Jeder 4. Deutsche leidet an einer Winterdepression. Was sie ausmacht und wie wir sie zuhause selber bekämpfen können zeige ich Ihnen heute. Ein längst fälliger Neustart kann Ihnen ebenfalls helfen. Informieren Sie sich dazu gern über den neuen Reset-Kurs: ▶︎https://www.holistic.house/ayurveda-reset
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Video, Ihr Dr. med. Ulrich Bauhofer
▶︎ Was wollen Sie in Zukunft auf diesem Kanal sehen? Wie gefallen Ihnen unsere Videos? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit: https://www.holistic.house/umfrage
Dr. med. Ulrich Bauhofer war 1980 einer der ersten beiden westlichen Schulmediziner, der den Ayurveda von den bedeutendsten Vaidyas (Ärzten) Indiens lernen konnte. Er war an der Neuordnung der Jahrtausenden alten Heilkunde als leitendes Mitglied einer internationalen Wissenschaftlergruppe beteiligt. Seitdem hat er seine Patienten sowohl schulmedizinisch als auch ayurvedisch ganzheitlich behandelt. Er ist Vorstand und Gründungsmitglied der deutschen Gesellschaft für Ayurveda, Bestseller Autor, international als Speaker tätig und berät Führungskräfte aus Dax-Unternehmen.
Holistic House ist Ihr Portal für holistische = ganzheitliche Gesundheit an der Schnittstelle zwischen Schulmedizin und komplementären Heilansätzen. Unsere Ärzte sind in beiden Welten ausgebildet. Ein wichtiger Schlüssel zu Gesundheit ist heute, die unterschiedlichen Methoden umfassend zu verstehen. Wir integrieren das Wissen Jahrtausende alter Heilkunst aus Ost und West. Damit Sie so lange wie möglich so gesund wie möglich bleiben. Damit Sie sich revitalisieren, stärken und Ihr biologisches Alter reduzieren können.
Mehr Information auf unserer Website unter: www.holistic.house
00:00 - Das erwartet Sie 01:12 - jeder 4. Deutsche ist betroffen 02:15 - Ursache 1: Licht 03:34 - Ursache 2: Nahrung 04:40 - Ursache 2: Teile unseres Gehirns 05:56 - Ursache 4: unsere Hormone 06:25 - Das können Sie dagegen tun
Kennen Sie das? Sie kommen morgens schwer aus dem Bett, fühlen sich den ganzen Tag
lust- und antriebslos, sind vielleicht gereizt, dauermüde, können sich schlechter konzentrieren
und in Summe haben Sie einfach einen Stimmungstieb. Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie
den Winterblues haben oder schlimmer die Winterdepression. In diesem Video erkläre ich Ihnen, warum
es Ihnen so geht, was der Unterschied zu einer gängigen Depression ist und vor allem gebe
ich Ihnen vier ganz einfache Tipps, was Sie dagegen tun können. Es könnte aber vielleicht
auch sein, dass Sie einen längst fälligen Neustart brauchen, einen Reset. Dann können
Sie unten in der Beschreibung auf den Link klicken und sich über unseren neuen Ayurveda
Reset Kurs informieren. Während 30 Tagen entgiften, säubern und reinigen wir unseren
Organismus, üben innovative, alltagstaugliche, stimmungsaufhellende Gesundheitsroutinen ein
und stellen uns grundlegend neu auf. Und ich begleite Sie jeden Tag dabei. Wenn die Blätter
von den Bäumen gefallen sind, das Wetter diesig und kalt ist, sich der Nebel nur langsam
verzieht, die Tage fahl- und lichtlos sind, leidet laut Statistiken jeder vierte Deutsche
an einer Winterdepression. Man nennt sie auch SAD, ein Kürzel aus dem Englischen
Seasonal Affective Disorder. Die abgeschwächte Form davon ist der Winter Blues. Wodurch werden
diese unterschiedlichen Stimmungstiefs ausgelöst? Um das zu verstehen, müssen wir vier Faktoren
berücksichtigen, die alle miteinander in Wechselwirkung treten. Nummer eins Licht,
Nummer zwei unsere Nahrung, Nummer drei vor allem drei Areale unseres Gehirns, Nummer vier die
Hormone Serotonin und Melatonin. Lassen Sie uns diese vier Faktoren etwas besser verstehen,
dann können wir leicht ableiten, was wir gegen das winterliche Stimmungstief tun können. Fangen
wir mit dem Licht an. An einem wolkenlosen Sommertag werden wir mittags von der Sonne
verwöhnt. Schauen Sie mal, diese beiden nehmen gerade ein Lichtbad in circa 130.000 Lux. Lux
ist die Maßeinheit für Helligkeit, also dafür, wie Licht wirklich bei Ihnen ankommt. Im Vergleich
dazu schafft die Sonne es an diesem trüben Wintertag gerade noch auf etwa 5.000 Lux. Bei
Ihnen zu Hause allerdings oder in Ihrem, wenn auch gut beleuchteten Büro, schrumpft der Lichtpegel
auf 500 Lux zusammen. Zum Vergleich, Sternenlicht hat nur noch 0,36 Lux, woran Sie erkennen können,
wie dramatisch die Natur die Luxzahlen am Abend und im Winter runterfährt. Was hat das nun mit
unserer Stimmung zu tun? Jeder weiß aus Erfahrung, wenn die Sonne scheint, geht es uns besser. Warum
ist das so? Weil Licht über die hochsensitiven Sinneszellen in unseren Augen bestimmte Areale
in unserem Gehirn beeinflusst, die für unsere Gemütslage entscheidend sind. Genauer gesagt
sprechen wir hier über drei Gehirnareale und zwei Hormone, die wir uns gleich näher ansehen. Auch
für den zweiten Faktor, unsere Nahrung, ist Licht unerlässlich. Ist Ihnen klar, dass Sie in die
Sonne beißen, wenn Sie etwas essen? Sie atmen auch Licht, wenn Sauerstoff in Ihre Lungen strömt und
sich Ihr Blut damit aussättigt. Warum? Weil ohne Licht die Photosynthese nicht funktioniert, darum
keine Pflanzen wachsen würden und Sie auch keinen Sauerstoff produzieren können. Ohne Licht gäbe es
für uns also nichts zu essen und nichts zu atmen. Was hat das nun mit dem Winterblues oder der
Winterdepression zu tun, werden Sie zurechtfragen. Weil uns unsere Nahrung eine Aminosäure liefert,
die der Körper selbst nicht herstellen kann, die aber die Ausgangssubstanz der zwei Hormone bildet,
über die wir gleich sprechen werden. Diese essentielle Aminosäure heißt Tryptophan. Sie
ist für uns unersetzlich und ich verrate Ihnen auch gleich, mit welchen Nahrungsmitteln Sie gegen
den Winterblues anfuttern können. Der dritte Faktor sind nun drei Gehirnareale, die für die
Verarbeitung von Licht wichtig sind. Es ist der Hypothalamus, die Zirbeldrüse und die Raffelkerne.
Der Hypothalamus bildet das wichtigste Steuerzentrum unseres vegetativen Nervensystems, das all unsere
Vitalfunktionen dirigiert, sowie die Homeostase, also das Gleichgewicht des inneren Milieus und
all unsere physiologischen Prozesse, also all unsere Körperprozesse. Besonders bedeutsam für
unser heutiges Thema ist der sogenannte Nukleus Supragiasmaticus. Er gilt als Sitz unserer inneren
Uhr, unserer Masterclock, die für all unsere Biorhythmen und den Hell-Dunkel-Zyklus verantwortlich
ist und in engem Austausch mit der Zirbeldrüse steht. Die Zirbeldrüse ist ein kleines Organ in
der Mitte unseres Gehirns und sie bekommt von unserer Masterclock den Einsatz, den Schlaf- oder
den Wachzustand einzuleiten. Bleiben noch die Raffelkerne, die in unserem Hirnstamm lokalisiert
sind. Und sie bringen uns zum vierten Faktor, den zwei wichtigen Hormonen. Denn die Raffelkerne sind
der Hauptbildungsort von Serotonin, also das Glücks- und Gute-Laune-Hormon. Aus Serotonin wird
dann in der Zirbeldrüse das Müdigkeits- und Schlafhormon Melatonin gebildet, sobald die
Dunkelheit anbricht. Fügen wir nun diese vier Faktoren zu einem Gesamtbild zusammen. Daraus
leiten wir dann ganz einfache Tipps ab, was Sie ab sofort gegen den Winterblues tun können. Licht
ist also essentiell für das Wachstum von Pflanzen und damit unserer Nahrung, denn auch Tiere ernähren
sich ja davon. Aus unserem Essen extrahieren wir neben all den Nährstoffen, die wir brauchen,
die Aminosäure L-Tryptophan. Tryptophan wiederum bildet die Ausgangssubstanz für das Glücks-, Wach-
und Souveränitätshormon Serotonin, das in unserem Gehirn vornehmlich in diesen Raffelkernen produziert
wird. Außerhalb des Gehirns wird Serotonin übrigens zu 90% im Darm hergestellt. Es kann aber im
Gegensatz zum Tryptophan die Bluthirnschranke nicht überwinden. Darum muss das Gehirn aus dem
Tryptophan sein eigenes Serotonin produzieren. Wenn es taghell ist, steigt der Serotonin-Spiegel
an. Wenn wir an die Sonne gehen, hält sich auch unser Gemüt auf. Sobald aber die Dunkelheit anbricht,
wird die Zirbeldrüse aktiv und wandelt das Serotonin nun in das Melatonin um. Wir werden
müde und schlafbereit. Was bedeutet dieser Mechanismus nun für unsere Stimmung im Winter?
Je länger es dunkel ist, je weniger Tageslicht wir bekommen, umso weniger Serotonin steht zur
Verfügung und umso höher ist die Melatonin-Konzentration. Und darum fühlen wir uns müder,
antriebsloser, gedämpfter, weniger wach und dynamisch. Das kann sich zum typischen Winterblues
oder sogar eben zur Winterdepression ausweiten. Was können wir nun dagegen tun? Wir brauchen mehr
Licht und wir brauchen mehr Serotonin. Dafür jetzt folgende Tipps. Nummer 1. Gehen Sie tagsüber,
auch wenn das Wetter nicht so einladend ist, so oft wie möglich nach draußen. Erinnern Sie sich,
selbst an einem trüben Tag tanken Sie mittags mit 5000 Lux immer noch zehnmal mehr Licht als
im geschlossenen Räumen. Wenn es ein heller Tag ist, sogar 40 mal mehr, bis 20.000 Lux sogar im
Winter. Ihre Serotonin-Produktion wird massiv angeregt. Gewöhnen Sie sich den Spaziergang
nach dem Essen an oder den Walk and Talk. Verlegen Sie Zweier- oder auch Dreiergespräche mit
Kolleginnen oder Kollegen so oft wie möglich nach draußen. Tipp Nummer 2. Stellen Sie, wenn das
geht, Ihren Schreibtisch ans Fenster oder an den hellstmöglichen Platz in Ihrem Arbeitszimmer.
Drittens. Knipsen Sie die Sonne aus der Steckdose an, wenn Sie an einem deutlich spürbaren
Stimmungstief leiden. Es gibt im Handel Tageslichtlampen, die Sie mit bis zu 10.000 Lux
versorgen. Wir können sie als Lichtduschen bezeichnen. Wichtig, Sie müssen der EU-Norm
entsprechen, zertifiziert sein und einen hundertprozentigen UV-Schutz haben. Bei 10.000 Lux
genügt eine halbe Stunde am Tag. Aber bitte blicken Sie nicht länger direkt in die Lichtquelle,
sondern halten Sie sich einfach in der Nähe auf. Vierter Tipp. Essen Sie viel tryptophanhaltige
Nahrungsmittel. Das sind Samen, Nüsse, Kerne, vor allem Kürbiskerne, Haferflocken, Kleie, Linsen,
Erbsen und der unangefochtene Spitzenreiter ist die Mikroalge Spirulina. Als Pressling können Sie
sie ganz einfach in Ihrem Smoothie mixen. Aber bitte in Bio-Qualität. Außerdem die notwendigen
Helfer zur Bildung des Serotonins, nämlich den Vitamin B-Komplex, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren
nicht vergessen. Zum Schluss möchte ich Ihnen noch, wie versprochen, die Grenzen zwischen der
Winterdepression und einer Depression erklären. Obwohl die Übergänge fließend sein können,
gibt es ein klares Unterscheidungsmerkmal. Bei der Winterdepression werden Sie schlechter wach,
weil Ihr Melatoninspiegel zu hoch ist. Sie sind dauermüde und träge. Bei einer klinischen
Depression ist Ihr Schlaf in der Regel schlecht, oft unterbrochen, unruhig und nicht tief genug.
Deshalb sind Sie morgens schon abgeschlagen und tagsüber müde. Wenn Sie Anzeichen einer
Depression haben, bitte begeben Sie sich in professionelle Hände. Zum Schluss möchte ich
Sie noch auf ein Buch hinweisen, das meine Frau und ich zu diesem Thema geschrieben haben. Es
heißt Lichtbaden und behandelt all diese Themen ganz, ganz ausführlich. Wenn Ihnen dieses Video
gefallen hat, freue ich mich über Ihren Daumen nach oben. Vielleicht klicken Sie auch die Klingel
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diesen Kanal abonnieren. Ganz herzlich, Ihr Ulrich Bauhofer.