Organspende: Wie sicher ist der Hirntod? | Podcast Folge 18 [Prof. Söhle, UKB]

DoktorWeigl
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200 Videoaufrufe·03.01.2025
heißt wenn man sich mit dem Thema
Organspende beschäftigt muss man sich
natürlich auch mit der Frage nach dem
eigenen Tod beschäftigen viele
angehörigeer haben ja bedenken dass ihre
Angehörigen entstellt aussehen können
nach ein Organspende sondern die
Angehörigen müssen entscheiden ob eine
Organspende durchgeführt werden kann
oder
[Musik]
nicht guten Abend zusammen und ich
begrüße sie wieder zu einer neuen
midnight Folge und heute geht es um ein
sehr emotionales Thema vor dem viele von
uns wahrscheinlich auch Angst haben und
auch tatsächlich habe ich da schon
einige wirklich blödsinnige Aussagen zu
gehört wir sprechen über Organspende
Organtransplantation und das sind ja
gerade auch für Nichtmediziner sehr
nebulöse vielleicht auch angsterfüllende
Begriffe ich find es trotzdem großartig
freue mich jetzt dass wir heute genau
darüber sprechen und begrüße einen
Experten auf diesem Feld herzlich
willkommen Herr Professor söhle sehr
schön dass sie heute mein Gast sind ja
schönen guten Tag Herr Dr Weigel vielen
Dank für die
Einladung sie sind ja nicht nur
anäthesist und stellvertretender
Klinikdirektor der Anästhesie sondern
sie leiten auch das Team der
Transplantationsbeauftragten am
Uniklinikum Bonn wir werden gleich ganz
viel über das Thema Organspende sprechen
zunächst einmal wie war ihr Tag heute
was haben Sie heute gemacht vielen Dank
für diese Frage ich war heute Vormittag
die meiste Zeit im operationssal gewesen
habe Narkosen begleitet das heißt heute
war ich eigentlich über egend als
anäesesthetik und sozusagen das ist ihr
Hauptjob dem sie den sie haben und der
zweite ist
Leiter des Teams
Transplantationsbeauftragte davon gibt
es in Krankenhäusern immer ein zwei
Personen was macht ein
transplantationsbeauftragter was können
sich die Zuhörerinnen und Zuhörer
darunter vorstellen ein
transplantationsbeauftragter berht zum
einen die Angehörigen gerade dann wenn
es darum geht dass ein Patienten ein
schwere Hirnschädigung erlitten hat und
die Frage an Organspende im Raume steht
dann haben die Angehörigen natürlich
sehr sehr viele Fragen da stehen wir
gerne bereit diese Fragen zu beantworten
begleiten auch die Angehörigen in einer
Phase wenn es zur garenspende kommt
außerdem begleiten wir auch die Ärzte
die solche Patienten betreuen auf den
Intensivstationen und stehen hier mit
Rat und Tat zur Seite mhm wir sprechen
jetzt gleich Detail über ganz viele
Sachen da gerade auch so einige Myten
vielleicht auch Themen die betroffene
Angst macht wenn sie so drüber
nachdenken über das Thema Organspende
welche ja drei Stichworte fallen Ihnen
dazu ein einmal nur die Stichworte was
würden Sie sagen so typisch
Organspende Geschenk ist der erste
Begriff
Nächstenliebe und der dritte Begriff ist
Sicherheit mhm und warum würden Sie
sagen Sicherheit Sicherheit deshalb weil
dieser Prozess der Organspende gerade
hier in Deutschland sehr genau
reglementiert ist wird von sehr vielen
Menschen und Ärzten begleitet gerade
weil wir eben wissen dass Angehörige
manchmal ja Angst haben dass vielleicht
Patienten nicht voll umfassend behandelt
werden könnten und
dem möchten wir ganz klar entgegenwirken
bei uns ist es eben so organisiert dass
es eine sehr sichere Sache ist einmal
die Feststellung des Hirntodes ja die
Voraussetzung für die
Organspende und auch der der Prozess an
sich der Organspende wird sehr sicher
durchgeführt bei uns mhm genau ich habe
hier einmal ein
Organspendeausweis mitgebracht der hat
zwei Seiten hier vorne füllt man was aus
auf der Rückseite auch wir sprechen
darüber auch gerade warum dieser Ausweis
so wichtig ist bzw auch welche
Alternativen es dazu gibt zunächst
einmal was würden sie aber sagen haben
sie positives erlebt als
Transplantationsbeauftragte in den
letzten Jahren haben sie so ein zwei
Erlebnisse wo sie sagen deswegen ist
dieser Job auch so wichtig das hat mich
geprägt es gibt immer wieder diese
Momente wenn wir mit Angehörigen
sprechen wo wir auch merken im ersten
men sind sie am Zweifeln ob es der
richtige Weg ist die uns dann aber im
Nachhinein sagen ja es war der richtige
Weg die gesagt haben wir haben sie gut
begleitet über diese Zeit die meinten
natürlich sind im ersten Moment schwer
gefallen aber am Schluss sind sie
glücklich darüber und auch zufrieden
dass sie diese Entscheidung getroffen
haben und damit auch gut leben können
das sind eigentlich so die erfüllenden
Momente die wir haben in diesem Beruf mm
und warum glauben Sie dann aber haben
trotzdem so viele Menschen Angst vor
diesem Thema also was macht dieses Thema
auch so schwer in der Gesellschaft auch
darüber zu sprechen zunächst mal geht's
ja um das Thema Tod weil Organspende nur
dann stattfinden kann wenn der Hirntod
da können wir später noch drüber
sprechen festgestellt wird und alles was
mit Tod zu tun hat ist etwas worüber wir
gerne und sehr ungerne in der
Gesellschaft sprechen das heißt wenn man
sich mit dem Thema Organspende
beschäftigt muss man sich natürlich auch
mit der Frage nach dem eigenen Tod
beschäftigen und das fällt uns sehr sehr
schwer mhm und erstmal Organ Spende mal
so ein paar Grundlagen dazu was ist
eigentlich eine Organspende was kann man
sich darunter vorstellen ein Organspende
läuft ab wie eine normale Operation bei
Organspenden sprechen wir von den
Spenden von größeren Organen wie z.B
Herz Lunge Leber Niere
Bauchspeicheldrüse diese werden im
Rahmen einer Operation entnommen also
wie ein normaler chirurgischer Eingriff
und nach einer solchen Organspende wird
auch wie bei einer sonstigen Operation
auch die Operationswunde zugenäht viele
angehörigeer haben ja bedenken dass ihre
Angehörigen entstellt aussehen können
nach ein Organspende das ist auf keinen
Fall so sondern die Patienten werden die
Wunden werden zugenäht so dass der
Patient nach der Organspende aussieht
wie sonstige Patienten auch nach einer
Operation genau das ist auch sehr
wichtig zu betonen und das erleben wir
ja als Narkoseärzte auch immer wenn wir
dabei sind die Narkosen machen dass die
Patienten dann wieder zugenäht werden
und quasi nicht entstellt sind und das
ist immer ganz wichtig auch zu betonen
für die Angehörigen was ja oftmals ein
Grund mit ist nicht eine Organspende
zuzustimmen ähm wie oft findet in
Deutschland eigentlich eine Organspende
statt gibt's da Zahlen offizielle Zahlen
und wie haben sich diese Zahlen
entwickelt die Zahlen sind insgesamt
gleichbleibend über die letzten Jahre es
gibt also keine Steigerung die Zahlen
sind insgesamt im Vergleich zu anderen
Ländern sehr niedrig in Deutschland
haben wir immer so zwischen 950 und 980
Organspenden ungefähr im Jahr wobei bei
jeder Organspende ungefähr zwei bis drei
Organe entnommen werden so dass man
ungefähr auf 2700 bis 2800 gespendete od
Organe
im Jahr kommt mhm und woan oder was
denken sie sind die Gründe warum im
Ausland z.B mehr gespendet wird gerade
in Deutschland ist ist ja schon oft in
der Diskussion also warum gibt's da
nicht eine höhere Bereitschaft
mittlerweile Aufklärung gibt's ja auch
viel die da getätigt wird also erstens
warum nehmen die Organspenden D nicht zu
und zwar warum ist es im Ausland höher
es hat verschiedene Ursachen die erste
Ursache sind die Rahmenbedingung bei uns
gilt ja nach wie vor eine
Zustimmungslösung während in den meisten
europäischen Ländern eine
Widerspruchslösung geht das sicherlich
das eine Thema das zweite Thema ist
vielleicht auch unsere Einstellung dass
wir in Deutschland generell kritischer
eingestellt sind gegenüber gesetzlichen
Regelungen vielleicht auch gegenüber der
Medizin oder den Ärzten das sind
sicherlich wesentliche Unterschiede im
Vergleich zum europäischen Ausland und
zu letzterem würden Sie sagen das hat
sich auch seit der coronakrise
vielleicht noch mal verschärft weil
gerade da ist ja oftmal so eine Skepsis
gegenüber Ärzten gegenüber auch
staatlichen Institution merken sie da
einen Wandel was ja sehr schlimm und
traurig ist weil wie gesagt es gibt
viele Menschen die auf Organe warten und
für die hängt das Leben ab hat sich das
in den letzten zwei Jahren verändert
eigentlich nicht die Zahlen sind
wirklich ziemlich konstant geblieben mhm
äh ich habe folgende Aussage von Ihnen
gelesen als ich mich vorbereitet habe
für diesen Podcast und deswegen auch
noch mal den Organspendeausweis ich habe
gelesen sie haben einmal gesagt den
Entschluss für oder gegen eine
Organspende sollte ein jeder für sich
selbst treffen und auf einem
Organspendeausweis wie diesen hier
dokumentieren nämlich sie sagen
hierdurch entlastet man seine
Angehörigen die ansonsten in dieser
schweren Zeit des Abschiednehmens und
Trauerns die Entscheidung für oder gegen
eine Organspende treffen müssen hat mich
wirklich auch mit zum Nachdenken bewegt
aus der Sicht habe ich selbst noch nie
gesehen also ein ganz wichtiger Punkt
warum tut man nicht nur dritten was
Gutes sondern vor allem den eigenen
Angehörigen den eigenen liebsten mit
solch einer Entscheidung wenn man selbst
im Krankenhaus liegt mit einer
schwersten Hirnschädigung und sich die
Frage stellt nach der Organspende dann
muss jemand diese Entscheidung treffen
im Idealfall ist das der Patient selbst
der also im Form eines
organspendeausweises seinen Willen kund
getan hat wenn er dies aber nicht tut
und wir wissen aus eigenen Erhebung dass
es in ungefähr zwei Drittel aller Fälle
so so ist dass der wie des Patienten
nicht bekannt ist dann müssen die
Angehörigen entscheiden ist also
keineswegs so dass Ärzte oder irgendeine
offizielle Stelle entscheidet sondern
die Angehörigen müssen entscheiden ob
ein Organspende durchgeführt werden kann
oder nicht das ist an sicher schon eine
schwierige Frage die Frage nach der
Organspende jetzt kommt die für die
Angehörige zu einem sehr sehr
ungünstigen Zeitpunkt weil sie trauern
ja gerade um den Tod eines lieben
Menschen und in dieser schwierigen Phase
der Trauer müssen Sie dann noch
entscheiden ob sie eine Organspende zu
stimmen oder nicht das sehen wir in
unserer täglichen Arbeit dass den
Angehörigen sehr sehr schwer fällt diese
Entscheidung in dieser Trauersituation
zu treffen deshalb der Appell dass man
sich selbst Gedanken zu dem Thema macht
sich selbst entscheidet sei dafür oder
gegen Organspende weil man damit seine
Angehörigen in dieser schwierigen Phase
entlastet mhm absolut also Professor
söling ein sehr wichtiger Punkt den
vielen von uns vielleicht gar nicht
bewusst sind natürlich ist es schön und
wichtig gegenüber Dritten unbekannten
Patienten die auf Organe warten dass man
einen Beitrag leistet und dass diese
Patienten weiterleben können aber es
geht auch darum die eigenen Angehörigen
die eigenen liebsten quasi nicht vor so
einer Entscheidung stellen zu müssen was
würden Sie sagen sie haben gesagt zwei
Drittel wissen wir den Patienten Willen
nicht wenn dann Angehörige gefragt
werden Entscheidung treffen müssen was
ist der Hauptbeweggrund für Angehörigen
für eine Organspende dann zu stimmen der
Hauptgrund für ein Organspende zu
spenden ist meistens dass man
mit dem Tod der manchmal im Form von
Unfällen Auftritt als Schicksalsschlag
der als sinnlos angesehen wird noch eine
sinnvolle Wendung geben kann weil dies
entnommene Organ anderen Menschen das
Leben retten kann das ist sicherlich ein
der Hauptgründe dafür und ich habe auch
die Frage tatsächlich von anging selber
dann schon mal gestellt bekommen als ich
auf der Intensivstation gearbeitet habe
kriegen die Angehörigen dann mit welche
Menschen die Organe bekommen haben
kriegt man Kontakt zu den Empfängern
dieser Organe wie wird das geregelt eine
direkte Kontaktaufnahme ist nicht
möglich auch in anderen Ländern ist es
so dass die Möglichkeit nicht besteht
was aber sehr wohl besteht ist ein
Austausch zwischen Spendern Organ über
Deutschland nen das die Deutsche
Stiftung Organtransplantation das heißt
die
Organempfänger können das tun die häufig
nach ein gewissen Zeit vielleicht nach
ein Z Jahren z. ein Dankesbrief
schreiben und diese DSO leitet es dann
weiter an die spenderfamilie
ähm so kann dieser Kontakt hergestellt
werden aber namentlich äh ist das nie
bekannt wer der der Spender war okay
aber diese Austauschmöglichkeit gibt es
und gerade von den spenderfamilien wird
es als sehr sehr angenehm empfunden wenn
sie dann so einen Brief bekommen und
eben sehen was diese organspend wirklich
Gutes getan hat was sie an neuem Leben
ermöglicht hat ja er so eine positive
Rückmeldung dann auch wieder und gerade
wie sie gesagt haben man hat ja einen
Schicksalsschlag vielleicht war es ein
Unfall und hat selbst noch mal Sinn
gesehen und wenn man dann zwei Jahre
später sozusagen eine Rückmeldung
bekommt
genau ist dann vielleicht das auch noch
mal ein kleiner Trost sie haben in dem
Zitat auch noch so einen kleinen
vielleicht Nebensatz gesagt der ein
bisschen untergeht nämlich sagen sie und
es ist wichtig auch auf einem
Organspende Ausweis das Ganze zu
dokumentieren warum ist gerade diese
Dokumentation so wichtig ich kann ja
sagen ja ich spende meine Organe aber
dokumentier es nicht wichtig ist dass
man nicht nur selbst von dieser
Entscheidung weiß sondern dass eben auch
die Angehörigen Bescheid wissen weil die
werden dann ja gefragt und wenn die
Angehörigen Bescheid wissen dass es ein
Organspendeausweis gibt oder einen
Eintrag z. im
organspenderegister dann ist das für uns
als Ärzte auch bindend dann kann man
sich sicher sein dass diese eigene Wille
umgesetzt wird also es nutzt nicht sich
nur selbst zu entscheiden wenn keiner
Bescheid weiß um diese Entscheidung
sondern dokumentieren mit den
Angehörigen Freunden nächsten Verwanden
darüber sprechen und dann wird dieser
Wille auch entsprechend beachtet das
glaub ganz wichtig auch zu sagen ähnlich
ist es ja auch mit vorsorgeevollmacht
oder Patientenverfügung was wir ja auch
im Rettungsdienst erleben die
Patientenverfügung muss quasi da sein
wenn wir zum Patienten kommen vielleicht
im Rahmen einer Reanimation und es
bringt nichts dass sie irgendwo im Safe
bei der Bank z.B liegt und man es dann
nicht weiß oder so gibt es Alternativen
auch zum Organspendeausweise ich habe
mal gelesen sowas wie man kann es auf
der Krankenkasse mitteilen wobei dann
weiß ich nicht wirklich wie die
Angehörigen davon erfahren oder gibt's
vielleicht auch Apps wo man das machen
kann die entscheidende Alternative dazu
ist wirklich das organspenderegister wo
man seinen Willen eintragen kann und da
gibt's eine Möglichkeit das was sie
gerade eben angesprochen haben es gibt
entsprechende Apps von der Krankenkasse
worüber man diesen Eintrag eben
vornehmen kann aber entscheidend ist wie
gesagt dieser Antrag im
organspenderegister wir sind auch
verpflichtet seit Juli diesen Jahres bei
jedem Patienten Einsicht zu nehmen in
das organspenderegister um zu schauen ob
dort Einträge vorhanden sind okay wir
sprechen gleich da rüber auch auch was
sich vielleicht rechtlich getan hat oder
sich vielleicht aus ihrer Sicht noch tun
sollte ich stelle meinen Gästen Herr
Professor söhle immer fünf kurze Fragen
die Sie einmal kurz mit Ja oder Nein
beantworten ohne langes nachzudenken
glauben Sie dass die Einführung der
Widerspruchslösung die Zahl der
Organspenden in Deutschland signifikant
erhöhen würde ja und wird der Hirntod
als klare Voraussetzung für eine
Organspende von der gesamten
medizinischen Gemeinschaft also unseren
ärztlichen Kollegen weltweit akzeptiert
ja hat die Angst und wir haben darüber
gerade schon gesprochen vor
unzureichender medizinischer Behandlung
im Notfall einen Einfluss auf die
Organspendebereitschaft ja und glauben
sie ist die Vergabe von spendeorgan in
Deutschland vollkommen transparent und
gerecht ja wenn sie entscheiden könnten
Personen die ein Organspendeausweis
haben werden im Falle einer nötigen
Transplantation bevorzugt vor Personen
die keine Organe spenden möchten
ja die würde ich bevorzugen ja sehr
spannend können Sie das einmal ja
genauer erklären noch mal sagen wieso
würden sie diese bevorzugen zunächst mal
ist es ja ein Geschenk ein Organspende
ist auch ganz klar dass es freiwillig
ist dieses Geschenk es kann von keinem
erwartet werden es kann von keinem
erzwungen werden dennoch sollte so sein
wer zu diesem Geschenk in der bereit ist
und der Gesellschaft diesen Dienst
erweist dass er im Falle wenn er selbst
ein Organ
benötigt auch eine erhöhte Chance hat
ein Organ zu bekommen man muss aber ganz
klar sagen in Deutschland das ist meine
persönliche Meinung in Deutschland gibt
es keinerlei Regelung in dieser Richtung
das heiß egal ob man Organspendeausweis
hat oder nicht wenn man selbst ein Organ
braucht dann geht es wirklich nur nach
Dringlichkeit und nach Erfolgsaussichten
und nicht nach der eigenen Einstellung
man muss aber auch sagen vielleicht
manche Menschen wie sie haben das schon
angedeutet auch wollen vielleicht keinen
Organspendeausweis haben oder dem
zustimmen weil sie sich mit dem Thema
Tod noch nicht auseinandersetzen wollen
vielleicht selbst auch nicht können ähm
was würden Sie diesen Menschen
vielleicht
empfehlen dass Sie zumindest mit den
Angehörigen daradüber sprechen wie ihre
Einstellung ist zum Leben zu zu einer
Spende an sich dazu andereen Menschen zu
helfen was auch immer ganz wichtig zu
wissen ist wir akzeptieren natürlich ein
Nein zuur Organspende genauso wie ein ja
mhm das ist gar keine Frage und auch ein
Nein zuur Organspende entlastet ja die
Angehörigen weil die Angehörigen nicht
diese Entscheidung treffen müssen
sondern der Patient ist selbst bestimmt
hat ja also diese Klarheit ist wichtig
für ein selbst natürlich aber für die
Angehörigen auch genauso natürlich auch
wie das medizinische Personal ich hatte
gerade bei meinen Fragen mit ja od nein
auch gesagt hat die Angst vor
unzureichender medizinischer Behandlung
einen Einfluss auf die Organspende
itschaften das hat es ja auch es gibt
viele Menschen die glauben die werden
für schneller oder schneller für Tod
erklärt weil sie ein Spendeausweis haben
was begegnen Sie diesen Menschen wie
können wir denen die Angst zhmen dass es
nicht so ist es ist ja so wenn man einen
schweren Unfall hat oder z. einen
schweren Schlaganfall kommt man zunächst
in die Notaufnahme des Krankenhauses und
hier stellt sich nie die Frage nach
einer Organspende sonder es geht immer
darum welche Erkrankung liegt vor was
kann man für den Patienten noch tun
diese Frage nach der Organspende stell
sich nicht am Anfang in ersten Stunden
sondern meistens erst im weiteren
Verlauf das heiß erst nach mehreren
Tagen stellt sich in der Regel diese
Frage dann ist es auch so wenn es darum
geht den Hirntod festzustellen der die
Voraussetzung ist dann muss das ja so
ist es in Deutschland sehr klar
gesetzlich geregelt auch von
verschiedenen Ärzten aus verschiedenen
Fachrichtungen festgestellt werden
deshalb ist diese Feststellung sehr sehr
sicher und sie wird wie gesagt nicht am
Anfang getroffen wenn man die
Notaufnahme kommt sogar umgekehrt so
damit mit ein Patient zum Organspender
werden kann muss man besonders darauf
achten dass
herzkreislauffunktionen atmungsfunktion
alles sonstigen Organfunktion gut
aufrechtterhalten werden weil sonst
könnte man diese Organe gar nicht
spenden und transplantieren absolut das
glaube ich auch ein ganz wichtiger Punkt
sie hatten das gerade schon angerissen
vielleicht können Sie das noch mal
konkretisieren mit dem Ablauf der
Organspende also es ist nicht so der
Patient liegt da man muss innerhalb von
5 Minuten entscheiden sondern sie haben
gesagt das sind vergehen man mal mehrere
Tage dazwischen können Sie das
vielleicht mal beispielhaft ein bisschen
skizzieren was ist so ein typischer
Ablauf den sie vielleicht auch
regelmäßig erleben ein typischer Ablauf
wäre man erleidet einen schweren Unfall
z. Verkehrsunfall kommt ins Krankenhaus
es wird festgestellt D man eine schwere
Hirnschädigung hat die wird am Anfang
behandelt sei durch Medikamente und
Operationen dann zeigt sich unter
Umständen nach ein paar Tagen dass trotz
dieser Therapien das Gehirn seine
Funktionsfähigkeit nicht mehr wieder
erlangen wird s das zu befürchten ist
dass das Gehirn seine Funktion komplett
verliert mhm das dauert ein paar Tage in
der Regel auch bis es diese
Gehirnschädigung die Huf schon sehr
schwer ist am Schluss wirklich so schwer
ist dass wir von dem sogenannten Hirntod
sprechen können dann erst wird die
entsprechende Diagnostik durchgeführt
von mehreren Ärzten dann gibt es
vorgeschriebene Wartezeiten es gibt
vorgeschriebene Zusatzuntersuchung so
dass ja noch mal einiges an Zeit
verliert und in dieser Zeit die sich
über mehrere Tage hinzieht gibt es immer
mehrere Gespräche mit den Angehörigen
also nicht so dass man gleich am Anfang
wenn die Angehörigen zum ersten Mal ins
Krankenhaus kommen mit dieser Frage
konfrontiert wird wie stehen sie zum
Thema Organspenden sonder erstmal geht
es um den Patienten um das
Krankheitsbild dann geht es darum dass
sich der Verlauf verschlechtert hat über
die im Lauf der Tage das zu befürchten
ist dass das Gehirn seine Funktion nie
mehr wiedererlangen wird und dann erst
kommt es langsam zu diesem Thema und
selbst wenn dann der Hirntod
festgestellt ist dann ist auch so dass
bestimmte Regularien gegeben sein müssen
z.B hab von them angesprochen die Frage
ist ja wer bekommt dann später diese
Organe das ganze wird über eine Stelle
zentral in Europa Eurotransplant in
niedlanden vergeben und auch dieser
Prozess dauert etliche Stunden das ist
auch noch mal schwierig für die
Angehörigen diese Zeit auf der einen
Seite wollen sie dann Abschied nehmen
und man muss auch betonen von dem Moment
der hirntrotdiagnostik bis es zur
Operation kommt vergehen etliche Stunden
manchmal auch einen Tag oder zwei Tage
diese Zeit ist vorgeschrieben und sie
dient auch der Sicherheit des gesamten
Prozesses mm ich muss zugeben wenn ich
darüber nachdenke jetzt werden sie das
so sagen bin ich ehrlich gesagt froh
selbst noch nie diese Gespräche mit den
Angehörigen geführt haben zu müssen ich
habe schon mal einen Patienten begleitet
in den OP der
dann seine Organe gespendet hat aber ich
habe nie mit den Angehörigen gesprochen
was würden Sie sagen sind so typischer
Ablauf wie gehen sie selbst davor das
ist ja ein sehr emotionales
Thema schwieriger auch auch die
Situation gibt es da so ja ein
bestimmtes Vorgehen von ihn auch wie
können sich die Zuhörerin Zuhörer das
vielleicht vorstellen sie kommen brechen
ja nicht mit der Tür ins Haus rein der
erste wichtige Punkt dass man eine
ruhige Gesprächsatmosphäre haben muss
das heißt wir unterhalten uns nicht auf
dem Gang mit den Angehörigen sondern
wirklich in einem Zimmer wo man in Ruhe
sich unterhalten kann dann sind es immer
mehrere äche die zu diesem Thema führen
beim ersten Gespräch geht es in der
Regel immer erstmal darum dass die
Prognose eben so schlimm ist dass man
davon ausgehen muss dass der Patient
daran versterben wird dann geht's erst
im nächsten Gespräch wirklich darum dass
man sich gemeinsam Gedanken macht was
wäre denn wirklich der Wille des
Patienten dass man also wirklich
versucht herauszufinden was ist der
Wunsch des Patienten und so entwickelt
sich das über mehrere
Gespräche in diese Richtung und was
würden Sie sagen sind so die typischen
Fragen die die örigen dann oftmals haben
das ja bestimmt oft ähnlich auch die
Beweggründe vielleicht auch die Probleme
die Angehörige dann sehen aber so
typische Fragestellung die wir haben die
typischen Fragen sind ob der Patient
wirklich tot ist das Besondere beim
Hirntod ist ja gerade das zwar das
Gehirn ausgefallen ist von seiner
Funktion aber die restlichen Organe
funktionieren das heißt die Patienten
die fühlen sich ja warm an weil die
üblichen Organe die Arme und Beine ist
ja alles durchblutet das ist erstmal
schwierig zu fassen und ähm da geht es
eben darum dass wir das den Angehörigen
auch erklären auch entsprechende Bilder
zeigen die belegen dass das Gehirn z.
nicht mehr durchblutet ist das also die
die erste große Sorge dass
der Patient wirklich tot ist die zweite
Frage die häufig gestellt wird ist die
ob die Angehörigen entstellt werden
durch diese Organspende das hatten wir
eben schon beantwortet dass es natürlich
eine Operation ist dass danach aber die
Operationswunden wieder verschlossen
werden wir bieten auch allen Angehörigen
an dass sie nach der Organspende
Abschied nehmen können von ihrem
verstorbenen das wird hoffe ich auch
wahrgenommen von den Angehörigen und
führt auch dazu dass die Angehörigen
dann wirklich beruhigt sind weil sie
eben selbst sehen können dass Ihr
Liebster der ist verstorben ist wirklich
keineswegs entstellt ist mM wir hatten
gerade über das Thema hirnt der
gesprochen jetzt mal wieder so ein
bisschen was medizinisches auch haben
sie gesagt wird diagnostiziert von
mehreren Kollegen Kollegin in
Deutschland gilt der bisher nur der
Hirntod als Kriterium für eine
Organspende diskutiert wird aber z.B
auch ein Herzstillstand oder ähnliches
in anderen Ländern ist das auch ein
bisschen anders was sagen sie dazu
welche alternativen gibt's zum Hirntod
vielleicht auch die wesentliche
alternative das haben sie eben selbst
gerade dargestellt sind Organspenden
nach einem
herzkreislaufsstand man muss das so
vorstellen viele Patienten haben zwar
eine schwere Hirnschädigung die sie
nicht überleben werden auf Dauer wo sie
z. auch nicht erwachen werden aus
irgendeer Art von Kummer aber diese
hirentschädigung ist so ausgeprägt dass
dass sie nicht das Gehirn ganz komplett
betrifft son es gibt kleine Areale im
Gehirn die vielleicht noch eine Chance
haben zu überleben das führt aber nicht
dazu dass der Patient jemals wieder
erwachen wird ein normales Leben führen
wird dann ist das Vorgehen in
Deutschland so dass man die Therapie
einstellen wird und der Patient
verstirbt wenn der Patient aber ein
Organspende Willen hatte dann wird der
Wille entsprechend natürlich nicht
umgesetzt weil in Deutschland wirklich
der Hirntod eingetreten sein muss das
heißt die hfunktion muss wirklich
komplett und vollständig erloschen sein
im Ausland ist dann anders gehandabt
dann würde man in diesen Fällen sagen
dass man die Therapie auch beendet also
z die Beatmung des Patienten dann kommt
es nach einer gewissen Zeit nach einer
halben Stunde Stunde automatisch auch zu
einem Atemstillstand Kreislaufstillstand
des Patienten und dann kann man im
Ausland eben die Organe dann noch
entnehmen und somit dem Willen des
Patienten
Folgen der sich eine Organspende doch
erbeten hatm und sie als Experte auf
diesem Gebiet oder der damit auch viel
beschäftigt ist auch viel sagen wir mal
Leid mitkriegt aber auch die positiven
Sachen mitbekommt wie andere Leben
dadurch gerettet werden würden Sie sagen
in Deutschland sollte es auch so sein
wie im Ausland wie sie gerade
geschildert haben dass man quasi nicht
nur den reinen Hirntod als Kriterium
nimmt sondern das noch erweitert oder
sagen Sie so wie es in Deutschland ist
ist es richtig nach meiner Meinung
sollte es erweitert werden um diese
Organspenden nacher als kreisauf
Stillstand weil es für die Angehörigen
auch besser begreifbar und fassbar ist
weil wenn die Therapie so eingestellt
wird wie ich es beschrieben habe merken
die Angehörigen ja auch selbst dass dann
das Herz stehen bleibt der Patient fühlt
sich wirklich an oder sieht wirklich aus
wie ein Verstorbener Mensch das heißt
der Tod ist für die Angehörigen leichter
zu begreifen und damit fällt es ihn auch
leichter das zu akzeptieren dass der
Patient wirklich tot ist mhm ein anderes
wichtiges Thema in dem Zusammenhang ist
auch das Thema ja Spende durch
lebenspender das ist auch so ein
bisschen was ethisches welche ethischen
Herausforderung sehen sie da vielleicht
ähm gibt's da vielleicht auch Bereiche
wo sie sagen da wird auch ja werden
Grenzen überschritten da ist eine Gefahr
also das Thema lebensspenden wo sollte
man da auch ein Cut machen also das
Thema lebensspende ist in Deutschland
auch sehr streng reguliert man will ja
verhindern dass der Spender in
irgendeiner Abhängigkeit steht zu dem
späteren Empfänger und deshalb nur aus
Druck heraus dieser Spende zustimmt
sonst soll ja wirklich äh eine
freiwillige Spende sein das des werden
sowohl Spender als auch Empfänger werden
eng betreut
die werden auch ethisch betreut es gibt
eine Kommission die das auch beurteilt
und nur wenn die zum Schluss kommt dass
diese Entscheidung zur lebensspende
wirklich frei von Zwang erfolgt nur dann
findet es hier in Deutschland auch statt
mhm und lebensspenden im Vergleich zu
den Organspenden die wir
davorbeschrieben haben nach hirentod was
ist so das Verhältnis was findet öfter
statt kann man das so sagen was öfter
ist oder Verhältnis zueinander zunächst
ist die lebensspende ja nur dann möglich
wenn der Spender selbst eben weiterleben
kann nach der Spende schönes Beispiel
isthalb die Nierenspende jeder Mensch
hat ja zwei Nieren man kann eine Niere
spenden und kann ein normales Leben
weiterhin führen sowas wie z.B Herz oder
Lunge kann man in dieser Form so nicht
spenden weil ein ein Leben eben ohne
eigenes Herz natürlich nicht möglich
wäre deshalb ist die lebensspende vor
allen eben im Bereich der
Nierenspende bei leberspenden gibt's
Möglichkeiten dass man ein Teil seiner
leberspende das geht zchen dann wenn
kinderempfänger sind von daher ist die
lebensspende wirklich nur für einen
kleinen Bereich der
Transplantationsmedizin eine Lösung für
viele andere Organe aber wie gesagt
gerade wenn es ums Herz geht ist es eben
keine Lösung und das S auch von den
Zahlen ist so dass immer noch wesentlich
mehr Organe nach Hirntod gespendet
werden als im Rahmen einer lebensspende
mm mal auf die Empfängerseite schauen
also Patienten die dann eine Organspende
bekommen hoffentlich oder lange darauf
warten wie lange warten manche
Organempfänger auf ihr Organ haben sie
da zahlen müssen die ein Jahr warten ein
Monat 5 Jahre wie ist das so dasind der
Tat bei jedem Organ unterschiedlich in
Deutschland wir wissen dass statistisch
ungefähr jeden Tag zwei Patienten
versterben auf der Warteliste gerade bei
der Niere ist die Warteliste am längsten
es hängt aber von vielen Faktoren ab vom
Alter auch von der Blutgruppe es kann
sein dass man ein paar Monate WTE aber
viele warten wirklich Jahre oder viele
Jahre und für viele ist diese Wartezeit
eben so lange dass sie wirklich
versterben auf der Warteliste dann
fragen sich auch viele Patienten oder
auch Angehörige ist man nicht vielleicht
zu alt für ein Organspende hier so dass
das Alter an sich zunächst mal keine
Rolle spielt sonder es geht wirklich um
die Organfunktion das heißt auch wenn
man älter ist 70 Jahre 80 Jahre alt ist
aber noch eine gute Organfunktion hat
z.B von Leber oder Niere kann man diese
Organe noch Spenden ja es gibt sogar ein
besonderes Programm gerade für die Niere
dass eben ältere nierenempfänger
typischerweise Organe bekommen von einem
älteren Nierenspender mhm und da gerade
Niere auch wenn man drüber nachdenkt ist
das schon erschreckend zu hören sie
haben ja gesagt wir haben zwei Nieren
wir könnten eine Spenden oder sehr viele
von uns und trotzdem sterben daran viele
Menschen weil sie keine Niere bekommen
ähm gerade das Thema also Motivation ist
sehr wichtig wir haben jetzt gesprochen
warum Organspende ein wichtiges Thema
ist Angst fehlende Aufklärung ist
wichtig deswegen machen wir auch diesen
Podcast mit dazu was würden Sie sagen
sind so Maßnahmen die man durchführen
sollte um die Motivation in der
Gesellschaft zu stärken neben so einem
Gespräch wie wir es jetzt gerade führen
ich glaube das regelmäßige Aufklärung
wichtig ist an verschiedenen Stellen es
geht in der Schule los es ist
Bestandteil von Lehrplänen dass man dort
darüber spricht dann z.B auch beim
Erwerb des Führerscheins hier ist
Stichwort erthilf
m und es macht eben Sinn dass man im lau
seines Lebens immer wieder an dieses
Thema erinnert wird sei wie es jetzt ja
auch schon stattfindet dass man von den
Krankenkassen informiert wird wir wissen
auch aus dem Ausland dass Werbemaßnahmen
sei Werbeclips im Fernsehen oder in den
Printmedien auch dazu führen dass über
dieses Thema gesprochen wird also
wichtig ist dass man eben immer mal
wieder auf dieses Thema hingewiesen wird
und dann darüber auch spricht und wenn
sie jetzt so in die Zukunft schauen was
würden Sie was glauben Sie wie sieht in
Jahren aus beim Thema Organspende in
Deutschland wird sich da was wandeln
wird es anders sein mehr zahlen weniger
zahlen wo glauben sie werden wir uns hin
entwickeln das ist eine sehr schwer zu
beantwortene Frage weil es wirklich von
den politischen Rahmenbedingungen
abhängt ob wir es schaffen eine Mehrheit
zu finden für die
Widerspruchslösung wenn wir das schaffen
eine Mehrheit zu finden für die
Widerspruchslösung dann ist das per se
auch meistens noch nicht damit verbunden
dass die Zahlen sofort steigern sondern
auch dann wird natürlich weitin
erforderlich sein dass man aufklärt über
Organspenden so wie wir es jetzt hier
auch tun und dann gibt's eine Hoffnung
auch dass die Zahlen weiter steigen
ansonsten ist es so dass wie gesagt die
Zahlen sehr sehr niedrig sind bei uns in
Deutschland im europäischen Ausland viel
viel höher sind was viele glaube ich
auch vergessen wenn man im Urlaub ist
ins Ausland fährt dann gilt natürlich
die gesetzliche Regelung des Landes wo
man sich aufhälllt also das heißt wenn
man z. jetzt nach Österreich fährt z.
zum Skifahren erleidet einen schweren
Unfall auf der Piste was man natürlich
hoffen will dann gilt das Gesetz in
Österreich und das sieht eine
Widerspruchslösung vor mhm da wir fast
nur von Ländern umgeben sind wo eine
Widerspruchslösung gilt ist es eben umso
wichtiger dass man sich mit dem Thema
auseinandersetzt seine Angehörigen
informiert weil man in die Situation
geraten kann sehr sehr wichtiger Punkt
war mir auch bis dato nicht bewusst und
ich habe gerade die ganze Zeit den
Begriff wiederspruchslösung versucht zu
vermeiden klingt so technisch irgendwie
können Sie den trotzdem jetzt haben wir
den paar mal erwähnt und jetzt weiß ich
auch dass die Länder um uns herum genau
das machen können Sie das einmal
erklären was ist die Widerspruchslösung
was ist der Unterschied zur jetzigen
Situation in der jetzigen Situation gilt
ja eine erweiterte Zustimmungslösung das
heißt dass der Patient zu Lebzeiten
zugestimmt haben muss indem man z ein
Organspendeausweis ausgefüllt hat hat er
das nicht getan dann können die
Angehörigen diese Entscheidung fäenis
aber heißt erweiterte Zustimmungslösung
so wie wir es gerade beschrieben haben
bei der Widerspruchslösung sieht es so
aus dass gefragt wird ob man zu
Lebzeiten ein Organspende widersprochen
hat aus ein solcher Widerspruch kann sei
es auf dem Organspendeausweis oder im
Register vermerkt werden und wenn kein
Widerspruch erfolgt ist dann können
Organe entnommen werden auch in diesem
Fall ist es übrigens so dass mit den
Angehörigen gesprochen wird es ist ja
z.B denkbar dass ein Patient sich nicht
hat registrieren lassen am
organspenderegister dass er z.B gegen
ein Organspende ist sich sich aber am
Küchentisch vor paar Tagen noch mit
Angehörigen unterhalten hat und auch
diese mündliche Willensbekundung gilt
natürlich auch im Ausland also es
keineswegs so dass einmal heißt es gibt
keine schriftliche Erklärung deshalb
wern wird der Wille der Angehörigen gar
nicht mehr beachtet und es werden Organe
auch gegen den Willen der Angehörigen
entnommen sondern auch im Ausland so ist
typischerweise in Österreich Spanien
vielen anderen Ländern werden die
Angehörigen trotzdem noch mal befragt ob
der Wille sich vielleicht auch geändert
hat ob da was bekannt ist also ich
aberchuldig unterbreche genau eineine
bei der Widerspruchslösung ist dass
damit auch Organspende eigentlich was
normales ist das heiß wenn widersprochen
wird wird sie nicht durchgeführt in
allen Fällen aber schon damit gewinnt
Organspende gewisse Normalität im
Krankenhaus und ist nicht wie jetzt bei
uns die Ausnahme sonder es ist die Regel
also um das noch mal mit einfachen
Worten wiederzugeben und gerne
berichtigen sie mich da in Deutschland
muss ich ja zu Organspende sagen und in
vielen anderen Ländern Stichwort
Widerspruchslösung wie im beispielö
öerreich muss ich explizit nein gesagt
haben damit keine Organspende
stattfindet genau jetzt haben wir über
30 Minuten über dieses Thema gesprochen
sehr wichtiges emotionales Thema könnten
wir noch länger drüber sprechen und
Aufklärung ist ja auch sehr sehr wichtig
m was würden sie empfehlen gibt es im
Internet Seiten wenn jetzt Zuhörer sich
denken ich will mich doch noch mehr
informieren noch mehr in die Tiefe geben
haben sie da ein paar Tipps vielleicht
mhm zum ein so dass die Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung über
dieses Thema informiert eine sehr gute
Homepage das heißt wenn man in eine
Suchmaschine Begriffe eingibt wie
Organspende oder auch
organspendeereister wird man direkt auf
diese Seiten weitergeleitet da gibt's
verschiedene Informationsmaterialien
auch kleine Videoclips Information und
es gibt auch Flyer wo man sich zu diesem
Thema entsprechend Weise belesen kann da
kann sich d jeder zu dem Thema
informieren und noch abschlie ist eine
Frage auch an sie was sagen sie
vielleicht jungen KollegInnen Kollegen
Ärzten die in der Anästhesie bei ihnen
z.B anfangen oder auch Chirurgen oder in
anderen Bereichen wie können Sie die
begeistern vielleicht bei ihnen im
transplantationsteam oder
Transplantationsbeauftragten Team
mitzuarbeiten oder sich für das Thema zu
beschäftigen die Hauptmotivation ist
dass wir damit anderen Menschen helfen
und ich hätte berichtet dass meistens
bei einer Organspende bei einer
Operation zwei bis dre Organe entnommen
werden das heißt man hilft dann auf
einen Schlag gleich zwei drei manchmal
auch vier oder fünf Patienten das ist
wirklich die Hauptmotivation für uns und
das sind hoffig Patienten die entweder
ansonsten sterben wenn sie dies Organ
nicht bekommen oder zumindest wie bei
den Nieren Patienten eben sehr sehr
viele Jahre in der dialys sind schlechte
sehr eingeschränkte Lebensqualität haben
die man wirklich ein neues Leben damit
ermöglicht das ist unsere
Hauptmotivation und das ist teilweise
auch eine ehrenamtliche Tätigkeit dann
wahrscheinlich die jemand macht oder wie
ist das das ist mittlerweile
sehr gut geregelt so dass wir für diese
Arbeit freigestellt sind es wird auch
gegenfinanziert das heißt für die
Krankenhäuser selbst ist es kein
finanzieller Verlust so dass in jedem
Krankenhaus die Möglichkeit besteht dass
man für diese Aufgabe auch freigestellt
ist und sich diesem Thema wirklich
widmen kann mhm sehr gut ich glaube es
war sehr wichtig dass wir darüber
gesprochen haben heute einmal Herr
Professor söhle abschließend für unsere
Zuhörerinnen und Zuhörer zum Thema
Organspende Organspende Ausweis auch
welchen abschließenden Tipp Hinweis
haben sie an unsere Zuhörer mein
entscheidender Hinweis ist entscheiden
Sie sich selbst überlassen Sie diese
Entscheidung nicht ihren Angehörigen
sondern treffen sie selbst die
Entscheidung füllen Sie einen
Organspendeausweis ein oder registrieren
Sie sich im
organspenderegister ja vielen Dank für
ihre wertvolle Botschaft an unsere
Zuhörerinnen und Zuhörer und vielen Dank
dass Sie heute Abend mein Gast waren
wenn Ihnen diese Folge GEF wenn Ihnen
diese Folge gefallen hat dann gerne
teilen Sie die Folge zeigen sie Dir auch
anderen Angehörigen Freunden ist ein
sehr sehr wichtiges Thema informieren
Sie sich darüber und schauen Sie mal
nach wo sie selbst so einen
Organspendeausweis bekommen können und
gerne schalten sie auch wieder bei der
nächsten Folge ein vielen Dank und
bleiben sie mir treu
[Musik]
