Zum Wochenabschluss in Münster bekommt Mike in "La Costanera" ein peruanisches Gericht mit asiatischen Einflüssen serviert. Die Köchin ist extrem schnell, doch spricht das für die Qualität von "Lomo saltado" oder ist das Pfannengericht viel zu einfach?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Am letzten Tag lädt Felix die Runde in die kulinarischen Welten Perus ein.
Doch sind alle bereit für den Trip?
Der Reis klebt halt, ist halt zu trocken.
Mir persönlich ist es zu scharf.
Schmeckt den Schafgäse nicht raus.
Also wenn Schafgäse drin steht, sollte es schon mal reinschmecken.
Das überzeugt mich jetzt auch nicht.
Da musst du aber jetzt stoppen, ne?
Münster. Fahrradstadt, Unistadt, Siegerstadt?
Gestern gab's für Martino starke 34 Zähler.
Ein Lokal steht aber noch aus, genau wie Maiks Punkte am Ende der Sendung.
In vier Lokalen durfte Maik schon vorbeischauen.
Wo verschlägt's den Profi denn heute hin?
So, ihr glaubt es vielleicht nicht, aber heute am letzten Tag sind wir mitten in der City von Münster.
Wir sind hier an der Ahr, und da ist das La Costanera.
Das heißt nämlich, an der Uferpromenade.
Das ist das peruanische Restaurant von unserem Felix.
Und zwar seit über zehn Jahren. Ceviche, Lomo, etc.
Das wird hier schon richtig traditionell und echt gekocht.
Ich hoffe es zumindest.
Mit 18 Jahren kam der alleinige Lokalinhaber nach Deutschland.
Ich heiße Felix Manrique Barrera, ich komme ursprünglich aus Peru.
Wir machen jetzt peruanische Küche, weil wir unsere Kultur, unsere Gerichte zeigen wollen.
Wir haben von unseren 500 Gerichten auf jeden Fall 20 Gerichte, die richtig die besten sind.
Zehn Jahre ist er am Start, natürlich ein bisschen verspielt, peruanischer Eindruck.
Viel Holz, was ich jetzt sehe. Den Rest müssen wir mal kurz abwarten.
So, was haben wir denn da? Guten Tag.
Hallo, hallo.
Das ist mal Peru hier.
Hallo Mike, freut mich.
Hallo, wen habe ich da?
Das ist der Vater, das sehe ich sofort.
Das sieht man.
Hallo Mike, guten Tag.
Ich moderiere ja schon ein paar Tage. Sehr schön.
Sehr schön. Ist das jetzt hier eine Familienzusammenkunft?
Ist das ein Mitarbeitergespräch? Was läuft hier gerade, Felix?
Ein Familiengeschäft.
Ein Familiengeschäft, das ist ja geil.
Ich liebe die Küche. Ich war, ich muss es gestehen, noch nie in Peru.
Aber ich habe mich schon durch Peru durchgegessen.
Ihr habt die Ceviche weltweit salonfähig gemacht.
Jeder redet von Ceviche.
Aber Peru hat noch mehr zu bieten.
Ihr habt Mais, ihr habt viele Gerichte mit Maisgerichten.
Kartoffeln.
Kartoffeln ist ein Riesenthema.
Peru hat die meisten Kartoffelarten. Das sind über 3.000 Kartoffelarten.
Ohne Scheiß.
Und ich denke immer, aus Schleswig-Holstein komme ich.
Wir haben Kohl und Kartoffeln. Ich dachte, wir wären die Weltmeister.
Das ist Peru.
Also Leute, ich weiß gar nicht, den Blick da, den spare ich mir,
weil ich esse nachher da.
Wir gehen und kochen jetzt original peruanisch.
Ich ziehe mich um. Danke.
Die Küche, der Bereich von Olga und Jonny.
Das passt schon. Danke, danke, Felix. Läuft schon.
Ich kann ja den Weg allein hier reinfinden, oder?
So, ihr Lieben, also, was für ein Gericht bekomme ich denn?
So, heute bekommst du ein Gericht, das heißt Lomo Saltado.
Lomo Saltado, das heißt Rindfleisch, gell?
Ja, das ist Rindfleisch.
Das ist ein Pfannengericht.
Und Saltado heißt Schwenken.
Der Lomo Saltado ist eine Fusion aus der chinesischen und peruanischen Küche.
Das ist so ein Kirschstreifen mit roten Zwiebeln, Tomaten, Paprika.
Und dazu wird so rausgemachte Pommes und Reis gemacht.
Meine Erwartung auf das Gericht ist gar nicht so hoch,
weil es ist im Grunde genommen ein schnelles Pfannengericht.
Also, es wird saulecker sein,
aber das wird jetzt vom Handwerk jetzt keinen groß fordern hier.
Na mal abwarten. Am Anfang steht hier das Schnibbeln.
Karpoffel ist ein Riesenthema, hat Felix vorhin schon gesagt.
Ja, genau, richtig.
Also, diese Pommes heißt wie dann in Peru?
Papas.
Papas, also, das sind gebackene Papas.
Auf geht's.
Ja, machen wir schon mal.
Das ist ja der große Trick, egal ob das in Peru, in Deutschland,
Frankreich, Belgien, Niederlanden ist.
Kurz vorbacken.
Ja, genau.
Ja, dieses Vorblanchieren von einer frischen Kartoffel,
was eben zu einer Pommes werden soll,
ist, damit die einfach schon mal ein bisschen durchgaret.
Aber wenn du die jetzt von Anfang bis Ende knusprig haben willst
und drin lässt, das dauert viel zu lange.
Also, man kann sich da für sein Abendgeschäft
die Pommes ein bisschen vorbacken.
Und in Malacat geht's dann genauso schnell wie mit gewohnten Pommes.
Mundgerecht soll auch das Rindfleisch daherkommen.
Die Pommes sind fertig.
Zum Fleisch kommen Salz und Kreuzkümmel,
bevor Olga es scharf anbrät.
Schön. Unterbricht sie die Hitze.
Sie hat nämlich da ein Gefäß, das finde ich bravo.
Weil ich finde, es muss rausgenommen werden, unterbrochen werden,
damit es nachher noch saftig ist.
Vielleicht ein bisschen Medium innen drin.
Jetzt Zwiebeln.
Und Paprika.
Genau wie Essig und Soja- und Austernsoße.
Ja, da merkt man schon, die chinesischen Einflüsse, wie im Wok.
Felix, komm mal her, ist interessant.
Sind Sojasoße und eine Austernsoße,
die wir eher aus der asiatischen Küche kennen,
bei euch in der peruanischen Küche normal
oder hat das die neue moderne Welt gebracht?
Das ist ganz normal.
Das ist so, seit Jahren sind die Asiaten, die Japaner, zu uns angekommen.
Und dann haben wir eine Fusion gemacht
zwischen der asiatischen und peruanischen Küche.
Ich wollte nämlich ganz kurz noch mal drauf kommen,
dass diese Fusionen ja eben die chinesische, diese Shifa-Küche
und dann gibt es ja noch die japanische,
und das ist die Nikkei-Küche.
Und die mischen sich mit Peru.
Also da haben die ganz klare Strickregeln.
Olga dreht am Herd weiter auf.
Fleisch ist drin.
Du musst langsam machen.
Die hat aber auch ein Tempo, ne?
Pass auf, ich sage dir, wie du heißt.
Aus Olgita wird Slogita.
Langsam.
Also...
Das Essen muss schnell sein.
Ich verstehe das.
Und wir müssen jetzt schnell an den Tisch, weil sie ist fertig.
Keine Zeit verlieren.
Aber Mike schafft es gerade noch rechtzeitig vor seinem Essen.
Ich finde das in der Pfanne stilecht.
Was für mich ein bisschen Stilbruch ist,
ist jetzt gerade dieser weiße Teller.
Habt ihr nicht so was in kleinen Förmchen noch
und so ein bisschen so wie die Spanier?
Das würde ja besser passen.
Das ist sowieso weiß-schwarz, weißt du so?
So ein bisschen Stilecht.
In meiner Welt, denke ich mir.
Vielleicht soll man ja aber auch von dem weißen Teller essen,
denke ich mir gerade.
Egal.
Das Fleisch ist sehr zart.
Man kann jetzt so einen kleinen Streifen nicht groß aufschneiden
und herzeigen und Medium sagen.
Aber man sieht es vielleicht über die Kamera.
Es ist wirklich top.
Hier in Peru essen wir so richtig deftig,
mit Kartoffeln und Reis.
Das ist wirklich so, um erfolgreich zu werden.
Also die Mischung ist wirklich Reis und Kartoffeln
als Sättigung zusätzlich.
Beides.
Ich versuche das mal ganz kurz in meiner Welt einzuordnen.
Es ist ja eigentlich ein sehr aromatisches Gericht.
Sehr umami-lastig.
Sojasauce, Hoisin.
Das macht es sehr rund und sehr knackig,
sage ich jetzt mal.
Man muss natürlich aufpassen,
dass diese Fleisch,
das sind ja keine kleinen Streifchen,
Fleischscheibenstreifen dazwischen,
dass die nicht durchgaren.
Das geht ganz schnell.
Das macht sie gut.
Sie nimmt das Fleisch, scharf anbraten,
legt es auch auf die Seite.
Das ist auch richtig.
Mir fällt gleich auf,
dass das Gemüse schön knackig ist, die Zwiebeln.
Man merkt aber diesen Einfluss.
Ich glaube, in Deutschland glauben wir immer noch,
dass Kreuzkümmel und Koriander
immer nur in Asien und Thailand und sonst was zu Hause ist.
Nein, nein.
Es ist in Peru, in der spanischen Küche.
In Lateinamerika.
Überall verankert.
Auch Kreuzkümmel.
Ich mag das sehr.
Ich finde, das ist ein guter Touch.
Darf ich dir eine Frage stellen?
Gerne.
Sind die Pommes bei euch weicher?
Oder gehören sie knuspriger?
Nein, knuspriger.
Okay, da habe ich was gefunden.
Nein, aber deswegen.
Es ist wichtig, die vorzubacken.
Sie müssen kurz rasten und dann noch mal nachbacken.
Sie schmecken trotzdem gut,
aber ein bisschen Knusper wäre noch geiler.
Aber sonst, Peru lässt grüßen.
Ja, also dieses Gericht, was soll ich denn daran ändern?
Wenn das so ist, da fange ich jetzt nicht an,
dann betont er noch,
dass diese Pommes- und Reisgeschichte zusammen ganz typisch ist.
Also werde ich mich da nicht rauslehnen und sage,
mache es anders.
Das andere ist einfach ein Gericht,
was jeder, wenn er es mal gesehen hat, nachkochen kann.
Da denke ich immer, dafür gehen Menschen ins Restaurant.
Ich glaube, es bedarf eben noch mehr.
Und das werden wir sicherlich jetzt sehen im Wettbewerb.
Ich bin einer, der immer Kritik annehmen kann,
beziehungsweise gute Vorschläge.
Wenn gute Vorschläge sind,
natürlich, warum nicht, tun wir das.
Was für eine Woche, was für ein Abschluss.
Ey, Leute, ich sage euch eins,
es bedarf eben nicht ständig einer großen französischen Kochkunst,
gerollt, gewickelt und darüber hin.
Nein, es geht auch einfach in der Pfanne.
Die Asiaten können es,
die Italiener können auch mit einfachen Gerichten punkten.
Haben wir ja erlebt die Woche.
Die Piraner auch.
Die schwimmen hier mit in der Suppe.
Was für eine Entwicklung in dieser Woche.
Ich sage mal, ich darf zum Schluss entscheiden.
Ich fand es klasse, ich fand es toll.
Dieses Gericht würde ich mir zwar auch zutrauen, nachzukochen,
aber ich glaube, es gibt auch kompliziertere Sachen.
Die werden wir auch sehen, da kommt noch was.
Sag ich euch.