"Viktors Reiseabenteuer" Weihnachts-Hörbuch Märchen zum Einschlafen Groß und Klein | Frida Schanz

Rico liest | Hörbücher | Märchen & Geschichten
25 Abonnenten
Erfahre mit diesem Märchen Hörbuch eine magische Auszeit am Abend und lasse dich in eine Welt voller Träume und Entspannung führen - finde innere Ruhe und bereite dich sanft auf eine erholsame Nacht vor!
Entdecke die zauberhafte Seite des Einschlafens mit diesem schönen Hörbuch Märchen - die fesselnde Geschichte begleitet dich behutsam in eine Nacht voller Fantasie und Geborgenheit!
Wenn du kein Märchen mehr verpassen willst, dann abonniere den Kanal.
Und jetzt, viel Spaß beim Zuhören!
Den Text dieses Märchens findest Du hier:
https://www.projekt-gutenberg.org/schanz/untertan/chap007.html
Möchtest du meine Stimme buchen? Das und mehr kannst du unter dem folgenden Link tun. https://links.ricoliest.de
#Märchen #Hörbuch #GuteNachtGeschichte
hallo und schön dass du da bist Märchen
sind toll wenn du keines mehr verpassen
willst und den Kanal noch nicht
abonniert hast dann abonniere ihn und
aktiviere auch die Glocke und jetzt viel
Spaß beim
[Musik]
zuhören vikors
Reiseabenteuer von
Schanz es ist heiliger Abend das ist ein
Drängen ein gehen und kommen auf dem
Bahnhof viele hunderte von Leuten wollen
noch mit dem nachmittags Zug gefort um
zur Bescherung bei ihren Lieben zu sein
auch der kleine Viktor will noch mit er
drängt sich mit einem kleinen ledernen
reiseköfferchen und einem Paket voll
Butterbrote beladen an der Hand eines
schmucken Jungen bururschen eben mitten
durch Alt und Jung auf den Bahnsteig
hinaus das ganze kärlchen ist noch nicht
vier Fuß hoch und will schon allein eine
Weihnachtsreise machen die Sache ist die
der Onkel Oberst war vor 10 Tagen in
Grünau Viktors Wohnort zu Besuch und
nahm sich den jungen sein Patenkind und
einfü allemal seinen Liebling auf eine
Woche mit nach der
Hauptstadt ktor war eben von den Masern
gesund geworden und hatteolgessen noch
bis Weihnachten
schulurlaub am christabend wolltenkel
und Tante ihn selbst nach Grünau bringen
aber leider sprang der gute Oberst
gestern zu rasch vom Pferd und
verstauchte sich den Fuß nun konnte er
natürlich nicht reisen die Tante konnte
auch nicht von ihm wegkor mochte zu
Weihnachten aber natürlich nicht in der
Fremde
bleiben was ist den da weiter sagte der
Onkel Oberst solch ein famoser junge
kann doch eine Stunde allein im
Eisenbahnwagen sitzen ich telegrafiere
nach Grünau dass ihn sein Vater dort vom
Bahnhof abholt Bast da die Tante
schüttelte den Kopf und meinte die Sache
sei doch zu bedenken Viktors Mama könnte
sich halb zu Tode
ängstigen
bombenbletz sprach der
Oberst die Mama braucht ja gar nicht
eher etwas zu wissen als bis ihr Junge
da ist das telegrafiere ich dem Schwager
gleich mit der Onkel Oberst war nun
einmal nicht gut für das verpimpeln
alles auf der Welt sollte forsch sein
und ein Junge vor allen Dingen an Viktor
konnte er in dieser Beziehung seine
Freude haben denn der kleine Kerl freute
sich gerade auf das alleinreisen am
meisten fürchtest du dich wirklich nicht
fragte Martin Onkels burche der ihn zur
Bahn brachte vertraulich
Vikor sah den baumlangen Menschen halb
empört halb mitleidig an na na ein
bissel in acht nimm Dich nur meinte der
ich werde sehen ob ich jemanden finde
der nach Grünau fährt und dich unter
seinen Schutz nimmt steige ja an keiner
falschen Stelle aus das wäre schön
Schlaf auch nicht ein victtor fand diese
Ermahnungen entsetzlich
überflüssig Grünau zweiter Klasse rief
er dem Schaffner statt antwortlustig zu
dieser wies auf ein Abteil in das eben
ein Alter weißberärtiger her und ein
kleines zartes Mädchen das in ein
schneeweißes schwanbesetztes
seidenmäntelchen gehüllt war
einstiegen der burosche meinte flüsternd
das benachbarte Abteil sei besser da
dort Damen säßen denen er Viktor
anempfehlen könnte aber der forsche
Junge wollte weder von Aufsicht noch von
Damen etwas wissen sprang rasch in das
Coupe wo der Herr und das Kind Platz
genommen und rief dem Diener Recht von
oben herab zu sie können jetzt ruhig
nach Hause gehen Martin Gruß an Onkel
und Tante schönen Dank
adieu stramm legte er die kleine Hand in
dem Rot und Braun gewürfelten
wollhandschuh an das soldatenmützchen
das er trug der Bursche erwiderte ganz
ernsthaft den Gruß und ging erst als
Viktor es nicht mehr sehen konnte fing
er an über das ganze Gesicht zu zu
lachen nein nein murmelte er vor sich
hin dem Jungen passiert nichts der kann
so bleiben der kommt durch die Welt ein
greller Pfiff und der Zug setzte sich in
Bewegung Viktor sah sich nun seine
Reisegesellschaft ordentlich an was für
wunderliche Leute der alte her trug
einen riesigen pelzrock sein Bart und
Haar waren schneeweiß und seine klaren
lichtbraunenug en die unter buschigen
weißen Brauen hervorsahen hatten einen
so sonderbaren feierlichen und
geheimnisvollen
Ausdruck die Kleine war zart wie ein
Hauch schneeweiß und still aber wenn sie
auch schwieg und ihr Köpfchen wie zum
Schlafen an den alten lehnte ihre großen
Augen blitzten doch zuweilen mit einem
raschen schelmenblick zu Viktor hinüber
als wollte sie sagen oh du wenn du
wüsstest was ich wei
der Schaffner kam nun um die Billetts zu
kontrollieren victtor reichte ihm das
seine hin der alte Herr aber machte nur
ein Zeichen mit der Hand worauf der
Schaffner sich verneigte und voll
Ehrfurcht und Verständnis sagte ach so
ja ja ja wer müssen die nur sein dachte
der Junge welch eine Masse von
Schachteln und Paketen sie mit sich
führten er hätte sich wie ein König
gefreut hätte eins von den beiden das
Wort an ihn gerichtet aber beide hatten
die Augen geschlossen und ein leises
atmen tönte durch den warmen
Raum wie kann man nur unterwegs schlafen
dachte Victor und blinzelte durch eine
klare Stelle in den gefrorenen Scheiben
in die öde Landschaft hinaus der
Winterabend begann schon zu dämmern
einförmig langsam flatterten die großen
Flocken hernieder schwarze Kräh hockten
am Weg die Räder rollten
Tick t tick tack unwillkürlich schloss
der kleine Mann die
Augen aber Einschlafen nicht einschlafen
nicht dachte er noch da fasste ihm auf
einmal etwas eisig kalt ins Gesicht du
rief ein Stimmchen hell und klar wie ein
silbernes Glöckchen er taumelte in die
Höhe die Fremde kleine hatte sich zu ihm
herüber gebeugt ihr schneeweißes
Gesichtchen lachte und ihre braunen
Holden Augen blitzten dicht vor den
seinen was ihn erschreckt hatte war die
Berührung ihrer kleinen zarten seltsam
kaliten
Hand schlaf doch nicht sagte sie mit
herausforderndem übermütigem Ton wir
wollen uns lieber unterhalten Rat einmal
wer wir sind verwirrt blickte Viktor sie
an ihr schlieft doch
selbst ja wir sagte sie
schelmisch wir dürfen wohl müde sein
geldst du wandte sie sich dem alten zu
wir zwei wir haben jetzt eine schlimme
Zeit es sollte klagend klingen aber das
Stimmchen bebte dabei vor heimlicher
Lust kennst Du uns redete sie wieder
Viktor
an nein wollte dieser sagen aber
plötzlich stieg ihm eine wundersame
Ahnung auf
er wusste nicht eigentlich glaubte er
nicht so recht an den
Weihnachtsmann Mutter und Großmutter
redeten zwar immer von ihm die Jungen in
der Schule aber sagten es gäbe gar
keinen und doch wo hatte er nur seine
Gedanken gehabt der alte da im grauen
Pelz mit dem freundlich ernsten Blick
die Schachteln und Päckchen der
Lebkuchen dufte auf einmal im Abteil es
konnte nicht anders sein es stimmte es
war der
Weihnachtsmann hat er es nur gedacht hat
er es laut
ausgesprochen die kleine jubelte auf
klatschte in die Hände und zitterte vor
Lust ja ja rief sie du hast getroffen er
ist der Weihnachtsmann der
Weihnachtsmann sie zog sich gleich ein
paar große schachtelnter dem Sitz hervor
öffnete den Deckel ein wenig oh Gott
welche Pracht war es denn möglich so
viel Hunderte und Tausende von
soldatenhelmen in dem kleinen engen Raum
und da ebenso viel Patronentaschen in
der anderen schwarz mit Gold genauso wie
er sie sich gewünscht hatte aber da erst
sagte sie und zog eine dritte Schachtel
hervor victtor beugte sich neugierig vor
aber sie legte beide Händchen auf den
Deckel streckte ihr Köpfchen vor und
neckte halt noch nicht rate jetzt einmal
wer ich bin das
Christkindchen dachte er aber nein
Flügel hat sie ja nicht aber etwas
schimmerndes himmlisches haftete an ihr
nun warf sie auf einmal das weißseidende
Mäntelchen ab und ein Kleid von dünnem
klaren glitzerndem Stoff fein und weich
wie eine Blüte wurde
sichtbar kennst du die Prinzessin
Schneeflocke nicht lachte sie und hielt
ihr Händchen eine Augenblick an seine
Wange eiskalt wehte es über ihn hin er
wusste kein Wort zu reden vor Staunen
und Bewunderung sie sprang von ihrem
Sitz in die Höhe jubelte kiecherte und
wusste sich nicht zu helfen vor
Übermut nur nicht so toll mein
Schneeflöckchen sagte jetzt mit tiefer
klangvoller Stimme der Weihnachtsmann
erhitze dich nicht mein Töchterchen
werde nicht krank was wäre der Welt ein
Weihnachtsfest ohne
dich die liebe kleine nahm sich zusammen
saß still und hantierte wieder an der
großen Schachtel herum
oh sagte sie begeistert nachdem Sie den
Deckel ein wenig geöffnet und schämisch
hineingeblickt hatte bitte zeig einmal
bat victtor ungeduldig dann nahm sie den
Deckel ab ach nur Puppen sagte victtor
in geringschätzigem Ton so dummes Zeug
wenn es weiter nichts ist PU rusperte
sich der Weihnachtsmann Schneeflöckchen
sah den forschen jungen bitterböse an so
wundervolle Puppen sagte sie schmollend
und nahm nacheinander wohl ein Dutzend
entzückender wachskinder auf den Schoß
die so groß und so reich gekleidet waren
dass man gar nicht begreifen konnte wie
sie in der engen Schachtel Platz hatten
die eine war sogar Braut und trug ein
weißes Seidenkleid und einen
wunderfeinen blühenden
mürtenkranz eine andere im rotkarierten
wintermäntelchen und rotseidenden
kapuzchen trug wie ein ordentliches
Schulkind das Renzel auf dem Rücken und
erst diese hier sagte Schneeflöckchen
und wiegte ein goldhaariges Engelskind
das ebenso weiß gekleidet war wie sie
auf den zarten Armen und diese und diese
zärtlich liebkosend drückte sie ein paar
wickelpuppen in weißen spitzenbetten ans
Herz solch dummes Zeug brummte victtor
noch einmal vor sich hin da sah ihn die
schöne kleine einen Augenblick traug und
zornig an dann fing sie an zu lachen
legte die Puppen in die Schachtel sprang
auf die Bank und beugte sich zum Ohr des
Weihnachtsmannes victtor hörte nicht
alles was sie sagte nur das schreckliche
Wort natürlich natürlich wir schenken
ihm eine Puppe zu Weihnachten sonst
nichts das soll seine Strafe sein eine
Weile saßen sie sich nun stumm gegenüber
Schneeflöckchen packte die Puppen wieder
ein wobei sie immer verstohlen lächelte
und endlich ganz leise leise sumpte und
sang oh du fröhliche oh du selige
gnadenbringende
Weihnachtszeit Viktor war so beleidigt
über den Puppen Witz dass ihm beinah das
Weinen kam aber er nahm sich zusammen so
viel er konnte und um von seinem Ärger
ja nichts merken zu lassen setzte er
sich recht stramm zurecht und redete
ganz frisch und reiß den alten an
entschuldigen Sie lieber Herr
Weihnachtsmann wo sind sie denn
eigentlich zu Hause der Greis nahm die
vorlaute Frage nicht übel denn er
lächelte sehr freundlich und sagte weißt
du denn was man unter dem Nordpol
versteht mein Junge ein natürlich Viktor
war nicht umsonst der erste in der
Klasse und der beste in der
Geografie der nördlichste und einer der
beiden kältesten Punkte der Erdkugel
sagte er ohne
besinnen nun wohl da oben steht unser
Schloss erzählte der alte mitten auf
einem großen Gebirge von Eis mit
eisbäumen und Eisblumen ragt es empor
mit seinen sieben schimmernden Türmen
alle Säulen und W
alle Decken und Dielen alle pforen und
Gänge sind von
Eis ist das denn nicht furchtbar kalt
und zerbricht denn das Eis nicht fragte
victtor
gedankenvoll kalt lachte Schneeflöckchen
wir wissen gar nicht was das heißt wir
frieren nie sie in so dünnen Kleidern
mit bloßem Hals und bloßen Armen gehen
wir Tag aus Tag ein umher laufen wir
Schlittschuhe auf dem See und fahren in
silbernen Schlitten die Eisberge
hinunter nur auf der Reise wird so ein
seidendes Mäntelchen
übergezogen und zerbrechen belehrte der
Weihnachtsmann kann das nordpoleis auch
nie es ist so hart und fest und glänzend
wie
Edelstein du solltest sehen wie das
funkelt und blitzt rühmte
Schneeflöckchen gar erst wenn es ein
Fest gibt und die rosenroten Lampen
gezündet sind da fällt ein Widerschein
von dem rosenlicht weit über Himmel und
Erde die Menschen nennen das Nordlicht
so etwas kann man sich nicht vorstellen
wenn man es nicht gesehen hat ein Fest
fragte victtor seid ihr denn so viele
Leute dort oben na
höre meinte der
Weihnachtsmann meine wilden weißen
Schneeflöckchen und die vielen lustigen
Jungen die Winde das gibt ein Gewimmel
da wohnt ja mein lieber Freund der
Winter sobald der Frühling der Grobian
ihn von der Erde vertreibt samt seinem
ganzen vornehmen hofstadt auch mit
dren mein Vater sagte Schneeflöckchen
stolz und der Knecht rubrecht der dritte
von uns
alten sprach der
Weihnachtsmann das ist ein lustiger
lachte Schneeflöckchen oh du wenn du
wüsstest was der immer von euch
erdenkindern erzählt von den kleinen
dummen Mädchen die sich vor ihm fürchten
und den großen stolzen Jungen die nicht
beten wollen er sammelt auch die
Wunschzettel der Kinder von den Fenstern
ein und bringt sie mit nach Norden dass
der Weihnachtsmann sich danach richten
kann oh die sehen manchmal drollig aus
ein krosses Pferd eine bubenstuppe ein
PCH mit
pildern voriges Jahr wünschte sich gar
ein kleiner Junge ein fotzi
bet werden denn die Sachen alle bei euch
gemacht fragte Viktor schnell er ist auf
einmal purp rot geworden denn der kleine
dumme Junge mit dem
foziibet ist er gewesen
IBE wre belehrte ihn der Weihnachtsmann
wozu wären denn die vielen
spielzeugfabriken und die großen schönen
Läden in der Welt seit 14 Tagen reise
ich mit Schneeflöckchen in allen Ländern
umher und kaufe ein
nur das zerbrochene und verdorbene
Spielzeug das Knecht Rucht einsammelt
wird bei uns oben
wiederhergestellt zwei Säle im Schloss
sind dazu da dort werden Puppenköpfchen
aufgefrischt lahme Pferde und Hunde und
Kaninchen geheilt und mit neuem Fell
bezogen alte Wagen neu bemalt und mit
frischen Rädern
versehen ach lieber Weihnachtsmann da
wissen Sie vielleicht auch wo meine alte
Festung hingekommen ist fragte victtor
ganz aufgeregt wir hatten neulich einmal
Schlacht bei sedan gespielt Teams Fritz
und ich dabei sind 50 Mann gefallen
Franzosen und Deutsche denn wir hatten
ein neues Geschoss erfunden nämlich
Glasperlen statt Erbsen in den Kanonen
leider schossen wir in Mamas kleinen
Spiegelschrank und auch die Festung war
ein bisschen arg verbogen Mama war sehr
böse und am anderen Tage war alles weg
Soldaten Festung und Kanonen ich dachte
mir aber gleich dass es zu Weihnachten
wiederkommen würde nicht wahr sie haben
alles gehabt und bringen es mir zurück
der Weihnachtsmann
schmunzelte kannst du denn auch recht
schön mit Soldaten spielen fragte er
statt zu antworten somit Sinn und
Verstand meine ich während er sprach zog
er einen großen reisesack unter dem Sitz
hervor griff hinein und brachte ein
kleines Stück grüne Pappe Z Tage das ich
unter seinen Händen auf einmal mächtig
vergrößerte und in eine Landschaft mit
Wellen wegen und Gräben
verwandelte nun pass auf wir schlagen
eine Schlacht sagte er und im Nu war der
Inhalt von mindestens 100 Schachteln
Bleisoldaten die sich ebenfalls in dem
Sack befanden aufgestellt in viele viele
Regimente in Fußvolk und reit
abgeteilt Deutsche und Franzosen standen
einander gegenüber die tapferen gener
voran die blitzenden Kanonen in Rei und
Glied die Mannschaften in geraden reih
die blauen die weißen die roten
Uniformen wie an Fäden gereih alle
Gewehrläufe in scharfen Linien alle
Rosse in glatter Front auf einmal Blitz
und Krach die erste Kanone ging los was
war das rückten die kleinen Heere nicht
wirklich gegeneinander oder schob der
Weihnachtsmann die Mannschaft zu
zusammen dass es nur so aussah hüben und
Rüben schlugen die Kugeln ein ach leider
Pfiff ist da
gerade Station
wielitz sagte der
Weihnachtsmann Schneeflöckchen hier
müssen wir aussteigen es wird dunkel und
wir müssen anfangen zu bescheren wenn
wir fertig werden wollen im Nu ehe der
Zug noch hielt waren alle Soldaten in
die richtigen Schachteln eingepackt die
Pappe wurde zusammengelegt und alles im
reisesack verschlossen der
Weihnachtsmann steckte die Pelzmütze ein
zog die Kapuze des großen Mantels über
den Kopf und raffte alle Schachteln
Taschen und Säcke
zusammen auch die kleine die schnell in
ihr weißes Mäntelchen geschlüpft war
bekam ihren Teil zu tragen ach müsst ihr
denn schon aussteigen fragte Viktor ganz
traurig er konnte sich über das jee Ende
der entzückenden Schlacht gar nicht ber
na sei nur ruhig wir kommen schon heute
noch zu dir tröstete der
Weihnachtsmann oder komm du mit uns
schlug Schneeflöckchen mutwillig vor das
war eine Idee der Zug hielt jetzt darf
ich darf ich fragte Viktor atemlos der
Weihnachtsmann schmunzelte wie ein
rechter Schelm und sagte kein
Wort Station
schrie der Schaffner und öffnete die Tür
was da ich komme heute schon noch nach
Hause dachte Vikor er konnte sich
einfach nicht von den beiden trennen gib
her sagte er nahm Schneeflöckchen die
Hälfte ihres Gepäcks ab und sprang
hinter ihr ruhig mit
hinaus ein wundervoller Schlitten mit
ein paar schlanken starken schimmeln
bespannt wartete hinter dem
Stationsgebäude
die beiden Weihnachtsboten stiegen ein
und victtor nahm ihnen gegenüber auf dem
Rücksitze
Platz da bist du ja sagte der
Weihnachtsmann ganz ruhig und wieder mit
jenem eigentümlichen
Schmunzeln Schneeflöckchen klatschte in
die Hände lachte und
lachte die Fahrt ging fort gleich hinter
dem Stationsgebäude führte die Straße an
ein paar kleinen Häusern vorüber in den
mäch en weiß beschneiten Tannenwald
hinein wie im Flug ging es dahin
erschreckt flatterten ein paar piepende
meislein auf hunderte von silbernen
Glöckchen mit denen das rote Zaumzeug
der Schimmel geschmückt war ließen ihr
leises märchenhaftes Geklingel
ertönen nun öffnete sich der Wald an den
Berg gelehnt tauchte eine kleine Stadt
mit ihren aufblitzenden roten und
gelblichen Lichtern aus der bläulichen
Dämmerung auf vor jedem Hause stand der
Schlitten still der Weihnachtsmann und
Schneeflöckchen stiegen aus nur einen
Augenblick dann ging es weiter so
schnell so schnell dass Wiktor es gar
nicht fassen konnte in dem winzigen
kurzen Zeitraum den die beiden Leute in
den Häusern zubrachten bauten sie
drinnen die ganze Bescherung
auf Viktor sah den Strahlenglanz der
weihnachtslichtchen dur die Scheiben
schimmern Bücher Puppen Baukästen Spiele
und glänzendes soldatenzeug prankte
unter den schwer behehangenen Lichter
tragenden
Zweigen und weiter ging es und
weiter das ganze Städchen war nun
versorgt bis auf das letzte Haus die in
einem großen Garten stehende
Schule hier müssen wir leise
auftreten sagte der
Weihnachtsmann es wird ein still fest
denn zwei von den sieben lustigen
Schelmen sind krank da hielt der
Schlitten schon weit vom Hause still
Schneeflöckchen flog auf den Fußspitzen
leicht und lei wie ein Hauch ins Haus
ebenso lautlos folgte ihr der
Weihnachtsmann auch Viktor blieb diesmal
nicht sitzen sondern schlich seinen
Freunden nach da sah er in einem stillen
Kämmerchen eine blasse Frau auf den
Knien liegen zwei fieberheiße Köpfchen
lugten zwischen weißen Kissen aus zwei
kleinen Betten
hervor Gesundheit pflehte die Frau kein
anderes christgeschenk nur Gesundheit
für die beiden Armen Herzen und nebenan
in einem großen gemütlichen Zimmer saßen
vier andere Kinder um einen runden Tisch
und redeten davon dass heute Weihnachten
sei ich habe den lieben Gott gebeten
dass er mir gar nichts schenkt sagte ein
kleines Mädchen mit blauen Augen als nur
das eine die anderen
nickten wir wollen auch nichts weiter
haben sagten sie hösten Seen Tanz
kleinen Pflaumentoffel meinte der kleine
Junge mit wehmütigem
tränenstimmchen aber dafür beschieren
wir die Eltern jetzt nicht wahr fragte
der Blonde große alle brachten nun ihre
kleinen Arbeiten herbei die knabenschöne
Sachen aus und Waldfrüchten die Mädchen
allerhand gesticktes und
gestricktes da fiel victtor etwas
Entsetzliches ein er hatte unter tantes
Leitung ja auch ein schönes Kästchen für
sein Mütterchen geklebt und dazu einen
großen wachsstock zum Siegeln für den
Vater gekauft dies alles war in seinem
reiseköfferchen geblieben und das
Köfferchen lag samt den Butterbroten im
Eisenbahnwagen eine schreckliche Angst
erfasste ihn wie sollte er wieder zu
seinen Sachen gelangen wie sollte er
überhaupt nach Hause kommen erst jetzt
fiel ihm ein wie unvernünftig wie
unbegreiflich leichtsinnig er war er
lief am Haus entlang um nach seinen
beiden Gefährten zu suchen das Eckzimmer
erstrahlte eben von hellem Licht der
Weihnachtsmann hatte den guten Kindern
doch eine Bescherung aufgebaut und
daneben im schlafstübchen Stand
Schneeflöckchen neben den kleinen
Krankenbetten legte ihre kalten Händchen
auf die fieberheißen Stirnen und nickte
und lächelte den Eltern
zu seid getrost der heilige Christ
schickt mich nun werden Sie
gesund gleich darauf kamen die beiden
aus dem Haus und fanden den
verzweifelten kleinen
Burschen siehst du siehst du sagte der
Weihnachtsmann warum folgst du nicht wir
wollen einmal sehen was ich tun
lässt wieder sauste der Schlitten
pfeilschnell davon ohing chch
grünaulehtekor in immer größer Angst
aber die Fahrt ging auf ganz fremden
wegen über Berg und Tal durch Dörfer und
Städte immer weiter und weiter eine
heiße Sehnsucht nach zu Hause nach Vater
und Mutter stieg in vikors Herzen auf
der Weihnachtsmann schien sein fhen gar
nicht zu
hören überall vor jeder Hütte jedem Haus
hielt der Schlitten stell
nur unglaublich kurze Zeit aber doch
Schienen viele viele Stunden vergangen
zu sein während der raschen Fahrt der
Himmel wurde immer dunkler goldene
Sterne funkelten überall im ganzen Lande
luteten die
Glocken nach Hause nach Hause flehte
victtor jetzt mit Tränen in den
Augen sie waren wieder mitten im Walde
aber ein paar silberhelle glitzernde
Gleise führten mitten über die
verschneite Straße sausend und
pafauchend kam aus dem walddunkel etwas
daher zwei glühende Augen flammten auf
oh Wunder die
Eisenbahn ja ja wir haben die Eisenbahn
eingeholt sagte der Weihnachtsmann ganz
ruhig da können wir wieder
einsteigen der Schlitten hielt und auch
die Eisenbahn stand stillell er erbiete
ich öffnete der Schaffner den Schlag der
Weihnachtsmann selbst nahm Viktor auf
den Arm und setzte ihn nicht gerade
sanft auf seinen Platz im Abteil nieder
es schwindelte ihm wie ohnmächtig
schloss er die Augen bis er sie wieder
öffnete sah er dass auch der
Weihnachtsmann und Schneeflöckchen
eingeschlafen waren ach wie froh war er
seine Reisetasche stand heil und ganz
neben seinem Platz eben tönte wieder ein
langer Griller pfff schon wieder hielt
der
Zug Station
grüno hörte er
rufen steigen Sie hiermit aus Herr
Weihnachtsmann fragte er höflich den
alten der eben sehr langsam und
verschlafen die Augen öffnete ein
seltsam spöttisch erstauntes Lächeln
huschte über das welke Gesicht auch
Schneeflöckchen war erwacht und sah
victtor mit Fremden verwunderten Augen
an als habe sie ihn nie vorher
erblickt nein mein lieber kleiner sagte
der alte mit ganz merkwürdiger Fremder
Betonung so leben Sie wohl sprach
victtor mit einer putzigen kleinen
Verbeugung mein liebes Schneeflöckchen
ich habe dir deinen dummen Witz nicht
übel genommen auf Wiedersehen auf
Wiedersehen heute abend er ärgerte sich
das kleine Mädchen sah ihn noch immer so
fremd und seltsam an doch zum überlegen
war keine Zeit
die Tür wurde
aufgerissen guten Abend junge rief sein
Vater und hob ihn aus dem
Wagen es war schrecklich niemand wollte
sein Erlebnis glauben er habe geschlafen
und geträumt meinten sie alle und
lachten ihn aus er wusste gar nicht wie
er ihnen versichern sollte dass alles
war und wirklich so geschehen war wie er
es
erzählte leider sollte er sein
Mütterchen die während seiner ganzen
Reise krank gewesen vor dem Abend nicht
sehen aber eine große Freude sollte er
dann bei der Bescherung
erleben natürlich keine Puppe dachte er
frohlockend und doch der Abend war da
die Klingel tönte wie ein Strom von
Licht brach durch die geöffneten
Fenstertüren der
Kerzenglanz klopfenden Herzens stürzte
Viktor auf seinen
Platz da stand er still beschämt
bestürzt außer sich ihm einem bald
neunjährigen Jungen
eine Schatz es ist ja eine lebendige
rief ihm da auf einmal der Mutterliebe
Stimme ins
Ohr nun ging er erst näher
wahrhaftig es zappelte es rührte sich
das kleine Püppchen das da im
spitzenbettchen mitten unter lauter
soldatenzeug im Schatten der auf
gefrischten Festung auf einem Platz
unter einem Baume lag ein
Schwesterchen fragte er noch halb
ängstlich mit leuchtenden
Augen und als man es ihm bestätigte
meinte er
altklug na und da will Papa die
Geschichte mit dem Weihnachtsmann und
Schneeflöckchen noch nicht glauben also
hat sie es gemeint na so kann man sich
die Geschichte ja
gefallen
[Musik]
lassen danke fürs zuhören wenn dir das
Märchen gefallen hat und du noch nicht
schläfst würde ich mich über einen
Daumen nach oben und einen Kommentar
freuen und falls du noch nicht schlafen
kannst findest du hier ein weiteres
Märchen bis bald
