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Was ist Metformin? Metformin ist ein sogenanntes orales Antidiabetikum, also Wirkstoff einer schluckbaren Tablette, die den Blutzuckerspiegel von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 („Zuckerkrankheit“) reduziert. Metformin gehört zur Wirkstoffgruppe der Biguanid-Derivate. Es wird insbesondere bei Typ-2-Diabetes-Patienten mit Übergewicht angewendet.
Welche Wirkung hat Metformin? Metformin wirkt blutzuckersenkend, indem es die Neubildung des Einfachzuckers Glucose in der Leber hemmt. Außerdem verbessert es die Glucose-Verwertung in den peripheren Geweben von z. B. Unterschenkeln, Unterarmen oder Kopf. Die Wirkung stellt sich erst nach einigen Behandlungstagen ein. Wichtig zu wissen ist, dass die blutzuckersenkende Wirkung nicht bei gesunden Menschen erfolgt.
Gut zu wissen: Missbrauch von Metformin Metformin soll im Körper zwei Effekte begünstigen: Die Hemmung der Aufnahme von Glucose (also Traubenzucker) in den Darm, sodass diese nicht in die Blutbahn gelangen kann, und die schnellere Glucose-Aufnahme in die Muskelzellen. Beides begünstigt, dass der Zucker nicht in Fett umgewandelt werden kann. Diese Effekte wurden bislang aber nicht sicher für Metformin nachgewiesen. Trotzdem soll es einige Bodybuilder geben, die Metformin als Supplement einnehmen um Fett abzubauen.
Wichtigste Nebenwirkungen - Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall und Appetitverlust - veränderter Geschmack - sehr selten Laktatazidose
Mit „Video-Visite Dr. Weigl“ haben Sie den aktuellen und medizinisch-wissenschaftlichen Kanal gefunden, der Themen rund um die Bereiche Schmerzen, #Medizin und #Gesundheit verständlich aber basierend auf Fakten, Richtlinien und Studien beschreibt. Insbesondere gehe ich dabei auf Volkskrankheiten wie Rückenschmerzen, Arthrose oder auch #Diabetes.
Rechtlicher Hinweis / Disclaimer: Die Videos dienen ausschließlich Ihrer Information und ersetzt niemals eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose beim approbierten, qualifizierten Facharzt. Insbesondere bei Medikamenten gilt es Rücksprache mit Ihrem Arzt zu führen und die Packungsbeilage zu beachten. Die zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen verwendet werden. Haftung ausgeschlossen.
Hallo!
Metformin, das orale Antidiabetikum, ermöglicht ein Leben ohne Spritze.
Metformin senkt als schluckbare Tablette den Blutzuckerspiegel, vor allem bei Diabetes
Typ 2-Patienten und dadurch entfällt die Insulinspritze.
Metformin ist das am häufigsten und am längsten verabreichte Antidiabetikum und es hilft
aber nicht nur Diabetes-Patienten, sondern auch beim Abnehmen.
Ich gehe jetzt in dem folgenden Video einmal auf die Wirkung ein, auf die Anwendung und
auf die Nebenwirkung, also wenn Sie das interessiert, dann gerne schauen Sie sich das Video an.
Hallo und herzlich Willkommen zur Videovisite.
Mein Name ist Dr.
Tobias Weigel.
Diabetes ist eine sehr häufige Erkrankung, eine zunehmende Erkrankung, gerade in westlichen
Ländern.
Man unterscheidet ganz vereinfacht beim Diabetes zwischen vor allem zwei verschiedenen Typen.
Das ist zum einen Typ 1, da hat man einen absoluten Insulinmangel.
Hier kommt es aufgrund einer Autoimmunerkrankung zu einer Schädigung der eigenen Zellen.
Es wird weniger Insulin gebildet.
Demgegenüber gibt es auch einen Typ 2-Diabetes, da hat man einen relativen Insulinmangel.
Meist kommt das mit dem Alter, also mit zunehmendem Alter und die Ursachen sind multifaktoriell.
Sehr wichtig dabei spielt immer eine Rolle auch die Genetik.
Zusätzlich gibt es noch den Typ 3-Diabetes und auch Typ 4-Diabetes.
Ich habe das hier einmal aufgelistet.
Typ 4-Diabetes ist der Schwangerschafts-Diabetes auch bekannt.
Meistens verschwindet er nach der Schwangerschaft wieder.
Was ist Metformin?
Jetzt im Video geht es ja einmal um Metformin, also um diese Tabletten.
Metformin ist ein blutzuckersenkendes Medikament, wurde erstmals 1929 entdeckt und dann knapp
30 Jahre später 1958 auf den Markt gebracht.
Also eine lange Zeit dazwischen nicht.
Weil in den 20er-Jahren auch Insulin entdeckt wurde und dann hat man sich erst einmal darauf
fokussiert.
Aber Metformin ist sehr sinnvoll, es senkt die Sterblichkeit von Typ 2-Diabetikern, ist
relativ preiswert und die Wirkung von Diabetes, es hat im Prinzip zwei wichtige Wirkungen
und diese entfaltet sie nach einer, man sagt so ein bis zwei Wochen, man muss es also am
Anfang eine gewisse Zeit nehmen.
Ganz wichtig ist, Metformin kann man auch mit anderen Diabetes-Medikamenten einnehmen,
man sollte es immer schleichend einnehmen.
Ich empfehle dabei folgendes Schema, zu Beginn so 500 Milligramm und zwar abends einzunehmen,
dann so nach knapp einer Woche morgens und abends eine Tablette von 500 Milligramm und
dann nochmal nach zwei Wochen, das kann man erhöhen dann auf 1000 Milligramm.
Hierbei aber wichtig natürlich immer individuell, das heißt Ihr Hausarzt, Diabetologe, der
bespricht das gemeinsam mit Ihnen.
Was ist nun die Wirkung von Metformin?
Metformin hat im Wesentlichen zwei wichtige Effekte.
Erstens die Hemmung der Glucoseaufnahme in den Darm, wodurch Glucose ansonsten in die
Blutbahn ja gelangen würde und das passiert jetzt nicht.
Das heißt man hat weniger Glucose, weniger Zucker im Blut und dann zweitens die schnellere
Aufnahme von Glucose in die Muskelzellen, das heißt es bewirkt auch, dass das Zucker
was im Blut ist, schneller wieder herauskommt.
Das ist ganz wichtig, das hat auch einen Grund, gerade dieser zweite Effekt, warum Bodybuilder
zum Beispiel Metformin verwenden oder auch Menschen die abnehmen wollen, darauf gehe
ich auch gleich noch genauer ein.
Kurz zu der Wirkung auch in diesem Zusammenhang, ganz wichtig, durch Metformin entsteht keine
Gefahr einer sogenannten Unterzuckerung, weil Metformin ja nicht die Insulinfreisetzung
im Körper beeinflusst.
Das ist eine Gefahr, wenn man sich ja mit Insulin spritzt, dass wenn man zu viel Insulin
spritzt, man plötzlich eine Unterzuckerung bekommt.
Kritisch ist, wenn man gleichzeitig auch Alkohol einnimmt, das heißt Metformin und Alkohol
gleichzeitige Einnahme sollte man immer vermeiden.
Und Metformin hat auf den Blutzucker keine Einwirkung, wenn man ein gesunder Mensch ist,
also es beeinflusst den Blutzucker nicht bei gesunden Patienten.
Typische Anwendungsgebiete sind also Typ 2 Diabetes, aber auch das polycystische Ovarialsyndrom
und dann drittens ja der Missbrauch zum Abnehmen.
Was ist das polycystische Ovarialsyndrom, ich habe das hier einmal beschrieben, das
ist eine Stoffwechselerkrankung geschlechtsreifer Frau, so vier bis zwölf Prozent der Frauen
in Deutschland sind davon betroffen.
Oftmals merkt man das im jungen Alter, wenn man über eine längere Zeit unfruchtbar zum
Beispiel ist und zum Frauenarzt geht und sich wieder wundert, oder sich wundert woran das
liegt und Metformin zeigt halt da einen sehr positiven Effekt.
Es ist aber ein Off-Label-Use, das heißt Metformin ist nicht offiziell dafür zugelassen.
Es ist also von den Arzneimittelbehörden dafür nicht zugelassen, aber Studien belegen
einen therapeutischen Nutzen.
Ich muss dann auch sagen beim Off-Label-Use ist es letztlich so, der Arzt haftet für
den Therapieeffekt.
Das ist aber nicht unnormal, dass man ein Off-Label-Use von etwas macht, Beispiel auf
der Kinderstation, da sind ganz viele Medikamente Off-Label verwendet, weil es ja nur wenig
offiziell zugelassene Medikamente für Kinder gibt, wo es Studien dazu gibt.
Also Off-Label-Use ist nicht unbedingt was Schlimmes, beziehungsweise Ungewöhnliches.
Der dritte Bereich ist, was ich eben schon gesagt habe, der Missbrauch.
Sportler benutzen Metformin, um Anabole Vorgänge zu fördern.
Metformin lagert die Energie oder sorgt dafür, dass die Energie ja nicht in Fett umgewandelt
wird, sondern dass es in die Muskelmasse aufgenommen wird.
Das heißt, Metformin sorgt dafür, dass Energie direkt in den Muskel kommt.
Man so gesehen dann den Muskel auch dadurch pusht und mehr Kraft letztlich auch hat, beziehungsweise
mehr Energie mit dem Muskel hat.
Nebenwirkungen und Kontraindikationen.
Es gibt natürlich wie immer auch Wirkung und Nebenwirkungen und typische Nebenwirkungen
beim Metformin gehen auf den Magen-Darm-Bereich, also Übelkeit, Erbrechen, das sind typische
Nebenwirkungen, auch Appetitverlust, das ist vielleicht dann auch gewünscht.
Eine gefährliche Nebenwirkung ist die sogenannte Lactat-Azidose.
Eine Lactat-Azidose, ich habe das hier einmal kurz beschrieben, das ist, wenn der pH stark
erniedrigt ist, Azidose und Lactat bedeutet, dass gleichzeitig auch die Lactat-Konzentration
stark erhöht ist.
Das ist also auch ein absoluter Notfall, wenn das der Fall ist und das Risiko oder das ist
eine Nebenwirkung, die leider mit dem Metformin auftreten kann.
Es gibt natürlich auch Kontraindikationen, das heißt Bereiche, wo man Metformin oder
Situation nicht verwenden soll, das ist, wenn man natürlich dagegen empfindlich ist,
bei einer akuten und instabilen Herzschwäche, also bei einer Herzinsuffizienz, auch bei
einem Diabetes-Koma, Schwangerschaft, Stillzeit, ich habe das hier einmal aufgelistet.
Also in diesen Situationen sollte man kein Metformin verwenden.
Was sind nun die zusammenfassenden Vorteile?
Noch einmal zusammengefasst, erstens, Metformin senkt den Insulinspiegel, zweitens, sinnvoll
bei der Therapie des Typ-2-Diabetes, also gerade dann, wenn Diät, wenn Sport nicht
mehr ausreichen.
Dann drittens, schnelleres Muskelwachstum und auch Einfluss auf den Appetit, es senkt
den Appetit.
Die Vorteile habe ich hier noch einmal zusammengefasst, also Metformin zeigt sich, ja, es ist ein
gutes oder ein sehr sinnvolles Medikament, es ist das am häufigsten verwendete Medikament
bei Typ-2-Diabetes.
Es wird auch mit dem Zweck oder mit dem Ziel der Abnahme missbraucht, da muss man natürlich
darauf achten, dass Nebenwirkungen auftreten sollten und wie immer ist es ein Medikament,
das verschrieben wird, also man sollte es nicht zweckentfremden, wenn man nicht Typ-2-Diabetiker
ist oder das, wie ich vorhin gesagt habe, auch polycystische Ovarial-Syndrom hat.
Das war einmal ein Beitrag zum Thema Metformin, ich habe einmal erklärt, was Metformin ist,
wie es wirkt.
Dosierung habe ich ein Beispiel genannt, aber auch die Nebenwirkungen erklärt.
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