mir schmeckt so nussig, was meiner Meinung nach nie dazu passt.
Die Kartoffeln sind super, genau wie bei dir, waren ja auch schon warm.
Aber ob sie dabei sein müssen, ist wieder die Frage.
Das muss nicht in der Tartar unbedingt dabei sein, da war auch Brot dabei und so.
Einmal Brot oder Kartoffeln.
Ich würde ihn da vielleicht ein bisschen flacher machen, kurz backen und als, egal wie, aber ich finde es jetzt nicht schlecht.
Mir irgendwie etwas gefällt, vielleicht irgendwie diese, diese Kappe.
Ich hätte die auch so ganz klein geschnitten, dass ich besser mischen könnte und so mit den Tartar.
Und vielleicht einen Teller ein bisschen größer, wo ich irgendwie, ich habe mir einen Löffel von Dessert jetzt genommen,
wo ich mir das Ganze so mischen könnte.
Der Teller ist vielleicht auch nicht so der Richtige.
Es ist zwar von der Idee her schon verständlich, man soll sich die Zwiebeln, die Sachen noch dazu tun,
aber es hat so ein bisschen was wie, also ohne dass was draufsteht, habe ich das Gefühl, es ist ein Fußballplatz oder so.
Da geht es ja auch um Punkte. Welche Tendenz erhoffst du dir so, Michaela?
Wenn es jetzt um die Gesamtsumme ginge, würde ich mich freuen, wenn es bei allen irgendwie in so einer Achterrunde vielleicht ist.
Ja, Acht ist gut. Komm, haut es alle in der Acht raus.
Wenn es dafür reicht.
Bei mir hat es sich geschweigt und ich möchte, dass es bei mir jetzt mal in die Acht runter geht.
Vielen Dank, freue ich mich.
Michaela, bei mir würdest du, Stand jetzt, mit einer Tendenz von sieben Punkten stehen.
Herzlichen Dank.
Ja, Michaela, bei mir bist du bei sieben Punkten.
Ach doch, nur sieben, obwohl das bei dir besser war.
Bei mir bist du auch bei sieben.
Bei sieben Punkten.
Bei sieben Punkten, genau.
Und?
Ist weniger als das, was wir uns vorgestellt haben, aber ja, so ist das Spiel.
Ja, so ist das Spiel, das stimmt allerdings. Also, kann man, muss man mitleben und muss man weitermachen. Was soll ich dazu sagen?
Ludwigs Auftrag ist klar, der macht sich an die Hauptgerichte.
Moin.
Hi.
Ich bin der Daniel.
Ludwig, hallo.
Ludwig, moin.
Schön, dass du da bist.
Was gibt es denn heute zu essen? Was kriegen wir denn schön?
Schau mal hier, schöne irische Lammhackse.
Schön.
Also, sind eigentlich die besten, falls sie freilaufen und saftiges Gras haben und so.
Die Lämmer, finde ich, könnte man auch hier aus der Region nehmen. Das ist jetzt auch nichts Besonderes, hier ländische Qualität.
Die irische Lammqualität ist sehr wohl was Besonderes, weil die wirklich ganzjährig draußen im Grünen sind.
Und natürlich schauen wir drauf, dass wir in der Region einkaufen wollen. Aber die isst mir doch zehnmal lieber, als wenn ich was aus Neuseeland bekomme, von der Entfernung her.
Ich würde jetzt hier nochmal, dass der Salz, dass das Salz schön haftet.
Auf Salz lässt der Koch offenbar nichts kommen.
Super, sieht doch gut aus.
Das magere Fleisch weist im Vergleich zu anderen Sorten einen niedrigeren Fettgehalt auf.
Diese Haxe dauert natürlich, weil das muss ja auch so gute zwei Stunden im Ofen sein.
Wir machen so zehn, zwanzig Stück mit einmal. Also schmoren wir praktisch schon im Ofen und dann vakuumieren wir die.
Und dann, wenn wir das Tagesgeschäft haben, die Keule wird dann nur erhitzt und da kommen wir eigentlich ganz gut hin.
Das ist ja auch in Ordnung. Früher hat man zwanzig Stück gemacht, also wir früher in der Lehre und dann wurden die ins Kühlhaus gegeben mit Folie oder vakuumiert.
Dann hast du dann mal eine Woche Ruhe.
Hier wandert sie noch heiß aus der Pfanne. Den Platz braucht Ludwig nämlich für den nächsten Teil des Gerichts.
Ich habe jetzt die Zwiebeln reingetan, die Karotten und den Sellerie. Letztendlich machen wir jetzt ja den klassischen Soßenansatz.
Diese Ansätze sind eigentlich immer gleich. Das variiert, welche Kräuter gibst du dazu, welchen Rotwein oder mit Portwein etc.
Aber ein Soßenansatz wird mit Knochen etc. genauso gemacht wie ein Schmoreansatz. Das passt alles, da kann man gar nichts verkehrt machen.
Und so wie das aussieht, läuft die Soße für die Haxe doch ziemlich rund. Oder fehlt was?
Ich mache noch mal ein bisschen Rotwein. Ich glaube, ich habe vorhin zu wenig gemacht.
Viel hilft viel.
Ich würde sogar die in ein höheres Gefäß geben. Ich würde sogar noch mehr Flüssigkeit draufgeben.
Das mit dem Rotwein, das passt alles. Vielleicht noch einen Schluck Gemüsebrühe oder so. Also, dass die wirklich in dem Sud richtig drin schmort.
Wie lange schmort das denn jetzt?
Wir lassen das so ungefähr zwei Stunden drin. Wir gehen noch mal mit der Temperatur ein bisschen runter dann später.
Und dann schmort das so für sich hin.
Der Ludwig hat das super gemacht. Fachlich sehr kompetent. War ein bisschen aufgeregt, aber im Großen und Ganzen super.
Schauen wir mal, wie es präsentiert wird.
Optisch konnten die Teller bisher direkt überzeugen.
Ehrlich. Ja, also Teller, sehr gut präsentiert. Ich muss schon sagen, die haben schon sehr Mühe gegeben.
Also, was mir sofort auffällt, ist, das sind ja Riesenportionen. Irre.
Wie anfangs Mike, ist jetzt Alex die Mais-Hähnchen-Roulade. Einen Tipp gab es nur zur Präsentation.
Die Hähnchen-Roulade hatten wir auf einer Schieferplatte mit einem Holzbrett angerichtet.
Und heute haben wir es auf dem Teller angerichtet.
Grundsätzlich in Ordnung. Die Soße hätte ich vielleicht nicht so präsent drüber gegeben.
Man sieht ja die Füllung nicht mehr so schön. Aber ich finde es trotzdem besser.
Mega lecker. Sehr schön zart und so. Wenn man den schneit und so. Den Geschmack ist super.
Die Füllung schmeckt nach Spinat. Ein bisschen Spinat. Mega lecker, wirklich. Ja, schön. Wunderbar.
Aber...
Die Soße konnte vielleicht ein bisschen weniger sein. Und bei den Champignons hier sind für mich teilweise so zu dunkel.
Und nicht richtig gebraten. Genau wie die zwei Brokkoli.
Und beim Reis, den Reis hätte ich vielleicht auch anders gemacht. Der ist mir zu trocken.
Also Reis war wirklich wie ein Trockenfutter. Und die Pinienkerne hätte ich mir vielleicht weglassen können. Da war nichts.
Naja, das kann man so nicht sagen, dass das nichts war. Erstens mal ist es ein Wildreis. Und der ist schon mal anders.
Und das bist du wahrscheinlich auch nicht so gewohnt. War nicht dein Ding. Kann man ja so sagen.
Umso mehr scheint sie Felix zu schmecken. Die Rede ist von der Lammhaxe.
Meine Lammhaxe schmeckt wirklich sehr lecker. Ich bin sehr zufrieden. Der ist genau an dem Punkt. Das ist super.
Es ist genau gut gebraten. Schaut gut aus.
Die Bohnen, die schmecken auch sehr gut. Das sind mit Zwiebeln schon angebraten. Das passt auch ganz gut.
Die Kartoffelpüree, das stand mit Sellerie. Leider, ich schmecke den Sellerie nicht so. Aber trotzdem schmeckt er gut mit dem Speck.
Sellerie sollte man schon in einem Sellerie-Kartoffel- oder Kartoffel-Sellerie-Püree rausschmecken aus meiner Sicht.
Ist aber ihm auch wurscht. Es schaut gut aus. Es ist doch so, dass man da einfach mit Messergabel loslegen will. Und das ist doch gut.
Ich hatte auch eine Soße dabei. Eine Pfeffersoße kann man so sagen.
Eine Lammsoße. Genau. Ich habe die probiert, aber ohne Soße hat es mir auch so lecker geschmeckt.
Mit meinem Essen war ich wirklich total zufrieden. Das ist wirklich passend. Der Preis war ganz gut. Ich glaube, ich habe keinen Platz mehr für einen Nachtisch.
Die Portionen sind der Hammer. Schau mal, Lammhacks 28,50 Euro bei der Portionsgröße. Das ist ein super Preis.
Na nun, Michaela kommt mit Unterstützung an der Seite.
Ich habe mal meinen Mann mitgebracht.
Jetzt hätte ich auch ein paar nette Worte mal gerne für Ludwig gehört.
Daniel hat was zu sagen zu dem georderten Kalbsschnitzel. Dann schieß mal los.
Also ich muss sagen, Schnitzel sensationell. War top paniert, war knusprig, eine luftige Peinade. Also wirklich top. Das freut mich.
Die Möhren haben halt noch Biss. Merkst ja, wenn du anschneidest, auch wirklich top. Gut abgeschmeckt.
Salat ist gut, ist auch mariniert. Super. Das Einzige, womit ich wirklich ein Problem habe...
Ah, ein Problem. Musik.
Probiert ihr mal. Am besten riecht mal bitte dran. Ganz lange verbrannten Speck.
Es riecht für mich halt nach Schwefel.
Was hast du denn empfunden, als du es gegessen hast? Sag mal.
Ich habe es als muffig empfunden, muss ich sagen.
Das ist Speck, Panolat gemacht praktisch. Und das ist einfach drüber gemacht.
Also das kenne ich sogar. Das habe ich, glaube ich, auch in der Küche.
Eigentlich ein Salz mit Speck, fein gemörsert sein.
Kann ich nicht nachvollziehen, warum man sowas verwendet.
Die Leute lieben es. Die kommen ganz viel wegen diesen Bratkartoffeln.
Das kann man wirklich von einer tollen Gewürzfirma, bekommt man das. Wir haben es in der Küche auch.
Und die Idee, so ein ganz bisschen, so einen leichten Hauch an die Kartoffeln zu geben, finde ich eigentlich sehr, sehr cool.
Vielleicht haben wir zu viel verwendet.
Vor Martino liegt ein Schmorgericht der italienischen Küche.
Das Ossobuco an sich ist sehr gut geschmort worden.
Ich habe ein bisschen Pech mit dem Stück Fleisch gehabt.
War mir generell zu knobelig und zu fettig. Mir persönlich.
In meiner Welt, wenn es gut geschmort ist, kann es nicht mehr knobelig oder so sein.
Da haben wir das Thema Kollagenbildung. Das wird eher smoother.
Und die Zitronenzester hast du auch schon ein bisschen geschmeckt.
Die Zitronenzester, auch im Fleisch waren die drauf. Das ist so als Cremolata gewesen, habe ich gemerkt.
Ganz, ganz toll. Und so soll es auch sein. Und so schmeckt auch das Knochenmark.
Also fachlich komplett toll. Nur das Stück Fleisch hat mir persönlich nicht gefallen.
Wenn ich es bei mir vorbereitet hätte, und da wäre so ein Stück dabei gewesen, hätte ich es nie rausgegeben.
Die Soße hat mir gefallen, mit Staudensellerie und Möhren.
Das Gratin war ausgezeichnet. Schön cremig. Die Kartoffeln waren durch.
Es ist kompakt, man kann es ausstechen. Es war alles wunderbar.
Nur das Fleisch hätte ich nicht rausgegeben. Also nicht mit so viel Knobel.
Bei mir würde das zurückkommen, von allen Gästen.
Es ist einfach dann nicht lang genug geschmort.
Es ist ein Naturprodukt und wir können nochmal in der Qualität Fleisch kontrollieren und verbessern.
Aber vom Grundprinzip ist es ja ein tolles Gericht.
Tja, tut mir total leid für die beiden jetzt.
Ich glaube einfach, dass dieses Stück Usubuko nicht lange genug geschmort hat,
damit sich eben dieses Kollagen dann während des Schmortprozesses entwickelt.
Dann ist es smooth, dann ist es zart und dann ist es saftig.
Kann ich dir sagen Dankeschön? Gerne.
Hat lecker geschmeckt.
Das Dessert dafür.
Kommst du mit? Ja.
Ich glaube, dass der Hauptgang so ganz gut gelaufen ist, man muss das ja am Ganzen sehen.
Das sind so feine Nuancen, das ist wie gesagt Persönlichkeit.
Es ist sicher so lala gelaufen. So ein paar Stolpersteine hatte es.
Jetzt geht es ums Dessert und das ist wirklich das, was zuletzt dann da oben auf den Synapsen hängen bleibt.
Also bitte, bitte haut einen raus.
Die letzte Chance dazu bietet sich bei den anstehenden Desserts.
So Ludwig, was machst du jetzt?
Ja, ich mache gefüllte Ananas mit einem Weinschaum und der Weinschaum wird dann mit der Ananas.
Weinschaum? Ja. Okay.
Ah, Weinschaum, da bin ich das auch sehr, das kenne ich.
Neu für Alex ist bestimmt Ludwigs Variante mit einer Ananas.
Was machst du jetzt mit den Würfeln hier? Du hast die gerade in kleinen Geschnitten.
Genau, das werde ich nachher marinieren mit ein bisschen Amaretto.
Ganz leicht, dass es schon nochmal die Ananas, die Süße zur Geltung kommt.
Eine Babyananas, wenn die reif ist, schmeckt etwas süßer als eine große Ananas.
Und für den Fall hier kommt auch ein bisschen an in den Teller und als Dessert ist es, glaube ich, angenehmer.
Wäre nett, wenn du mir helfen könntest. Natürlich.
Ich schlag dir die Eier schon mal rein.
Die sind dann auch die ersten Zutaten für den Weinschaum.
So, fang ich jetzt schon mal an, ist das richtig? Ja, so ein bisschen.
Gut, Weinschaum, ganz einfach. Du brauchst einfach Wein und du brauchst Eigelb, klar.
Und du brauchst ein Wasserbad und eine Schüssel und darüber wird es cremig aufgeschlagen.
Ein bisschen Zucker dazu, ähnelt einer Sabayonne.
Deswegen ist der Alessandro hier auch gleich drauf, cremig aus.
Ich versuche, die ein bisschen dicker zu halten, weil ich die Ananas gratinieren möchte.
Und wenn die zu flüssig ist, dann fällt alles runter und dann gratiniert das nicht richtig.
Ich mache das auf einem Wasserbad. Wir müssen natürlich schauen, dass das kein Rührei wird.
Deswegen wird das halt immer so ein bisschen nebendran.
Und mal wieder draufgesetzt.
Also fachlich total in Ordnung.
Ich habe das jetzt schon mal so vorbereitet, ist alles hier.
Jetzt komme ich zur Ananas. Hier habe ich ein bisschen, ganz bisschen Amaretto.
Ananas hat natürlich viele Enzyme und so weiter.
Und das ist ja auch, man sagt ja eigentlich auch, wenn man so schwer gegessen ist, eigentlich braucht man ja gar keinen Schnaps trinken.
Das ist ja eine Geschichte.
Eigentlich ist das Beste, wenn man sich so voll gefühlt hat, eine Ananas.
Tatsächlich hat eine Ananas ein Enzym, was Proteine aufspaltet.
Aber man kann dran glauben, man muss nicht dran glauben.
Es wird ein fruchtiges Dessert, denn zu Ananas gesellen sich noch einige Beeren.
So und jetzt würde ich diese Savoione hernehmen.
Und du siehst, der jetzt bleibt...
Die Konsistenz ist super, ja.
Alter, das geht ja in der Portionsgröße so weiter wie bei den Hauptgängen.
Und jetzt würde ich sie in Salamander reinsetzen und gratinieren.
Und du könntest eigentlich schon rausgehen.
Alles klar, dann bin ich mal gespannt.
Und ich serviere es dir gleich.
Bis später.
Ich habe schon oft Ananas gegessen und auch verschiedene Arten, verschiedene Obst.
Aber so eine Ananas mit einem Schaumbein drauf, die habe ich noch nie gegessen.
Und ich bin jetzt gleich gespannt, wie das schmeckt.
Also der Schaum muss auf jeden Fall richtig stabil sein, wenn das jetzt noch so ganz kurz Farbe bekommt im Grill.
Wir halten fest.
Die Königsfamilie in England ist noch ziemlich schlank für die Größe, wie der Ludwig hier für sie jahrelang wahrscheinlich dann gekocht hat.
Was auch alle drei Gänge vereint, ein königliches Auftreten.
Also das sieht gut aus.
Ja, alles nett, alles okay. Ich finde nur die Größe ist zu viel, also in meiner Welt.
Martino und Daniel haben sich beide für den gleichen Nachtisch entschieden.
Der Name White Cotton Candy. Was mag das wohl sein?
Sah super aus. Mir persönlich zu süß. Liegt aber auch an der Zuckerwatte. Meinst du, die ist selbst gemacht, gekauft?
Ich glaube, dass die gekauft ist. Mit zwei Mann das auch noch herzustellen, ich glaube, das ist schwierig.
Und die sieht auch sehr, sehr gleichmäßig aus.
Aber es ist eine gute Qualität.
Ich mag es halt schon süß, aber das war halt extrem süß.
Ich fand, das fand ich nicht so süß.
Das sieht man mal, wie unterschiedlich eben Geschmäcker sind. Ich fand das nicht so süß.
Ich habe hier ein Eis, ein Pistazieneis. Das ist schon sehr lecker. Meinst du, er macht das Eis selber?
Das ist halt schwierig, wenn du zu zweit in der Küche stehst.
Das Eis ist selbst gemacht.
Wenn hier jemand sagt, dass er es selber macht, dann macht er es auch selber.
Da gibt es Pakot-Chats etc. Das kann dann schon auch und wird dann schon so stimmen.
Wie Alex bisher gemacht wurde, haben wir gesehen, er bekommt das Ananas-Weinschaum-Vanille-Eis.
Diese Mini-Ananas an sich perfekt, auch die frischen Früchte, lieber auch frische Beeren und so.
Von Geschmack her alles sensationell, das Eis. Ich glaube, es ist gekauftes Eis, Vanille-Eis.
Aber es ist nicht schlimm.
Das Eis ist selbst gemacht.
Auch das Vanille-Eis. Okay, habe ich nicht gedacht. Chapeau.
Also auch für die zwei Männer, die in der Küche sind, dass sie das Eis selbst machen.
Da haben sie eine Eismaschine. Das ist alles kein Hexenwerk.
Das Einzige, was ich vermisse, ist diese Schaumbeine. Man hat immer drum herum kaum Sabayon mehr.
Was du jetzt gerade siehst, ist einfach nur das Eis, was geschmolzen ist.
Das ist einfach nicht stabil genug. Ganz einfach.
Felix versüßt sich seinen Besuch in Coesfeld mit einem Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern.
Leider ist der Kuchen, wie ich das sehe, nicht selbst gemacht.
Also war das ein Kuchen oder ein Schokosoufflé?
Genau, genau, das komme ich jetzt dazu.
Den Schokokuchen kenne ich, das war ein richtiger Schuttkuchen.
Was ich das hier bei mir schätze, ist ein Soufflé, ein Soufflé-Schokolade, kann man so sagen.
Nein, das ist kein Soufflé, meine Fresse.
Auf der Karte stand, Schokokuchen, flüssiger Schokokuchen.
Das war leider innen drin nicht flüssig.
Aber nebenan war eine leckere Schokosauce.
Hatte keinen flüssigen Kern, hab's kapiert. Danke.
Der Vanille-Eis war bestimmt ein Premium-Eis.
Hat gut geschmeckt, aber nicht selbst gemacht.
Weißt du das?
Ja, Premium-Eis ist es.
Wenn du ein Eis selber machst, dann muss die Tiefkühltruhe bei 12 Grad laufen.
Und du hast halt Temperaturschwankungen.
Durch die Temperaturschwankungen bilden sich Eiskristalle.
Nein, war nicht selbst gemacht.
Lieber Daniel, ich finde es unangebracht, sich hier so köstlich zu amüsieren und das ins Lächerliche zu ziehen.
Wenn hier ein Kollege sagt, er macht das Eis selber, dann macht er es sicherlich selber.
Und dann hier nicht rumschwafeln und auf Schlaumeier machen mit Minus 12 Grad, blablabla.
Wenn du ein fertiges Eis kaufst, musst du es ja auch lagern.
Also erzählst nicht so ein Bullshit, Leute.
Eben, widmet euch lieber dem, was zum Schluss zum Tisch kommt, der Rechnung.
347,40 Euro.
Ja, also 22 Euro ist ungefähr das Essen und so.
In Coleswell ein Glas Wein für 10,50 Euro. Offen Wein.
Preisgestaltung fand ich im Großen und Ganzen schon relativ hoch.
Wenn ein Glas Weißwein gleich mal 10 Euro kostet, das ist schon ein ordentlicher Preis.
Da bin ich jetzt auch mal raus. Ich weiß ja nicht, welchen Wein man getrunken hat.
Wenn ich jetzt 55 Euro für das Dreigangmenü sehe, dann geht das für mich total in Ordnung.
Das Handwerk war ja da, das kann man ja nicht absprechen.
Maximal 40 Punkte sind möglich. Was denkt ihr so?
Wenn es über 30 ist, freuen wir uns.
Eine Acht.
Die erste Acht haben wir auf jeden Fall, ist gut, aber ich rechne mit... ich weiß nicht.
Entweder von Daniel oder Martino.
Eine Acht.
Eine Sieben, okay, das haben wir nicht ganz dann erfüllt.
Ja, das habe ich mir gedacht.
Tatsächlich tippe ich auf Daniel.
Eine super gemeinte Sieben.
Aber Kollegen aus Lachen, das mag ich nicht.
Die Sieben, noch einmal für uns, vielleicht der Alex.
Michaela bekommt heute von mir sieben Punkte.
Wenn eine Acht da wäre, alles gut.
Ja, das wünsche ich euch jetzt auch einfach. Nein, reicht nicht.
Ist es nicht geworden, aber auch das ist in Ordnung für uns.
Sieben Punkte.
Ich finde 30 Punkte hätten es eigentlich schon sein können.
Sage ich auch, wie eben erwähnt. Also so eine 30 oder 31 wäre ganz nett gewesen.
Im Vergleich zu gestern, wo der Alessandro sehr wenig gemacht hat, ist das eigentlich nicht nachvollziehbar.
Ich denke auch, dass ein paar Feintuning Dinge hier stattfinden müssen, Portionsgröße auch.
Und trotzdem habt ihr ein schönes Lokal und macht doch einen guten Job.
So sind es also 29 Punkte, die Michaela und ihr Mann einfahren.
Momentan Platz zwei.
Aber es ist ja erst Dienstag und drei Lokale kommen noch.
Morgen steht der Besuch im Lokal von Daniel an.
Heute zeige ich denen, dass man auch auf dem Dorf lecker essen kann.
Wie das gemacht wurde, ist mir ein bisschen zu trocken.
Das kann ich nachvollziehen.
Das ist sehr, sehr viel Knoblauch. Also das ist leider für mich nicht mehr appetitlich.